Evolutionäre Leadership - Mehr Bewusstsein im Business 
Dienstag, 28. Mai 2013 - Management
Ich möchte es mir nicht nehmen lassen, an dieser Stelle auf einen spannenden Workshop mit der amerikanischen Entwicklungspsychologin Dr. Elizabeth Debold hinzuweisen, der zum Thema "Leadership jenseits von Ego – Wie Frauen selbstsicher und zielgerichtet führen können" am 8. Juni in Berlin stattfinden wird. Ein erfrischender Kontrast zur gegenwärtigen Quotendiskussion, denn Debold geht davon aus, dass nicht die übliche typologische Unterscheidung zwischen Männern und Frauen und die daraus abgeleiteten geschlechterspezifischen Interessenlagen und Fähigkeitspotentiale es sind, die unsere Aufmerksamkeit verdienen, sondern dass es eines Bewusstseins im Business bedarf, das in der Lage ist, über diese Dualismen hinauszugehen. Zwar richtet sich der Workshop selbst speziell an Frauen, aber in einem Interview erklärt die Entwicklungspsychologin, warum eine "Evolutionäre Leadership", die nicht mehr vom Ego aus agiert, für alle (!) Menschen von Belang ist. Ihr geht es darum Wege zu eröffnen, Fachwissen unterschiedlicher Menschen und verschiedene Sichtweisen zu einer höheren Synthese zu bringen. Voraussetzung für einen solchen ko-kreativen Prozess ist in ihren Augen eine Entwicklung des Bewusstseins von der Ego-Perspektive, die ausschließlich vom Standpunkt getrennter Ichs ausgeht, hin zu einem Gegründet-Sein in einem neuen Verständnis von Einheit.
Interview mit Dr. Elizabeth Debold


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So kann Change Management funktionieren 
Montag, 27. Mai 2013 - Management
60 bis 70 Prozent aller Change-Management-Projekte scheitern - und obwohl diese Schwäche seit Jahrzehnten in Firmen bekannt ist, ist dieser Anteil dennoch seit den 1970-er Jahren konstant geblieben. Ein Beitrag im Harvard Business Manager legt den Finger auf die Wunde, denn er geht davon, dass dies nicht an fehlendem Fachwissen liege, sondern an der Unfähigkeit der Manager, dieses umzusetzen. Als Ausweg aus der Change-Falle empfiehlt der Artikel, übergreifend für alle Abteilungen ein für alle verbindliches Set an Definitionen und Methoden zu erstellen. Weiterhin dürfe Change nicht als für sich stehendes Projekt verstanden werden, sondern müsse zum wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodell werden. Auch dürften Manager die Verantwortung für Change-Prozesse nicht allein an Experten delegieren, sondern müssten für die Umsetzung und vor allem den Erfolg mitverantwortlich gemacht werden.
Was sich ändern muss, HBM 10.5.13

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Moderatere Perspektiven für Managergehälter 
Freitag, 24. Mai 2013 - Management
Exorbitante Gehälter und Boni für Top-Fährungskräfte sind seit geraumer Zeit ein wichtiges Gesprächsthema in der öffentlichen Diskussion. Im Interview mit Spiegel online erklärt Klaus-Peter Müller, Aufsichtsrat der Commerzbank, dass in Deutschland moderate Anpassungen im Hinblick auf Vergütungsmodelle in der Entwicklung seien. "Die Spreizung hat zugenommen, und wir müssen aufpassen, dass wir nicht weiter an Akzeptanz für unser Handeln in der Bevölkerung verlieren. Wenn wir Unternehmer und Manager negativ auffallen, zerstört das auch das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft. Damit schneiden wir uns ins eigene Fleisch", so Müller. Er plädiert dafür, Vergütungen mit transparenten Kriterien nach oben zu begrenzen und die Relationen zwischen Vorstandsgehältern, den Salären der oberen Führungspositionen und der Honorierung der Gesamtbelegschaft mehr im Auge zu behalten. Boni-Zahlungen, die über mehrere Jahre gestreckt werden, sowie die Möglichkeit, Zahlungen bei erst nachträglich erkennbaren Misserfolgen wieder zurückzufordern, sollen einen weiteren Beitrag zur Vermeidung von Gehaltsexzessen leisten.
"Das zerstört das Vertrauen in die Marktwirtschaft", Spiegel online 8.5.13


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Wenig Teilzeit im Management 
Donnerstag, 23. Mai 2013 - Studien
Führungspositionen sind in Deutschland nach wie vor größtenteils Fulltimejobs, so eine Auswertung von Daten einer europäischen Arbeitskräfteerhebung aus dem Jahr 2009, die vom Wissenschaftszentrum Berlin erstellt wurde. So arbeiten in Deutschland lediglich fünf Prozent aller Manager weniger als 30 Stunden pro Woche - in den Niederlanden sind es zwölf Prozent, in Großbritannien acht Prozent. Und Teilzeit ist nach wie vor hauptsächlich Frauensache. In Deutschland haben 14,6 Prozent der Frauen in Führungspositionen eine Teilzeitstelle, aber nur 1,2 Prozent der Männer. In den Niederlanden sind es 31,5 Prozent Frauen und immerhin 4,1 Prozent Männer. Teilzeit wird dabei vor allem in den Bereichen Bildung und Gesundheit sowie in der öffentlichen Verwaltung geführt. In großen Unternehmen oder bei Selbstständigen ist dies hingegen die große Ausnahme. Der höhere Teilzeitanteil in den Niederlanden wird auf die dort andere Arbeitskultur zurückgeführt, in der Teilzeitarbeit insgesamt deutlich stärker verbreitet ist.
Teilzeit ist nichts für Chefs, Zeit online 6.5.13


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Am ungeliebten Job festhalten 
Mittwoch, 22. Mai 2013 - Studien
Die schwierige Wirtschaftslage lässt anscheinend viele Arbeitnehmer an ihren Jobs festhalten, obwohl sie diese nicht mögen. Eine Erhebung des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Personalvermittlers Manpower unter 684 Berufstätigen ab 18 Jahren zeigt, dass 48 Prozent der Arbeitnehmer mit ihren Jobs nicht zufrieden sind. 43 Prozent planen deshalb einen Jobwechsel. Die Arbeitszufriedenheit ist insgesamt zurückgegangen, nur noch 52 Prozent sind mit den Arbeitsbedingungen "insgesamt zufrieden", was einem Rückgang um 11 Prozentpunkte innerhalb des letzten Jahres entspricht. Die Kritikpunkte und Wünsche der Befragten: höherer Lohn (24 Prozent), mehr Anerkennung für die eigene Leistung (15 Prozent), fehlende Freude bei der Arbeit (11 Prozent), fehlende Abwechslung (10 Prozent), schlechtes Arbeitsklima (10 Prozent) und Ärger mit dem Chef (5 Prozent).
Jeder Zweite ist unzufrieden mit seinem Job, Spiegel online 7.5.13


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Sozialkompetenz wird im Financing wichtiger 
Dienstag, 21. Mai 2013 - Studien
Buchhaltung und Controlling war gestern, denn in immer mehr Unternehmen wird von den Mitarbeitern der Finanzabteilungen ein bereichsübergreifendes Engagement gefordert. Eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half, für die 1.000 Leiter von Finanzabteilungen und Bereichsvorstände Finanzen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern befragt wurden, zeigt, dass neben Finanzfachwissen (29 Prozent) auch Branchenkenntnisse (38 Prozent), Führungsqualitäten (36 Prozent) und analytische Fähigkeiten (28 Prozent) in diesem Segment eine wachsende Rolle spielen. Demzufolge werden auch Weiterbildungen gestaltet, und zwar im Hinblick auf analytische Fähigkeiten (35 Prozent), Führungskompetenz (42 Prozent) und Finanzfachwissen (42 Prozent). Interessant ist, dass die Schulungen zu Sozialkompetenzen für immerhin 37 Prozent der Firmen für wichtig erachtet werden.
Das sind die Sorgen der Finanzchefs, HB 5.5.13


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Schlechte Meeting schlagen aufs Gemüt 
Freitag, 17. Mai 2013 - Studien
Die Meetingkultur im Business steht bisweilen im Ruf, nervig und zeitraubend zu sein, da es vielen Zusammenkünften schlicht am Willen zur Effizienz zu fehlen scheint. Eine arbeitspsychologische Untersuchung unter 60 Mitarbeitern eines Energieunternehmens zeigt nun, dass die Negativfolgen weitaus größer sind. Die Studienteilnehmer verbrachten pro Woche im Schnitt in vier Meetings, die zusammen etwa sechs Stunden dauerten. 58 Prozent bewerteten diese als größtenteils unproduktiv. Zu den Effizienzkillern zählen schlechte Kommunikation, Jammern über Missstände, die Suche nach Schuldigen, das Abschieben von Verantwortung, Gespräche, die nichts mit dem Meeting-Thema zu tun haben, die Abwertung anderer und ein sich Verlieren in Details. Diese Konstellationen nerven die Mitarbeiter nicht nur, sondern sie machen sogar krank, und zwar vor allem diejenigen, die besonders häufig zu Meetings zitiert werden.
Meetings machen krank, WiWo 3.5.13


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Tue Gutes - für möglichst viele 
Donnerstag, 16. Mai 2013 - Studien
Tue Gutes und rede darüber - so lautet die klassische Annahme, wie gute Reputation zustande kommt. Bei der Untersuchung eines 500-Einwohner-Dorfes in der Karibik haben Anthropologen nun festgestellt, dass soziales Ansehen nicht allein von der Zahl der guten Taten abhängt, sondern auch davon, wie vielen Menschen sie zugute kommen. Demnach hatten die Dorfbewohner, die einer Vielzahl von Mitbewohnern bei Arbeiten halfen, eine höhere soziale Reputation als diejenigen, die mehrmals der gleichen Person zur Seite standen.
Das Geheimnis eines guten Rufs, WiWo 3.5.13


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