Grüner Trend im Anzeigengeschäft 
Mittwoch, 20. August 2008 - Medien
Das bei Gruner & Jahr erscheinende Magazin "emotion" ködert seine Anzeigenkunden mit einer Kampagne, die ganz auf den neuen Lohas-Trend setzt. So offeriert die Anzeigenabteilung von "emotion" Kunden, die verschiedene Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, bis zum Ende des Jahres einen Rabatt auf Formatanzeigen und Online-Formate. Diesen "green benefit" erhalten Firmen, die die Kriterien des Natur-Aktien-Index erfüllen, deren Produkte im Bereich Nahrungsmittel ein staatliches Bio-Siegel bzw. ein Siegel von demeter, Bioland, Naturland und/oder TransFair aufweisen, und Hersteller, deren Produkte in den Eco-Top Ten gelistet sind. Ökologische Neugründen will das Magazin über den "green benefit" hinaus weitergehend unterstützen. Und da sage noch jemand, nachhaltiges Unternehmensengagement rechne sich nicht ... ;-)
Mitteilung zu "green benefit" von Gruner & Jahr



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Nicht alles ist Kultur oder gar Religion 
Dienstag, 19. August 2008 - Wissenschaft
Dank Diversity Management werden Unternehmen immer sensibler für die kulturellen Unterschiede innerhalb ihrer Belegschaften. So positiv dieser noch recht neue Blick auf Differenz auch sein mag, inzwischen zeigt er auch Schattenseiten, denn eine übermäßige Bezugnahme auf kulturelle Diversität verstellt leicht den Blick dafür, dass nicht alle Facetten eines Individuums durch - meist als homogen verstandene - kulturelle Konzepte geprägt sind. So lenkt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem kritischen Beitrag das Augenmerk auf die Gefahr, kulturelle Muster zu stereotypisieren oder gar religiöse Vorstellungen mit einer Kultur als Ganzem gleichzusetzen. Wenn einzelne Gruppen im Namen ihrer Kultur versuchen, ihren Interessen Ausdruck zu verleihen, kann eine falsch verstandene Toleranz leicht nach hinten losgehen. "Ideen und Waren können immer freier zirkulieren, und ihr Ursprung hat immer weniger Bedeutung", schreibt die FAZ und rät dazu, die Wahrnehmung von Kulturen zu hinterfragen: "Dem Kulturalismus liege ein falscher Kulturbegriff zugrunde. Wir nehmen Kulturen als in sich geschlossene und homogene Gebilde, obwohl sie in Wirklichkeit fließende Grenzen haben, intern heterogen sind und umstritten ist wer und was dazugehört." Heute noch den "den Chinesen" oder "den Arabern" zu sprechen, hält uns davon ab, die individuelle Ausprägung kultureller Hintergründe zu erkennen - was zu einem Übersehen von Differenz auf einer neuen Ebene führt.
"Die Irrtümer des Kulturalismus", FAZ 11.8.2008




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Frauen verbessern die Performance 
Montag, 18. August 2008 - Management
"Willkommen in der Macho-AG", schreibt die Wirtschaftswoche mit Blick auf Frauen im deutschen Top-Management. Wenn es um weibliche Führungskräfte geht, sind deutsche Führungsetagen wie ein Entwicklungsland. So ist in den 200 größten deutschen Unternehmen laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gerade mal ein Prozent aller Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Unter den Vorständen der Dax-30-Unternehmen gibt es gerade mal eine einzige Frau. Nimmt man nicht nur die Top-Unternehmen ins Visier, sind in Deutschland immerhin 26,5 Prozent aller Führungspositionen mit Frauen besetzt - damit liegen die Deutschen laut Eurostat noch hinter Griechenland und Zypern. Ein großer Fehler, wie viele Untersuchungen zeigen, denn die reine Männerwirtschaft kostet die Unternehmen Milliarden. So stellte die Unternehmensberatung McKinsey fest, dass Konzerne, die mehr als zwei Frauen in der Führungsmannschaft haben, höhere Gewinne und Aktienkurssteigerungen verbuchen können. Die Deutsche Bank hat herausgefunden, dass Frauen sich in der Projektarbeit besser machen als Männer. Und vor einigen Jahren zeigte eine Studie der Frauenorganisation Catalyst, dass die Fortune-500-Firmen mit Frauen im Vorstand eine im Schnitt um 35 Prozent höhere Eigenkapitalrendite erzielten als die Konkurrenz, die allein auf Männer an der Unternehmensspitze setzte.
"Warum weibliche Führungskräfte den Firmenwert steigern", WiWo 4.8.2008




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Glück kann man lernen 
Freitag, 15. August 2008 - Studien
Glück lässt sich unterrichten - zu diesem Ergebnis kommt die Willy-Hellpack-Schule in Heidelberg, die als erste Schule in Deutschland das Fach Glück auf den Stundenplan gesetzt hat. Den Lehrern geht es dabei nicht darum, ihre Schüler glücklich zu machen, sondern ihnen Lebenskompetenz zu ermitteln. Sie beobachteten bei den Schülern nach einem Jahr Glücksunterricht mehr Selbstbewusstsein und Sensibilität. Eine den Unterricht begleitende Studie bestätigt diese Eindrücke. In einem Test wurden insgesamt 78 Schüler - die Glücksunterricht-Klasse und eine Kontrolle - befragt. Bei den Schülern mit Glücksunterricht zeigte sich ein Zuwachs an Zuversicht, die eigenen Ziele erreichen zu können, was sich positiv auf Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen auswirkte.
"Schüler im Glück", SZ 8.8.2008




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Unzufriedenheit mit den Finanzen 
Donnerstag, 14. August 2008 - Studien
Ein Großteil der Deutschen ist unzufrieden mit der persönlichen finanziellen Lage, so das Ergebnis einer Repräsentativbefragung des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der WGZ Bank. 54 Prozent der Bundesbürger bezeichnen ihre finanzielle Situation als mittelmäßig, 17 Prozent sogar als schlecht und 4 Prozent gar als sehr schlecht. Zufrieden sind dagegen nur 25 Prozent der Deutschen mit ihrer Einkommenslage. Während unter den Beamten 65 Prozent ihre finanzielle Lage als gut einschätzen, sind es unter den Selbstständigen nur 37 Prozent und unter den Angestellten sogar nur 31 Prozent. Finanzielle Sorgen scheinen dagegen vor allem unter Arbeitern sehr verbreitet zu sein, denn unter ihnen schätzen nur 9 Prozent ihre finanzielle Lage als gut ein und nur zwei Prozent als sehr gut.
"Die meisten Bundesbürger mit finanzieller Situation unzufrieden", CIW 15.7.2008



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Nachwuchs setzt beim Glück auf Privatisierung 
Mittwoch, 13. August 2008 - Studien
Der künftige Unternehmensnachwuchs setzt zunehmend auf privates Glück statt auf große Karriereambitionen. So zeigt eine repräsentative Umfrage des Hochschul-Informationssystems (HIS) in den letzten Jahren einen deutlichen Einstellungswandel bei Studenten. Bei der aktuellen Umfrage strebten nur noch 47 Prozent der Befragten eine leitende Position an. 2002 waren es noch 67 Prozent und für fünf Jahren immerhin noch 57 Prozent. Familie und Partnerschaft werden dem Nachwuchs dagegen immer wichtiger. Diesem Ziel verschreiben sich 72 Prozent der Befragten - ein Anstieg um fünf Prozentpunkte. Karriere ist vor allem für die Wirtschaftswissenschaftler nach wie vor ein Thema - unter ihnen streben 68 Prozent eine Führungsposition an. Lehramtsstudenten stellen dagegen Partnerschaft und Familie in den Mittelpunkt ihrer Lebensplanung (80 Prozent).
"Privates Glück statt Karriereleiter", SZ 5.8.2008




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Manager ohne Grenzen 
Dienstag, 12. August 2008 - Management
Immer mehr Führungskräfte nutzen berufliche Auszeiten und Urlaube, um ihr Führungswissen an andere weiterzugeben. So berichtet Forum Nachhaltig Wirtschaften über die Organisation Manager ohne Grenzen, deren Akteure sich für Hilfsprojekte beispielsweise in Afrika engagieren. Der Pharmazeut Dr. Michael Reusch, Führungskraft in der Pharma-Industrie, unterstützte beispielsweise acht Wochen lang in Tansania verschiedene Projekte eines christlichen Träger mit seinem Know-how und trug so zur Weiterentwicklung eines Palmölprojektes bei, dessen Seifenherstellung die Existenzgrundlage für ganze Dörfer bildet. Eine wichtige Erfahrung für Reusch: Da in vielen Projekten die im (westlichen) Business gängigen Management-Instrumente kaum bekannt sind, können Manager mit ihrem Wissen hier viel bewirken - und nebenbei ihre soziale Kompetenz stärken.
"Yes I can", Forum Nachhaltig Wirtschaften 6.8.2008




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Doping für mehr Leistung 
Montag, 11. August 2008 - Management
Doping ist längst nicht mehr nur im Sport ein Problemfall. Auch immer mehr Arbeitnehmer greifen zu Aufputschmitteln oder Antidepressiva, um ihre Leistungsfähigkeit im Job zu erhöhen oder die Belastungen, denen sie sich ausgesetzt fühlen, zu kompensieren. Repräsentative Zahlen zum Thema Gehirn-Doping gibt es bisher nicht, wohl aber Indizien, die ahnen lassen, dass es längst nicht mehr um Einzelfälle geht, sondern um ein Phänomen mit größerem gesellschaftlichen Ausmaß. So zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung den ärztlichen Geschäftsführer der Oberbergkliniken Prof. Dr. Götz Mundle, der in den letzten drei Jahren eine Verdoppelung der Zahl von Kokain-süchtigen Führungskräften in der Klinik verbuchen musste. Eine Umfrage des Wissenschaftsmagazins "Nature" brachte zutage, dass jeder fünfte Forscher schon einmal leistungssteigernde Mittel fürs Gehirn eingenommen hat, und zwölf Prozent der Befragten sogar regelmäßig zu so genannten "Neuro Pushern" greifen.
"Leistung mit Substanz", FAZ 9.8.2008




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