Die Kunst der Selbstführung 
Freitag, 25. September 2009 - Bücher
Der in den Bereichen Leadership Development und Executive Coaching tätige Berater Burkhard Bensmann hat ein spannendes Buch über "Die Kunst der Selbstführung" geschrieben. In zahlreichen Gesprächen mit Führungskräften ist er der Frage nachgegangen, wie Manager den Balanceakt zwischen Erfolg und Erfüllung meistern und den Wunsch nach Sinnhaftigkeit mit der Notwendigkeit nach Wirksamkeit verbinden. Die Innenansichten zeigen: Eine einfache Erfolgsformel gibt es nicht. Die meisten der Befragten zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine klare Vision haben, der sie folgen, dabei aber nicht die Notwendigkeiten ihres Arbeitsumfeldes aus den Augen verlieren. Sie realisieren gewissermaßen dynamische Gleichgewichte verbunden mit Vielfalt, achten auf Körper, Geist und Seele und sind dabei im Job wirklich präsent. Herausforderungen sind ihnen ebenso wichtig wie Phasen der Ruhe. Sie denken nicht in Entweder-Oder, sondern leben ein Sowohl-Als-auch. Das Buch zeigt eindrücklich, dass Selbstführung die Basis gelungener Führung bildet und es dabei sowohl um fachliche als auch um soziale Qualitäten geht. Ein wirklich inspirierendes Buch, das viele Anregungen zum Nachdenken gibt!
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Vorstandsposten bleiben Schleudersitz 
Donnerstag, 24. September 2009 - Studien
Nie waren die Stühle von Top-Managern wackliger als in den letzten Jahren. Eine neue Studie von Heidrick & STruggles zeigt, dass in den letzten dreieinhalb Jahren mehr als die Hälfte aller Dax-Vorstände ausgetauscht wurde. Von den 192 Dax-Spitzenmanagern mussten demzufolge seit Anfang 2006 auf höchster Ebene 98 ihren Posten räumen. Ist man aus dem Dax-Vorstand erst mal rausgeflogen, bedeutet dies meist das Ende der Karriere in dieser Liga. So ist es laut der Studie seit 2006 nur einem der gefeuerten Top-Manager gelungen, in gleicher Position wieder Fuß zu fassen. Lawrence A Rosen, einst Finanzvorstand von Fresenius Medical Care, macht nun bei der Deutschen Post den gleichen Job. Eine Verringerung der Dax-Vorstandsmandate von 248 im Jahr 1998 auf 185 im Jahr 2009 verringert die Jobaussichten zusätzlich.
Jeser zweite Dax-Vorstand verlor seinen Job, Die Welt 18.9.2009

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Jung-Manager schwören aufs Allgemeinwohl 
Mittwoch, 23. September 2009 - Management
Ein neuer Eid für Wirtschaftsstudenten soll dazu beitragen, dass die Führungselite von morgen nicht ein neues Kapitel im Buch des Raubtierkapitalismus aufschlägt. Der "Global Business Oath", ein Eid für Wirtschaftsstudenten, den eine vom World Economic Forum ernannte Gruppe junger Führungskräfte aus aller Welt entwickelt hat, verpflichtet die Nachwuchsmanager auf eine Orientierung des Unternehmenshandelns am Allgemeinwohl, die Achtung der Menschenrechte und der Würde jedes Menschen sowie darauf, sich für soziale und umweltorientierte Themen zu engagieren. An der European Business School, die bei der Entwicklung des Eids beteiligt war, werden die diesjährigen Studienanfänger die ersten sein, die den Eid ablegen. EBS-Präsident Christopher Jahns sieht in dem Eid Chancen, aber kein Allheilmittel. "Der Eid kann richtiges Verhalten noch einmal verdeutlichen und die Problematik im Bewusstsein verankern. Wir können aber nicht Gutmenschen schaffen", sagt Jahns selbstkritisch. An der EBS soll die Standhaftigkeit der späteren Manager durch entsprechende Vorlesungen und Seminare von Ethikdozenten gefördert werden. Ziel ist es, die Einstellungen der Leader von morgen positiv zu verändern. "Gerade die Krise hat gezeigt, dass es in erster Linie um eine Haltung geht, um Einstellungen, nicht um Gesetze", sagt Jahns.
Ein Eid gegen die Gier, FTD 18.9.2009

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Man muss nicht perfekt sein 
Dienstag, 22. September 2009 - Arbeit
Wie wird man erfolgreich? Diese Frage stellte die Autorin Andrea Sixt zwölf Prominenten wie der Schwimmerin Franziska von Almsick oder dem Schauspieler Michael Mendl und fand Verblüffendes heraus. "Alle Gesprächspartner hatten eines gemeinsam: Sie lieben das, was sie tun. Und kein Weg führt kerzengerade zum Erfolg. Auch erfolgreiche Leute haben mal einen falschen Weg eingeschlagen. Sie haben sich ausprobiert, bis sie gefunden haben, was sie wirklich glücklich macht - und darin sind sie nun gut", sagt Sixt. Ein wichtiger Aspekt auf diesem Weg zur Selbstverwirklichung: Immer noch besser werden wollen und nicht aufzugeben, sondern, wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat, sich dies einzugestehen und sich zu ändern. Sixt betrachtet es als Fehler, Erfolg mit Geld gleichzusetzen. Wichtiger sei es, dem inneren Ruf zu folgen und dadurch einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten. Auch warnt die Autorin vor übertriebenen Perfektionsansprüchen und davor, Fehler als Niederlagen zu betrachten. "Man muss nicht perfekt sein, um Erfolg zu haben", so ihre Erkenntnis.
"Viele machen sich den Druck, perfekt zu sein", SZ 15.9.2009

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Drei Frauen im Vorstand und der Erfolg ist gewiss 
Montag, 21. September 2009 - Studien
Was brauchen Unternehmen, um erfolgreich zu sein? Mindestens drei Frauen im Vorstand, lautet die verblüffende Antwort, die von mehreren Studien unterlegt wird. So zeigt die Studie "Women Matter" der Unternehmensberatung McKinsey, dass Firmen mit einem hohen Frauenanteil im Vorstand um 48 Prozent höhere Gewinne vor Steuern und Zinsen erwirtschaften als der Branchendurchschnitt. Das amerikanische Beratungsinstitut Catalyst fand bei einer Analyse der 500 größten börsennotierten Unternehmen in den USA heraus, dass Firmen mit Frauen an der Führungsspitze eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite aufweisen. Die magische Zahl bei diesen Gleichungen lautet drei, denn die Wissenschaft geht davon aus, dass es mindestens drei Frauen zusammen braucht, damit diese sich allein unter Männern auch wirklich Geltung verschaffen können.
Frauen können alles - außer Karriere, HBM 18.9.2009

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Wir sind die Wirtschaft 
Freitag, 18. September 2009 - Bücher
Der Unternehmensberater Kai Romhardt zeigt in seinem neuen Buch "Wir sind die Wirtschaft", welche Perspektiven es für den Einzelnen gibt, die Ökonomie zu beeinflussen. Aus Achtsamkeit wird Sinn - so könnte man das Credo des Buches beschreiben, denn es zeigt, wie Denkweisen aus dem Buddhismus unser Denken und Handeln im wirtschaftlichen Kontext positiv beeinflussen können. Es geht dem Autor nicht darum, "das System" zu ändern oder zu kritisieren, sondern er verdeutlicht, wie beispielsweise unser persönliches Mangeldenken, Kompensationsstrategien wie Konsum, der vorgibt, eine innere Leere zu füllen, oder auch unsere Ängste bestimmen, wie wir leben und arbeiten, was wir konsumieren und wir meinen zu brauchen. Ein sehr tiefgründiges Buch, das sich nicht in Kritik verliert, sondern Wege aufzeigt zu einem Leben und damit Wirtschaften in Balance.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit

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Wertschätzende Maßnahmen sind besser als Boni 
Donnerstag, 17. September 2009 - Studien
In der Diskussion um Managervergütungen und Boni zeigen immer mehr Studien, dass Geld keinen wirklichen Motivationsfaktor darstellt und vor allem nicht leistungssteigernd wirkt. Der Ökonom Bruno Frey von der Universität Zürich untersuchte entsprechende Wirkungszusammenhänge und kommt zu dem Schluss, dass ideelle Belohnungen viel eher konkrete Anreize schaffen. Im IBM-Forschungslabor in Rüschlikon, dessen Mitarbeiter bereits zwei Nobelpreise erhielten und das auch intern die Leistungen der Forscher durch ehrende Auszeichnungen, die nicht mit finanziellen Anreizen verbunden sind, würdigt, zeigten sich Leistungssteigerungen, nachdem die Mitarbeiter diese Anerkennungen erhalten hatten. Im Callcenter eines Schweizer Finanzdienstleisters werden Mitarbeiter für Anstrengungen, die über ihre gewöhnliche Tätigkeit hinaus gehen, mit einer Plakette geehrt. Ergebnis: Die Ausgezeichneten erhöhten nach der Ehrung ihre Leistung um 7,5 Prozent gegenüber den anderen Mitarbeitern. Unter dem Strich scheint also Wertschätzung die beste Währung zu sein, um nicht nur zu motivieren, sondern auch greifbare Ergebnisse zu erzielen.
Orden statt Boni für Manager, FAZ 11.9.2009

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Präsentismus-Phänomen lässt nicht nach 
Mittwoch, 16. September 2009 - Studien
Krank zur Arbeit zu gehen, wird immer mehr zum Business as usual. So zeigt der von der Bertelsmann Stiftung veröffentliche Gesundheitsmonitor, dass 42 Prozent der 1.500 Befragten im letzten Jahr zweimal oder öfter krank zur Arbeit gegangen sind. Für zwei Drittel ist ihr Pflichtgefühl - weil die Arbeit sonst liegen bleibt - der Auslöser. Interessant ist der Vergleich zwischen Angestellten und Selbstständigen. So arbeiten von den abhängig Beschäftigten ganze 74 Prozent gelegentlich trotz einer Erkrankung, bei den Selbstständigen sind es "lediglich" 52 Prozent. Stefan Empter, Senior Director der Bertelsmann Stiftung, schließt daraus, dass sich die Selbstständigen der Kostenrelevanz des krank Arbeitens bewusster seien, denn oft sei es unter dem Strich sinnvoller, eine Krankheit zu kurieren anstatt durch eine verschlechterte Leistungsfähigkeit im Zweifel sogar Kosten zu verursachen. Mir geht jedoch noch eine andere Deutung durch den Kopf: Selbstständige haben zwar den Druck, selbst immer wieder für ihr Einkommen zu sorgen, aber sie sind eben nicht dem permanenten Leistungsdruck von Arbeitgebern ausgesetzt. Wenn Vorgesetzte und Kollegen schief gucken, weil man mit einer Erkältung zu Hause bleibt, wird augenscheinlich, woher das in der Studie angeführte Pflichtgefühl kommt.
Jeder Zweite geht krank zur Arbeit, SZ 9.9.2009

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