Stress kostet Unternehmen Milliarden 
Dienstag, 26. Februar 2008 - Studien
Gestresste Mitarbeiter können Unternehmen teuer zu stehen kommen, so das Ergebnis einer Untersuchung der Europäischen Beobachtungsstelle für berufsbedingte Risiken in Bilbao. Firmen, die Glauben, sie könnten mit entsprechendem Druck die Performance ihrer Mitarbeiter steigern, sitzen einem Trugschluss auf, denn das Gegenteil ist der Fall. Laut der Studie waren im Jahre 2005 etwa 22 Prozent aller europäischen Arbeitnehmer von Stress betroffen, so dass ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in beträchtlichem Maße beeinträchtigt sei. Schätzungen aus dem Jahr 2002 für die damals 15 EU-Länder gehen davon aus, dass der Wirtschaft im Zusammenhang mit arbeitsbedingtem Stress ein jährlicher Verlust von 20 Milliarden Euro entsteht.
"Stress ist häufigster Grund für Krankmeldungen", Spiegel Online 4.2.2008


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Wissenschaftlicher Überblick über die Wirkung von Meditation 
Montag, 25. Februar 2008 - Studien
In der Zeitschrift "Nervenheilkunde" gibt Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer einen hervorragenden Überblick über den gegenwärtigen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Thema Meditation. Spitzer skizziert in seinem Beitrag die wichtigsten Ergebnisse aktueller Studien, die vor allem darlegen, dass Menschen mit Meditationserfahrung beispielsweise ihre Angstreaktionen besser im Griff haben und eine deutlich höhere Konzentrationsleistung aufweisen als Nicht-Meditierende. Ein weiterer wichtiger Punkt: Meditation fördert die Regulation der eigenen Emotionen, was unter anderem dazu führt, dass Meditierende eine bessere Grundgestimmtheit aufweisen, weniger ängstlich und müde sowie aktiver sind. Ein weiterer interessanter Aspekt: in einem kulturneutralen Intelligenztest zeigt Meditation ebenfalls einen positiv signifikanten Einfluss. Die wissenschaftliche Forschung zeigt auch, dass selbst Einsteiger schon nach relativ kurzer Zeit erste "Erfolge" mit Meditationstechniken erzielen können, denn die beschriebenen Mechanismen der Selbstregulation lassen sich schon nach einem fünftägigen Meditationstraining messen. "Das bewusste Leben in jedem Moment, ein offener, aufmerksamer Geist und ein hohes Maß an Kontrolle der eigenen Gefühle sind wichtige Ziele im Leben eines Menschen; und man kommt ihnen durch entsprechendes Training tatsächlich näher", so das Fazit von Spitzer.
"Meditieren im Kopf", Nervenheilkunde 12.2007

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Nachholbedarf in Sachen Leistungselite 
Freitag, 22. Februar 2008 - Studien
Die Eliten der Wirtschaft rekrutieren sich nach wie vor eher aus einem intimen Herkunftsnetzwerk als auf Basis direkter Leistungen, so das Ergebnis einer Umfrage der Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company im Auftrag der Wirtschaftswoche. So gehen mehr als 40 Prozent der deutschen Manager davon aus, dass die Aufstiegsmöglichkeiten in die Wirtschaftselite relativ begrenzt sind. "Solange sich unser Schulsystem nicht ändert, fördern wir vor allem eine Herkunftselite, keine Leistungselite", sagt etwas der Professor für Bildungsökonomie Ludger Wößmann. Laut Umfrage fordern 88 Prozent der befragten Manager eine stärkere Förderung intellektueller Eliten. Wößmann wiederum geht davon aus, dass mehr Engagement in Sachen Leistungselite sowie eine insgesamt bessere Bildung der breiten Bevölkerung langfristig das Wirtschaftswachstum in Deutschland beflügeln könnten: "Wenn wir zu den besten Bildungsnationen aufschließen würden, könnte langfristig das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts dauerhaft um 0,5 Prozentpunkte höher liegen."
"Aufstieg in Elite abhängig von finanziellen Möglichkeiten", WiWo 16.2.2008


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Synthese von Effizienz und Sinn 
Donnerstag, 21. Februar 2008 - Arbeit
Produktives wirtschaftliches Handeln werde durch spekulative Finanzinteressen zerstört, so der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber, Er forderte mehr Transparenz und ethische Maßstäbe für das Verhalten an der Börse. Huber plädierte bei einem Vortrag für eine neue Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Wertorientierung: "Wir brauchen eine neue Synthese von Effizienz und Sinn." Er betonte, dass es zur Tradition deutscher Unternehmer gehöre, sich auch dem Gemeinwohl verpflichtet zu fühlen. Der Bischof mahnte, dass im Zuge der Globalisierung die Auswirkungen wirtschaftlicher Entscheidungen einen immer größeren Radius entwickelten und deshalb auch Verantwortung globaler gedacht werden müsse: "Als Kinder Gottes gehören alle Menschen zusammen und sind aufeinander angewiesen."
idea-Meldung 13.2.2008


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Philips setzt auf umweltfreundliche Produkte 
Mittwoch, 20. Februar 2008 - Success Stories
Der Elektronikkonzern Philips richtet sein Geschäft immer mehr auf die Produktion von umweltfreundlichen und -verträglichen Artikeln aus. Im vergangenen Jahr entfielen bereits 20 Prozent des Konzernumsatzes auf Produkte, die Umweltaspekte berücksichtigen. Vor allem im Geschäftsbereich Licht dürften die Ökoangebote bald die Nase vorne haben, denn hier macht das Unternehmen bereits 44 Prozent des Umsatzes mit Energiesparlampen. In der Medizintechnik entfallen 23 Prozent der Umsätze auf Güter, die Umweltaspekte berücksichtigen, bei den Consumer-Produkten sind es immerhin schon acht Prozent. Hier bietet Philips beispielsweise einen Flachbildschirm-Fernseher an, der 36 Prozent weniger Strom verbraucht als vergleichbare Geräte. Insgesamt brachte das Unternehmen im vergangenen Jahr 53 Produktneuheiten auf den Markt, die das Thema Ökologie aufgreifen. Bis zum Jahr 2012 sollen insgesamt 30 Prozent des Konzernumsatzes auf Ökoprodukte entfallen.
"Philips rückt das Ökogeschäft in den Mittelpunkt", FAZ 16.2.2008


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Gehalt ist für Deutsche kein Motivationsfaktor 
Dienstag, 19. Februar 2008 - Studien
Was Mitarbeiter zum Engagement antreibt, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Dies zeigt der weltweite Vergleich von Motivationsfaktoren durch die Unternehmensberatung Mercer. Chinesen wollen zwar bei der Arbeit auch Respekt erfahren, aber ihre Hauptmotivatoren drehen sich ums Geld, nämlich um das Grundgehalt, betriebliche Zusatzleistungen und Bonuszahlungen. Mit Geld allein kann man die Deutschen hingegen wenig locken. Ihnen ist es am Wichtigsten, dass sie mit angenehmen Kollegen zusammen arbeiten, gefolgt von Respekt, der Art der Arbeit und schließlich den Zusatzleistungen. Die Franzosen werden in der Umfrage der ihnen zugeschriebenen Laisser-faire-Haltung wieder einmal gerecht, denn bei ihnen schafft es die Work-Life-Balance knapp hinter der Art der Arbeit und mit gleicher Priorität wie der Respekt auf den zweiten Rang. Der Wunsch nach einem guten Grundgehalt folgt auf Rang vier. Im weltweiten Vergleich am Wichtigsten ist den Japanern ihr Grundgehalt, danach kommen Work-Life-Balance, die Art der Arbeit und die Menschen, mit denen sie zusammen arbeiten. Auf der Motivationsskala der Amerikaner steht der Respekt ganz oben, gefolgt vom Grundgehalt, der Art der Arbeit und der Work-Life-Balance.
Mercer-Studie


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Aus Risiken Chancen machen 
Montag, 18. Februar 2008 - Management
Viele Unternehmen geraten in Schwierigkeiten, weil sie zu lange an einem einmal eingeschlagenen Kurs festhalten und darüber die sich wandelnden Herausforderungen, denen sie ausgesetzt sind, übersehen. Adrian J. Slywotzky, Director der Unternehmensberatung Oliver Wyman, beschreibt in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wie sich dieses Risiko minimieren lässt. Sein Ratschlag für Unternehmer, die in Bedrängnis geraten: sich neue Geschäftsfelder eröffnen, auf Felder ausweichen, in denen die Konkurrenz nicht so groß ist und im regelmäßigen Austausch mit den Kunden herausfinden, was diese brauchen. Im Kern plädiert Slywotzky für nichts anderes als für ein Risiko-Management, das sich nicht nur mit wenigen großen und eher statischen Risiken beschäftigt, sondern das regelmäßig seinen Fokus aktualisiert. Im Kern, das zeigt sein Beitrag, sind Unternehmen permanent der Gefahr des Scheiterns ausgesetzt. So zeigt er am Beispiel der Ratings von Standard & Poor's auf, wie schnell sich die Situation von Firmen tatsächlich verändert. Besaßen von den von S&P bewerteten Unternehmen 1985 noch zu 31 Prozent ein A-Rating, waren es 2004 nur noch 14 Prozent. Dagegen stieg die Zahl der C-Ratings in diesem Zeitraum von zwölf auf 30 Prozent. Einen wichtigen Treffer zu landen, bedeutet also nicht, über Jahre hinweg erfolgreich zu bleiben. Das einzige Erfolgsrezept, dass anscheinend Gültigkeit hat, ist es, sich immer wieder mit dem Markt und den Konkurrenten zu bewegen und zu versuchen, die eigenen Angebote zu optimieren - oder im Falle eines Scheiterns neue zu entwickeln.
"Gefahren erkennen und umschiffen", FAZ 11.2.2008


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Mittelstand hat CSR auf dem Radar 
Freitag, 15. Februar 2008 - Studien
Eine CSR-Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young zeigt: Der Mittelstand hat das Thema unternehmerische Verantwortung längst auf dem Radar. So halten nur sieben Prozent der 500 befragten mittelständischen Unternehmen CSR für unwichtig bzw. vollkommen unwichtig. 22 Prozent betrachten das Thema dagegen als sehr wichtig, 43 Prozent als wichtig. 42 Prozent der befragten Firmen gehen davon aus, dass sie einen hohen oder sogar sehr hohen Beitrag zu einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft leisten können. Ihre besondere Verpflichtung sehen die Befragten vor allem gegenüber den Kunden (87 Prozent), gegenüber den Mitarbeitern (85 Prozent) und schließlich den Lieferanten (44 Prozent). Die Banken dagegen erscheinen nur mit 24 Prozent. Bei der Mitarbeiterförderung, die über die gesetzlich bestimmten Rahmenbedingungen hinaus gehen, setzen die Firmen vor allem auf Weiterbildung (87 Prozent), Ausbildungsmaßnahmen (80 Prozent) und Sozialleistungen (75 Prozent). Beim ökologischen Engagement stehen Recycling (77 Prozent), Energieeffizienz (74 Prozent) und Zertifizierung (56 Prozent) an vorderster Stelle.
Studie Verantwortung und Entrepreneurship


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