Guter Draht zu Kollegen und Chefs motiviert 
Mittwoch, 20. Mai 2015 - Studien
In einer Befragung von 1.000 Menschen zu ihrer Arbeitsmotivation hat der Personaldienstleister Manpower eruiert, was die Deutschen im Job anspornt. Spitzenreiter ist mit 65 Prozent Zustimmung das gute Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten (50 Prozent), einem freundschaftlichen Verhältnis zu den Kollegen (42 Prozent), kostenlosen Getränken (33 Prozent), Teamarbeit (33 Prozent) ansprechender Raumgestaltung (32 Prozent), betrieblicher Gesundheitsförderung (31 Prozent), gutem Kaffee (28 Prozent), Pflanzen im Büro (27 Prozent) und guten Büromöbeln (25 Prozent). Interessant an der Erhebung: Die eher zwischenmenschlichen Faktoren der Beziehungsebene wurden etwas geringer wirksam eingestuft als in der Befragung im Jahr davor, während die eher materiellen Aspekte leicht zulegten.
Studie zur Arbeitsmotivation: Das spornt die Deutschen an, Manpower 12.5.15

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Führung ohne Chefs ist nicht für alle Mitarbeiter etwas 
Dienstag, 19. Mai 2015 - Management
Der amerikanische Online-Versand Zappos sorgte vor einigen Monaten für Schlagzeilen, weil das Unternehmen unter Verwendung des integralen Führungsansatzes Holacracy seine Management-Strukturen komplett umkrempeln möchte. Das holakratische Modell verzichtet auf die im Business gängigen Top-Down-Strukturen und ersetzt diese durch ein Rollenmodell, das auf konkreten Verantwortlichkeiten basiert. Darüber hinaus schafft es Formate des Reportings und der Entscheidungsfindung, die eine breite Mitarbeiterbeteiligung ermöglichen. Wie die Washington Post nun berichtet, hat der Vorstoß innerhalb des Unternehmens einige Wellen geschlagen. Zappos hatte denjenigen, die das neue Modell nicht mittragen wollen, angeboten, die Firma gegen eine dreimonatige Gehaltsweiterzahlung zu verlassen. Laut Washington Post nutzten rund 14 Prozent - 210 von 1.500 Angestellten - der Belegschaft diese Option. Laut Zappos sei jedoch nicht nur die Umstellung auf das neue Führungssystem für die Ausstiegsbereitschaft der Angestellten maßgeblich. Da die Arbeitsmarktlage sich verbessere, hätten viele die Gelegenheit genutzt, sich mit der Abfindung einen ohnehin schon erwogenen Stellenwechsel zu ermöglichen - oder die Chance ergriffen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Vielleicht nutzten diese Aussteiger in der Tat einfach die Gunst der Stunde, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Vielleicht ist diese Wechselbewegung aber auch ein Zeichen dafür, wie schwer Wandel fällt, wenn er vergleichsweise abrupt von oben verordnet wird - selbst wenn er darauf abzielt, dieses Oben abzuschaffen.
At Zappos, 210 employees decide to leave rather than work with 'no bosses', Washington Post 8.5.15

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Wie Wir-Räume unser In-der-Welt-Sein verändern können 
Montag, 18. Mai 2015 - Medien
Letzte Woche habe ich zusammen mit Dr. Thomas Steininger bei Radio evolve eine Sendung zur aktuellen Ausgabe des Magazins über Wir-Räume gemacht. Vor allem in den aktuellen Diskussionen über die Möglichkeit sozialen Wandels zeigt sich immer wieder, dass der Individualismus westlicher Kulturen an seine Grenzen zu stoßen scheint. Der Fokus auf die eigene Lebenssphäre, mit dem wir häufig recht unbewusst durchs Leben gehen, scheint uns in gewisser Weise von der Lebendigkeit des Lebens als Ganzem zu trennen - meist, ohne dass wir es wirklich bemerken. In der Radio-Sendung sprechen wir nicht nur über aktuelle Zugangswege zu neuen Wir-Perspektiven, sondern wir gehen auch der Frage nach, wie die Ausrichtung auf größere Lebenszusammenhänge unser Ich-Sein selbst zu verändern beginnt. Die Sendung lässt sich online nachhören oder herunterladen unter:
Radio evolve: Sendung zu "Wir-Räume - die Transformation unserer Beziehungen"

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Deutsche machen mehr Schulden 
Freitag, 15. Mai 2015 - Studien
Sparsam wie eine schwäbische Hausfrau - für immer mehr Deutsche scheint das nicht zuzutreffen. Eine Emnid-Studie im Auftrag des Inkassounternehmens KRUK, für die 754 Personen befragt wurden, zeigt, dass im letzten Jahr die Nutzung von Bankdarlehen, Kreditkarten und Leasing um 43 Prozent zugenommen hat. 34 Prozent der privaten Haushalte verwenden Ratenkredite, um Konsumausgaben - zumeist den Kauf eines Autos - zu finanzieren. Für drei Viertel der unter 30 Jährigen gehören Schulden zum Leben. Emotional betrachtet erscheinen Schulden hingegen weniger easy. 67 Prozent verbinden mit ihnen Anspannung und Stress, 64 Prozent Verunsicherung, 59 Prozent Angst, 58 Prozent Ruhelosigkeit und 57 Prozent Frustration.
Deutsche halten Schulden für ziemlich normal, Die Welt 7.5.15

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Frauen wollen Karriere, wenn man sie lässt 
Mittwoch, 13. Mai 2015 - Studien
Fehlende Aufstiegschancen stellen für junge Frauen den häufigsten Grund dar, ihre Arbeitsstelle zu wechseln, so die Erkenntnisse einer weltweiten Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 10.000 Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren. 43 Prozent der deutschen Frauen finden, dass sich Arbeitgeber bei internen Beförderungen zu sehr auf männliche Mitarbeiter konzentrieren - bei der Umfrage 2011 waren dies nur 14 Prozent. 86 Prozent der Frauen bevorzugen Arbeitgeber, denen Gleichberechtigung und Integration wichtig sind. 71 Prozent finden indes, dass Arbeitgeber zwar über Diversity sprechen, jedoch keine wirkliche Chancengleichheit schaffen. Für 53 Prozent hängt die Attraktivität eines Arbeitgebers davon ab, ob sie Aufstiegschancen haben, doch nur 19 Prozent der deutschen Frauen glauben, dass sie es bei ihrem Arbeitgeber in eine Führungsposition schaffen.
Junge Frauen fordern bessere Karrierechancen, WiWo 6.5.15

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Achtsamkeit schlägt Aktionismus 
Dienstag, 12. Mai 2015 - Management
In einem Beitrag für den Harvard Business Manager erklärt Maura Thomas, warum es für Führungskräfte hilfreich sein kann, nach Feierabend keine Mails mehr zu verschicken. "Wenn Sie so etwas öfter tun, versäumen Sie die Chance, Abstand von Ihrer Arbeit zu gewinnen - doch diese Distanz ist für den Perspektivenwechsel, den Sie als Führungskraft benötigen, enorm wichtig." Thomas beschreibt eindrücklich, wie Chefs, die rund um die Uhr Nachrichten verschicken, ob kurz oder lang im Unternehmen eine Spirale der Hektik und des Aktionismus in Gang setzen. Denn: Die Mail vom Chef wird meist wichtig genommen - und möglichst zeitnah beantwortet. "Falls Sie eine sofortige Antwort erwarten, fesseln Sie Ihre Mitarbeiter rund um die Uhr ans Büro, und zwar mit voller Absicht. Falls nicht, tun Sie dies zumindest unabsichtlich. Und das ist weder für Sie noch für Ihre Mitarbeiter noch für die Unternehmenskultur gut." Achtsamkeit schlägt Aktionismus ...
Warum nächtliche E-Mails schaden, HBM 5.5.15

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Alte Muster beim Führen durchbrechen 
Montag, 11. Mai 2015 - Management
Im Interview mit Zeit online erklärt die Psychologin Petra Dannemeyer, wie Führungskräfte es lernen können, in Krisensituationen nicht in alte Muster zu verfallen, sondern eine Lösungskompetenz zu entwickeln, die zu ihnen passt. "In persönlichen Krisen neigt der Mensch dazu, in alte Muster zu verfallen, da sie jahrelang funktioniert haben - auch, wenn sie nicht positiv waren. Der Grund ist ganz simpel: Krisen erschüttern die Stabilität. Dann währen wir lieber ein Verhalten, das wir schon kennen, als etwas Neues auszuprobieren", erklärt die Expertin für Teamentwicklung. Dannemeyer gibt Führungskräften Fragen mit auf den Weg, um ihre Ziele, Motivationen und Beweggründe bewusster in den Blick zu nehmen, darunter: Was will ich? Warum will ich es? Und: Gebe ich mir die Erlaubnis, mein Ziel zu verfolgen? Fragen, die plausibel klingen, aber im Führungsalltag häufig gar nicht mehr gestellt werden. Im Suchen nach Antworten eröffnen sich für Führungskräfte laut Dannemeyer neue Perspektiven. Denn auch, wenn Beispielsweise das Erreichen bestimmter Kennziffern ein häufig formuliertes Ziel sind, führt der Weg zu ihrer Erfüllung über die Motivation und die innere Freiheit der Beteiligten, sich auch in ihrer Werthaltung wirklich einbringen zu können.
"Ellbogenmentalität ist kein Naturgesetz", Zeit online 1.5.15

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Spaltung der Gesellschaft wächst 
Freitag, 8. Mai 2015 - Studien
In einer Studie kommt der Paritätische Gesamtverband zu dem Schluss, dass die soziale Spaltung in Deutschland weiter wächst und immer weniger Menschen am Wohlstand teilhaben. Laut dem Jahresgutachten leben mittlerweile 15,5 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Weiter kritisiert der Verband, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen sich konstant bei rund einer Million eingependelt habe, ohne Aussicht auf Verbesserungen. Den sieben Billionen Euro an Privatvermögen stehe gegenüber, dass rund jeder zehnte Erwachsene inzwischen überschuldet sei, im Durchschnitt mit mehr als 32.600 Euro Schulden. Der Bundesregierung wirft der Verband vor, sozialpolitisch falsche Prioritäten zu setzen. Der Mindestlohn trage zwar zum sozialen Zusammenhalt bei, die Rentenreform hingegen habe die soziale Spaltung sogar noch vertieft.
Die Kluft wird immer tiefer, taz 28.4.15

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