Deutsche Chefs sind eher mittelmäßig 
Donnerstag, 10. November 2016 - Studien
Eine Forschungsarbeit der Hochschule Niederrhein attestiert deutschen Führungskräften allenfalls mittelmäßige Fähigkeiten. In der Befragung von 553 Arbeitnehmern wurden die Vorgesetzten mit der Schulnote 3 bewertet. Häufige Kritikpunkte der Befragten: Sie werden zu wenig vom Chef gefördert, er bietet ihnen keine attraktiven Perspektiven für die Zukunft und stellt die eigenen Interessen meist über die des Teams. Selbst wenn Firmen eine Veränderung ihrer Führungskultur anstreben, gelingt dies nicht immer. Hier vergaben die Mitarbeiter für die Zielerreichung die Note 3,61, also gerade mal ein Ausreichend.
Chefs fordern viel und bieten wenig, FAZ 30.10.16


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Privates und Job vermischen sich immer mehr 
Mittwoch, 9. November 2016 - Studien
Die Entgrenzung von Arbeitszeit und Privatleben hinterlässt im Büroleben ihre Spuren. Wo es immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird, auch nach Feierabend für dienstliche Belange erreichbar zu sein, drehen viele Mitarbeiter längst den Spieß um und erledigen während der Arbeitszeit auch private Dinge. Einer Umfrage von Statista und YouGov zufolge gehören private Telefonate für 76 Prozent der Befragten zur gelegentlichen Routine am Arbeitsplatz. 59 Prozent surften bisweilen für private Belange, 28 Prozent nutzen Social Media und 24 Prozent machen Online-Shopping. 66 Prozent haben dabei kein schlechtes Gewissen, 28 Prozent indes gelegentlich. 77 Prozent der Befragten glauben, dass ihre Chefs die Dinge auch nicht anders handhaben.
Der Chef macht es doch auch! Manager Magazin 28.10.16

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Nicht mal die Hälfte der Führungsrkäfte genießt hohes Ansehen 
Dienstag, 8. November 2016 - Studien
Führungskraft zu sein, verbinden viele Menschen unterschwellig auch mit Prestige, doch zeigt eine neue Umfrage der Unternehmensberatung Willis Towers Watson, dass Chef zu sein nicht automatisch auch Anerkennung bedeutet. Für die „Global Workforce Study“ (GWS) wurden 31.000 Arbeitnehmer weltweit befragt. 45 Prozent der international Befragten gaben an, dass Führungskräfte in ihrem Unternehmen ein hohes Ansehen genießen. In Deutschland sieht es deutlich schlechter aus, denn hier finden dies nur 32 Prozent. Deutschen Führungskräften wird vor allem zugute gehalten, dass sie die harte Seite des Business voll im Griff haben - hier liegt die Bewertung der deutschen Chefs um 14 Prozentpunkte über dem weltweiten Durchschnitt. Was die Soft Skills angeht, werden die deutschen Bosse jedoch unterdurchschnittlich bewertet. Interesse für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter wird ihnen seltener abgenommen und auch mit ihrer Inspirationskraft ist es laut Studie nicht so weit her. Das wirkt sich auch auf das Engagement der Mitarbeiter aus. In Deutschland sind laut Erhebung 33 Prozent der Beschäftigten nachhaltig für das Unternehmen engagiert. 26 Prozent machen hingegen nur Dienst nach Vorschrift.
Was Mitarbeiter tatsächlich wollen, WiWo 28.10.16

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Meditation und CSR 
Montag, 7. November 2016 - Wissenschaft
Zum Thema Meditation wird gegenwärtig viel geforscht, vor allem allerdings in den Neurowissenschaften. Noch eher selten sind Arbeiten, die sich wissenschaftlich mit dem Thema in unternehmerischen Kontexten beschäftigen. Lukas Hanus hat nun eine Bachelor-Arbeit zu "Meditation als innovatives CSR-Thema - Eine kritische Auseinandersetzung zur Integration im Unternehmen" vorgelegt. Er betrachtet darin die Herausforderung, Meditation im Business und hier speziell im Bereich Corporate Social Responsibility zu bewerten, stellt Achtsamkeit in den Kontext von Human Resource und der Organisationskultur und geht auf Fragen des Wertemanagements und des Human Spirit in Unternehmen ein.
Bachelor-Arbeit auf researchgate

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Chefs sind verbundener mit dem Unternehmen als Mitarbeiter 
Freitag, 4. November 2016 - Studien
Wer im Unternehmen eine Führungsposition bekleidet, hat eine bessere Bindung an die Firma als herkömmliche Mitarbeiter, so die Erkenntnis einer Studie des Softwareunternehmens Oracle mit 1.200 Angestellten in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien. In Deutschland gaben 59 Prozent der leitenden Angestellten an, stolz zu sein, in ihrem Unternehmen zu arbeiten, unter den gewöhnlichen Mitarbeitern waren es lediglich 45 Prozent. Dieser Unterschied könnte auch daran liegen, dass die Mitarbeiter sich leicht abgehängt fühlen. Nur knapp die Hälfte der deutschen Mitarbeiter hat das Gefühl, dass ihre Chefs wirklich ansprechbar und greifbar für sie seien. Unter den Führungskräften hingegen bekunden 60 Prozent, einen guten Draht zum jeweiligen Vorgesetzten zu haben.
Vom Glück, Führungskraft zu sein, FAZ 28.10.16

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Jeder dritte Manager nimmt regelmäßig Schlafmittel 
Donnerstag, 3. November 2016 - Studien
Besondere berufliche Verantwortung scheint ein Schlafräuber zu sein, wie eine Befragung der Max-Grundig-Klinik zeigt. Für die Erhebung wurden 1.000 Führungskräfte befragt. Dabei zeigte sich: 33 Prozent der Manager nutzen Schlafmittel, um zur Ruhe zu kommen, 29 Prozent davon gelegentlich, vier Prozent regelmäßig. Die gute Nachricht: 96 Prozent derjenigen, die auf Schlafmittel zurückgreifen, meiden chemische Produkte und nutzen eher pflanzliche Therapeutika. 21 Prozent von ihnen gelegentlich, 11 Prozent häufig und fünf Prozent immer. Lediglich ein Prozent der Befragten nimmt immer chemische Präparate, ein weiteres Prozent nutzt sie häufig und zwei Prozent greifen gelegentlich dazu.
Jeder dritte Manager nutzt Schlafmittel, WiWo 27.10.16

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Je öfter man lügt, umso hemmungsloser wird man dabei 
Mittwoch, 2. November 2016 - Studien
Wissenschaftler des University College London haben in einem Versuch eine Art sich selbst verstärkenden Mechanismus des Lügens entdeckt. In dem Versuch hatten Probanden die Möglichkeit, sich durch gezieltes Lügen einen Vorteil zu schaffen. Bei den ersten Lügen beobachteten die Wissenschaftler in den durchgeführten Hirnscans, dass die Amygdala, gerne als Angstzentrum bezeichnet, deutliche Signale sendete. Je öfter die Probanden logen, umso geringer fiel diese Amygdala-Reaktion aus. Dadurch sinkt das individuelle Schuldempfinden - und der Weg für immer größere Lügen ebnet sich. Die Forscher geben allerdings zu bedenken, dass sich ihr Experiment nicht direkt auf das Alltagsleben übertragen lässt, da in sozialen Umgebungen im Vergleich zur Laborsituation auch soziale Kontrolle oder die Angst vor Bestrafung eine Rolle spielten.
Das Gehirn gewöhnt sich ans Lügen, spektrum.de 24.10.16

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Lernen zwischen Lust und Widerstand 
Dienstag, 1. November 2016 - Studien
Die gute Nachricht vorweg: Wie eine Studie der Vodafone Stiftung mit dem Titel "Gebrauchsanweisung fürs lebenslange Lernen" zeigt, wollen 98 Prozent der Befragten gerne Neues lernen. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen jedoch erhebliche Lücken. So fühlen sich nur acht Prozent am Arbeitsplatz in ihrem Lernwillen unterstützt. Das betriebliche Umfeld scheint alles andere als lernförderlich. So setzen sich nur 36 Prozent der Befragten überhaupt mit möglichen Angeboten auseinander. Nur 23 Prozent glauben, sie haben Durchhaltevermögen beim Lernen. Vielleicht liegt dies auch daran, dass der berufliche Kontext die allgemeine Wissbegier auf das, was im Job gebraucht wird, eindampft. So äußerten nur 43 Prozent der Befragten, dass sie lernen, weil das Lernen ihnen Freude bereitet. Für 47 Prozent ist es eher eine Notwendigkeit, um sich für neue Aufgaben im Job fit zu machen. Fast liest sich die Zusammenschau dieser Erkenntnisse, als ob die Wissbegier im Laufe des Arbeitslebens durch die Funktionalisierung im Kontext äußerer Notwendigkeiten erstickt. Spielerisches Entdecken und ein freies Entfalten von Fähigkeiten scheinen im Job wenig gefragt zu sein, entsprechen aber vielleicht viel eher der tieferen Sehnsucht, die aufscheint, wenn fast alle Befragten äußern, dass sie eigentlich gerne Neues lernen.
Gebrauchsanweisung für lebenslanges Lernen, Good Impact 18.10.16

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