Integrale Theorie und Politk - neue Ausgabe von "integral informiert" 
Dienstag, 18. September 2007 - Medien
In der September-Ausgabe des kostenpflichtigen Online-Journals "integral informiert" stellt die Redaktion Zusammenhänge zwischen integraler Theorie und Politik her. Das Heft beinhaltet eine Einführung in integrale Politik von Colin Bigelow, einen Beitrag über das Thema Austauschbeziehungen und Unterdrückung, Artikel zu Themen wie Demokratie und Weltföderation sowie zu Terrorismus. Online ist eine kostenlose Leseprobe verfügbar, die eine Kurzzusammenfassung der politischen Ansätze in Wilbers Werken bietet.
September-Ausgabe "integral informiert"

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Kirche zeichnet menschenfreundliche Arbeitgeber aus 
Montag, 17. September 2007 - Success Stories
Die Evangelischen Kirchen Deutschland zeichnen seit 1999 mit ihrem Qualitätssiegel ArbeitPlus Arbeitgeber aus, die sich in besonderer Weise bemühen, Arbeit menschenfreundlicher zu gestalten. In dem kostenpflichtigen Zertifizierungsverfahren, für das sich die Firmen selbst bewerben können, werden verschiedene Bewertungskritierien auf Basis eines wissenschafltichen Gutachtens des unabhängigen Instituts für Wirtschafts- und Sozialethik der Universität Marburg geprüft und bewertet. Zu den Kriterien gehören Lebenschancen (z.B. Arbeitsplatzsicherheit), Beteiligungschancen (Weiterbildung, Gesundheitsmanagement, Umgang mit Beschäftigungsrisiken), Entfaltungsmöglichkeiten (Familienförderung, flexible Arbeitszeitmodelle) und Sozialkultur (Führungskultur, materielle Mitarbeiterbeteiligung, Corporate Citizenship). Das Siegel ArbeitPlus 2007 erhielten die Deutsche Kreditbank AG, die DEVK Versicherungen, die Ethicon GmbH, die Flughafen München GmbH, die Fraport AG, MCM Klosterfrau, die Stahlwerk Thüringen GmbH und die Start Zeitarbeit NRW GmbH. Somit wurden nur acht der zwölf in diesem Jahr beteiligten Firmen zertifiziert. Für die vier nicht ausgezeichneten bedeutet das Benchmarking die Chance, ihre Schwächen bis zur nächsten Runde zu kompensieren.
Initiative ArbeitPlus

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Wirtschaftliche Entwicklung im Spiegel der Literatur 
Freitag, 14. September 2007 - Arbeit
Wie sich wirtschaftliche Entwicklungen in der Literatur widerspiegeln können, zeigte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer letzten Ausgabe. In einem Interview mit Autor Martin Walser beschreibt dieser, wie für ihn Geld schlicht Mittel zum Zweck ist, nämlich dem, ihm den Raum zum Schreiben zu verschaffen - eine Perspektive der Unabhängigkeit, die aus Walser Sicht auch heute nichts an Wichtigkeit eingebüßt hat. Walser als aufmerksamer Beobachter der wirtschaftlichen Dynamik der letzten Jahrzehnte äußert sich kritisch über die marktwirtschaftlichen Entwicklungen. Seine Ansicht: "Das hächste Ziel der menschlichen Existenz bleibt Unabhängigkeit. Daran würde ich jede Gesellschaft messen." In seinen Romanen beschreibt er, wie kleine Menschen nach dem großen Glück oder wenigstens nach ein wenig wirtschaftlicher Freiheit streben und widmet sich auch deren Innenleben, beispielsweise wenn der Fahrer Xaver Zürn im Roman "Seelenarbeit" sich seiner Abhängigkeiten von seinem Arbeitgeber bewusst wird, die sein Selbstbewusstsein erheblich tangieren. Die Figuren in Walsers Romanen lesen sich wie eine Entwicklungsgeschichte des Arbeitsmarktes. Im Roman "Das Schwanenhaus" von 1980 veranschaulicht er anhand des Immobilienmaklers Gottlieb Zürn den gewachsenen Wohlstand des Landes und das Geschäft mit Lebensträumen. 2001 widmet sich Walser mit "Der Lebenslauf der Liebe" dem Spekulanten, der hofft, durch gewagte Geschäfte sein Schicksal ins Grandiose zu steigern und dabei körperlich und ökonomisch ruiniert zurück bleibt. In dem 2006 erschienenen Roman "Angstblüte" kommt Walser noch einmal deutlich auf den Zusammenhang zwischen Geld und Freiheit zurück, denn hier wird Geld zur einzigen Möglichkeit, um so etwas wie Freiheit zu empfinden: Man muss es haben und vermehren. Der Roman vollzieht den Wandel vom Kleinbürger zum Chef, der Geldvermehrung als Kunstform betreibt. Nüchtern betrachtet sind Walsers Figuren ein nüchterner Spiegel gesellschaftlich-wirtschaftlicher Entwicklungen und invidivueller Träume. Eine Vision davon, wie Wirtschaft auch anders sein könnte, entwickelt er indes nicht. Der inzwischen 80-Jährige sieht heute viele seiner früheren, teils sehr kapitalismuskritischen Anmerkungen eher zurückhaltend und deutlich milder und richtet seine Kritik eher gegen den Staat: "Der Staat nimmt den Arbeitenden das Geld einfach weg. Das ist unmöglich. Was den Kapitalismus angeht, möchte ich mir den Mund zunähen, wenn ich mir heute anschaue, was ich da geschrieben und gesagt habe." Altersweisheit oder Resignation? Auf jeden Fall viele Ansatzpunkte, um selbst die Gedanken schweifen zu lassen.
"Reichtum macht unabhängig. Aber auch hässlich", FAS 9.9.2007

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Creative Work - Ideen für eine neue Arbeitswelt 
Donnerstag, 13. September 2007 - Arbeit
Heute ein wenig "Werbung" in eigener Sache: Das anthroposophische Magazin info3 widmet seine September-Ausgabe dem Thema Ideenwirtschaft. In einem Beitrag zum Thema “Creative Work” beleuchte ich darin die Chancen und Möglichkeiten einer neuen Arbeitswelt, die mehr Kreativität und Selbstentfaltung verspricht, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringt. In dem Beitrag kommen Matthias Horx und Imke Keicher zu Wort, die ihre Studie "Creative Work" vorstellen, und der Anthroposoph und Gründer der Drogeriemarktkette dm Götz Werner erklärt, warum es für den Menschen wichtig ist, sich in seiner Arbeit schöpferisch verwirklichen zu können. “Der Gedanke, dass Arbeit künftig nicht mehr der puren Notwendigkeit entspringt, sondern sich quasi spielerisch entfaltet, ist sicherlich für einige Arbeitende eine Vision, die sie nur allzu gerne in die Tat umsetzen würden, für andere hingegen mag er noch eher verwegen klingen. Das Zukunftsinstitut zeigt mit seiner Studie, dass in der Arbeitswelt wesentlich mehr ‘drin’ ist, als wir gegenwärtig daraus machen. Doch um die noch ungenutzten Potenziale zu verwirklichen, müssen wir auch Freiheit wagen”, so ein Zitat aus dem Artikel. Die Redaktion von info3 hat mir freundlicherweise erlaubt, den Artikel als kostenlosen PDF-Download hier bereitzustellen. Weitere Themen des Specials Ideenwirtschaft in info3: Ein Portrait der Firma Voelkel, die mit ihren hochwertigen Bio-Säften ehrliche Qualität liefern möchte und als Familienunternehmen schon in der vierten Generation erfolgreich am Markt ist, sowie ein Interview mit Peter Blom von der niederländischen Triodos-Bank, die bereits 1980 gegründet wurde und mit ihren grün-ethischen Geldanlagen nun auch in Deutschland präsent ist. Interessierte haben die Möglichkeit, die September-Ausgabe von info3 im Rahmen eines kostenlosen Probeabos, das drei Ausgaben umfasst, zu bestellen.

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Wandel von unten erweist sich als sehr nachhaltig 
Mittwoch, 12. September 2007 - Success Stories
Nachhaltiger Wandel nimmt häufig nicht von den Großkonzernen seinen Ausgang, sondern manifestiert sich besonders nachdrücklich in kleineren Unternehmen oder Initiativen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung portraitierte beispielsweise in ihrer Ausgabe vom 9. September 2007 die EWS Elektrizitätswerke Schönau, denen es nicht nur gelang,das 2.500-Seelen-Städtchen Schönau im Schwarzwald vom Atomstrom unabhängig zu machen, sondern die inzwischen im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes ihre Kundenzahl bereits auf mehr als 56.000 gesteigert haben und damit sehr profitabel operieren. Der Impuls zur Gründung des Ökostromanbieters ging seinerzeit von einer Bürgerinitiative aus, die sich nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete und unter dem Schock der möglichen Gefahren von Atomenergie nach neuen Wegen der Stromversorgung suchte. Den Anfang des heute mit einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro erfolgreichen Unternehmens markierte die Eigeninitiative der Schönauer Bürger, die nach zähem Ringen das Stromnetz ihres Ortes kauften, um es für Strom, der durch Solaranlagen, Wasserkraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gewonnen wird. Das Beispiel zeigt, dass auch Initiativen, die im Kleinen beginnen, am Markt schließlich etwas bewegen können. In diesem Jahr konnten die Schönauer Elektrizitätswerke bereits mehr als 20.000 neue Kunden mehr gegenüber dem Vorjahr gewinnen - Tendenz steigend.
Elektrizitätswerke Schönau

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Bore-out: Wenn im Job die Langeweile zuschlägt 
Dienstag, 11. September 2007 - Arbeit
Während viele Arbeitnehmer und auch Arbeitspsychologen sich hauptsächlich mit den negativen Folgen von Überarbeitung auseinandersetzen, manifestiert sich in der Business-Welt seit einigen Monaten ein neues Thema unter umgekehrten Vorzeichen: Bore-out, die Langeweile im Job und die Erlahmung aufgrund beruflicher Unterforderung. Das Manager Magazin lässt beispielsweise verschiedene Experten zu Wort kommen, die sich einig sind, dass quantitative und geistige Unterforderung auf Dauer genau so gefährlich sein können wie übermäßiger Stress. Das Fehlen beruflicher Herausforderungen und spannender Aufgaben führe zu einer "psychischen Sättigung" und damit zu Überdruss und Widerwillen. Die Experten empfehlen Unternehmen deshalb, gefährdeten Mitarbeitern im Zuge einer Jobrotation neue Aufgaben anzubieten. Aus Mitarbeitersicht sei es auch wichtig, schon bei der Jobsuche darauf zu achten, dass ein Arbeitsplatz nicht nur einen angemessenen finanziellen Lohn biete, sondern auch einen "qualitativen".
"Tödliche Langeweile", Manager Magazin 10.9.2007

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Arbeit als schöpferische Auseinandersetzung 
Montag, 10. September 2007 - Arbeit
Die Apeiron Philosophieberatung widmet in ihrem Philosophischen Monatsbrief einen Beitrag dem Thema Arbeit und zeigt damit auf, wie sehr sich die Bedeutung des Begriffs - und damit auch der Rahmen, in dem sich Arbeit heute vollzieht - gewandelt hat. Autor Paul Willems geht den Ursprüngen des Begriffs als sozialwissenschaftlich-philosophischer Kategorie nach und stellt fest, dass von der ursprünglich mit Arbeit bezeichneten "bewussten schöpferischen Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und der Gesellschaft" nicht mehr viel geblieben ist. Wo aus philosophischer Sicht der Sinn von Arbeit dem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Handeln von Menschen nach ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten entspringt, scheinen diese Rahmenbedingungen in einer Welt, die sich ausschließlich auf Lohnarbeit fokussiert, kaum noch gegeben zu sein. Paul Willems regt mit seinem Artikel dazu an, den der heutigen Arbeitspraxis inhärenten Reduktionismus zu hinterfragen. Seine Folgerung: "Eine angemessene Besinnung darauf, was Arbeit eigentlich sei, ... ist ... zwingend notwendig ... Nur darüber ... finden wir Antworten auf unsere Gegenwartsprobleme."
Philosophie-Monatsbrief

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Einführung in die integrale Theorie 
Freitag, 7. September 2007 - Bücher
Die integrale Theorie des amerikanischen Philosophen Ken Wilber hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen wahren Siegeszug angetreten. Die Integration von spirituellen und psychologischen Aspekten im Rahmen einer umfassenden Entwicklungstheorie, die sich in allen Bereichen des Lebens anwenden lässt, findet auch in Business und Management immer mehr Anhänger. Größte Hemmschwelle für Interessierte war bisher die exorbitante Komplexität von Wilbers Werk, dessen wichtigste Bücher bereits heute Tausende von Seiten füllen. Im info3-Verlag ist nun von Michael Habecker, einem der besten deutschen Wilber-Kenner, unter dem Titel "Ken Wilber - die integrale (R)Evolution" eine Einführung erschienen, die auf knapp 240 Seiten die wichtigsten Aspekte von Wilbers Werk verdeutlicht. Habecker erklärt die wichtigsten Bausteine von Wilbers Theorie und führt in die Modelle der Quadranten, Ebenen, Linien, Zustände und Typen ein. Damit bietet der Autor Neulingen im Bereich der integralen Theorie einen pointierten Überblick, der eine weitere Vertiefung deutlich erleichtert. Das besondere Plus des Buches, das eine hervorragende Ergänzung zu Wilbers eigenem Überblick in "Ganzheitlich handeln" darstellt, sind die Übersetzungen zahlreicher Passagen aus den neueren Werken von Ken Wilber, die gegenwärtig zumeist nur in englischer Sprache im Internet verfügbar sind. Damit macht Michael Habecker auch die aktuellsten Entwicklungen der integralen Theorie für deutschsprachige LeserInnen zugänglich.
Webseite des Verlags zum Buch

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