Europa bei nachhaltigen Investments führend 
Donnerstag, 21. Februar 2013 - Studien
Der aktuelle Report der Global Sustainable Investment Alliance zeigt, dass ethische Investments auf dem Vormarsch sind. Weltweit werden bereits 13,6 Billionen US-Dollar (mehr als 10 Billionen Euro) in nachhaltige Kapitalanlagen investiert. Spitzenreiter ist Europa, auf das 65 Prozent dieser Anlagen entfallen. Häufigste Anlagestrategien sind Ausschlusskriterien (z.B. Kinderarbeit, Waffenhandel), die besondere Berücksichtigung ökologischer, sozialer und Governance-Kriterien (ESG-Integration) und Engagement.
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Bio legt zu - aber auf niedrigem Niveau 
Mittwoch, 20. Februar 2013 - Success Stories
Bio ist in aller Munde und wer selbst beim Einkauf bevorzugt zu Bio-Lebensmitteln greift, mag den Eindruck haben, dass dieser Markt schon eine nennenswerte Größe in der Konsumwelt darstellt. Doch das ist leider nicht so. So vermeldete der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft für 2012 einen Anstieg des Bio-Absatzes um 0,2 Prozent - damit steigt der Anteil der Ökolebensmittel am gesamten Nahrungsmittelmarkt allerdings nur auf magere 3,9 Prozent. Im vergangenen Jahr war vor allem Bio-Fleisch ein Renner - hierfür zahlten die Deutschen 18 Prozent mehr, was einerseits gestiegenen Preisen, aber auch erhöhten Absätzen geschuldet ist. Doch auch in diesem Segment bleibt der Bio-Marktanteil verschwindend gering - er liegt bei 0,5 Prozent bei Geflügel und bei knapp drei Prozent bei gemischtem Hackfleisch. Alles in allem - nach oben ist hier noch viel Luft ...
Biofleisch ist der Renner, taz 12.2.13


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Vielleicht - ein Dilemma unserer Zeit 
Dienstag, 19. Februar 2013 - Wissenschaft
Die FAZ hat der neuen "Generation Vielleichtsager" einen interessanten Essay gewidmet. In dem Beitrag arbeitet die Autorin heraus, wie das Erbe der Postmoderne - die Fähigkeit, Pluralismus zu erkennen, zuzulassen und als positive kulturelle Entwicklung zu fördern - anscheinend immer mehr in eine Sackgasse der Unentschiedenheit führt. Der Beitrag beklagt die Unfähigkeit, klar Stellung zu beziehen und arbeitet heraus, wie immer mehr Menschen Ambivalenzen begegnen, indem sie sich einfach nicht mehr festlegen. Dann wird von der "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" gesprochen, vom "Ja, aber" oder vielen möglichen "Versionen der Welt". Der Artikel hält diesen Perspektiven einer vermiedenen Zuspitzung ein Zitat von Papst Benedikt entgegen, der 2005 beklagte, dass nichts mehr als "definitiv anerkannt werde" und das "letzte Maß nur das eigene Ich und seine Wünsche gelten lasse". Diese Indifferenz scheint in Zeiten überbordender Komplexität einer gewissen Notwendigkeit nicht zu entbehren, denn wer sich auf einen klaren Standpunkt beruft, schließt zugleich alles andere - was vielleicht doch eine Wichtigkeit hat - aus. Was aber wäre, wenn wir diese Unentschiedenheit einfach als Übergangsstadium sehen? Viele wissenschaftliche Ansätze zur Erwachsenenentwicklung zeigen uns nämlich, dass klare Urteile, wenn Menschen ihre Persönlichkeit weiterentwickeln, wieder möglich werden - und aus höherer Perspektive auch einen gänzlich anderen Sinn entfalten als beispielsweise die Klarheit traditioneller Gesellschaften, die kaum Räume jenseits von Urteilen vorsehen. Im Zen kennt man die Zwischenräume, in denen sich die Postmoderne verschanzt, nur allzu gut, doch Konzepte wie das wu wei - was so viel bedeutet wie Handeln im Nicht-Handeln - markieren geradezu das Gegenteil von Unentschieden- und Unentschlossenheit. Sie machen aus dem üblichen Entweder-Oder ein Sowohl-Als auch höherer Ordnung - dem Bewusstsein folgend, dass es in dieser Sekunde das Eine sein kann, in der nächsten jedoch bereits das Andere - oder vielleicht gar ein unbekanntes Drittes. Die hierzu notwendige Entscheidungsfähigkeit ist jedoch eine Qualität, die wachsen muss, die jeder Einzelne im Zuge seiner persönlichen Entwicklung ausbilden kann. Wenn die Übung gelingt, sind wir in der Lage, aus einer Präsenz im Augenblick zu handeln, die nicht mehr Fragmente gebiert, sondern aus einer Allgegenwärtigkeit schöpft. Das Eine ist dann so universell wie das Andere. Wir legen uns jetzt auf dies fest, um, wenn die Vorzeichen sich ändern, zu jenem zu wechseln. Der qualitative Unterschied: Wir sind uns des Ganzen und der Wechselbezüge zwischen seinen Teilen gewahr UND vermögen zu erkennen, was gerade jetzt "dran" ist. Anstelle von Beliebigkeit entwickeln wir eine Ambiguitätstoleranz, mit der wir der Schnelllebigkeit der Zeit genauso gerecht werden wie der Tatsache, dass ohne wirkliche Haltung konstruktiver Wandel nicht möglich ist.
Wir wollen lieber nicht - oder doch? FAZ 13.2.13


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Einzigartigkeit - im Job und auch im ganzen Leben 
Montag, 18. Februar 2013 - Veranstaltungen
Heute eine Meldung in eigener Sache. Für immer mehr Menschen wird es wichtig, ihrer einzigartigen Authentizität auch im Beruf Ausdruck zu verleihen. Der Integrale Salon Frankfurt, den ich gemeinsam mit Karin M. Lück ehrenamtlich leite, veranstaltet deshalb am 5./6. April 2013 in Frankfurt einen Abend- und Samstags-Workshop mit der Integralen Beraterin Kerstin Tuschik, der in das Konzept des "Unique Self" einführt. Es wird darum gehen, wie wir unsere besonderen Fähigkeiten im Alltag, aber auch im Beruf besser erkennen können, wie wir sie weiter entfalten, Gleichgesinnte finden und wie wir unserer besonderen Mission in unserem täglichen Wirken Ausdruck verleihen können. Achtung: Bis 28. Februar gilt ein Frühbucherpreis von nur 95,- Euro.
Veranstaltungsflyer "Unique Self"

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Weniger zu arbeiten muss man sich leisten können 
Montag, 18. Februar 2013 - Studien
Die jüngst wieder aufgeflammte Diskussion über eine Verkürzung der Arbeitszeiten (Stichwort 30-Stunden-Woche) wurde von Zeit online zum Anlass genommen, vom Meinungsforschungsinstitut YouGov erfragen zu lassen, welche Perspektive die Deutschen zum Thema entwickeln. 24 Prozent der Befragten empfinden ihre Arbeitsbelastung als unangemessen hoch, 45 Prozent glauben indes nicht, dass sie zu viel arbeiten. Eine Verkürzung der eigenen Arbeitszeit kommt, wenn sie an einen entsprechenden Gehaltsverzicht gekoppelt ist, für 25 Prozent in Frage - für 73 Prozent hingegen nicht. In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen wollen sogar 86 Prozent in gewohntem Umfang weiterarbeiten. Ähnlich sieht es beim Thema Renteneintritt aus. 38 Prozent können sich eine frühere Verrentung mit Abschlägen vorstellen, während dies für 57 Prozent nicht in Frage kommt. Zeit online liest aus diesen Zahlen, dass der Wunsch nach weniger Arbeit zwar gegeben sei, aber es sich im Zweifel auch um eine Elite-Diskussion handele, da viele Arbeitnehmer sich den damit verbundenen Einkommensverzicht schlicht nicht leisten können.
Mehrheit will Arbeit und Freizeit nicht neu verhandeln, Zeit online 12.2.13


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Nur ein Drittel der Bevölkerung vertraut Banken 
Freitag, 15. Februar 2013 - Studien
Die Finanzkrise hat das Vertrauen in die Bankenbranche nachhaltig erschüttert - nur noch 29 Prozent der Deutschen setzen in sie Vertrauen, so das Ergebnis des Global Trust Report, für den 28.000 Verbraucherinterviews in 25 Ländern durchgeführt wurden. Die vertrauenswürdigsten Branchen in Deutschland sind das Handwerk (87 Prozent), Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller (78 Prozent), die Autoindustrie (71 Prozent) sowie Fluggesellschaften und der Handel (je 69 Prozent). Bei der Betrachtung von Institutionen verzeichnen die Politik (16 Prozent) und große Unternehmen/internationale Konzerne (26 Prozent) Tiefstwerte, während die Polizei (81 Prozent), die Justiz (65 Prozent) und Nichtregierungsorganisationen (59 Prozent) recht großes Vertrauen genießen.
Deutsche misstrauen Bankern - und lieben die Polizei, Spiegel online 6.2.13


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Krank arbeiten birgt Risiken 
Donnerstag, 14. Februar 2013 - Studien
57 Prozent der Arbeitenden schleppen sich notfalls auch krank zur Arbeit, so das Ergebnis einer Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und des Bundesinstituts für Berufsbildung unter 20.000 Beschäftigten. Im Schnitt werden so 11,5 Krankheitstage am Arbeitsplatz verbracht - gegenüber 17,4 Tage, die die Kranken nach eigenen Angaben zu Hause bleiben. Vor allem Menschen mit hohem Leistungs-, Termin- und Zeitdruck zieht es auch krank zur Arbeit. Fehlende Vertretungsmöglichkeiten oder die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes tun ihr übriges. Mediziner warnen bereits, dass dieser Präsentismus trotz Krankheit nicht nur die Leistungsfähigkeit der Arbeitenden mindert und ihre Produktivität schwächt, sondern auch die Gefahr von Langzeitarbeitsunfähigkeit erhöhe.
Jeder Zweite schleppt sich krank zur Arbeit, Zeit online 5.2.13


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Personalerinnen sortieren schöne Frauen aus 
Mittwoch, 13. Februar 2013 - Studien
Eine Studie der israelischen Ben-Gurion-Universität wirft einen Blick auf das Thema Frauendiskriminierung bei der Bewerberauswahl. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden auf 2.500 Stellenanzeigen Bewerbungen geschickt. Die inhaltlich gleichen Unterlagen wurden mit dem Foto von als attraktiv oder durchschnittlich bewerteten Männern und Frauen eingereicht oder ohne Foto. Die attraktiven Männer erhielten etwa doppelt so viele Zusagen für Vorstellungsgespräche wie die durchschnittlichen. Bei den Frauen zeigte sich hingegen die umgekehrte Tendenz - die unscheinbaren Bewerberinnen wurden weit häufiger eingeladen. Die Forscher erklären sich das Ergebnis mit weiblicher Eifersucht, denn 93 Prozent der Bewerbungen wurden von Frauen bearbeitet - die möglicherweise keine hübsche Konkurrenz neben sich dulden.
Werden schöne Frauen diskriminiert? WiWo 5.2.13


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