Neue Ausgabe von "WIR - Menschen im Wandel" 
Dienstag, 6. März 2012 - sonstiges
Ab sofort ist die neue Ausgabe von "WIR - Menschen im Wandel", zu dessen Gründern ich gehöre, im Handel erhältlich. In diesem Heft portraitieren wir den Visionär Otto Scharmer, der mit seiner Methode des Presencing einen neuen Zugangsweg zum Thema gesellschaftliche Transformation ebnet. Darüber hinaus stellen wir die Transition-Town-Bewegung vor, die das Thema Nachhaltigkeit ganz konkret in die Regionen trägt. Im WIR-Trialog diskutiere ich mit meinen Redaktionskollegen Jens Heisterkamp und Christoph Quarch über neue Perspektiven der politischen Partizipation und des Wandels. Weitere spannende Themen sind die dritte industrielle Revolution, die Arbeit der NGO Tactical Technology Collective und ein Beitrag von mir über das wachsende Bedürfnis der Deutschen nach mehr Weisheit in der öffentlichen Sphäre. "WIR - Menschen im Wandel" ist ein Magazin-Projekt, das bisher nur durch die größtenteils unentgeltliche Mitarbeit der Gründer und Unterstützer möglich ist, weshalb wir uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit tatkräftig unterstützen - indem Sie WIR abonnieren oder uns sogar mit einem Gründungsbaustein ab 1.000 Euro finanziell unterstützen.
WIR - Menschen im Wandel


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Töchter sorgen für Gehaltserhöhung 
Montag, 5. März 2012 - Studien
Einen erstaunlichen Zusammenhang zwischen Vaterschaft und der Entlohnung von Mitarbeitern haben Wissenschaftlicher aus Dänemark und den USA festgestellt. Wenn der Chef erstmals Vater einer Tochter wird, steigt die Bezahlung von Frauen in dänischen Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern um durchschnittlich 3,2 Prozent. Bei der Geburt eines zweiten Mädchens liegt der Anstieg noch bei einem Prozent. Wurde vor einem Mädchen schon ein Junge geboren, erhöhen die Chefs die Gehälter der Frauen um immerhin noch 1,4 Prozent. Auch männliche Mitarbeiter profitieren von der Geburt einer Chef-Tochter. Die Forscher führen den deutlich erkennbaren Gehaltsanstieg für weibliche Mitarbeiter darauf zurück, dass das Einfühlungsvermögen frisch gebackener Väter steigt und sie ihre Mitarbeiterinnen besser bezahlen, weil sie in ihnen die Rolle, die die eigene Tochter einmal haben könnte, erkennen. Bei Chefinnen hingegen stellten die Forscher keinerlei Zusammenhang zwischen Kindergeburten und Entlohnungsverhalten fest.
Chefs mit Töchtern bezahlen Frauen besser, Spiegel online 23.2.12

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Geld erzeugt Druck 
Freitag, 2. März 2012 - Studien
Es gibt bereits viele Studien, die zeigen, dass Motivation sich nicht durch hohe Gehälter erkaufen lässt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Studie der Online-Stellenbörse Stepstone und der Unternehmensberatung Hay Group zu diesem Ergebnis kommt. Von den rund 18.500 befragten Fach- und Führungskräften gaben 56 Prozent an, ihnen sei ein angemessener Verdienst wichtig. Genau die gleiche Zahl der Befragten fühlt sich aber auch ab einem variablen Gehaltsbestandteil von 30 Prozent unter Druck gesetzt. Wichtiger als Geld war den Befragten ein kollegiales Arbeitsumfeld und eine Arbeit, die Freude macht. Ein schlechtes Arbeitsklima hingegen würde 86 Prozent zur Suche nach einem neuen Job veranlassen.
Motivation ist nicht käuflich, WiWo 22.2.12


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Senkrechtstarter Gemeinschaft 
Donnerstag, 1. März 2012 - Studien
In Zeiten der Krise werden Gemeinschaften immer wichtiger, so die Erkenntnis des Werte-Index 2012, der vom Trendbüro und TNS Infratest erhoben wurde. Das Ranking der zehn wichtigsten Werte der Deutschen basiert auf der Analyse von mehr als 500.000 Online-Beiträgen, die 2011 erschienen. Während Gemeinschaft als Wert bei der letzten Untersuchung 2009 noch auf Rang 10 lag, findet er sich 2012 auf Platz 4 wieder. Spitzenreiter der deutschen Werte bleibt die Freiheit, gefolgt von Familie und Gesundheit. Weitere Werte-Favoriten der Deutschen sind Sicherheit, Erfolg, Anerkennung, Gerechtigkeit, Natur und Einfachheit (Ränge 5 bis 10). "Angesichts einer unsicheren Zukunft, in der staatliche Institutionen immer weniger Sicherheit bieten, wird Rückhalt verstärkt in übersichtlichen und gleich gesinnten Gemeinschaften und Netzwerken gesucht - auch ein Ausdruck einer tiefgreifenden Vertrauenskrise in unsere staatlichen Institutionen und Organisationen", so Jens Krüger von TNS Infratest.
Verbünde Dich mit denen, die Deine Werte teilen! FTD 23.2.12

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Nachhaltige Firmen und schwarze Schafe 
Mittwoch, 29. Februar 2012 - Management
In Sachen Nachhaltigkeit bewegt sich in den Unternehmen derzeit einiges, wie der Nachhaltigkeitsindex der Nachhaltigkeitsratingagentur Sustainalytics zeigt. Die Auswertung untersucht das Engagement von Dax-Unternehmen im Hinblick auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Eine Untersuchung der Harvard-Universität zeigt, dass die Nachhaltigkeitsstrategien von Unternehmen auch im Hinblick auf die Performance von Belang sind, denn nachhaltig ausgerichtete Firmen, die im Zeitraum von 1992 bis 2010 getestet wurden, zeigten eine um 2,3 Prozent bessere Performance als solche, denen die Thematik eher gleichgültig ist. Im Sustainalytics-Ranking behaupteten BMW und Henkel sich auf den Plätzen eins und zwei, doch es gab auch einige größere Bewegungen. Die Deutsche Bank stürzte - wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken - beispielsweise von Rang 10 auf Platz 24 ab. Gerade dieses Beispiel dokumentiert auch die generelle Aufwärtsbewegung der Nachhaltigkeitsentwicklung, denn die Deutsche Bank erreichte die gleiche Punktzahl wie bei der letzten Erhebung 2009, doch haben sich viele andere Unternehmen seitdem eben deutlich verbessert. Fresenius wurde mit Platz 30 abgestraft aufgrund wachsender Spenden an Parteien. Volkswagen hingegen kletterte auf Platz 13, u.a. weil das Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärker auf die Agenda setzte. Mehr Frauen in Führungspositionen und eine gesunkene Mitarbeiterfluktuation brachten Eon einen Aufstieg von Platz 20 auf Rang vier.
Schmuddelkind Deutsche Bank, FTD 23.2.12

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Frauen kommen langsam ... und eher verhalten 
Dienstag, 28. Februar 2012 - Studien
Die Diskussion um eine Frauenquote in Deutschlands Führungsetagen ist gerade erst abgeebbt, da gibt ihr der "Women-on-Board-Index 2012", der von der Organisation "Frauen in die Aufsichtsräte" erhoben wird, neue Nahrung. Die Zahl der Frauen stieg seit 2011 in den Aufsichtsräten gerade einmal von 10 auf 12,8 Prozent. In den Vorständen der Dax-Unternehmen sind hingegen lediglich 4 Prozent der Manager Frauen. Komplett frauenfrei sind immer noch 56 Prozent der Vorstände - eine Verbesserung von 18 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Immerhin 23 der wichtigsten börsennotierten Unternehmen haben 2011 erstmals eine Frau in den Aufsichtsrat oder Vorstand berufen.
Kaum Frauen in deutschen Vorständen, HB 18.2.12


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Bio voll im Trend 
Montag, 27. Februar 2012 - Studien
Das Interesse der Konsumenten an Bioprodukten wächst, so das Ergebnis der Ökobarometer 2012, das im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf Basis einer Repräsentativbefragung unter 1.000 Personen erstellt wurde. 76 Prozent der Verbraucher kaufen demzufolge Ökoprodukte - 2 Prozent ausschließlich, 19 Prozent häufig und 55 Prozent gelegentlich. Das ist eine Steigerung um fünf Prozent gegenüber der Erhebung 2010. Wichtigste Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln sind artgerechte Tierhaltung (94 Prozent), regionale Herkunft (89 Prozent) und eine geringe Schadstoffbelastung (89 Prozent).
Pressemitteilung auf Ökolandbau.de

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Die Kehrseite des Ehrgeizes 
Freitag, 24. Februar 2012 - Arbeit
Die Philosophin Svenja Flaßpöhler betrachtet in einem Gespräch mit der Zeit die Schattenseiten der Leistungsgesellschaft. "Ehrgeiz ist ambivalent. Im positiven Sinn sublimiert der Ehrgeizige durch seine Arbeit einen subjektiv empfundenen Mangel und schöpft daraus Selbstwertgefühl. Je mehr das im Beruf gelingt, desto anerkannter fühlt er sich. Aber der Ehrgeiz – das Wort verrät es bereits – hat auch eine Kehrseite: Man kann regelrecht süchtig nach Anerkennung werden. Der Ehrgeizige muss immer besser sein als andere. Dieser Druck lässt den Ehrgeiz ins Zwanghafte umschlagen", so Flaßpöhler. Die Philosophin erklärt, dass vor allem die negative Seite des Ehrgeizes gesellschaftlich gefördert werde. Während früher kulturell eher Pflichtbewusstsein im Vordergrund stand, gehe es heute oft um einen übertriebenen Kampf nach Anerkennung. Und der manövriert uns in die Sackgasse. "Schlimm ist, dass wir die Schuld immer bei uns selbst suchen, wenn wir zusammenbrechen. Es liegt am Konkurrenzdruck, am Erfolgsdruck, an der Wachstumslogik. Was fehlt, ist politischer Widerstand", so Flaßpöhler. In der Krise sieht sie eine Chance, diese Wettkampflogik zu hinterfragen und vielleicht auch wieder Themen wie Selbstverwirklichung ins Spiel zu bringen.
"Wir müssen mit Genuss arbeiten", Zeit online 16.2.12

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