Den richtigen Platz im Job finden 
Donnerstag, 22. November 2012 - Management
Einen Job haben zu wollen, an dem man seine Fähigkeiten am besten ausleben kann - für viele Arbeitnehmer ein Traum. Wenn es nach dem Business-Coach Malcolm Schauf geht, ist diese Konstellation jedoch eine unabdingbare Voraussetzung, um längerfristig erfolgreich - und zufrieden - zu sein. Der Berater räumt zwar ein, dass man sich ab und an auch einmal über sein Naturell hinwegsetzen und sich den äußeren Erfordernissen anpassen müsse, rät aber von Überanpassung ab, da es letztlich vor allem darum gehe zu erkennen, wer man selbst sei: "Seine persönlichen Eigenschaften zu kennen, ist auf Dauer unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich kann nicht Top-Manager werden, wenn ich mich selbst noch nicht erkannt habe. Wer sich selbst völlig überschätzt, wird scheitern. Vielleicht kann er sich zu Beginn noch gut verkaufen, aber früher oder später wird er von anderen das Feedback bekommen: Pass auf, wir haben dich durchschaut." Schauf rät deshalb dazu, erst die eigenen Fähigkeiten und den eigenen Persönlichkeitstypus zu erkunden und dann nach einem dazu passenden Job zu suchen. Denn: Die unterschiedlichen Anforderungen in verschiedenen Branchen oder auch bei konkreten Stellen machen es letztlich doch nicht so schwer, den richtigen Platz zu finden.
"Auch Schweine müssen effektiv führen", Zeit online 9.11.12


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Angestellte seit Jahren im Gehaltsminus 
Mittwoch, 21. November 2012 - Studien
Die Auswertung von mehr als 1,6 Millionen Gehaltsdaten aus der deutschen Wirtschaft bringt ernüchternde Einsichten mit sich. Während Top-Manager immer mehr verdienen, sind durchschnittliche Angestellte seit Jahren in einem Gehaltsminus gefangen. Seit 2005 ist die deutsche Wirtschaft um mehr als zehn Prozent gewachsen. Führungskräfte haben davon mit einem Gehaltsplus von rund 14 Prozent, von dem nach Abzug der Inflation ein reales Plus von vier Prozent bleibt, überdurchschnittlich profitiert. Zwar konnten Fachkräfte, Facharbeiter und Sachbearbeiter zwischen 2005 und 2011 auch um durchschnittlich sechs Prozent höhere Gehälter verzeichnen, doch wurde dieser Zuwachs von der Inflation aufgefressen, so dass unter dem Strich ein reales Einkommensminus von vier Prozent steht.
Gehaltssteigerungen seit 2005 nur für Top-Manager, Die Welt 9.11.12


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Soziale Verantwortung: Noch viel Handlungsbedarf 
Dienstag, 20. November 2012 - Studien
Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen unter 81 mittelständischen Unternehmen zeigt: Immer mehr Firmen nehmen ihre unternehmerische Verantwortung ernst, aber es gibt immer noch viel zu tun ... So belohnen es 37 Prozent bereits, wenn Kunden mit den erbrachten Dienstleistungen oder den gelieferten Waren besonders zufrieden sind. In 30 Prozent der Firmen hat die Mitarbeiterzufriedenheit Auswirkungen auf Erfolgsboni. Nur 13 Prozent verpflichten die Führungsmannschaft hingegen auch auf ökologische Ziele. "Eine werteorientierte Personalwirtschaft geht über die Zahlung angemessener Löhne weit hinaus. Vielmehr verbindet sich damit nach dem Verständnis der Studie eine Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz, eine fruchtbare Gestaltung von kultureller und religiöser Vielfalt und das Schaffen einer Kultur, in der sich jeder Einzelne produktiv entfalten kann", so Thomas Beschorner, Direktor des Instituts.
Chefs müssen auch moralische Instanz sein, FTD 9.11.12


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Zu wenig Schlaf macht krank 
Montag, 19. November 2012 - Wissenschaft
Top-Manager brüsten sich gerne damit, mit einem Minimum an Schlaf auszukommen. Auch in der Politik werden allzu oft wichtige Entscheidungen zu nachtschlafender Zeit gefällt. Gesund ist das indes nicht. So hat sich die Zahl der Menschen, die an Schlafstörungen leiden, in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt. In der EU leiden bereits neun Prozent der Menschen an klinisch relevanten Schlafstörungen. Zwar variiert das Schlafbedürfnis von Mensch zu Mensch und bewegt sich auf einer durchschnittlichen Skala von sechs bis zehn Stunden. Doch fest steht: Wer sein natürliches Schlafbedürfnis unterwandert, wird leichter krank. So kann Schlafmangel das Risiko, eine Herzkrankheit zu erleiden, um 40 Prozent erhöhen. Bei Frauen, die zu wenig schlafen, werden bei der Diagnose Brustkrebs tendenziell eher aggressive Tumore festgestellt. Auch kann zu wenig Schlaf zu Übergewicht führen, da der Hormonhaushalt gestört wird und Hungergefühle häufiger auftreten. Auch der Insulinhaushalt wird von einer Verknappung der nächtlichen Ruhestunden negativ tangiert.
Wenn die innere Uhr den Takt verliert, taz 8.11.12


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Teilen, tauschen, gemeinsam konsumieren 
Freitag, 16. November 2012 - Success Stories
In der Debatte um die Kollision von Nachhaltigkeit und permanentem Wirtschaftswachstum mehren sich die Stimmen derer, die eine neue Form des "nachhaltigen Konsums" propagieren. Ein Beitrag in Forum Nachhaltig Wirtschaften skizziert verschiedene Modelle. Wo einst das Carsharing den Anfang des geteilten Konsums in der modernen Wirtschaft machte, sprießen heute Tausch- und Mietbörsen für Alltagsgeräte, Plattformen für geteilten Wohnraum oder auch soziale Netzwerke, die neue Umgangsformen mit dem Teilen von Eigentum erproben. Das spart Ressourcen, wirft aber auch neue Fragen, beispielsweise der Haftung, auf. "Das gemeinschaftliche Konsumieren entwickelt sich zu einem Massenmarkt. Passive Kunden werden zu aktiven Mitgestaltern, die Unternehmensmodelle und damit die Wirtschaft verändern", so Michael Kuhnt, Geschäftsführer des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production.
Teilen statt kaufen, FNW 8.11.12


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Boni - ziehen sich durchs gesamte Management 
Donnerstag, 15. November 2012 - Studien
Nicht nur bei den Top-Managern spielen Boni, obwohl seit Jahren eine kritische Diskussion zum Thema geführt wird, eine große Rolle. Eine Untersuchung von Kienbaum zeigt, dass rund 87 Prozent der Führungskräfte eine Bonusregelung in ihrer Gehaltsvereinbarung haben - unter den Top-Kräften sind es mit 93 Prozent lediglich ein paar Prozentpunkte mehr als in den unteren Rängen. Auch variiert der Anteil, den die Bonuszahlung am Gesamtgehalt ausmacht. Der Durchschnittsbonus liege in Deutschland bei 32.000 Euro, was 20 Prozent des Gesamtgehalts entspricht. Im Mittelmanagement machen die Bonuszahlungen indes nur 15 Prozent der Gesamtvergütung aus. Und in den unteren Führungsrängen fällt dieser Anteil auf zehn Prozent des Gesamtgehalts.
Welche Führungskräfte am besten verdienen, HB 8.11.12


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Mitarbeitergespräche: Lästiges Pflichtprogramm mit wenig Effekt 
Mittwoch, 14. November 2012 - Studien
Eine Befragung des Assessment-Dienstleister Metaberatung unter 1.100 Arbeitnehmern zeigt: Mitarbeitergespräche werden von vielen Unternehmen nicht wirklich zielführend genutzt. So kritisieren 61 Prozent der Befragten, dass die Vorgesetzten die Gespräche als lästiges Pflichtprogramm betrachteten. 55 Prozent finden, dass ihre Leistungen nicht angemessen beurteilt und gewürdigt würden. Und 79 Prozent wollen mehr Gegenseitigkeit - sprich, sie fordern, dass auch die Leistung ihrer Vorgesetzten einer kritischen Betrachtung unterzogen werden sollte. 47 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass die Mitarbeitergespräch letztlich zu nichts führen. 58 Prozent glauben jedoch, dass dieser regelmäßige Austausch mit den Chefs grundsätzlich wichtig sei.
Angestellte fühlen sich falsch bewertet, WiWo 6.11.12


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Pillen für den Push im Job 
Dienstag, 13. November 2012 - Arbeit
Ritalin, Amphetamine, Betablocker oder gar Kokain? In der 24/7-Leistungsgesellschaft, in der die Erschöpften gnadenlos auf der Strecke bleiben, scheint inzwischen fast jedes Mittel recht, um halbwegs mithalten zu können. Ob es sich beim Thema Hirndoping, das inzwischen regelmäßig durch die Medien geistert, bereits um einen alarmierenden gesellschaftlichen Wandel handelt, ist eine Frage der Interpretation. Ein Beitrag auf Spiegel online verweist beispielsweise darauf, dass Studien zufolge in den USA bereits ein Viertel der Studenten zu Pharmazeutika greife, um den Anforderungen im Studium standzuhalten. Eine deutsche Untersuchung unter 8.000 Studenten komme zu dem Schluss, dass 90 Prozent der hierzulande Studierenden überhaupt keine Mittel zur Leistungssteigerung einsetzen. Fünf Prozent nutzen "sanfte" Mittel wie Vitaminpräparate, Koffein oder homöopathische Mittel. Die übrigen fünf Prozent greifen hingegen zu Ritalin, Amphetaminen, Betablockern, Kokain oder kiffen. Eine Untersuchung der DAK unter Berufstätigen brachte zutage, dass von 3.000 Befragten zwei Prozent "regelmäßig, gezielt und systematisch" zu Arzneimitteln greifen, die sie medizinisch betrachtet nicht benötigen. Der Prozentsatz mag nicht hoch erscheinen, umgerechnet auf alle Berufstätigen würde er jedoch bedeuten, dass es in Deutschland bereits 800.000 Hirndoper gibt. Eine Entwicklung, die zumindest für die Betroffenen problematisch sein kann. So zitiert der Beitrag den Arzt Götz Mundle, der vor Abhängigkeit, Persönlichkeitsveränderungen und Aggressionen als Folge des Substanzmissbrauchs warnt. Alles in allem: Der übertriebene Leistungsethos in der Arbeitswelt, verschärft durch immer höhere Anforderungen an die Berufstätigen aufgrund von Sparmaßnahmen, zeitigt bedenkliche Folgen - und ohne gesellschaftliche und politische Diskussion über das, was Arbeitnehmern zuzumuten ist, dürfte die Zahl der Hirndoper weiter steigen.
Immer her mit den bunten Psychopillen, Spiegel online 5.11.12


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