20 Prozent finden ihren Job mies 
Donnerstag, 2. April 2015 - Studien
Eine Umfrage des DGB unter 3.400 Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass in der gegenwärtigen Arbeitswelt Licht und Schatten sehr nahe beieinander liegen. Zwar bewerten 45 Prozent der Befragten ihren Arbeitsplatz als mehr oder weniger gut, doch vergeben die restlichen 55 Prozent eine negative Bewertung. Sogar 20 Prozent bezeichnen ihren Arbeitsplatz als dezidiert schlecht. Häufige Kritikpunkte sind ein zu geringes Einkommen und fehlende Sicherheit im Hinblick auf die spätere Rente. 71 Prozent der Arbeitenden bewerten die Arbeitsintensität im Job als deutlich zu hoch. Von der eigenen Arbeit gut leben zu können, ist längst keine Selbstverständlichkeit - es ist nur 53 Prozent der befragten Frauen und 63 Prozent der Männer möglich.
Jeder fünfte gibt seinem Job die Note 5, WiWo 24.3.15


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Lachen macht offener 
Mittwoch, 1. April 2015 - Studien
Eine Studie des University College London zeigt, dass gemeinsames Lachen Menschen offener dafür macht, mit Kontakte zu anderen persönlicher zu gestalten. 112 Studenten schauten für die Untersuchung in Vierer-Gruppen Filme, und zwar den Auftritt eines Comedians, ein Golf-Lehr-Video oder eine Naturdokumentation. Anschließend sollten die Versuchspersonen einem anderen Teilnehmer ihrer Gruppe in einer geschriebenen Nachricht etwas von sich selbst erzählen mit dem Ziel, sich miteinander besser bekannt zu machen. Die Studienteilnehmer, die zuvor beim Comedy-Schauen gemeinsam miteinander gelacht hatten, verfassten dabei deutlich persönlichere Nachrichten. Die Wissenschaftler führen dies darauf zurück, dass beim Lachen vermehrt Endorphine ausgeschüttet werden, die nicht nur euphorisch machen, sondern auch Hemmungen lösen. Nun ist also wieder einmal auch wissenschaftlich bewiesen, dass Lachen sehr verbinden kann.
Gemeinsam lachen macht redselig, spektrum.de 17.3.15

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Achtsamkeit im Unternehmen - Zugangswege und Best practices 
Dienstag, 31. März 2015 - Arbeit
In der Februar-Ausgabe des Magazins ManagerSeminare haben Paul Kohtes und ich einen Artikel veröffentlicht, der zeigt, welche Formen der Meditation sich für den Einsatz in Unternehmen eignen und wie Firmen entsprechende Programme auf den Weg bringen können, die nicht allein bei der Innenschau verbleiben, sondern gezielt Anknüpfungspunkte an das daily business herstellen. In verschiedenen Best practices stellen wir dabei bereits erfolgreich erprobte Herangehensweisen vor, unter anderem zu resilienter Führung oder auch der Förderung der Achtsamkeitskompetenz im Vertrieb.
Kostenloser Download des Artikels

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Ökonomie der Fürsorge beginnt in unserem Inneren 
Montag, 30. März 2015 - Arbeit
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos zeigte die bekannte Neurowissenschaftlerin Tania Singer in ihrer Keynote, die nun via Youtube verfügbar ist, dass ökonomische Veränderungen auch durch einen Wandel unseres Innenlebens angestoßen werden können. Mit ihrem umfassenden ReSource-Projekt erforscht sie gegenwärtig, welche Wirkungen unterschiedliche Formen der Meditation bei Gesunden hervorrufen. Erste Auswertungen der Daten legen dabei nahe, dass eine Achtsamkeitspraxis, die gezielt zwischenmenschliche Aspekte einbezieht, das Miteinander auch in der Arbeitswelt konstruktiv verändern könnte. In dem von Singer mitherausgegebenen Buch Mitgefühl in der Wirtschaft präsentieren Singer und weitere Fachkollegen umfangreiches wissenschaftliches Material, welche Grundlagen für eine Ökonomie der Fürsorge in unserem menschlichen Dasein bereits angelegt sind und wie sich diese gezielt im Kontext wirtschaftlichen Wandels mobilisieren lassen.

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Neuro-Doping greift um sich 
Freitag, 27. März 2015 - Studien
Vor einigen Jahren noch eher ein exotisches Phänomen, inzwischen auf dem Weg zum ernstzunehmenden Problem - immer mehr Deutsche betreiben Hirn-Doping. Laut Gesundheitsreport 2015 der Krankenkasse DAK stieg die Zahl derjenigen, die mit Medikamenten versuchen ihre Leistungskraft zu verbessern, von 4,7 Prozent im Jahr 2008 auf 6,7 Prozent im Jahr 2014. Rund drei Millionen Deutsche haben schon einmal zu Tabletten gegriffen, um sich bei der Arbeit fitter zu fühlen und sich zu pushen. Regelmäßig tun dies 1,9 Prozent der Berufstätigen - also knapp eine Million Menschen. Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer lehnen diesen Medikamenteneinsatz ab - wenn der Arzt entsprechende Mittel nicht ausdrücklich verschreibt oder auch, weil sie Angst vor Nebenwirkungen haben. Die Hirn-Doper greifen vor allem in schwierigen Situationen wie bei Prüfungen, Präsentationen oder schwierigen Gesprächen zu Pillen. 35 Prozent meinen, dadurch gehe ihnen die Arbeit leichter von der Hand. 4,7 Prozent aller Beschäftigten sehen im Neuro-Enhancement eine Möglichkeit, ihre Nervosität und Ängste zu verringern, 3,3 Prozent versprechen sich eine Leistungssteigerung.
Immer mehr Deutsche dopen sich, SZ 17.3.15

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7Mind - die Meditations-App macht Meditieren leichter 
Donnerstag, 26. März 2015 - sonstiges
In den letzten Monaten habe ich emsig mit einem Team rund um den Führungskräfte-Coach und Zen-Lehrer Paul J. Kohtes an einer Meditations-App gewerkelt. Seit dieser Woche nun ist unser Baby 7Mind für Android und iOS online. Die kostenfreie Version bietet einen Einsteigerkurs, der mit sieben Lektionen à sieben Minuten in Basics des Meditierens einführt. Außerdem gibt es, ebenfalls mit sieben Übungen, einen Kurs zum Thema Stressmanagement. Weitere Einzelmeditationen helfen beim Einschlafen, erleichtern es, in herausfordernden Situationen runterzufahren oder eröffnen Momente des Loslassens für zwischendurch. Im nächsten Schritt werden wir auch eine bezahlpflichtige Business-App entwickeln, die es Unternehmen erleichtern soll, ihren Mitarbeitern Meditation kostengünstig zugänglich zu machen.
7Mind - zur App

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Jeder fünfte Arbeitnehmer stößt an Leistungsgrenze 
Donnerstag, 26. März 2015 - Studien
Die deutschen Arbeitnehmer scheinen mit ihrer Leistungsfähigkeit zunehmend am Anschlag zu sein - und 51 Prozent der Beschäftigten fühlen sich hilflos, weil sie keinen oder nur geringen Einfluss auf ihr Arbeitsvolumen haben. Das sind die Erkenntnisse des Gesundheitsmonitors, für den die Bertelsmann-Stiftung und die Krankenkasse Barmer GEK 1.000 Erwerbstätige befragten. Knapp ein Fünftel der Befragten stößt nach eigenen Angaben regelmäßig im Job an die eigene Leistungsgrenze, 23 Prozent machen keine Pausen. Und jeder achte Mitarbeiter schleppt sich auch krank zur Arbeit. 42 Prozent geben an, sich so sehr zu verausgaben, weil sie den wachsenden Anforderungen anders schlicht nicht nachkämen. Schon jeder Dritte weiß nicht mehr, wie er den bestehenden Ansprüchen an ihn noch gerecht werden soll. Die Studie rät Unternehmen dazu, eine Leistungskultur zu etablieren, in der Gesundheit als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg anerkannt werde.
Wir arbeiten mehr, als uns gut tut, Zeit online 17.3.15

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Wandel braucht längere Lernphasen 
Mittwoch, 25. März 2015 - Studien
Eine wirtschaftswissenschaftliche Untersuchung der Goethe Universität Frankfurt macht nachvollziehbarer, warum Wandel häufig recht lange Zeiträume benötigt, bis er wirklich greift. Die Forscher untersuchten anhand der Aussagen von mehr als 380.000 aus 104 Ländern, die in den 1994 bis 2013 im Rahmen der World Values Surveys und der Afrobarometer Surveys erhoben wurden, wie sich das Verhältnis der Menschen zur Demokratie als Staatsform verändert. Dabei zeigte sich, dass der Grad der Befürwortung mit der Zeitdauer, die Menschen in einer Demokratie gelebt haben, wächst. Wie stark dieser Zusammenhang nach dem Herausrechnen anderer Faktoren wie der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ist, zeigt dieses Beispiel: „Der Grad der Unterstützung steigt bei jemandem mit einer hohen Schulbildung im Vergleich zu einer Grundschulausbildung. 8,5 Jahre länger kontinuierlich in einer Demokratie gelebt zu haben, verursacht ungefähr den gleichen Sprung wie ein solcher Bildungsunterschied." Politische Umbrüche zu wollen und auf den Weg zu bringen, ist eine Sache, doch bis diese sich wirklich als Lebensform verankern, hängt nicht zuletzt davon ab, wie viel Zeit Menschen haben, um mit dem Neuen vertraut zu werden.
Demokratie: Gewohnheit macht Unterstützer, wissenschaft.de 6.3.15


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