Mittelstand hat CSR auf dem Radar 
Freitag, 15. Februar 2008 - Studien
Eine CSR-Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young zeigt: Der Mittelstand hat das Thema unternehmerische Verantwortung längst auf dem Radar. So halten nur sieben Prozent der 500 befragten mittelständischen Unternehmen CSR für unwichtig bzw. vollkommen unwichtig. 22 Prozent betrachten das Thema dagegen als sehr wichtig, 43 Prozent als wichtig. 42 Prozent der befragten Firmen gehen davon aus, dass sie einen hohen oder sogar sehr hohen Beitrag zu einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft leisten können. Ihre besondere Verpflichtung sehen die Befragten vor allem gegenüber den Kunden (87 Prozent), gegenüber den Mitarbeitern (85 Prozent) und schließlich den Lieferanten (44 Prozent). Die Banken dagegen erscheinen nur mit 24 Prozent. Bei der Mitarbeiterförderung, die über die gesetzlich bestimmten Rahmenbedingungen hinaus gehen, setzen die Firmen vor allem auf Weiterbildung (87 Prozent), Ausbildungsmaßnahmen (80 Prozent) und Sozialleistungen (75 Prozent). Beim ökologischen Engagement stehen Recycling (77 Prozent), Energieeffizienz (74 Prozent) und Zertifizierung (56 Prozent) an vorderster Stelle.
Studie Verantwortung und Entrepreneurship


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Nachhaltigkeit ist gut für die Performance 
Donnerstag, 14. Februar 2008 - Studien
Eine Studie der WHU Otto Beisheim School of Management aus Vallendar am Rhein zeigt: Unternehmen, die sich sehr um Nachhaltigkeit bemühen, zählen zu den High-Performern. Die Hochschule untersuchte 200 Großunternehmen und befragte die Führungskräfte zu den sieben Kriterien Emissionsvermeidung, umweltfreundliche Produktionstechnik, umweltbewusster Einsatz von Rohstoffen und Vorprodukten, Arbeitssicherheit, Förderung der Mitarbeiter, Unterstützung von Gemeinden am Standort und verantwortliches Lieferantenmanagement. Das Drittel der Unternehmen mit den höchsten Umsatzrenditen wie in der Studie auch das höchste Engagement in allen genannten Nachhaltigkeitsgebieten auf.
"Öko macht sich bezahlt", HB 5.2.2008


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Emotionen halten Beziehungen zusammen - auch im Business 
Mittwoch, 13. Februar 2008 - Arbeit
Der Harvard Business Manager bringt in seiner Februar-Ausgabe ein Interview mit dem angesehenen US-Paarpsychologen John M. Gottman über das "Geheimnis erfolgreicher Beziehungen". Einige von Gottmans aus der Paarpsychologie gewonnene Erkenntnisse lassen sich dabei auch hervorragend auf die Arbeitswelt übertragen. "Wir brauchen Humor, Zuneigung, Spieltrieb, Albernheit, Forschungsdran, Abenteuer ...", sagt der Psychologe und rät beispielsweise im Arbeitsumfeld dazu, mit Kollegen oder Vorgesetzten auch auf der mitmenschlichen Ebene Kontakt herzustellen. "Wenn die Beschäftigten eines Unternehmens nicht auch die mitmenschliche Ebene sehen, wird kein soziales Gefüge entstehen", so Gottman. Kontraproduktiv dagegen seien "Kritik, ständige Abwehrhaltung, Ausweichtaktiken und Geringschätzung", in den Augen des Psychologen alles sichere Vorboten für eine Trennung oder eine anhaltende Misere.
"Das Geheimnis erfolgreicher Beziehungen", Harvard Business Manager 8.2.2008


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Manager sollten zweifeln dürfen 
Dienstag, 12. Februar 2008 - Management
Auch Top-Manager haben nicht auf jede Herausforderung des Tagesgeschäfts sofort eine Antwort parat, und genau dieses allzu menschliche Nicht-alles-wissen-können sollten sie als völlig legitim akzeptieren, so das Fazit eines Impulstages des Kongresses Christlicher Führungskräfte, der kürzlich in Düsseldorf stattfand. Es gebe im Führungsalltag oft verzwickte Situationen, die sich weder mit einfachen Weisheiten noch mit dem Rückgriff auf christliche Werte unmittelbar lösen ließen, so Michael J. Inacker, stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche. Der Blick in die Bibel zeige, dass selbst die biblischen Personen mit "Führungsverantwortung" immer auch dem Zweifel und der Angst Raum gaben, lautete ein Hinweis von Pfarrer Matthias Schreiber. Schreiber riet dazu, Führungsaufgaben in der Verantwortung vor Gott zu erfüllen: "Christen führen als Geführte, sonst verführen sie." Inacker wiederum sieht einen fairen und offenen Umgang mit Mitarbeitern als wichtiges Kennzeichen eines christlich geprägten Führungsstils.
"Einfach gestrickte Managementweisheiten helfen oft nicht weiter", CIW 29.1.2008


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Erfolge von Meditation lassen sich messen 
Montag, 11. Februar 2008 - Wissenschaft
Die Wochenzeitung Die Zeit zeigt in einem Bericht über den Wissenschaftler Ulrich Ott, wie regelmäßige Meditation das Gehirn beeinflusst und dadurch dessen Architektur verändert. Der Mitarbeiter des Bender Institute of Neuroimaging an der Universität Gießen erforscht dort seit sieben Jahren die Wirkung von Meditation auf das Gehirn. Die Fokussierung des Bewusstseins beim Meditieren, die Konzentration auf den Moment ist laut der Zeit "Bodybuilding fürs Gehirn", denn auf diese Weise entstehen in den Hirnarealen für Aufmerksamkeit und Sinnesverarbeitung mehr neuronale Verschaltungen. Mehr als 20 wissenschaftliche Studien mit insgesamt 1.600 Patienten zeigen bereits, dass Meditation bei Stressleiden und Depressionen hilft, positive Effekte auf das Immunsystem hat und auch bei chronischen Schmerzen helfen kann. Otts Arbeit ist dabei alles andere als mystisch, denn der Wissenschaftler misst im Kernspintomograf, was sich im Gehirn abspielt. Messungen bei buddhistischen Mönchen zeigten bereits, dass bei langjährig Meditierenden die Gammawellen, die ein Indiz für kognitive Höchstleistungen sind, besonders ausgeprägt sind.
"Kernspin im Nirwana", Die Zeit 31.1.2008


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Bio-Boom auch in den Vereinigten Staaten 
Freitag, 8. Februar 2008 - sonstiges
Eine Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Iri zeigt, dass die Vereinigten Staaten inzwischen auch vom Bio-Boom ergriffen sind. Die Befragung von 22.000 US-Konsumenten bringt zutage, dass fast die Hälfte der Verbraucher beim Kauf einer Marke auf Kriterien der Nachhaltigkeit achtet. Zu diesen zählen eine biologische Herstellung von Produkten, eine umweltschonende Verpackung, umweltschonendes Produkt und ob der Hersteller fair mit Angestellten und Lieferanten umgeht. 20 Prozent der Befragten sehen sogar in all diesen Kriterien eine relevante Entscheidungsgröße. Die Konsumgüterhersteller reagieren auf diese Anforderungen bereits. So haben laut Iri 85 Prozent der führenden US-Konsumgüterhersteller ein Nachhaltigkeitsprogramm.
"Amerikaner stehen auf Bio", HB 15.1.2008


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Hess Natur erhält Public Eye Positive Award 
Donnerstag, 7. Februar 2008 - Success Stories
Im Rahmen einer Begleitveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos vergaben die Erklärung von Bern und Pro Natura den Public Eye Award. Neben so genannten “Anti-Oscars” für Unternehmen, denen unethisches Verhalten vorgeworfen wird, zeichnen die Veranstalter auch Unternehmen aus, die ihrer Verantwortung gerecht werden. In diesem Jahr ging der “Public Eye Positive Award” an den Bekleidungshersteller Hess Natur. Das Unternehmen wurde für seine Zusammenarbeit mit der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas ausgezeichnet. Mit diesem Engagement fördert Hess Natur den kontrolliert biologischen Anbau von Baumwolle im westafrikanischen Burkina Faso. Die Projektarbeit umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und unterstützt neben der wirtschaftlichen Entwicklung der Bevölkerung auch Gesundheits- und Ausbildungsprojekte, darunter auch eine Alphabetisierungskampagne. Die Bio-Baumwolle, aus der später Hess Natur-Textilien entstehen, wird auf über 2000 Hektar Land in verschiedenen Anbaugebieten angepflanzt. Knapp 400 Tonnen der wertvollen Naturfasern konnten im letzten Jahr von mehr als 2000 beteiligten Bäuerinnen und Bauern bereits geerntet werden. Jeder Bauer darf bis zu 50 Prozent seiner Felder mit Bio-Baumwolle bestellen, auf dem restlichen Ackerboden werden Obst, Gemüse, Erdnüsse und Ähnliches angebaut. Auf die Art und Weise haben die Familien im Fall einer schlechten Baumwollernte ein zweites Standbein, das ihre Existenz sichert. Das Saatgut wird vorfinanziert, die Kosten für die notwendige Zertifizierung der Baumwolle übernommen. Neben dem Bio-Anbau stellt der faire Handel ein wichtiges Element des Projektes dar. So erhalten die Baumwoll-Erzeuger ergänzend zu der Bio-Prämie von Hess Natur auch einen Fair Trade-Zuschlag. Zusammengenommen erzielen sie somit einen Baumwollpreis, der 40 Prozent über dem westafrikanischen Basispreis für konventionelle Baumwolle liegt. Projekte wie dieses tragen dazu bei, dass Hess Natur 100 Prozent seines Sortiments aus reiner Baumwolle mit Rohstoffen aus biologischem Anbau produzieren kann.
Meldung auf CSR-News


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Arbeitsweltmonitor: Krankheit untergräbt Produktivität 
Mittwoch, 6. Februar 2008 - Studien
Unternehmen wiegen sich in falscher Sicherheit, wenn sie glauben, dass ihre Mitarbeiter besonders gesund sind, nur weil die krankheitsbedingten Fehlzeiten seit Jahren rückläufig sind. Die verdeckte Krankheitsrate, die entsteht, weil immer mehr Mitarbeiter auch krank zur Arbeit gehen, führt nämlich zu deutlichen Produktivitätseinbußen. Der Arbeitsweltmonitor der Universität des Saarlandes zeigt, dass 83 Prozent der Mitarbeiter, die auch krank zur Arbeit gehen, dies aus Pflichtgefühl tun. 72 Prozent treibt die Rücksicht auf Kollegen an und 25 Prozent denken, dass der Laden ohne sie nicht läuft. Nur jeder zehnte Mitarbeiter lässt sich aus Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes vom krank Sein abhalten. Die Folge: 73 Prozent der krank Arbeitenden klagen über Konzentrationsschwächen, 48 Prozent bemerken bei sich eine erhöhte Fehleranfälligkeit und 76 Prozent sehen eine sinkende Produktivität als Folge ihres krank Seins. 56 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das unternehmensinterne Gesundheitssystem sie nicht dazu anhalte, im Krankheitsfalle der Arbeit fern zu bleiben. Dies ist nur bei 14 Prozent der Befragten der Fall.
Arbeitsweltmonitor


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