Zufriedenheit im Job leicht gestiegen 
Donnerstag, 10. April 2014 - Studien
Die jährliche Gallup-Studie markiert für gewöhnlich immer neuer Tiefpunkte im Hinblick auf die Motivation der Arbeitnehmer, doch dieses Jahr gibt es eine - kleine - Überraschung: Die Zahl derer, die innerlich gekündigt haben, sank von beinahe einem Vierte auf 17 Prozent. 83 Prozent fühlen sich jedoch - stark oder zumindest teilweise - mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Immerhin 45 Prozent betrachten ihren Arbeitsplatz als sicher, nur acht Prozent machen sich akut Sorgen um den Job. Positiv: 16 Prozent der Befragten gaben an, mit Herz und Seele bei der Arbeit zu sein - vor fünf Jahren waren es im Vergleich lediglich 11 Prozent.
Deutsche sind zufriedener mit ihrem Job, Zeit online 31.3.14


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Das Silicon Valley meditiert 
Mittwoch, 9. April 2014 - Arbeit
Die Zeit geht in einem Beitrag der neuen Achtsamkeits-Welle nach, die sich seit einigen Monaten über das Silicon Valley zu ergießen scheint. Spätestens seit das bei Google entwickelte Programm "Search Inside yourself" öffentlich bekannt wurde, das ein Training zu Achtsamkeit und emotionaler Intelligenz beinhaltet, ist Meditieren in der amerikanischen Technologie-Szene absolut hipp. Der Trend zu gezielter Entspannung, gewürzt mit Versatzstücken aus den Weltreligionen, beispielsweise aus dem Buddhismus, wird von den Artikelautoren sehr kritisch beäugt: "Die wahre Lehre umfasse auch eine Sozialethik des Teilens und des einfachen Lebens. Diese ethischen Aspekte lassen viele Aktivisten der neuen Achtsamkeitsbewegung unter den Tisch fallen. Stattdessen stehen Selbstoptimierung und mentale Techniken im Vordergrund, die das bessere Funktionieren im Job ermöglichen sollen." Am Termindruck und Arbeitsstress könnten dann bald nicht mehr die äußeren Umstände schuld sein, sondern die Arbeitnehmer selbst, die vielleicht einfach nur etwas mehr Achtsamkeit praktizieren müssten ...
Sie sind alle Omline, Zeit online 20.3.14


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Unternehmerinnen investieren anders 
Dienstag, 8. April 2014 - Studien
Eine Umfrage des Verbands deutscher Unternehmerinnen legt nahe, dass weibliche Unternehmensinhaber ein anderes Investitionsverhalten an den Tag legen als männliche - davon sind sowohl 69 Prozent der befragten Unternehmerinnen überzeugt als auch 200 als Vergleichsgruppe befragte Entscheider aus dem Mittelstand. Frauen sind nach eigener Einschätzung stärker auf Sicherheit bedacht, agieren strategischer und sozial verantwortlicher. 87 Prozent von Ihnen sagen, ohne detaillierte Planung sei kein unternehmerisches Handeln möglich. 81 Prozent verfolgen langfristige Wachstumsziele. Und 84 Prozent wären bereit, auf Gewinn zu verzichten, wenn sie dadurch Arbeitsplätze sichern können. So wundert es nicht, dass lediglich sechs Prozent der befragten Frauen den geplanten Mindestlohn als Investitionshemmnis betrachten.
VdU-Pressemitteilung 18.3.14


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Gut jede vierte Führungskraft treibt die Sinnfrage um 
Montag, 7. April 2014 - Studien
Beruflicher Erfolg oder persönliche Erfüllung? Für viele Führungskräfte endet die Antwort auf diese Frage in einem Entweder-Oder. Laut einer qualitativen Umfrage des Instituts für Human Excellence unter 100 Top-Managern erleben 86 Prozent der Befragten eine Diskrepanz zwischen beiden Polen. Ein Drittel der Führungskräfte beklagt zu hohe Arbeitslasten, zu viel Druck und Stress sowie Zeitmangel. Etwa 28 Prozent treibt insbesondere die Sinnfrage um. Sie fragen sich, was sie wirklich wollen und ob sie auf dem richtigen Weg sind. Jeweils etwa 15 Prozent wünschen sich mehr Selbstbestimmung, beklagen mangelnde Führung durch Vorgesetzte und fühlen sich nicht gefördert oder langweilen sich schlicht, weil sie im aktuellen Job zu wenig Herausforderungen erleben. Unter dem Strich sind etwa zwei Drittel der Befragten am Fremdeln - sie denken über Positions- oder gar einen Unternehmenswechsel nach oder planen den kompletten Ausstieg aus dem Job.
Jammern auf hohem Niveau? HBM 18.3.14


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Home Office ist vor allem etwas für Schaffer-Typen 
Freitag, 4. April 2014 - Studien
Viele Chefs stehen der Arbeit im Home Office eher skeptisch gegenüber, da sie befürchten, dass Mitarbeiter dann weniger produktiv arbeiten. Bei welchen Personengruppen sie mit dieser Einschätzung richtig liegen, zeigt eine Untersuchung der Universität Calgary. Mitarbeiter, die im Arbeitsalltag verantwortlich, organisiert und konzentriert ihren Aufgaben nachgehen, tun dies der Studie zufolge auch, wenn sie unbeaufsichtigt von daheim aus arbeiten. Angestellte hingegen, die im Büro dazu neigen zu trödeln, Aufgaben vor sich herzuschieben oder unzufrieden sind mit ihrem Job, daddeln auch im Home Office eher anstatt produktiven Tätigkeiten nachzugehen. Ungewöhnlich ist dieses Ergebnis nicht, zeigt aber Personalverantwortlichen, dass sie, wenn sie ihre Pappenheimer kennen, beim Thema Home Office keine Sorgen zu haben brauchen - beziehungsweise auch ohne Home Office mit manchen Mitarbeitern Probleme haben werden.
Wer ist im Home Office produktiv? WiWo 27.3.14


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Reiche Länder profitieren stärker von Globalisierung als arme 
Donnerstag, 3. April 2014 - Studien
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung legt nahe, dass die Wohlfahrtsgewinne der Globalisierung für die reichen Industrienationen deutlich stärker ausfallen als für ärmere Länder. Untersucht wurde die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in 42 Industrie- und Schwellenländern. In den 14 wirtschaftlich stärksten Ländern stieg das BIP pro Kopf zwischen 1990 und 2011 um mehr als 1.000 Euro - beispielsweise in Deutschland, Finnland, Dänemark, Japan, den Niederlanden, Südkorea, Slowenien und Israel. In Schwellenländern wie Russland, der Türkei, Mexiko, China oder Brasilien hingegen lag der Zuwachs unter 300 Euro, bei Schlusslicht Indien sogar lediglich bei 40 Euro. Aufgrund der niedrigen Ausgangsbasis lag in China das relative Wachstum zwar bei 49 Prozent, doch wurde die BIP-Lücke zu den Industrienationen dadurch kaum kleiner. So räumt die Studie denn auch ein, dass sich durch die Globalisierung die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter öffne.
Globalisierung nützt den Reichen, taz 25.3.14


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Machtlose schieben die Schuld auf andere 
Mittwoch, 2. April 2014 - Studien
Wer sich als machtlos empfindet, schiebt die Schuld für Fehler leichter auf andere, als dies Menschen tun, die sich als machtvoll wahrnehmen. So das Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Wissensmedien in Tübingen. Die Psychologen führten mit 110 Angestellten, darunter Führungskräfte und einfache Mitarbeiter, mehrere Experimente durch. Einmal sollten sich die Chefs vorstellen, wie sie mit der Arbeit eines Untergebenen unzufrieden waren - und die Mitarbeiter sollten sich in Erinnerung rufen, wie ihr Chef mit ihrer Leistung unzufrieden war. Danach sollten beide Gruppen ihre Eindrücke der Situation notieren. Dabei zeigte sich, dass die Vorgesetzten Fehler deutlich öfter bei sich selbst suchten, während die Untergebenen die Verantwortung bei anderen suchten. In einem zweiten Experiment wurden die Teilnehmer ungeachtet ihrer tatsächlichen Position in Zweierteams zusammengebracht, um gemeinsam eine Aufgabe zu lösen. Auch hier zeigte sich in der individuellen Nachbetrachtung, dass die Chefs Misserfolge stärker auf sich selbst zurückführten, während die Mitarbeiter äußeren Umständen die Schuld gaben. Die Forscher gehen davon aus, dass Machtpositionen Menschen ein Gefühl der Kontrolle geben, was sie dazu veranlasst, stärker in die Verantwortung zu gehen. Menschen, die diese Handlungsfreiheiten nicht empfinden, weil sie im Leben weniger Macht und damit weniger Gestaltungsmöglichkeiten haben, flüchten hingegen eher in eine passive Rolle.
Macht fördert die Lernfähigkeit, WiWo 27.3.14


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Das Innovationspotential des sozialen Unternehmertums 
Dienstag, 1. April 2014 - Arbeit
In einem Interview mit Spiegel online erklärt Felix Oldenburg von der Organisation Ashoka, die soziales Unternehmertum fördert, wie die sozialen Ideen der Entrepreneure immer mehr zum Treiber für gesellschaftlichen Wandel werden, indem sie grundlegende Innovationen hervorbringen. Für Oldenburg ist Social Entrepreneurship keine soziale Spielerei, sondern folgt der Idee des typischen Unternehmertums, neue Märkte zu finden. Wo konventionelle Anbieter mit Innovationen häufig versuchen, neue Bedürfnisse bei den Konsumenten zu wecken, suchen die Sozialunternehmer indes Antworten auf gesellschaftlich drängende Fragen und schaffen damit soziale Innovationen. Als Beispiel führt Oldenburg das Carsharing an, das heute nicht nur die ökologischen Nachteile des Autobesitzes abzufedern beginnt, sondern längst auch eine wirtschaftliche Kraft im ökonomischen System geworden ist. Oldenburg plädiert dafür, dass soziale Unternehmer, die häufig unter den Vorzeichen der Gemeinnützigkeit tätig sind, künftig genauso öffentlich gefördert müssten wie konventionelle Selbstständige - was bisher nicht der Fall ist. Er prognostiziert, dass sich im Laufe der Jahre auch Disziplinen wie Social Finance etablieren werden, die dieser Veränderung der Innovationsimpulse und der Märkte Rechnung tragen.
"Firmen ohne eigene Finanzierung sind am spannendsten", Spiegel online 25.3.14


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