Wenn virtuell plötzlich Stille herrscht 
Montag, 1. September 2014 - sonstiges
Soziale Netzwerke haben nicht nur unsere Kommunikation, sondern auch unser Selbstverständnis und unseren Bezug zur Welt radikal verändert. In einem interessanten Beitrag wirft die Süddeutsche einen Blick darauf, welche Wirkungen die ewigen Online-Status-Updates auf uns haben - und was in vielen Menschen vorgeht, wenn in ihren virtuellen Bekanntenkreisen plötzlich Stille herrscht. Die Möglichkeit, via Facebook, Twitter, Whatsapp und Co. permanent mitzubekommen, was die lieben Freunde gerade tun, hat in den letzten Jahren den Drang verstärkt, immer öfter aufs Smartphone-Display zu schielen, um auch ja nichts zu verpassen. So weit, so nachvollziehbar. Die damit verbundene latente Sorge, dass wichtige Ereignisse an einem vorbeiziehen könnten, scheint jedoch inzwischen eine weitere Stufe zu erreichen. So berichtet der SZ-Beitrag von einem neueren Phänomen - der sich einstellenden Angst des Verpassens, die auftritt, wenn die eigenen Kontakte plötzlich nichts mehr posten. In den Köpfen vieler User stellt sich dann nämlich die Frage, ob nicht gerade etwas besonders Spannendes passiert, etwas, dass die Freunde für sich behalten und nicht teilen. Stell' dir vor, alle sind auf einer coolen Party, und du weißt nichts davon ... Man kann Gedanken wie diese als infantil abtun, doch zeigen solche Reaktionen, wie sehr wir unser Leben bereits virtualisiert haben - und darüber bisweilen vergessen, es einfach mal selbst zu leben. Vielleicht erwächst hier ja irgendwann ein neuer Gegentrend - der Erfahrung im Realen den Vorzug zu geben vor dem pflichtgemäßen Protokoll für die lieben Bekannten, die online lauern. Wie verführerisch könnte es doch sein, mal etwas zu erleben, und es später einfach Face-to-Face zu teilen - lustige Geschichten zu erzählen, miteinander zu plaudern, real beisammen zu sein ...
Neidisch auf nichts, jetzt.de 24.7.14


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think.work.different macht Urlaub 
Freitag, 1. August 2014 - sonstiges
Sommerzeit - Ferienzeit! think.work.different macht im August Urlaub. Ab September sind wir wieder mit frischen News für Sie da. Bis dahin wünschen wir Ihnen schöne Sommertage.

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Wacht auf, Leute! 
Montag, 7. Juli 2014 - sonstiges
Stehen wir kurz vor einer Revolution, bei der die Geringverdiener und Armen sich gegen die reiche Oberschicht erheben? Der amerikanische Milliardär Nick Hanauer hält dies für nicht unwahrscheinlich. Selbst zu den reichsten 0,01 Prozent der Weltbevölkerung gehörend, warnt Hanauer seine reichen Kapitalisten-Genossen davor, dass die übrigen 99,99 Prozent bald zu Mistgabeln greifen könnten, um den Aufstand zu wagen. In einem offenen Brief rechnet der Selfmade-Milliardär vor, wie sehr die finanzielle Ungleichheit innerhalb der Bevölkerung in den letzten Jahren zugenommen habe. Kontrollierte 1980 das reichste Prozent der Amerikaner etwa acht Prozent des US-Volkseinkommens, sei dieser Wert bis heute auf 20 Prozent gestiegen – während die unteren 50 Prozent der amerikanischen Bürger gerade einmal zwölf Prozent des Einkommens auf sich vereinigten. „Wacht auf, Leute! Es wird nicht mehr lange dauern“, prognostiziert Hanauer. Seiner Ansicht nach gibt es noch kein Beispiel in der Geschichte, wo so viel Reichtum angehäuft wurde, ohne dass es an einem gewissen Punkt zu Aufständen gekommen sei. Mögliche Gegenrezepte nennt der Milliardär indes nicht. Seine Aussichten: „Wir werden nicht in der Lage sein, vorherzusagen wann, und es wird schrecklich – für alle. Aber vor allem für uns.“
US-Milliardär warnt Reiche vor „Revolution der Mistgabeln“, Deutsche Wirtschafts Nachrichten 30.6.14

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Empörung über Gutsherrenart 
Freitag, 14. Februar 2014 - sonstiges
Klaus Zumwinkel, Uli Hoeneß, Alice Schwarzer - die Liste der Prominenten, die sich als Steuerhinterzieher bekannt haben und geoutet wurden, wird immer länger. Und der Volkeszorn über dieses Fehlverhalten scheint immer größer zu werden. In einem Interview mit dem Psychologen Stephan Grünewald geht Zeit online der Frage nach, warum die emotionalen Wogen immer höher schlagen. "Wenn man erlebt, dass sich vermeintliche Vorbilder nicht an die Spielregeln halten, stellt man sich die Frage: Warum soll ausgerechnet ich es noch? Diese Zweifel nagen an der Solidargemeinschaft. Jede Gesellschaft gründet sich in einer Idee der Gerechtigkeit. Alle haben die gleichen Rechte, aber auch alle müssen einen Verzicht leisten, zum Beispiel durch Steuerzahlungen. Psychologisch betrachtet sind die Steuern Opferleistungen, die man erbringt, damit der Staat die Gegenwartsaufgaben erfüllen und die Zukunft sichern kann. Wenn man dann persönlich sein Steueropfer bringt, dann möchte man auch, dass alle diesen Verzicht leisten – vor allem die Besserverdienenden", so der Kölner Psychologe. Die Bankenrettung, aber auch die weiterhin hohen Boni lassen laut Grünewald größere Teile der Bevölkerung mit dem Gefühl zurück, dass es die "kleinen Leute" sind, die die Lasten der Krise zu schultern haben - während man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass die Besserverdiener sich nicht nur eines solidarischen Beitrags entziehen, sondern vielleicht sogar selbst massiv zur Krise beigetragen haben. Im Fall von Alice Schwarzer komme hinzu: "In die normale Empörung über die Steuerhinterziehung mischt sich ... auch die Schadenfreude, dass jemand, der vorgab, fast immer im Recht zu sein, diesmal im Unrecht ist." Da helfe es auch wenig, wenn ein Uli Hoeneß mit seinem Geld soziale Projekte unterstützt oder Alice Schwarzer die Gründung einer Stiftung ankündigt, denn: "Das wird als willkürlich erlebt, als ein Geben nach Gutsherrenart. Die Bevölkerung wünscht sich aber Berechenbarkeit. Das Maß sollte für alle gleich sein. Gerade wir Deutschen wollen eine nivellierte Mittelstandsgesellschaft. Anders als in den USA werden die exorbitanten Ausschläge hier nicht gern gesehen. Am besten orientieren sich alle an der Golf-Klasse."
"Wir spüren den Zorn der Enttäuschten", Zeit online 5.2.14


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Bill Gates sät Optimismus 
Dienstag, 28. Januar 2014 - sonstiges
Bill Gates hat mit dem Jahresbericht seiner Stiftung Optimismus gesät. Geht es nach der Einschätzung des Microsoft-Gründers und Multimilliardärs, werde die Armut in der Welt in 20 Jahren besiegt sein. Gates zieht diese Zuversicht aus der Entwicklung von Ländern wie China, Indien oder Brasilien, die alle einst Sorgenkinder der Weltwirtschaft gewesen seien, inzwischen jedoch Wachstum verzeichneten. Zwar spiegeln in der Tat viele statistische Auswertungen die Perspektive, die Gates einnimmt wider - in den letzten Jahrzehnten haben sich auch die Lebensbedingungen der ärmsten Menschen verbessert -, doch blendet der Blick alleine auf wirtschaftliches Wachstum viele weitere, teils negative Begleitumstände aus. So wird gerade in den letzten Wochen in den Medien wieder verstärkt über die immensen Smog-Probleme, unter denen die chinesische Bevölkerung zu leiden hat, berichtet. Für Gates ist indes ausgemacht, dass Gesundheitsförderung und Entwicklungshilfe zentrale Schlüssel sind, um der Armut zu begegnen. Doch bedeuten eine höhere Lebenserwartung und bessere gesundheitliche Versorgung, vielleicht auch ein halbwegs einträglicher Job nicht zwingend auch ein gutes Leben. Vielleicht sollten wir auch die grundsätzlichen Paradigmen, an denen wir konstruktiven Wandel festmachen, noch stärker hinterfragen ...
Bill Gates sagt Welt ohne Armut voraus, HB 22.1.14


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Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Montag, 16. Dezember 2013 - sonstiges
think.work.different macht Ferien. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 13. Januar 2014 sind wir dann wieder mit frischen News für Sie da.

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Sommerzeit - Ferienzeit 
Donnerstag, 18. Juli 2013 - sonstiges
think.work.different macht Ferien! Wir wünschen Ihnen schöne Sommertage und sind ab 12. August wieder mit frischen News für Sie da.

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Wenn 1,70 Euro zu viel sind ... 
Freitag, 28. Juni 2013 - sonstiges
Der Schokoladenhersteller Ritter Sport wird seine Biostrategie abspecken, weil die Bio-Schokoladen im Handel auf nicht genügend Resonanz stoßen. Ritter hatte seit 2008 fünf Ökosorten ins Programm genommen, für die Bio-Kakao aus Per, Ecuador und Nicaragua verwendet wurde. Nun will das Unternehmen beim Kakaobezug größtenteils auf das weniger restriktive UTZ-Siegel umstellen, das den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger erlaubt. Im konventionellen Handel hatten sich die Bio-Schokoladen, die mit einem 100-Gramm-Preis von 1,70 Euro doppelt so teuer sind wie die Nicht-Bio-Konkurrenz nicht durchsetzen können - und in den Bio-Ketten landeten sie häufig erst gar nicht im Sortiment, weil der Hersteller schwerpunktmäßig als konventioneller Anbieter wahrgenommen wird. Eine Zwickmühle, aus der Ritter Sport nun mit dem beschriebenen Kompromiss, der in der Fachpresse kritisiert wird, den Ausstieg sucht. Andererseits: Was nutzen die besten Siegel und die ambitioniertesten Programme, wenn den meisten Verbrauchern der eigene Genuss in Verbindung mit "guten" Rohstoffen nichts wert zu sein scheint ...
Weniger Bio bei Ritter Sport, taz 3.6.13


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