An der Spitze immer nur die Gleichen 
Mittwoch, 15. Juli 2015 - Studien
In den Vorstandsetagen der DAX-Konzerne herrscht gepflegte Einförmigkeit. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie der German Graduate School of Management & Law in Heilbronn. Die Wirtschaftwoche spricht gar von "personeller Langeweile", denn die Auswertung von 280 Fremdeinschätzungen der anonymisierten Steckbriefe der DAX-30-CEOs, kombiniert mit Eigeneinschätzungen und Urteilen von Arbeitskollegen, zeigt, dass auf den Chefsesseln vor allem ein Typus thront: Männlich, Mitte 50, emotional sehr stark, belastbar und ausgeglichen. Studienleiter Christian Mai vom Lehrstuhl für Unternehmensführung an der Universität Hohenheim attestiert den Top-Managern "emotionale Härte als angeborenes Charakteristikum". Von der Durchschnittsbevölkerung unterscheidet die Top-Leader außerdem, dass sie kaum Teamplayer sind, sondern eher rivalisierende Typen. Gewissenhaftigkeit, besondere Leistungsstärke, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit - das sind die Fähigkeiten, die bei den obersten Bossen dominieren.
Die DAX-Chefs sind wie geklont, WiWo 6.7.15

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Lächeln lässt die Welt freundlicher erscheinen 
Dienstag, 14. Juli 2015 - Studien
Eine Studie der City University London legt nahe, dass wir, wenn wir lächeln, unsere Mitmenschen als angenehmere Zeitgenossen erfahren. Die Wissenschaftler unterzogen 25 Probanden einem EEG-Test ihrer Gehirnaktivität, während diese beim beim Anblick von Fotografien mit lächelnden oder neutral guckenden Gesichtern entweder fröhliche oder neutrale Gesichtsausdrücke annehmen sollten. Dabei zeigte sich, dass der Anblick neutraler Gesichter vom Gehirn ähnlich verarbeitet wird wie der von lächelnden Gesichtern, wenn der Betrachter selbst gerade lächelt. „Wir sind die ersten, die beweisen konnten, dass die primäre neuronale Verarbeitung der Gesichtszüge unserer Mitmenschen von unseren eigenen Gesichtsausdrücken abhängt. So untermauert unsere Forschungsarbeit das Sprichwort „Wenn du zu der Welt lächelst, lächelt die Welt zurück. Ich denke, dass dieser Effekt dadurch entsteht, dass der Körper sehr eng mit der Seele verbunden ist”, so die Direktorin der Cognitive Neuroscience Research Unit an der psychologischen Fakultät der City University London, Prof. Tina Forster.
When you smile, the world smiles at you, London City University 29.6.15

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Visualisierung - dem Möglichen auf der Spur 
Montag, 13. Juli 2015 - Bücher
Das Phänomen kennt wohl jeder, der regelmäßig Konferenzen besucht. Man hört über Tage spannende Impulse, wird mit Inhalten überhäuft, hat immer wieder Aha-Erlebnisse, doch kaum ist die Veranstaltung vorbei, beginnen die Wahrnehmungen und Emotionen, die Gedanken und das gerade erst erschlossene Wissen, bereits zu verschwimmen. Was bleibt, ist oft nicht mehr als ein schwammiger Gesamteindruck, bestenfalls versetzt mit Erinnerungen an einige Highlights. In der Berater- und Event-Szene hat sich in den letzten Jahren vor diesem Hintergrund das so genannte Graphical Recording etabliert. Dabei geht es um mehr als nur komplexe Inhalte in bunten Bildern zu sammeln. In seinem traumhaft schönen Buch Co-Create! zeigt der Visualisierungs-Experte Mathias Weitbrecht, wie das bildliche Erschließen von Wissen, Erfahrungen und Prozessen völlig neue Erkenntnis- und Gestaltungsräume erschließen kann. Ich durfte Mathias Weitbrecht schon bei einigen Konferenzen live erleben - und bin immer wieder verblüfft, wie es ihm nicht nur gelingt, das wirklich Wesentliche komplexer Inhalte sichtbar zu machen, sondern wie in seinen Visualisierungen auch die subtile Erfahrungsdimension und künftige Möglichkeiten mitschwingen. Der Titel seines Buches ist Programm, denn er verdeutlicht, dass es beim Visualisieren um mehr geht als nur Abbilder zu schaffen. In verschiedenen Praxiskapiteln kommen Moderations-, Change- und Beratungs-Experten zu Wort, die veranschaulichen, wie sich durch Graphic Recording komplexe und häufig auch emotionale Prozesse gestalten lassen, wie die Vielstimmigkeit von Großgruppen in einen Flow des Ko-Kreierens münden kann und wie die bildliche Darstellung die Lebendigkeit komplexer Szenarien zum Schwingen bringt. Während verschriftlichte Dokumentationen zwar eine Fülle von inhaltlichen Details zu transportieren vermögen, lebt die Visualisierung davon, Gleichzeitigkeiten, Vernetzungen und Brüche, Gewesenes und Zukünftiges, als einen großen Erlebens- und Gestaltungsraum erfassbar zu machen. Wir werden uns gerade erst bewusst, welche Bedeutung kollektive Intelligenz und Ko-Kreation haben, um in der Komplexität der Gegenwart nicht nur navigieren zu können, sondern ihr ihr künftiges Potential zu entlocken. "Es entsteht eine Magie im Raum, die kaum zu beschreiben ist. Vor allem entstehen neue, vorher meist undenkbare Lösungen", beschreibt Weitbrecht dieses Phänomen, das sich durch Visualisierung wesentlich fördern lässt. Das Buch ist eine Quelle der Inspiration für alle, die am Wandel interessiert sind und dabei nach neuen Entwicklungs- und Ausdrucksformen suchen.
Buch bei Amazon

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Loyalität ist ein Geben und Nehmen 
Freitag, 10. Juli 2015 - Management
"Wer Peanuts zahlt, bekommt Affen", sagt Raffaele Sorrentino, früher Concierge im Nobelhotel Adlon, heute Inhaber eines eigenen Concierge-Services. Für den Unternehmer beginnt die Loyalität der Mitarbeiter bei der Fairness des Arbeitgebers: "Vielleicht muss man als Firma dafür auf zwei bis drei Prozent der Margen verzichten - aber es zahlt sich einfach doppelt und dreifach aus, wenn ich meine Mitarbeiter anständig bezahle." Die Mitarbeiterkultur in Deutschland sei gegenwärtig hingegen meist eine andere. "In Deutschland herrscht leider die Maxime, alles aus einem Angestellten rauszuholen. Aber auch seine Leute muss man so behandeln, dass sie der Firma gerne erhalten bleiben. Denn wie soll ein Mitarbeiter Kunden loyalisieren, wenn ich als Unternehmen ihm keinen Grund gebe, mir gegenüber loyal zu sein?", so Sorrentino. In seinem eigenen Unternehmen ist er dabei, Betriebsrenten einzuführen. Und an ihrem Geburtstag haben seine Mitarbeiter automatisch frei.
"Wer Peanuts zahlt, muss mit Affen arbeiten", Karriere-Spiegel 3.7.15

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Künstliche Intelligenz im Auge behalten 
Donnerstag, 9. Juli 2015 - Wissenschaft
Während Unternehmen wie Google Millionenbeträge in die Erforschung künstlicher Intelligenz investieren, bringen sich nun auch die KI-Skeptiker immer mehr in Position. Tesla-Gründer Elon Musk beispielsweise spendete zehn Millionen Dollar an das Future of Life Institut in Boston, das Forschungsprogramme betreibt, die sicherstellen sollen, dass die künstliche Intelligenz nicht irgendwann aus dem Ruder läuft. Musk betrachtet das Erschaffen künstlicher Intelligenz laut Zitat in der Welt als genau so gefährlich wie den "Teufel herbeizuzitieren". 37 Forschungsprojekte gehen der Frage nach, wie sich die Macht solcher Systeme begrenzen lässt, wie diese ethische Gesichtspunkte integrieren können und wie sie unter sinnvolle menschliche Kontrolle gestellt werden können. "Es gibt einen Wettlauf zwischen der wachsenden Macht der Technologie und der wachsenden Weisheit, wie wir die Macht kontrollieren", so der Präsident des Instituts Max Tegmark.
Millionen, damit Computer uns nicht töten, Die Welt 2.7.15

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Yoga im Business 
Mittwoch, 8. Juli 2015 - Management
Das Online-Portal "Mittelstand - die Macher" widmet ein großes Feature dem Thema Meditation und Yoga im Business. "Gute Führungskräfte vertrauen nicht ausschließlich auf das Rationale und Analytische. Sie nutzen Werkzeuge um zu verstehen, wie sie selbst ticken und wahrnehmen. Auf dieser Basis entwickeln und verankern sie neues, hilfreiches Führungsverhalten. Auch und besonders dann, wenn der Druck groß ist und viel auf dem Spiel steht. Ich sage meinen Kunden häufig: Der Schlüssel für gute Führung ist nicht Ihre Handlungs–Toolbox. Der Schlüssel sind Sie selbst. Hier hat der Yoga eine Menge zu bieten, denn er ist ein Übungsweg zur Selbsterkenntnis und- wahrnehmung mentaler Kontrolle sowie Erforschung und Entwicklung des eigenen Bewusstseins. Bessere Selbstführung ist die Basis besserer Führung, d.h. der Gestaltung gelingender Führungsbeziehungen", zitiert der Beitrag etwa den Unternehmensberater Michael Schwalbach, der auch eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer hat. Unternehmensberaterin Janina Bäder, ebenfalls ausgebildete Yoga-Lehrerin, sieht im Yoga einen Weg, der Führungskräften wieder einen Zugang zu sich selbst eröffnet - zur inneren Stimme, dem intuitiven Potential. Und das scheint bitter nötig zu sein, zumindest wenn man betrachtet, wie wenig typische Führungskräfte-Entwicklungsprogramme diese Aspekte adressieren. "Ein Großteil der Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung trivialisiert das Thema Veränderung der Haltung und Persönlichkeit. Die Interventionen sind zu kurz und/oder gehen nicht tief genug. Insofern stellt sich für mich, etwas provokativ zwar, aber mit durchaus ernstem Hintergrund, die Frage, wie lange es ohne Yoga in der heutigen Zeit überhaupt noch gehen kann", meint Michael Schwalbach.
Yoga für Führungskräfte, Mittelstand - die Macher 1.7.15

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Studenten immer gestresster 
Dienstag, 7. Juli 2015 - Studien
Deutschlands Studenten sind immer gestresster, wie eine Erhebung der Techniker Krankenkasse zeigt. 27 Prozent der Studierenden haben demzufolge schon einmal psychotherapeutische Hilfe gesucht, weil der Druck so groß war, dass es mit Entspannung nicht mehr getan war. Laut ärztlichen Diagnosen haben 30 Prozent der weiblichen und 15 Prozent der männlichen Studierenden psychische Probleme. Seit einer Analyse der Krankenkasse aus dem Jahr 2009 sei der Anteil der Studenten, die mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose erhielten, um 4,3 Prozent gestiegen.
Jeder fünfte Student hat psychische Probleme, WiWo 1.7.15

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Kultur des Teilens ist noch eine Nische 
Montag, 6. Juli 2015 - Studien
Grundsätzlich ist die Bereitschaft zum Teilen in Deutschland sehr groß - doch von der Möglichkeit zur Umsetzung ist es ein langer Weg, wie eine Studie des Verbraucherzentralen-Bundesverbands zeigt. 90 Prozent der Befragten äußerten demzufolge die Bereitschaft, Dinge zu verleihen - allerdings fast ausschließlich im Bekanntenkreis. 70 Prozent können sich vorstellen, ihr Werkzeug mit anderen zu teilen, 62 Prozent interessieren sich - zumindest theoretisch - für Carsharing. Doch nur 18 Prozent haben schon einmal ein Werkzeug geliehen, lediglich 10 Prozent beim Carsharing auch wirklich mitgemacht. Fragen der Sicherheit, Haftung und Gewährleistung scheinen für diese Zurückhaltung eine Rolle zu spielen. So gaben zwei Drittel der Befragten an, Unternehmen als Anbieter gegenüber Privatpersonen zu v´bevorzugen, da sie davon ausgehen, dass diese mehr Sicherheit bieten.
Teilen? Nur, wenn ich dich kenne ... taz 29.6.15

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