Mittelschicht sucht ihr Glück im Privaten 
Dienstag, 19. November 2013 - Studien
Optimismus mit einer Prise Staatsverdrossenheit - so könnte man die derzeitige Befindlichkeit der Mittelschicht in Deutschland zusammenfassen, legt man die Ergebnisse einer Befragung der Gothaer Versicherung unter 1.000 Personen zugrunde. 85 Prozent der Befragten sehe ihre eigene Zukunft positiv - ein leichter Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber der letzten Erhebung 2011. 57 Prozent berichten über eine konstante finanzielle Situation, 29 Prozent sogar über eine Verbesserung, während 13 Prozent eine Verschlechterung beklagen. Materielles scheint für die Deutschen eine weniger große Rolle zu spielen, betrachtet man die Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind: Für 97 Prozent ist das die mit Partner und Familie verbrachte Zeit, für 86 Prozent ein umweltbewusstes Verhalten. Lediglich 45 Prozent nennen einen hohen Lebensstandard. Politikverdrossenheit artikulieren 22 Prozent der Befragten - sie äußern Unzufriedenheit über die ökonomische und politische Situation Deutschlands.
Privatleben wird wichtiger als Karriere, WiWo 6.11.13


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Befreites Denken für ein besseres Business 
Montag, 18. November 2013 - Management
Wie oft machen wir uns eigentlich klar, dass die Art, wie wir denken, in hohem Maße unseren geschäftlichen beeinflussen kann? Der Harvard Business Manager widmet einen Beitrag dem "klaren" Denken und zeigt, wie drei typische Denkfehler unsere geistige Klarheit trüben können: der Bestätigungsfehler, der Rückschaufehler und das Gruppendenken. Letztlich haben alle drei Fehler eines gemeinsam - wir sind nicht immer in der Lage, die Dinge zu sehen, wie sie sind. Doch wie können wir das? Der Bestätigungsfehler ist deshalb so tückisch, weil seine Auslöser sich über die Zeit geformt haben uns größtenteils nicht mehr bewusst sind. Im Laufe des Lebens entwickeln wir aufgrund unserer Erfahrungen oder durch Dinge, die wir lernen, eine bestimmte Perspektive auf die Welt - und diese verselbstständigt sich, weil wir neue Informationen durch diesen Filter jagen und damit abweichende Eindrücke ausblenden. Da hilft es, wenn man sich seiner Sache besonders sicher ist, einfach einmal nach Gegenbeweisen zu suchen - die Ergebnisse sind meist verblüffend! Der Rückschaufehler basiert auf ähnlichen Prinzipien, denn hier filtern wir die Ursachen früherer Einschätzungen durch unseren heutigen Erkenntnisstand. Da ich heute aber meist mehr weiß als gestern, ist meine Bewertung von Geschehnissen in der Vergangenheit geradezu zwangsläufig eine andere als zuvor. Um uns selbst auf die Schliche zu kommen, hilft es, sich beispielsweise Gründe für Entscheidungen aufzuschreiben - und nach einigen Monaten zu überprüfen, ob sie stichhaltig waren. Vergleichen wir diese mit den Entwicklungen, die wir beobachten können, können wir leichter herausfinden, wo wir vielleicht falsch lagen. Sehr verführerisch ist auch das Gruppendenken, denn in vielen Firmen gilt: Wer dem Chef widerspricht, riskiert seine Karriere. Ist die Einhelligkeit in Diskussionen regelmäßig auffällig groß, kann es helfen, alle Mitarbeiter aufzufordern, Argumente für gegenteilige Perspektiven zu finden. Als sportliche Übung definiert, ist das nicht nur gesichtswahrend, sondern kann überraschende Einsichten fördern. Im Prinzip folgen alle diese Ratschläge einem Grundprinzip - der Achtsamkeit auf das, was tatsächlich ist ...
Drei Tipps für klares Denken, HBM 31.10.13



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Deutsche sind konstant zufrieden 
Freitag, 15. November 2013 - Studien
Krise hin oder her - die Deutschen lassen sich in ihrer Zufriedenheit davon nicht beeinflussen. So zeigt der Glücksatlas, der von der Deutschen Post DHL auf Basis der Daten des Soziooekonomischen Panels zusammengestellt wird, dass der Zufriedenheitswert hierzulande in den letzten drei Jahren konstant bei sieben Punkten lag. Dass Deutschland sich dennoch im Ranking von 30 europäischen Ländern über die Jahre verbessert hat - Platz 15 im Jahr 2006, Platz 9 im Jahr 2011, Platz 8 aktuell -, ist der Tatsache geschuldet, dass in den Nachbarländern die Zufriedenheitskurve der Bevölkerung zum Teil deutlich nach unten weist. Beim Schlusslicht Griechenland beispielsweise liegt die Zufriedenheit nur noch bei mageren 3,4 Punkten. Die glücklichsten Europäer sind zur Zeit die Dänen mit 8,9 Punkten. Größter Zufriedenheitsfaktor ist gegenwärtig die Wohnsituation in Kombination mit dem Familienleben für die Deutschen (7,5 Punkte), gefolgt von der Freizeit (7,1 Punkte), der Arbeitszufriedenheit (6,8 Punkte), der Gesundheitszufriedenheit (6,6 Punkte) und der Zufriedenheit mit dem Einkommen (6,4 Punkte).
Pressemitteilung der Deutsche Post DHL


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Engagement ist ausbaufähig 
Donnerstag, 14. November 2013 - Studien
Das Engagement im Betrieb ist international durchaus ausbaufähig. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Umfrage der Personalberatung Aon Hewitt unter 3,8 Millionen Beschäftigten in 2.560 Organisationen weltweit. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl derer, die sich selbst als engagiert betrachten, international um zwei Prozentpunkte auf 60 Prozent. In Europa sind es immerhin 57 Prozent. Viele Firmen optimieren ihre Kommunikation und setzen verstärkt auf Innovationen und Leistungsmanagement. Dabei gelingt es ihnen jedoch immer weniger - in Europa liegt der Rückgang bei drei Prozentpunkten - den Mitarbeitern auch Sinn bei der Arbeit zu vermitteln.
Mehr Organisation, weniger Sinn, HBM 4.11.13


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Deutsche Bosse verdienen 53 Mal so viel wie die Mitarbeiter 
Mittwoch, 13. November 2013 - Studien
Die Hans-Bäckler-Stiftung hat errechnet, dass die Vorstandsmitglieder in Dax-30-Unternehmen im Durchschnitt 53 Mal so viel verdienen wie ihre Mitarbeiter. Wem dies hoch erscheint, der sollte einmal nach Amerika schauen. Dort errechnete das Economic Policy Institute die "CEO Pay Ratio" für die 350 größten US-Unternehmen im Jahr 2012 und stellte fest, dass die amerikanischen Bosse sogar das 273-Fache der Angestellten als Salär nach Hause tragen. In Deutschland sind die Unterschiede bei den Vergütungen der Spitzenpositionen innerhalb der Führungsriegen ebenfalls erheblich. Bei der Commerzbank verdienen die Vorstände das 12-Fache der Mitarbeiter, bei Beiersdorf das 20-Fache, bei Henkel das 82-Fache und bei VW das 170-Fache.
Pressemitteilung Hans-Böckler-Stiftung 4.11.13


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"Gute Arbeit" lebt von Exzellenz, Ethik und Engagement 
Dienstag, 12. November 2013 - Management
Die Zeit geht in einem Interview mit dem Psychologieprofessor Howard Gardner der Frage nach, was "gute Arbeit" ausmacht. Gardner gründete 1995 das Good Work Project und hat seitdem mit umfangreichen Fragenkatalogen unter Hunderten von Menschen verschiedener Berufsgruppen eruiert, welche wesentlichen Faktoren den Arbeitenden ein gutes Gefühl vermitteln. Für Gardner ist es das Streben nach den "drei E" - Exzellenz, Ethik, Engagement -, das Menschen sich am rechten Platz fühlen lässt. Wer kompetent und effektiv arbeite, mit seiner Tätigkeit einer sozialen Verantwortung gerecht werde, so dass diese positive Auswirkungen auf andere habe, und sich gefordert fühle und dabei Freude habe, empfinde seine Arbeit als Bereicherung, so der Wissenschaftler. "Es geht nicht so sehr darum, einen Job zu haben, der Anerkennung bringt. Wichtig ist es, einen Sinn in dem zu finden, was man tut", so seine Devise. Kritisch sieht Gardner die Tendenz bei Berufseinsteigern, sich lieber erst einmal aufs Geldverdienen und ihre Reputation zu konzentrieren und ethische Fragen aufzuschieben, denn: "Oft gibt es kein später. Wer einmal in einem System arbeitet, in dem Geld wichtiger ist als Inhalt, kommt schwer wieder raus." Um sich selbst im Hinblick auf das Thema gute Arbeit zu entwickeln, rät der Psychologe zur Betrachtung der "drei M" - Mission, Models, Mirror (Spiegel). Wer hinter seiner Arbeit eine Mission erkenne, Vorbilder habe, denen er nacheifern könne, und sich selbst im Spiegel stolz betrachten könne, sei auf dem richtigen Weg.
Professor "Good Work", Zeit online 31.10.13


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Manager überschätzen ihre Führungsqualitäten 
Montag, 11. November 2013 - Studien
Mit den Fähigkeiten der Chefs scheint es nicht zum Besten zu stehen. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Information Factory unter 1.000 Beschäftigten, Führungskräften und Personalexperten zeigt, dass 47 Prozent der Befragten bereits einmal aufgrund ihres Vorgesetzten kündigten - weitere 20 Prozent hatten schon einmal mit dem Gedanken gespielt. 90 Prozent glauben, sie könnten unter einem guten Chef mehr leisten. Die Führungskräfte scheinen zum Teil eher ahnungslos zu sein im Hinblick auf die Verfassung ihrer Untergebenen, denn zwei Drittel von ihnen glauben, ihre Mitarbeiter zu motivieren und zu inspirieren, was allerdings nur von einem Drittel auch bestätigt wird. 70 Prozent der Befragten fühlen sich sogar vom Chef unter Druck gesetzt oder kontrolliert.
Fast jeder zweite kündigt wegen des Chefs, HB 26.10.13


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Stressbelastung scheint zu explodieren 
Freitag, 8. November 2013 - Studien
Die Zahlen werden immer alarmierender – der jüngsten Erhebung der Techniker Krankenkasse zufolge fühlen sich 80 Prozent der 36- bis 45-Jährigen stark unter Druck. Insgesamt geben 53 Prozent der Deutschen an, dass ihr Leben nach eigenem Empfinden in den letzten drei Jahren zunehmend stressiger geworden ist. Bei zwei Dritteln der Berufstätigen ist die Arbeit der größte Stressfaktor, wobei es häufig nicht die Tätigkeit an sich ist, sondern Begleitumstände wie mangelnde Anerkennung, zu wenig Handlungsfreiraum oder Ärger mit den Kollegen. Diese führen bei jedem zweiten Betroffenen zu einem Gefühl des Ausgebranntseins. Bei Frauen kommt hinzu, dass die Hälfte von ihnen sich durch die eigenen hohen Ansprüche an sich selbst zusätzlich unter Druck setzt.
Job ist der Stressfaktor Nummer eins, WiWo 30.10.13

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