Die Eigentumsfrage im Kapitalismus 3.0 
Mittwoch, 17. März 2010 - Veranstaltungen
Heute eine Ankündigung in eigener Sache: Am 20. Mai 2010 laden das Magazin info3, die Triodos Bank, Wala und die GLS Treuhand zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zur "Eigentumsfrage im Kapitalismus 3.0" nach Frankfurt ein. Im Zuge der notwendigen Transformation des Kapitalismus hin zu einer global und nachhaltig ausgerichteten Ökonomie der Zukunft spielt die Frage nach dem Eigentum eine entscheidende Rolle. Die Veranstaltung thematisiert neue Denkanstäze und Fallbeispiele aus der Unternehmenswelt. Ich werde den Einführungsvortrag zum Thema "Wandel fängt beim Denken an - wie eine neue 'Wir-Kultur' die Wirtschaft zukunftsfähig machen kann" halten. Alexander Schwedeler von der Geschäftsleitung der Triodos Bank, Frankfurt, wir über Erfahrungen der Bank mit neuen Formen des Eigentums berichten. Dr. Philip Lettmann von der Wala GmbH zeigt auf, wie eine Stiftung für ein Unternehmen zur Alternative gegenüber dem Privateigentum werden kann. Und Dr. Antje tönnis von der GLS Treuhand, Bochum, gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Gemeingüterwirtschaft. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr im Saalbau Gallus, Frankenallee 111, Frankfurt am Main, und dauert bis 18.30 Uhr.
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Mit Ritalin das Gehirn umprogrammieren 
Dienstag, 16. März 2010 - Wissenschaft
Die Diskussionen über Möglichkeiten des Neuroenhancements, also der Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gehirns, sind in den letzten Monaten rasant angestiegen, seit immer mehr Studien nahe legen, dass Hirndoping zwar noch nicht zum Volkssport geworden ist, aber dennoch den Nimbus des Verbotenen verliert. Vor allem Ritalin, ein Medikament zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms, steht bei vielen Anwendern hoch im Kurs. Neuere Studien zeigen nun, dass die Wirkstoffe des Medikaments gleich in zwei Richtungen ihre Wirkung entfalten. Sie verhindern in den entsprechenden Hirnzentren eine Wiederaufnahme des Nervenbotenstoffs Dopamin, was dazu führt, dass die Weiterleitung elektrischer Signale erleichtert wird - die Folge sind eine bessere Konzentration und Lernfähigkeit. Darüber hinaus wurde nun festgestellt, dass die regelmäßige Einnahme auch zu einem Umbau des Gehirns führt. Da die Nervennetze eine hohe Plastizität aufweisen, können sich durch die Einnahme von Dopamin effiziente Synapsenverbände bilden, die die Kommunikationen zwischen verschiedenen Hirnarealen verbessern. Erste Versuche mit Ratten scheinen diese neue Wirkung von Ritalin zu belegen - und damit neue Fragen in die Neurotuning-Diskussion zu bringen, denn solange weniger von Nebenwirkungen denn von den Zielen der Leistungsgesellschaft entsprechenden positiven Wirkungen gesprochen wird, ist die Verführung groß, dass die medikamentöse Stimulation als Bagatelle eingeschätzt wird und immer mehr Menschen zu Pillen greifen, um sich selbst zu optimieren.
Hirndoping zweigleisig, FAZ 10.3.10

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Jahrestagung Integrales Forum im Juni in Berlin 
Montag, 15. März 2010 - Veranstaltungen
Vom 18. bis 20. Juni 2010 findet in Berlin die Jahrestagung des Integralen Forums statt, die in diesem Jahr unter dem Motto “Aufklärung und Erleuchtung - Wissen und Weisheit für eine nachhaltige Welt” steht. Das Programm bietet eine Mischung aus Vorträgen, Workshops und Integraler Lebenspraxis. Auf der Agenda stehen Themen wie Integrale Ökologie, Klimawandel und Spiritualität, Unique Self und Big Mind, Integrale Suchtgenesung, Integrale Pädagogik und Erwachsenenbildung. Zwei Business-Workshops beschäftigen sich mit dem Zusammenspiel von integraler Psychotherapie und Coaching sowie mit Zustandsmethoden im Businesskontext, Aufstellungen und Big Mind.
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Wenn Arbeit zur Sucht wird 
Freitag, 12. März 2010 - Arbeit
Viel zu arbeiten, gilt in vielen Berufszweigen und erst recht in Führungspositionen zum guten Ton. Und da immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt wird, muss man längst nicht mehr Top-Manager sein, um ständig unter dem Druck der permanenten Pflichterfüllung und oft auch Selbstüberforderung zu stehen. Experten nehmen - wie die Zeit berichtet - nun das Thema Arbeitssucht verstärkt unter die Lupe. Da Vielarbeiter sich meist höchster Anerkennung sicher sein können, ist die Gefahr, zum Arbeitssüchtigen zu werden, nicht gerade gering. Der Diplompsychologe Stefan Poppelreuter, der bereits mehrere Bücher über Arbeitssucht geschrieben hat, geht davon aus, dass etwa 13 Prozent der Bevölkerung gefährdet sind, arbeitssüchtig zu werden oder bereits zu sein. Überstunden, Mittagspausen durcharbeiten, Akten mit nach Hause nehmen - für viele Arbeitnehmer längst selbstverständlich und der Übergang zur Sucht wird von vielen kaum bemerkt. Hinzu kommt, dass die Krankenkassen das chronische Vielarbeiten noch nicht als eigenständige Sucht anerkennen und mögliche Patienten oft über andere Diagnosen wie Alkoholsucht, Depressionen oder Burn-out erst zu einer Therapie finden. Wo Burn-out als Folge dauerhafter Überforderung noch relativ gut zu therapieren ist, tun sich Arbeitssüchtige viel schwerer, denn während Burn-out-Betroffene häufig äußeren Zwängen folgen und darüber ihr Gefühl für das, was für sie leistbar ist, verlieren, werden Arbeitssüchtige zu ihrem eigenen Antreiber und können ab einem bestimmten Punkt nicht mehr vom Vielarbeiten lassen. "Die Heilungschancen bei der Arbeitssucht sind schlechter als bei der Alkoholsucht. Die Anerkennung durch die Arbeit ist ein so starker Motor, den Süchtige nicht einfach abschalten können. Sich also eine Art Ersatz-Anerkennung zu suchen, ist schwer, für manche unmöglich", sagt etwa Matthias Brecklinghaus, Leiter der Fachklinik Curt-von-Knobelsdorff-Haus in Radevormwald, die spezielle Therapien für Arbeitssüchtige anbietet.
Süchtig nach Arbeit, Die Zeit 26.2.10

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Zufriedenheit bei Managern im Sinkflug 
Donnerstag, 11. März 2010 - Studien
Die Arbeitszufriedenheit von Fach- und Führungskräften ist im Sinkflug. Waren 2008 noch 77 Prozent der deutschen Manager mit ihrer Arbeit zufrieden oder sogar sehr zufrieden, sind es 2009 nur noch 46 Prozent, so eine Studie der FOM Hochschule für Öekonomie und Management. Mehr als 44 Prozent der 1.470 Umfrageteilnehmer fühlen sich oft oder sehr oft unter zeitlichen Druck gesetzt. Das führt dazu, dass die Mitarbeiter kostenlose Überstunden machen und so dem Unternehmen durchschnittlich zwei Arbeitstage pro Monat schenken. Mehr als ein Drittel der Fach- und Führungskräfte beurteilt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als schlecht oder sogar sehr schlecht.
Krise macht Führungskräfte unzufriedener, FTD 22.2.10

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Trotz MBA verdienen Frauen weniger 
Mittwoch, 10. März 2010 - Studien
Ein MBA sichert zwar in vielen Fällen ein höheres Einkommen, Frauen hilft er allerdings nur bedingt dabei, den Gehaltsunterschied zu männlichen Kollegen zu überwinden, so das ernüchternde Ergebnis einer Untersuchung der US-Organisation Catalyst, die Frauen im Berufsleben fördert. Befragt wurden 4.100 MBA-Alumnis von 26 renommierten Business Schools in Nordamerika, Asien und Europa. Die allgemeine Tendenz, Frauen in vergleichbaren Positionen geringere Gehälter zu zahlen als Männern zeigt sich auch in dieser Elite. So verdienten die MBA-Absolventinnen im ersten Berufsjahr umgerechnet rund 3.350 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Diese Gehaltsunterschiede scheinen auch Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit zu haben. Während 37 Prozent der befragten Männer mit ihrer Karriere zufrieden waren, sagten dies nur 30 Prozent der Frauen von sich.
Frauen im Nachteil, WiWo 24.2.10

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Optimisten trotzen dem Stress in Gesundheit 
Dienstag, 9. März 2010 - Studien
Wer optimistisch durchs Leben geht, meistert Stress leichter und hat ein geringeres Krankheitsrisiko, so das Ergebnis einer Studie der Roehampton University in London, des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Techniker Krankenkasse. In der Studie wurden 80 Studentinnen und Studenten mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren untersucht und auf Basis eines Fragebogens in Optimisten und Pessimisten unterteilt. Die Wissenschaftler untersuchten anschließend den Infektionsstatus der Probanden einmal während und einmal außerhalb der Prüfungsphase im Hinblick auf typische Erkältungskrankheiten. Die Optimisten empfanden im Vergleich zu den Pessimisten die Prüfungszeit als weniger stressig und zeigten weniger Erkältungssymptome. Zwar bezieht sich die Untersuchung ausschließlich auf den Stressfaktor Prüfung, doch wagen die Forscher dennoch die Trendaussage, dass Gesundheit sich durch eine optimistische Lebenseinstellung positiv beeinflussen lässt.
Optimismus schützt vor Schnupfen, Focus 15.2.10

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Joblage ist stabil, doch die Angst lauert überall 
Montag, 8. März 2010 - Studien
Obwohl die Joblage auf dem deutschen Arbeitsmarkt genau so stabil ist wie in den 1980-er Jahren, hat die Angst vor Arbeitsplatzverlust innerhalb der Bevölkerung drastisch zugenommen, so das Ergebnis einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen. Auf Basis des sozioökonomischen Panels fanden die Forscher heraus, dass die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 2008 mit zehn Jahren genau so hoch lag wie 1985. In Ostdeutschland ist dieser Wert nach der Wiedervereinigung stark gesunken, hat sich aber inzwischen knapp unter West-Niveau wieder eingependelt. Auch Jobwechsler können sich über relative Stabilität freuen - ihr letztes Arbeitsverhältnis dauerte zu beiden Erhebungszeitpunkt durchschnittlich vier Jahre. Die Untersuchung zeigt aber auch, dass Erwerbsbiographien, die über Jahrzehnte an nur ein Unternehmen gebunden sind, inzwischen Seltenheitswert haben. Auch wenn über Leiharbeiter viel diskutiert wird, ist ihr Anteil an der Zahl der Gesamtbeschäftigten immer noch relativ gering, wenngleich steigend. Trotz insgesamt stabiler Lage ist die Angst der Beschäftigten vor einem Verlust des Arbeitsplatz jedoch seit der Jahrtausendwende drastisch gestiegen. Sorgten sich 2001 noch zehn Prozent der Beschäftigten um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes, waren es 2004 bereits 20 Prozent in Westdeutschland. Im darauf folgenden Aufschwung nahm die Sorge zwar wieder ab, verblieb aber auf höherem Niveau als beispielsweise in den 1990-er Jahren. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Angst vor Arbeitsplatzverlust tendenziell zu einer geringeren Motivation und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten führe.
Trotz stabiler Job grassiert die Angst, FR 26.2.10

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