Abwechslung hält das Gehirn fit 
Mittwoch, 18. Januar 2012 - Wissenschaft
Die taz erörtert in einem Beitrag neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Neuroplastizität des Gehirns. Im Hinblick auf die steigende Lebensarbeitszeit stellt sich für die Arbeitswelt von morgen die Frage, wie auch ältere Arbeitnehmer möglichst lange ihre geistige Fitness bewahren können. Die Arbeits- und Hirnforschung zeigt dabei: Vor allem abwechslungsreiche Tätigkeiten stimulieren das Gehirn und sorgen dafür, dass der kognitive Abbau im Alter sich verlangsamt. So zeigt sich bei Arbeitnehmern, die langfristig eher gleichförmige Arbeiten verrichten, dass ihre Reaktionsfähigkeiten mit zunehmendem Alter zurückgehen. Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse sei die "sozialpolitische Frage der Arbeitsbedingungen" noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern werde eher als Privatsache angesehen, bemängelt die taz. Regelmäßiger Sport, das Spielen eines Instruments oder Freizeitbeschäftigungen, die das Gehirn stimulieren, werden gerne als Wege propagiert, den eigenen Geist geschmeidig zu halten.
Tolle Ideen auch noch mit 50, taz 6.1.12

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Führung für mehr Partizipation 
Dienstag, 17. Januar 2012 - Management
Auf dem Online-Portal Berufebilder.de erklärt die Fachautorin Katharina Daniels, wie Unternehmen mit neuen Führungsstrukturen gezielt bessere Möglichkeiten der Partizipation gestalten können. Sie bezieht sich dabei auf das aus den USA stammende integrale Modell "Holacracy". Es bricht die gesamte Unternehmensorganisation herunter auf miteinander vernetzte Arbeitskreise, die alle Hierarchiestufen durchlaufen. Diese Vernetzung führt dazu, dass einerseits alle operativen Einheiten eines Unternehmens in sich effizient ihre Aufgaben erfüllen können und darüber hinaus der Informationsfluss über die Hierarchiestufen hinweg institutionalisiert wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Holacracy-Modells: Es arbeitet auf Basis des Konsent-Prinzips, das - im Gegensatz zum Modell des Konsenses - immer danach trachtet, die beste Lösung für den Moment, für den nächsten anstehenden Schritt zu finden. Da hier nicht nach der optimalen Lösung für alle Zeiten gesucht wird, werden Entscheidungsprozesse schneller und flexibler, denn das System ist darauf angelegt, einmal gefasste Beschlüsse sofort zu verändern, wenn neue Informationen vorliegen. Den Paradigmenwechsel, der damit für die Führungskultur verbunden ist, beschreibt Daniels wie folgt: "Die Führungskräfte sind hier nicht mehr diejenigen, die von oben bestimmen wie ein General sondern sie helfen dabei, die unaufhörlichen Prozesse in den Arbeitskreisen zu hegen und zu pflegen – wie ein Gärtner."
"Manager müssen vom General zum Gärtner werden", berufebilder.de 19.12.11

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Neue Bewusstseinskultur in einer aus den Fugen geratenen Welt 
Montag, 16. Januar 2012 - Veranstaltungen
Am 16./17. November 2012 findet in Berlin im Atrium der Deutschen Bank zum zweiten Mal der Kongress Meditation & Wissenschaft statt, veranstaltet von der Oberberg Stiftung, Berlin, und der Identity Foundation, Düsseldorf. Renommierte Wissenschaftler, darunter der Neuroforscher Gerald Hüther und der amerikanische Hirnforscher Richard Davidson, beleuchten in wissenschaftlichen Fachbeiträgen die Bedeutung und Wirkung, die Meditation bei der Entwicklung einer neuen Bewusstseinskultur zukommt. Dabei werden vor allem die Felder Bildungswesen und Arbeitswelt betrachtet. Neben Grundlagenbeiträgen zur wissenschaftlichen Forschung sollen Projektvorstellungen illustrieren, welche positiven Entwicklungen Meditationsprogramme in Schulen und Universitäten entfalten können und wie die Praxis der Achtsamkeit sich in Unternehmen, beispielsweise im Rahmen von Führungskräfteprogrammen, nutzbringend umsetzen lässt. „Meiner Erfahrung nach können meditative Verfahren mich in meiner eigenen Mitte verankern und schaffen damit eine Stabilität durch Flexibilität. Ein scheinbarer Widerspruch, doch so entsteht Resilienz und damit die beste Prophylaxe“, so Edda Gottschaldt, Gründerin der Oberberg Stiftung und Fachärztin für Psychosomatische Medizin, die in den Oberbergkliniken seit Jahren Meditation in die Therapieprogramme integriert. Der Kongress propagiert Meditation dabei nicht als Allheilmittel, weshalb auch die Frage nach Risiken und Nebenwirkungen erörtert werden soll, u.a. im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die der Fernsehjournalist Gert Scobel moderieren wird.
Kongress-Webseite

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Zufriedenheit wichtiger als Kohle 
Freitag, 13. Januar 2012 - Studien
Die Krankenkasse Barmer GEK und die Bertelsmann Stiftung haben in einer Umfrage unter 1.800 Teilnehmern eruiert, was für die Deutschen die wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit im Beruf sind. Spitzenreiter ist mit 72 Prozent ein gutes Betriebsklima, gefolgt von einer leistungsgerechten Bezahlung (35 Prozent) und einem sicheren Arbeitsplatz (11 Prozent). Die Vereinbarkeit von Job und Familie ist nur für 8 Prozent wichtig, der Gesundheitsschutz gar nur für 6 Prozent. Was die Gerechtigkeit der Entlohnung angeht, stimmen nur zwei von fünf Befragten der Einschätzung zu, dass Leistung sich lohne.
Gute Stimmung im Büro ist wichtiger als Geld, Zeit online 4.1.12

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Deutsche Arbeitnehmer sind Fels in der Brandung 
Donnerstag, 12. Januar 2012 - Studien
Deutsche Arbeitnehmer sind treue Seelen - oder schlicht ängstlich? Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt: Knapp zwei Drittel der 978 befragten Angestellten haben in ihrem bisherigen Arbeitsleben höchstens zwei Mal den Job gewechselt, jeder fünfte arbeitet sogar immer noch beim ersten Unternehmen. Eine höhere Wechselwilligkeit (oder auch der Zwang dazu?) zeigt sich hingegen in den neuen Bundesländern und in Berlin. 2012 erhoffen sich 12 Prozent der Befragten interessantere Aufgaben und 9 Prozent ein höheres Gehalt. ) Prozent wollen öfter mal nein sagen, wenn es um zusätzliche Aufgaben geht.
Deutsche wollen ihrem Arbeitgeber treu bleiben, FTD 1.1.12

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Change: Einfach und doch oft daneben 
Mittwoch, 11. Januar 2012 - Studien
Veränderungsmanagement braucht Einfühlungsvermögen - und genau das scheint in den meisten Firmen zu fehlen. So kommt etwa die Beratungsgesellschaft Mutaree zu dem Schluss, dass die Hälfte der Mitarbeiter in deutschen Firmen die Change-Kommunikation ihrer Vorgesetzten als nicht zielgruppengerecht, unverständlich und "in vielen Bereichen weder offen noch ehrlich" erlebe. 70 Prozent der Befragten trauen den Führungskräften nicht zu, ein attraktives Zukunftsbild zu vermitteln. Und nur 29 Prozent glauben, dass die Führungskraft, der sie unterstellt sind, sie für ein Veränderungsvorhaben begeistern kann.
Höchste Zeit für den Wandel, HB 25.12.11


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Nicht mehr den Kürzeren ziehen 
Dienstag, 10. Januar 2012 - Arbeit
Sabine Asgodom weiß, wie Karrieren entstehen - und auch, warum viele Frauen ihre mögliche Karriere sabotieren. Deutschlands wohl bekannteste Selbstvermarktungsexpertin analysiert gerne mit gutem Blick für die Details, warum Frauen in einer von Männern dominierten Arbeitswelt meist den Kürzeren ziehen. Sich selbst und das eigene Können in Szene setzen? Beziehungen nutzen, um einen Schritt weiter zu kommen? Neue Aufgaben übernehmen, obwohl man sich nicht sicher ist, ihnen gewachsen zu sein? Was für Männer eine Selbstverständlichkeit ist - und zu den Basics des Karriere-machens gehört - lässt die meisten Frauen in Deckung gehen. "Für Frauen ist das 'iih-bäh'. Sie finden das berechnend und verwerflich. Sie müssen lernen, strategisch zu denken. Und dafür müssen sie nicht selbst zum Mann werden", weiß Asgodom aus ihrer langjährigen Beratungspraxis. Deshalb rät sie den Frauen, einfach von den Männern zu lernen, ohne sich dabei selbst zu verleugnen. Sie empfiehlt ihnen, zwischen ihrer Rolle und den damit verbundenen Anforderungen und ihrer Person zu unterscheiden und meint markig: "Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst." Andererseits weiß sie auch, dass in den noch üblichen Unternehmensstrukturen die meisten Frauen fast zwangsläufig gegen den Strom schwimmen müssen. Deshalb fordert sie auch ein neues Führungsdesign, damit nicht nur Frauen sich an die Spielregeln anpassen, sondern sich die Regeln auch ändern. Die Quote könne dafür eine Initialzündung sein, denn: "Die Verhinderungskräfte sind zu stark."
"Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst", Spiegel online 30.12.11

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Arbeitnehmer als Ressource pflegen 
Montag, 9. Januar 2012 - Arbeit
Immer mehr Unternehmen beginnen zu verstehen, dass sie ihre Angestellten als Ressource auch pflegen müssen. So berichtet das Handelsblatt in einem umfassenden Beitrag über verschiedene Firmenprogramme, die den Mitarbeitern mehr Zeitsouveränität verschaffen sollen. Beim Maschinenbauer Trumpf etwa können können die Arbeitnehmer sich ihre Arbeitszeiten inzwischen selbst aussuchen. Bosch testet mit 100 Führungskräften, welche Wirkungen es hat, wenn ein Teil der Wochenarbeitszeit nicht im Büro, sondern an anderen Orten geleistet wird. Obwohl bereits rund 80 Prozent der vom Institut der Deutschen Wirtschaft befragten 1.300 Unternehmen das Thema Familienfreundlichkeit auf ihrer Agenda sehr weit oben angesiedelt haben, sind Beispiele wie diese immer noch eher die Ausnahme, denn laut Statistischem Bundesamt arbeiten 58,1 Prozent aller Beschäftigten nach wie vor mit starren Arbeitszeiten. Wie sehr sich ein Investment in diesem Bereich lohnen kann, zeigt die Commerzbank, die eine Kindertagesstätte betreibt, in der 90 Kinder betreut werden. Das kostet die Bank jedes Jahr 571.000 Euro. Doch weil die Eltern nach der Geburt früher an den Arbeitsplatz zurückkehren und dann mehr arbeiten können, spart das Unternehmen gleichzeitig 702.000 Euro. Unter dem Strich bleibt ein Plus von 131.000 Euro - rund 23 Prozent. Dass Mitarbeiter nicht unbedingt kürzer treten wollen, wenn sie die Wahl haben, zeigt sich beim Maschinenbauer Trumpf. Dort haben 600 der 3.000 Mitarbeiter inzwischen ihre Arbeitszeiten verändert - 80 Prozent arbeiten nun freiwillig mehr. Stellt sich allerdings die Frage, welche längerfristigen Folgen dies beispielsweise für das Gesundheitsmanagement hat.

Arbeitszeit ist Lebenszeit, HB 18.12.11

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