In Bremen schläft es sich am besten 
Mittwoch, 7. Juni 2017 - Lebensart, Studien, Arbeit
Genügend Schlaf und noch dazu guter scheint in der 24/7-Gesellschaft immer mehr zur Mangelware zu werden. Vor allem Berufsgruppen mit hoher Beanspruchung klagen über Schlafdefizite. Es gibt jedoch auch positive Trends in einzelnen Bundesländern. So zeigt der Beurer Schlafatlas, für den 3.500 Bundesbürger befragt wurden: In Bremen schläft es sich am Besten - hier haben die Einwohner eine überdurchschnittliche Schlafqualität, Klagen über Schlafmangel sind durchschnittlich und der Schlafmittelgebrauch sogar unterdurchschnittlich. Die Baden-Württemberger bekunden zwar auch eine hohe Schlafqualität, doch sind hier auch die Klagen über Schlafmangel hoch und viele Einwohner nehmen Schlafmittel. Noch schlechter trifft es viele Bayern, die eine durchschnittliche Schlafqualität vermelden bei hohem Schlafmangel und Schlafmittelkonsum. Menschen in Führungspositionen schlafen pro Nacht im Schnitt 24 Minuten weniger als der Durchschnitt. Insgesamt klagen 42 Prozent der Gutverdienenden über Schlafmangel. Bei den Nicht-Berufstätigen ist es hingegen nur ein Viertel.
Je höher das Gehalt, desto schlechter der Schlaf, WiWo 23.5.17

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Aus Trägheit das Glück verpasst 
Dienstag, 6. Juni 2017 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Was macht uns wirklich glücklich? Die meisten Menschen haben durchaus eine Vorstellung davon, welches die Glücksbringer im Leben sind. Das entspannte Abhängen auf der Couch gehört eher nicht dazu. Dinge, die uns etwas Anstrengung abverlangen, hingegen schon. Eine amerikanische Studie mit 300 Probanden zeigt, dass vielen bewusst ist, dass es Aktivitäten sind, die uns herausfordern, Einsatz verlangen und kontinuierliches Engagement, die unsere Lebensfreude steigern. Die Untersuchungsteilnehmer sollten aus einer Liste mit 36 Aktivitäten, darunter Meditation, anderen Menschen zu helfen, im Internet surfen oder Nichtstun, diejenigen bewerten, die am ehesten glücklich machen. Dabei zeigte sich, dass in ihren Augen die eher passiven Beschäftigungen weniger Glücksmomente bescheren. Befragt, womit sie ihre Freizeit verbringen, gaben sie indes an, sich eher mit anstrengungslosen Zeitvertreiben zu beschäftigen. Die Forscher deuten die Ergebnisse so, dass viele einfach nicht den ersten Schritt hin zur glücklich machenden Aktivität schaffen und so letztlich ihr eigenes Glück schmälern.
Zu faul fürs Glück? Psychologie heute 19.5.17

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Angst vor der Zukunft 
Freitag, 2. Juni 2017 - Bewusstsein, Studien
Obwohl viele Deutsche ihre wirtschaftliche Lage als sehr zufriedenstellend betrachten, leben sie in Sorge vor der Zukunft. Für den Nationalen Wohlstandsindex wurden von 2012 bis 2017 rund 40.000 Menschen in Deutschland befragt. Nur 42 Prozent sagen mit Bestimmtheit, dass sie keine Angst vor der Zukunft haben. Und bei der Mehrheit geht es hier nicht um finanzielle Sorgen, sondern um gesellschaftliche und politische Fragen, denn fast die Hälfte fühlt sich als wohlhabend. 70 Prozent der Befragten ist vor allem ein sicheres Einkommen wichtig, zwei Dritteln ein gesicherter Arbeitsplatz. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass es der Bevölkerung nicht um Überfluss gehe, wohl aber um materielle, mentale und soziale Sicherheit, Fragen, die durch die Flüchtlingspolitik wie auch internationale politische Entwicklungen und die latente Terrorgefahr zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Keine Angst vor Armut, sondern vor Freiheitsverlust, Zeit online 23.5.17

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Junge Leute wollen Jobs mit Sicherheit 
Donnerstag, 1. Juni 2017 - Studien, Arbeit
Wer glaubt, junge Arbeitskräfte suchen vor allem nach Abenteuern und Herausforderungen, wenn sie ins Erwerbsleben einsteigen, irrt gehörig. Eine Umfrage des Personaldienstleisters univativ unter 1.023 Studenten aus ganz Deutschland zeigt, den Jungen geht die Sicherheit über alles. 58 Prozent der Studierenden haben ihr Fach gewählt, weil sie davon ausgehen, dass es die Eintrittskarte für einen sicheren Job und ein geregeltes Einkommen ist. 54 Prozent würden sich freuen, wenn sie einmal eine Verbeamtung erreichen (was jedoch statistisch gesehen nur für 8 Prozent auch der Fall sein wird). 67 Prozent der Befragten finden, ihr Studienfach entspricht ihren Talenten und die Inhalte interessieren sie persönlich. Bei 20 Prozent erfolgte die Wahl zudem im Hinblick darauf, dass sie nach ihrem Abschluss in der Welt etwas bewegen möchten.
Jeder zweite Student will Beamter werden, FAZ 17.5.17

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Wer viel verdient, macht viele Überstunden 
Mittwoch, 31. Mai 2017 - Studien, Arbeit
Mehr als die Hälfte aller Deutschen, 59 Prozent, macht regelmäßig Überstunden. Das geht aus dem Arbeitszeitmonitor 2017, einer Untersuchung der Vergütungsberatung Compensation Partner, für die mehr als 220.000 Vergütungsdaten des letzten Jahres analysiert wurden, hervor. Dabei gilt - wer mehr verdient, schuftet auch länger. Ab einem Jahresgehalt von 120.000 Euro kommt es pro Woche zu zehn Überstunden, während Menschen mit einem Einkommen von bis zu 30.000 Euro nur rund 2,1 Überstunden machen. Die Zahl der Überstunden steigt auch mit dem Alter. Bei unter 20-Jährigen fallen lediglich zwei Stunden pro Woche an, bei den 40-Jährigen sind es 3,4 Stunden und bei den über 59-Jährigen 3,6 Stunden.
So viele Überstunden machen deutsche Arbeitnehmer, Karrierespiegel 15.5.17

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Wer oben ist, will dort auch bleiben 
Dienstag, 30. Mai 2017 - Studien
Hierarchien haben eine Neigung, sich zu verfestigen, sobald eine nennenswerte Zahl von Menschen einen höheren sozialen Status erreicht hat. Diese Erkenntnis legte eine Studie aus Oslo nahe, in der Daten zu sozialer Ungleichheit aus 27 Ländern ausgewertet wurden. Auf Basis von Kennwerten der Vereinten Nationen und der Weltbank, darunter Pressefreiheit, das Risiko gewalttätiger Konflikte und Chancen auf Bildung und Gesundheit, setzten die Psychologen das Dominanzstreben der Bevölkerung in Beziehung zur sozialen Ungleichheit. Mehr als 40.000 Personen, die zum privilegierten Teil der Bevölkerung zählen, gaben darüber hinaus an, in welchem Ausmaß sie Aussagen teilten wie "Es ist wohl gut, dass manche Gruppen eine hohe Position innehaben und andere eine niedrige" - ein für Dominanzstreben typisches Statement. Dabei zeigte sich: Je größer das soziale Gefälle in einem Land ist, umso stärker die Neigung, die gute eigene Position durch solche Haltungen zu begründen - und an ihr festzuhalten. Diese Tendenz bestätigte sich auch im zweiten Teil der Studie, in der mehr als 4.600 Amerikaner aus 30 US-Bundesstaaten befragt wurden. Auch hier neigten Befragte aus Regionen, in denen die soziale Ungleichheit stärker ausgeprägt ist, zu solchen Begründungszusammenhängen.
Wie sich Hierarchien verfestigen, spektrum.de 10.5.17

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Studie zu Sensibilität und Wahrnehmung 
Montag, 29. Mai 2017 - Wissenschaft
Haben manche Menschen eine überdurchschnittlich feine Wahrnehmung? In der Forschung zeigt sich, dass Menschen sich darin unterscheiden, wie viele und wie detailreiche Sinneseindrücke sie aufnehmen und verarbeiten können. Eine Studie des Universitätsklinikums Freiburg versucht nun herauszufinden, welche Zusammenhänge zwischen dieser visuellen Aufmerksamkeit und der Sensibilität bestehen. Die Erhebung gliedert sich in die Beantwortung eines Fragebogens und das Lösen einer Aufmerksamkeitsaufgabe. Unter allen Teilnehmern der Studie werden als Dank für die Mitwirkung mehrere Büchergutscheine verlost. Details zum Aufbau des Forschungsprojekts und wie Sie sich beteiligen können, finden Sie hier:
http://sensibilitaet-studie.simplesite.com

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Beim Pokern sich selbst erkennen 
Freitag, 26. Mai 2017 - Psychologie, Management
Vielen Top-Managern wird gerne nachgesagt, dass es um ihre Sensibilität für ihre Mitmenschen und ihr Gespür für ihr eigenes Verhalten nicht zum besten bestellt ist. Der Coach und leidenschaftliche Poker-Spieler Stephan Kahlhamer findet, dass die Chefs gerade beim Pokerspiel ihre Selbsterkenntnis verbessern könnten, um so auch im Business zu einem angemessenen Verhalten zu finden. "Beim Pokern ist man ständig in einer Extremsituation, die dazu führt, dass der Charakter sich sehr deutlich zeigt. Ungeduldige werden noch rastloser, Ängstliche noch defensiver, dominante Menschen besonders pushy. Diese Typisierungen sind ein wichtiges Thema in meinen Workshops für Manager. Wenn ich etwas über das Spielerprofil sage, fühlen sich die Leute nicht als Person angegriffen und wir können offen darüber reden", so der Coach. Für ihn ist dabei die moralische Dimension, die sich öffnet, wesentlich: "Spitzenspieler haben meist extrem hohe moralische Werte. Auch mir hat Poker moralisch viel gebracht. Denn beim Pokern hat man viel Zeit - man beobachtet, trifft alle zwei Minuten Entscheidungen, beobachtet wieder. Am Tisch entwickelt man daraus dann böse Manöver. Das heißt aber auch: Ich kenne das Negativ so gut, dass ich es im zivilen Leben leicht in etwas Positives umwandeln kann. Poker lehrt Verantwortung und vor allem einen Mix aus Mut und Demut, aus Aggressivität und Zurückhaltung, großen und kleinen Einsätzen, Aktivität und Passivität. Es gibt immer ein Zuviel und ein Zuwenig. Wer das verinnerlicht, kann frei, aber verantwortungsbewusst entscheiden. Die meisten Leute gehen aber einen Weg, den sie einmal gefunden haben, und gehen ihn immer wieder. Sie beschränken sich selbst." Warum also nicht einmal bei einer Runde Kartenspiel dem eigenen Selbst ein bisschen näher kommen?
"Poker lehrt Mut und Demut", Karrierespiegel 15.5.17

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