Trendforscher diagnostizieren Hochkonjunktur für Sinn-Märkte 
Freitag, 20. März 2009 - Medien
Die Trendforscher des Kelkheimer Zukunftsinstituts diagnostizieren einen Trend zum Thema Neo-Spiritualität, der vor allem Märkten, die sich der Sinnsuche verschrieben haben, zugute kommen werde. Klosteraufenthalte, spiritueller Tourismus und Oasen, die die Möglichkeit zur inneren Einkehr ermöglichen, bieten in den Augen der Trendforscher zukunftsträchtige Geschäftschancen. Darüber hinaus sehen die Trendbeobachter auch im Management einen wachsenden Trend zu spiritueller Intelligenz: statt Gewinnmaximierung und Leistungssteigerung stünden nun Werteorientierung und Sinngebung auf der Corporate Agenda. Die Trendprognose: "Während die Traditionskirchen weiter an Bindungskraft verlieren, blühen die Felder der neuen Spiritualität weiter auf. Individualisierte Spiritualität und
Neo-Gläubigkeit bedeuten aber nicht nur immer neue spirituelle Abenteuer. Gleichermaßen wird damit auch das starke Bedürfnis nach Sinn, Glaubwürdigkeit und Transparenz deutlich, was künftig immer mehr Einfluss auf Märkte und Konsum nehmen wird."
Jubiläums-Zukunftsletter


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
BASF engagiert sich im Social Business 
Donnerstag, 19. März 2009 - Success Stories
Der Chemiekonzern BASF ist ein Joint Venture mit der von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gegründeten Grameen Bank bzw. deren Tochter Grameen Healthcare Trust eingegangen. Ziel ist es, die armen Bevölkerungsschichten von Bangladesch mit Portionsbeuteln mit Vitamien und Spurenelementen sowie mit Moskitonetzen zu versorgen und durch die Gründung eines Unternehmens neue Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Das Geschäftsmodell ist so angelegt, dass die beteiligten Partner ihr Anfangsinvestment aus den Geschäftserlösen zurückerhalten und darüber hinaus gehende Gewinne in das Unternehmen reinvestiert werden. „Unser gemeinsames Social Business soll Menschen die Möglichkeit eröffnen, am Geschäftsleben aktiv und erfolgreich teilzunehmen. Je mehr Menschen das tun – sei es als Geschäftspartner, Kunden oder als Mitarbeiter – desto besser für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes und seiner Menschen. In die unternehmerische Fähigkeit von Menschen zu investieren, liegt daher auch in der Verantwortung von Unternehmen", so Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstandes von BASF SE.
"Social Business: Joint Venture BASF Grameen Ltd. gegründet", Glocalist 5.3.09


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Frauen in der Führungsetage sorgen für gute Performance 
Mittwoch, 18. März 2009 - Studien
Frauen sind die besseren Führungskräfte und ein Garant für eine gute Unternehmensperformance. Das zeigt eine Studie des französischen Managementprofessors Michel Ferrari, der die Performance der im französischen Aktienindex CAC 40 gelisteten Firmen mit dem Frauenanteil in der Führungsetage verglich. Sein Fazit: Die Firmen mit dem höchsten Frauenanteil in der Führungsetage überstanden die Wirtschaftskrise bisher am besten. Während der CAC um 42,7 Prozent verlor, legte beispielsweise der Großkonzern Hermès (Frauenanteil in der Chefeetage: 55 Prozent) um 16,8 Prozent zu. Sanofi (44,8 Prozent Managerinnen) verlor nur 27,3 Prozent, was im Vergleich zur allgemeinen Marktentwicklung noch als relative Stabilität bezeichnet werden kann. Weitere Beispiele sind Sodexo (Kursverlust 8,3 Prozent bei 43,39 Prozent weiblichen Führungskräften) und Danone (Kursverlust 29,6 Prozent bei 38 Prozent Managerinnen). Deutlich schlimmer traf die Finanzkrise Unternehmen mit männlich dominierten Führungsriegen. Alcatel-Lucent musste Kursverluste von 69,3 Prozent hinnehmen - bei einem Frauenanteil von mageren 8,6 Prozent in der Führungsetage. Noch schlimmer traf es Renault - ein Minus von 81,3 Prozent an den Aktienmärkten geht hier mit einem Frauenanteil von 21,7 Prozent im Management einher. ArcelorMittal büßte mit 12,3 Prozent Führungsfrauen 67,4 Prozent seines Aktienkurses ein. Die Schlussfolgerung des Managementforschers: "Eine hohe Frauenquote scheint Unternehmen gegen die Krise zu feien."
"Im Abschwung schlägt die Stunde der Managerinnen", FTD 10.3.09


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
44 Prozent Lohas und die Aldisierung des Essens 
Dienstag, 17. März 2009 - Studien
Das Thema Lohas nimmt kein Ende. Nun hat auch die Allianz mit einer Studie dokumentiert, dass die allüberall propagierten Lifestyles of Health and Sustainability tatsächlich ein messbares Phänomen sind. Laut Allianz-Studie identifizieren sich 44 Prozent der Bundesbürger mit Lohas, mehr Frauen (52 Prozent) als Männer (35 Prozent). Bio-Lebensmittel, ökologisch verträgliche Produkte und gesundheitsfördernde Artikel landen besonders oft im Einkaufswagen der Lohas-Fans. Nicht erstaunlich ist, dass die Allianz die meisten Lohas-Fans unter den Befragten Haushalten mit einem Nettoeinkommen von mehr als 2.500 Euro ausmacht. Das passt zu einer Diagnose der taz, die sich mit dem entgegengesetzten Verbrauchersegment beschäftigt hat und eine "Aldisierung des Essens" feststellt. Seit die Wirtschaft in Krisenstimmung ist und immer mehr Arbeitnehmer durch Kurzarbeit zu Einsparungen gezwungen sind, wird der Preiskampf der Discounter, die einen Marktanteil von 44 Prozent haben, nämlich immer härter und der Zulauf immer größer. Was dem einen sein Bio, ist dem anderen sein Aldi und Lidl. Da die Discounter ihr Preisdumping häufig durch Einsparungen beim Personal kompensieren müssen, wird schnell klar, wer die Zeche zahlt.
Pressemitteilung der Allianz
"Die Aldisierung des Essens", taz 21.2.09


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Global Alliance for Banking on Values gegründet 
Montag, 16. März 2009 - Success Stories
Anfang März haben elf der weltweit führenden nachhaltigen Banken die Global Alliance for Banking Values gegründet. Die Banken, die sich alle sozial-ökologischen Werten verschrieben haben, verfügen über sieben Millionen in 20 Ländern und über Einlagen von mehr als zehn Milliarden Dollar. Mit von der Partie ist auch die GLS Bank aus Bochum. Ziel der neuen Allianz ist es, die von den Mitgliedern entwickelten Arbeitsweisen und Finanzierungsinstrumente international zu bündeln, Organisationen aufzubauen, die besser auf nachhaltige Ziele ausgerichtet sind, und neue Eigentumsformen sowie ökonomische Kooperationen zu schaffen.
Pressemitteilung GLS-Bank


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Trend zu bewusstem Konum ungebrochen 
Freitag, 13. März 2009 - Studien
Der Trend zu grünem Konsum ist bei den Verbrauchern trotz Finanzkrise ungebrochen. Das zeigt eine Studie der Boston Consulting Group, die 9.000 Teilnehmer in Europa, Amerika, Japan und China befragte. So stieg die Zahl der Verbraucher, die gezielt nach ökologischen Produkten suchen und diese oft kaufen, im vergangenen Jahr von 32 auf 34 Prozent. Und 24 Prozent der Befragten sind bereit, für diese Produkte mehr Geld auszugeben (2007: 20 Prozent). Diese Grundhaltung führt zu entsprechend hohen Anforderungen an die produzierenden Unternehmen. So erwarten 75 Prozent der Befragten, dass Unternehmen über die ökologischen Auswirkungen ihrer Produkte informieren und hohen ethischen Standards folgen. 71 Prozent wünschen, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter fair behandeln. 66 Prozent sind der Ansicht, dass Unternehmen grüne Produkte anbieten sollten. Und 54 Prozent wünschen sich, dass Firmen sich auch in sozialen Projekten engagieren.
Studie Boston Consulting Group


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Von Memmen und Schlappschwänzen 
Donnerstag, 12. März 2009 - Management
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung gönnt sich mit einem Kommentar von Christian Ankowitsch einmal Managerschelte pur. "Viele Manager sind nicht nur Versager, sie sind Schlappschwänze. Und weit davon entfernt, so viril zu sein, wie sie sich gerne präsentieren. Damit haben sie nicht nur Banken und Aktiendepots ruiniert, sondern auch noch ihre Geschlechtsgenossen desavouiert. Wer nun meint, die miese Performance der Jungs möge für die Wirtschaft relevant sein, nicht aber für uns Männer, der übersieht, dass die Geschäftswelt männlich dominiert ist; ihre Hauptdarsteller sind role models, und ihr Schicksal ist relevant für das Selbstverständnis aller Männer", geigt Ankowitsch den so genannten Leadern einmal richtig die Meinung. Von Klaus Zumwinkel über Rick Wagoner bis hin zu Hartmut Mehdorn - keine Verfehlung der letzten Wochen und Monate lässt der Kommentator aus um zu zeigen, dass von Führung bei diesen Top-Führungskräften im Moment kaum die Rede sein kann. "Memmen also, wohin wir schauen. Unfähige, heimtückische und verantwortungslose Männer, deren PR-Abteilungen eben die Angebote geschäftstüchtiger Beratungsagenturen sichten, wie man die "Corporate Reputation" wieder aufmöbeln könnte, also das angeblich von Journalisten ruinierte Ansehen dieser Typen und ihrer Unternehmen", so Ankowitsch, der auch einen Rat hat, wie dieser Reputationsverlust wenigsten ansatzweise wieder ausgeglichen werden könnte: "Stellen Sie sich hin wie ein echter Kerl und sagen Sie: 'Ich übernehme meinen Teil der Verantwortung dafür, dass unsere Wirtschaft baden geht - immerhin habe ich dafür viele Jahre lang sehr gut verdient!' Aber wo sind sie nur, die Männer, die den Mumm dazu haben? Irgendeiner da? Keiner, klar - lassen sich ja eben für den nächsten Auftritt bei Plasberg und Illner coachen, damit sie die richtige Mischung aus Zerknirschtheit und Leadership hinbekommen." Alles in allem ein amüsant geschriebenes Stück Managerschelte, das nur eine Frage offen lässt: Warum erscheinen solch deutliche Töne immer nur im Feuilleton, nicht aber im Wirtschaftsteil?
"Stellt euch, ihr Memmen!", FAZ 2.3.2009


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Workshops und Retreats des Netzwerks Achtsame Wirtschaft 
Mittwoch, 11. März 2009 - Veranstaltungen
Das Netzwerk Achtsame Wirtschaft, das 2004 von Dr. Kai Romhardt gegründet wurde, vermittelt und entwickelt das Potenzial buddhistischer Lehren für die verschiedensten Bereiche der Wirtschaft. Eine Workshopreihe mit dem Titel "Mein Geld und ich" wird in diesem Jahr an verschiedenen Orten einen neuen Blick auf finanzielle Handlungen und die ihnen zugrundeliegenden Überzeugungen werfen. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre persönliche Beziehung zum Thema Geld zu reflektieren und durch den Einsatz bewährter Achtsamkeitspraktiken aus der buddhistischen Tradition diese Bezüge in einer neuen Tiefe zu erspüren. Termine für den Tagesworkshop sind: 18. April in Zürich, 19. April in Freiburg, 23. Mai in Köln, 24. Mai in Frankfurt sowie im Juni im Münchner Raum. Darüber hinaus bietet Dr. Kai Romhardt vom 8. bis 10. Mai in Wolfhalden in der Schweiz ein Business-Retreat an mit dem Fokus "Entwicklungsziel: Achtsame Wirtschaft - Perspektive und Sinn in Zeiten der Krise". Vom 4. bis 7. Juni findet in Scheibbs in Österreich ein Business-Retreat zum Thema Buddhistische Wirtschaftsethik statt.
Netzwerk Achtsame Wirtschaft


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter