Achtsamkeit als Management-Kompetenz 
Freitag, 3. Juni 2016 - Management
Achtsamkeit ist gegenwärtig in aller Munde. Der Harvard Business Manager widmet ihr sogar einen "Management-Tipp des Tages". So empfiehlt das Magazin, morgens nach dem Aufwachen noch zwei Minuten liegenzubleiben und auf den eigenen Atem zu achten. E-Mails beim Frühstück? Besser nicht. Auch am Arbeitsplatz sollte man es langsamer angehen lassen - mit zehn Minuten Entspannung und innerer Fokussierung, bevor man sich ans Tagewerk macht. Im Tagesverlauf wird stündlich eine einminütige Achtsamkeitspause empfohlen. Es ist faszinierend zu sehen, wie in den letzten Jahren der Bezug zur Achtsamkeit, der für viele lange einen eher esoterischen Beigemschmack hatte, immer salonfähiger geworden ist.
Gehen Sie achtsamer durch Ihren Arbeitsalltag, HBM 27.5.16

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Linke fordert "Revolution der Gerechtigkeit" 
Donnerstag, 2. Juni 2016 - sonstiges
Die Ungleichheit wird in Europa immer größer. Während in Frankreich sich die Proteste gegen die geplante Arbeitsmarktreform Ende Mai zugespitzt haben, herrscht in Deutschland Ruhe. In einem Beitrag für den "Freitag" ruft die Linken-Chefin Katja Kipping nun zu einer "Revolution der Gerechtigkeit" auf. "Heute stehen daher alle fortschrittlichen Bereiche der Gesellschaft in der Verantwortung, einer neuen Solidarität zum Durchbruch zu verhelfen. Es gilt, gemeinschaftlich das 'jeder gegen jeden' zu bekämpfen. Am besten mit der gemeinsamen Vorstellung von einer Zukunft, an die man wieder glauben kann und einer Idee, für die es sich zu streiten lohnt", so Kipping. Ihre politische Forderung: "eine massive Umverteilung, einen New Deal". Alternativen zum "Krisenkapitalismus" zu schaffen, sei nicht radikal, sondern vernünftig. Wie die Revolution aussehen könnte, hat Kipping bereits im Blick: "Wir sollten auch über unkonventionelle Maßnahmen nachdenken. Warum die Praxis des gewaltfreien zivilen Ungehorsams nur bei Blockaden von Naziaufmärschen nutzen und nicht auch beim Gang auf die Sozialbehörden, beim Kampf gegen den Mietwucher oder für mehr Kindergartenplätze?" Franzosen braucht man so etwas nicht zu erklären. Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge empfinden in Deutschland 82 Prozent der Bevölkerung die wachsende Ungleichheit als Problem. Schaut man auf die deutschen Straßen, scheint hierzulande das Protestpotential allerdings noch sehr ausbaufähig ...
Mehr Widerstand wagen, Der Freitag 27.5.16

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Arbeitnehmer sehr an Gesundheit interessiert 
Mittwoch, 1. Juni 2016 - Studien
Gesundheit ist den meisten Arbeitnehmern sehr wichtig, doch noch nutzen nicht allzu viele Firmen dieses Interesse, indem sie mit passenden Angeboten punkten. Für die Studie "Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016" im Auftrag der pronova BKK wurden 1.660 Arbeitnehmer befragt, welche Gesundheitsangebote es in ihrem Unternehmen gibt. Immerhin: In 65 Prozent der Firmen gibt es Angebote, allerdings oft nur rudimentär und längst nicht in allen Bereichen, in denen Mitarbeiter gerne etwas für sich tun würden. In einem Drittel der Firmen gibt es Check-ups vom Betriebsarzt, ein Viertel setzt auf gesunde Essensalternativen in der Kantine, und jede fünfte Firma leistet sich Betriebssport. Jenseits dieser Standards werden die Angebote dünn. Nur 13 Prozent der Arbeitgeber, hier vor allem die großen, bietet Beratung zu Stressbewältigung und bei psychischen Problemen, acht Prozent sind in der Burnout-Prävention aktiv. Dabei wären viele Mitarbeiter bereit, sich aktiv für ihre Gesundheit einzusetzen. So zeigte eine Befragung der Versicherung "Die Continentale" unter 600 Arbeitnehmern, was auf der Wunschliste steht: 68 Prozent wünschen sich Sportangebote, 57 Prozent Entspannungsangebote in den Pausen.
Schicken Sie Ihr Team zum Sport, WiWo 26.5.16



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Innovationen brauchen mutige Führung 
Dienstag, 31. Mai 2016 - Management
Ein Fleischwarenhersteller, der vegetarische Produkte auf den Markt bringt? Für die gestandenen Metzger der Rügenwäler Mühle war es schlicht ein Unding, als Marketing- und Entwicklungschef Godo Röben mit dieser Idee vor einigen Jahren im Unternehmen an den Start ging. Heute tragen die fleischlosen Würste und Schnitzel bereits 20 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. "Bedenkenträger haben in der Regel Angst. Deshalb rate ich, genau das zu nutzen und aufzuzeigen, was passiert, wenn man eben gerade nicht handelt und sich an die geänderten Umstände anpasst", erklärt Röben, wie er den anfänglichen Widerstand im Unternehmen überwand. Er zeigte mit Studien, wie sich das Essverhalten über die Jahre verändert hat, und weckte bei den Mitarbeitern auch den Sportsgeist. Immerhin kommen, obwohl die Auswahl an Fleischersatzprodukten in den letzten Jahren bereits immens gewachsen ist, nicht allzu viele dieser Lebensmittel geschmacklich an das heran, was Verbraucher bei Wurst und Fleisch gewohnt sind. "Schließlich wissen wir seit über 180 Jahren, wie man leckere Wurst macht, und wir möchten ja nicht branchenfremden Unternehmen einfach den Markt überlassen", sagt Röben.
"Bedenkenträger haben in der Regel Angst", Zeit online 23.5.16

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Führen im Einklang mit der Vielfalt der Persönlichkeit 
Montag, 30. Mai 2016 - Bücher
In der Fachliteratur zum Thema Führung zeichnet sich seit einigen Jahren ein vielversprechender Wandel ab. Längst geht es nicht mehr nur um fachliches Know-how, sondern die innere Dimension von Führung, die Persönlichkeit der Führenden, gerät stärker in den Blick. Sehr gut gefällt mir beispielsweise das kürzlich erschienene Buch "Führungskompetenz durch achtsame Selbstwahrnehmung und Selbstführung" von Torsten Schrör. Es setzt auf Achtsamkeit als Schlüssel für eine bessere Selbstwahrnehmung und lädt Führende dazu ein, ihr Innenleben bewusster zu erkunden. Basierend auf einem Modell der "Teil-Persönlichkeiten" zeigt Schrör, wie vielfältig unsere Persönlichkeit ist. Eher skeptische Menschen dürften etwa regelmäßig sehr deutlich die Stimme ihres inneren Kritikers vernehmen, während eher Sorglose vielleicht von einem inneren Euphoriker angetrieben werden. Ob wir anspruchsvoll sind oder pflichtbewusst, mutig oder zurückhaltend, all unsere inneren Dispositionen finden in unserem Leben ihren Ausdruck. Und es fördert nicht nur unser Selbstverständnis, sondern auch unsere Wirksamkeit, wenn wir diese inneren Stimmen kennen und bewusst mit ihnen umgehen können. Das Buch zeigt mit vielen Fallbeispielen aus der Praxis, wie Führende dem, was sie ausmacht, wieder nahe kommen können, um aus diesem vertieften Verständnis für sich selbst ihre Aufgaben zu bewältigen.
Verlagsseite zum Buch

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Beim Gehalt ziehen die Chefs den Angestellten davon 
Freitag, 27. Mai 2016 - Studien
Eine Untersuchung des amerikanischen Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO bringt es auf den Punkt - der Gehaltsabstand zwischen Bossen und Untergebenen hat in den USA in den vergangenen Jahren immer größere Dimensionen angenommen. Im letzten Jahr verdienten die Konzernlenker 335 Mal so viel wie die Angestellten. In Großbritannien ist die Lücke zwar kleiner, aber immer noch extrem. Hier verdienen die Chefs der im Leitindex FTSE-100 gelisteten Firmen 183 Mal so viel wie die Mitarbeiter. In Deutschland geht es hingegen vergleichsweise brav zu, die DAX-Konzernchefs verdienen 54 Mal mehr als ihre Mitarbeiter.
Konzernchefs verdienen gut 330 Mal mehr als ihre Mitarbeiter, WiWo 18.5.16

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Unvoreingenommenes Denken will gelernt sein 
Mittwoch, 25. Mai 2016 - Management
Gute Ideen im Job oder scheitern an Sachzwängen? Viele Menschen stecken im Business in der Denkfalle, weil sie zu leicht am Business as usual festhalten, so der Wirtschaftspsychologe Martin Sauerland in einem Interview mit der FAZ. Die üblichen Denkroutinen haben dabei durchaus Vorteile. "Denkmuster entstehen bei jedem mit der Zeit: Sie nehmen aus der Erfahrung heraus die Zukunft vorweg und leiten aus ihr eine Daumenregel ab. Das Muster hilft, sich rasch zu entscheiden, und schützt vor Fehlern", so Sauerland. Um nicht immer wieder auf den selben Pfaden zu landen, könne es helfen, das eigene Denken bewusst zu beobachten, so dass man die eigene Art der Entscheidungsfindung klarer erkennt und gegebenenfalls verändern kann: "Das ist ungefähr so, als würde man eine neue Sprache lernen: Der Kopf schlägt einen vertrauten Begriff vor, und der muss nun jedes Mal beim Denken ersetzt werden. Das kostet Zeit. Andererseits gibt es den Aha-Effekt: Wer plötzlich erkennt, dass er unbewusst nach der Idee 'ich muss bei allen beliebt sein' handelt und ihn das eingeschliffene Muster immer wieder am Vorankommen hindert, sagt, genau das ist es. Am nächsten Tag ist der Betreffende hochmotiviert, das Muster aufzulösen und es künftig anders anzugehen."
Mitarbeiter in der Denkfalle, FAZ 12.5.16

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Schummelei mit kulturellen Unterschieden 
Dienstag, 24. Mai 2016 - Studien
Sind Kulturen im Süden unehrlicher als solche im Norden? Forscher der European University Institute in San Domenico di Fiesole, Italien gingen diesem verbreiteten Vorurteil nach und testeten in einem Versuch mit mehr als 600 Teilnehmern aus Schweden und Italien, was dran ist an dem Gerücht. Die Versuchsteilnehmer mussten Aufgaben erledigen, für die sie bezahlt wurden. Anschließend galt es, dieses Einkommen zu versteuern, wobei alle Teilnehmer von diesen Zahlungen profitierten. Die Schweden versteuerten in 66 Prozent der Fälle ihre Einnahmen korrekt, bei den Italienern waren es 63 Prozent. Deutliche Unterschiede zeigten sich allerdings bei der Art der Schummelei. Während die Italiener häufiger und öfter kleinere Beträge verheimlichten, waren es bei den Schweden weniger Fälle mit größeren Beträgen.
Sind Schweden oder Italiener unehrlicher? spektrum.de 12.5.16

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