Weniger auspowern im Job 
Dienstag, 19. Januar 2016 - Studien
Eine Umfrage des Versicherungs-Start-Ups Community Life unter rund 1.100 Personen zeigt: Die Deutschen wollen 2016 bei der Arbeit einen Gang zurückschalten. Flexiblere Arbeitszeiten, weniger Überstunden und ein besseres Abschalten in der Freizeit sind ihnen besonders wichtig. 31 Prozent der Befragten würden sich in diesem Jahr gerne eine längere Auszeit gönnen. Jeweils 29 Prozent liebäugeln damit, auf eine Vier-Tage-Woche umzusteigen oder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Im Hinblick auf die Work-Life-Balance stellen viele den Arbeitgebern ein eher schlechtes Zeugnis aus - 38 Prozent finden, hier werde noch nicht genug getan.
Deutsche wollen Vier-Tage-Woche oder Sabbatical, WiWo 5.1.16

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Neue Ausgabe von "evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur" 
Montag, 18. Januar 2016 - Medien
Am Donnerstag ist es wieder so weit - dann erscheint die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur. Dieses Mal haben wir uns des Themas Intimität angenommen. Oft denken wir dabei zunächst vor allem an Liebesbeziehungen oder Sexualität, an das, was uns ganz persönlich mit uns nahestehenden Menschen verbindet. Fragen wir uns indes auch, wie nah wir dem Leben selbst sind und kommen können, eröffnet sich ein ganzer Kosmos möglicher Verbundenheiten. Die Mystikerin Cynthia Bourgeault spricht im Interview vom „Sakrament der Verletzlichkeit“, das uns mit der Lebendigkeit in und um uns in Kontakt bringt. In dieser Offenheit vermag, so Jelle van der Meulen in seinem Artikel, eine „Kultur des Herzens“ zu entstehen. Es eröffnen sich uns Bezüge, die, so die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt, zu einer Erfahrung der Wirklichkeit führen können, in der wir uns in unserem Nicht-Getrenntsein von der Welt erleben. Viele der Magazin-Beiträge stellen bewusst neue Blickwinkel auf unser In-der-Welt-Sein her und werfen die Frage auf, wie nah wir unserer eigenen Lebendigkeit und dem Leben selbst sind. In meinem eigenen Artikel betrachte ich beispielsweise das Phänomen, dass heute viele Menschen vor allem in ihrem Arbeitsumfeld nach authentischen Bezügen zum Leben suchen. Ein Unterfangen, das häufig fehlschlägt, weil die in der Arbeitswelt zentralen funktionalistischen Rahmenbedingungen dieser Entfaltung geradezu diametral entgegenzustehen scheinen. Auch die in der Postmoderne populär gewordenen Fluchten in Gegenwelten, sei es in Form antikapitalistischer Attitüden oder privater Wellness, helfen kaum weiter, verleugnen sie doch große Teile der gegenwärtigen Realität. Vielleicht gibt es aber auch einen dritten Weg, der uns der Welt und uns selbst gleichermaßen näherkommen lässt, eine Annäherung im Bewusstsein, die eigentlich nur voraussetzt, dass wir versuchen, Atemzug für Atemzug einfach einmal wirklich hier zu sein. Mehr dazu ab Donnerstag im Magazin! Am Donnerstag Abend werde ich gemeinsam mit Dr. Thomas Steininger von 20 bis 21 Uhr auch eine Sendung von radio evolve zum Thema machen - kann online live hören oder später aus dem Archiv runterladen.

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Gefühle beeinflussen die Kreativität 
Freitag, 15. Januar 2016 - Studien
Im Zustand der Kreativität, dies zeigen die Neurowissenschaften, nimmt die Aktivität in den Hirnarealen, die für Kontrolle zuständig sind, deutlich ab. Kommen allerdings Emotionen ins Spiel, verändert sich die Reaktion im Gehirn deutlich. Forscher der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore haben untersucht, was in den Gehirnen von Jazz-Musikern vor sich geht, wenn diese zum Foto einer glücklichen oder einer traurig dreinblickenden Frau improvisieren. Dabei zeigte sich: Die Kontrollaktivitäten im Gehirn gingen vor allem bei den Musikern, die fröhlich improvisierten, zurück. Bei denen, die zum traurigen Bild spielten, wurde indes vor allem das Belohnungssystem aktiviert und die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum im Gehirn sogar verstärkt.
Kreative Köpfe arbeiten gefühlsabhängig, spektrum.de 4.1.16

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Denken contra Technik 
Donnerstag, 14. Januar 2016 - Arbeit
In einem Interview mit der Zeit äußert sich der Informatiker Arno Rolf besorgt darüber, wie stark inzwischen die Technologiegläubigkeit ein Denken in größeren Kontexten erschwert. In Informatik-Studiengängen sei der Schwerpunkt "Informatik und Gesellschaft", der sich unter anderem mit den Wechselwirkungen von Technikentwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen beschäftige, so gut wie nicht mehr existent. Die "unfassbar gebrauchstauglichen Dienste", die heute von Technologiegiganten entwickelt werden, führen laut Rolf indirekt dazu, dass es uns immer mehr an kritischer Distanz zu diesen Entwicklungen und ihren möglichen Folgen fehlt: "In den Anfängen des Internets war es der Traum vieler Computerfreaks, ein freies, dezentrales Internet aufzubauen. Aus diesem Traum haben sich heute gigantische Spinnennetze entwickelt. Google, Amazon und Co. stehen dafür exemplarisch. In Spinnennetzen geht die Macht von einem Zentrum aus, mit dem Ziel des Beutemachens, der Einverleibung und der Dominanz. Spinnennetze zu weben und Wettbewerb auszuschalten ist zum Referenzmodell der digitalen Transformation geworden." Dem setzt Rolf entgegen: "Die jungen Leute sollten lernen, dass die Digitalisierung keine Frage allein der Technik und Programmierung ist, sondern auch ökonomische und gesellschaftliche Folgen hat. Und man kann mit Technik die Gesellschaft so oder so gestalten."
Erst denken, dann klicken, Zeit online 31.12.15

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Kulturelle Intelligenz im Business bewahren 
Mittwoch, 13. Januar 2016 - Arbeit
In einem Interview mit der FAZ wirft der Soziologe Andreas Boes einen Blick auf die immer mehr um sich greifende Silicon-Valley-Arbeitskultur und plädiert dafür, sich wieder stärker der kulturellen Intelligenz Europas bewusst zu werden. Boes beschreibt, wie stark sich der einst relaxte Habitus in der Bay Area sich in den letzten Jahren verändert und vor allem beschleunigt hat. Das Herausfordernde daran: "Man hat dort einen Modus gefunden, extrem schnell und viel zu arbeiten und gleichzeitig extrem motiviert zu sein. Diese Arbeit hat nämlich auch gesundheitsförderliche Potentiale. Die Menschen erkennen einen Sinn in ihrer Aufgabe, sie können etwas gestalten und bewirken. Dieses Sich-größer-Denken prägt das Selbstbewusstsein und lässt die Menschen mit dem Stress besser umgehen." Dem hält Boes entgegen: "Ich glaube, dass dieses System nur dort funktioniert. Wir müssen in Europa auch aufpassen, dass wir uns mit unserer kulturellen Intelligenz nicht in die altmodische Ecke stellen lassen. Eine Gesellschaft muss Sicherheit bieten, damit Menschen ihr Leben planen können. Dieses Wissen haben wir uns in einer langen geistesgeschichtlichen Tradition entwickelt und seit den 1950er Jahren verallgemeinert. Denn eine Ökonomie, die diese Sicherheit untergräbt, ruft irgendwann auch Gegenreaktionen hervor."
"Im Silicon Valley ist niemand ausgeschlafen", FAZ 22.12.15

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Übergriffige Businesssekten 
Dienstag, 12. Januar 2016 - Management
In einem Interview mit der Welt kritisiert der Management-Guru Reinhard Sprenger, dass Mitarbeiter in Unternehmen immer mehr zu Marionetten werden. Vor dem Hintergrund der jüngsten Unternehmensskandale betrachtet er eine wahrnehmbare zunehmende Vereinnahmung der Mitarbeiter mit Sorge: "Man versteht das moderne Unternehmen in moralphilosophischer Hinsicht nur, wenn man seine institutionelle Distanzlosigkeit begreift. Wenn man sieht, wie Unternehmen die Menschen vereinnahmen, überwachen und bevormunden. Viele Institutionen klingen dabei vernünftig, fast menschenfreundlich. Denken Sie z. B. an Mitarbeiterbefragungen, Ethikseminare oder die Gesundheitsförderung. Aber in ihren Konsequenzen sind sie übergriffig, sie infantilisieren, therapeutisieren. Oft denke ich an 'betreutes Arbeiten'. Jedenfalls sind in den letzten Jahrzehnten mehr Distanzen und Freiräume verschüttet worden, als sich mit menschlichem Anstand vereinbaren lässt. Vor allem in Silicon-Valley-Firmen gehe es längst um eine "Totalinklusion" der Beschäftigten. "Es sind Businesssekten. Sie wollen den ganzen Menschen, sie wollen Hand, Hirn und Herz. Und das 24/7, ohne Trennung von Privat- und Berufsleben. Darunter wird man eindimensional, ist umgeben von ähnlichen Menschen, die die eigene Wirklichkeitskonstruktion bestätigen. Außerdem verkümmern unsere selbsthelferischen Kräfte bei so viel Fürsorge, die Überzeugung unserer Selbstwirksamkeit. Und das spiegelt durchaus gesamtgesellschaftliche Tendenzen. Wir sind gerade dabei, unsere Freiheit einem Optimierungstraum zu opfern, aus dem wir vielleicht nicht mehr erwachen werden", so Sprenger. Der Management-Vordenker plädiert dafür, Begriffe wie "Erwachsensein" wieder ernst zu nehmen und Eigenverantwortung zu fördern. Dies setze voraus, dass Schulen weniger "neugierfeindlich" seien und sich nicht darauf beschränken, Humankapital zu produzieren.
Wir sind alles Marionetten des Managerschnickschnacks, Welt 19.12.15

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Yoga im Masterstudium 
Montag, 11. Januar 2016 - Arbeit
Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) hat einen Vorstoß in Sachen akademischer Yoga-Ausbildung angekündigt. Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe wurde ein Masterstudiengang entwickelt, der Studierende dazu befähigen soll, Yoga als ganzheitlichen Weg der Gesundheitsförderung zu vermitteln. Der Studiengang "Körperbildung,
Stressbewältigung und Entspannung" richtet sich an Menschen mit unterschiedlicher Bildungs- und Berufserfahrung und soll berufsbegleitend stattfinden. Für die Konzeption des Yoga-Moduls in der Ausbildung zeichnet der BDY verantwortlich.
Pressemitteilung des BDY

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Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 
Montag, 21. Dezember 2015 - sonstiges
think.work.different macht Ferien. Wir wünschen allen LeserInnen besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 11. Januar sind wir wieder mit frischen News für Sie da!

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