Bessere Führung braucht neue Methoden 
Dienstag, 17. Juli 2012 - Management
In der aktuellen Ausgabe des Magazins Forum Nachhaltig Wirtschaften ist ein Artikel von mir zum Thema "Dem Business Kraft und Richtung verleihen" erschienen. Darin stelle ich neue Führungssysteme wie das Managementsystem der Beratungsgesellschaft Growth River, das sich der evolutionären Organisations- und Mitarbeiterentwicklung verschrieben hat, und den integralen Ansatz Holacracy vor. Gemeinsam ist beiden, dass sie sehr funktionelle Methoden beinhalten, die den alten Top-Down-Ansatz, der trotz zunehmender Teamarbeit in vielen Firmen immer noch die vorherrschende Meta-Struktur bildet, um wirksame Feedback- und Gestaltungsprozesse von unten nach oben ergänzen. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt: Die Ausrichtung der Mitarbeiterschaft auf das höchste Ziel des Unternehmens und die Entwicklung sich selbst organisierender Einheiten. Forum Nachhaltig Wirtschaften erscheint quartalsweise und das Jahresabo ist für 30,- Euro erhältlich.
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Klimawandel an der Führungsspitze 
Montag, 16. Juli 2012 - Management
In Deutschlands Führungsetagen scheint sich ein schleichender Wandel zu vollziehen. Nachdem sich der neue Chef der Deutschen Bank Anshu Jain bereits als Vegetarier und Anhänger des Jainismus, einer indischen Religion, die auf Gewaltverzicht, materielle Bescheidenheit und Wahrhaftigkeit setzt, geoutet hat, weht nun auch in der Führungsetage des Energiekonzerns RWE ein neuer Wind. Peter Terium, der neue CEO, ist ebenfalls überzeugter Vegetarier und macht zum Dienstantritt klar, dass Gelassenheit im Job Gold wert ist - und er selbst sich die notwendige Entspannung durch regelmäßige Yoga-Praxis verschafft. Outings wie diese wären vor ein paar Jahren wahrscheinlich noch undenkbar gewesen. Und wenn Terium nicht beim Vegetarismus als einzigem Beitrag zum Klimaschutz stehen bleibt, haben wir sicherlich noch vielversprechende Entwicklungen vor uns ...
Entspannt durch Yoga, RP Online 27.6.12


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Alles hat seinen Preis 
Freitag, 13. Juli 2012 - Arbeit
Wenn es nach Siemens-Personalvorstand Brigitte Ederer geht, dann könnte mehr Bodenständigkeit ein neues Signal setzen in der gegenwärtigen Burn-out-Debatte. Ihr Credo: "Ich kann nicht alles haben." Ederer vertritt die Ansicht, dass manche Mitarbeiter selbst zu viel wollen und sich damit überfordern. Beruflicher Erfolg, Familie mit Kindern, aufwändige Hobbys - je mehr Wünsche, umso größer die Gefahr, sich zu erschöpfen. Ederer rät Arbeitnehmern, auch auf sich selbst aufzupassen. Der in vielen Firmen üblichen Präsenz-Kultur, die diejenigen implizit bestraft, die nicht ständig erreichbar sind, hält die Personalchefin entgegen, dass andererseits viele Angestellte aus Angst, etwas zu versäumen, sich selbst in ständige Alarmbereitschaft versetzten. Ederer macht Mut zu mehr Gelassenheit und dazu, Niederlagen nicht krampfhaft vermeiden zu wollen. "Aus denen habe ich selbst immer am meisten gelernt", so die Vorstandsfrau.
"Die Mitarbeiter wollen selbst zu viel", Spiegel online 24.6.12


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Sein eigenes Leben leben 
Donnerstag, 12. Juli 2012 - Arbeit
Was macht Menschen erfolgreich? Und wie schafft man es, im Beruf auch glücklich zu werden? Die Beraterin Susanne Petz hat auf diese Fragen verblüffend nahe liegende Antworten. "Indem man sein eigenes Leben lebt. Es gibt so viele Menschen, die ein fremdbestimmtes Leben führen, einfach weil sie glauben, es ginge nicht anders. Manche machen einen Job, der gar nicht ihrer ist. Damit wird man weder glücklich noch erfolgreich. Viele wagen es nicht, sich die Frage zu stellen, was ihnen wirklich Spaß macht und wie sie ihr Potenzial stärker ausleben könnten", meint Petz und regt dazu an, in sich zu gehen, um das eigene Potential besser zu erkennen, denn: "Wer seinen inneren Impulsen folgt und sie nicht verdrängt, der kann sein Leben verändern." Besonders wichtig dabei: Keine falsche Zurückhaltung im Hinblick auf persönliche Motivationen und Einzigartigkeit. "Heben Sie die Trennung zwischen dem Privatmenschen und dem Berufsmenschen auf! Das Leben wird spannender, wenn wir uns auch im Beruf als Mensch und Persönlichkeit zeigen und uns nicht hinter einer Sache verstecken", meint die Beraterin.
Wie man seine Schwächen erfolgreich nutzt, SZ 23.6.12


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Bildung - eine Berg- und Talfahrt 
Mittwoch, 11. Juli 2012 - Studien
Der Bildungsbericht von Bund und Ländern ähnelt einer Berg- und Talfahrt. Einerseits zeigt die Zahl derer, die höhere Bildungsabschlüsse, also Abitur oder Studium, erreichen, kontinuierlich, doch am anderen Ende der Bildungslandschaft bildet sich auch ein "stabiler Sockel der Abgehängten". Rund drei Prozent aller Schüler beginnen ihre Bildungskarriere in einer Sonderschule, und 20 Prozent der Jugendlichen zählen zu den Risikoschülern, die nicht sinnhaft lesen können. Diese "Bildungsverlierer" sind im Schnitt bereits 20 Jahre alt, bis sie eine Ausbildung machen können. Insgesamt besuchen gegenwärtig rund 400.000 Jugendliche Förderschulen. Auch die hohen Zahlen der Studienanfänger sind zweischneidig, denn bis 2015 fehlen etwa 300.000 Studienplätze. Sowohl im unteren Bereich des Bildungssystems als auch an der Spitze geht es unter dem Strich also gleichermaßen nicht recht voran.Und das, wo allerorts gerade ein steigendes Bildungsniveau als mögliche Wachstumsstrategie in Krisenzeiten propagiert wird ...
"Sockel der Abgehängten", taz 22.6.12


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Engagement = Rendite 
Dienstag, 10. Juli 2012 - Studien
Die gute Nachricht: Seit Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise ist das Engagement der Mitarbeiter erstmals wieder angestiegen, so eine Studie des Personaldienstleisters Aon Hewitt, die auf den Daten von 3.100 Unternehmen und 9,7 Millionen Mitarbeitern basiert. So stieg der globale Engagement-Wert gegenüber 2011 um zwei auf heute 58 Prozent - in Europa war ein Einstieg um ein auf heute 52 Prozent zu verzeichnen. Die schlechte Nachricht: ein Viertel aller Mitarbeiter ist frustriert und hat innerlich gekündigt. Die Personaler raten Firmen, Führungskräfte zu installieren, die in der Lage sind, Verantwortung für die Mitarbeiter-Motivation zu übernehmen, eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung zu entwickeln und Mitarbeitern Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dass dies nicht nur Kür, sondern Pflicht sein sollte, zeigt eine weitere Erkenntnis der Studie, denn: Die Rendite von Unternehmen steigt parallel zum Engagement ihrer Mitarbeiter.
Wenn sich die Mitarbeitermotivation an der Rendite ablesen lässt, WiWo 23.6.12


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Die Over-Performer-Falle 
Montag, 9. Juli 2012 - Arbeit
In seiner Coaching-Kolumne auf Zeit online geht Martin Wehrle darauf ein, wie Arbeitnehmer sich im Job besonders gut in Szene setzen können. "Wer tut, was man ihm sagt, wird als bemüht gesehen, aber nie als engagiert", so Wehrles nüchterne Einschätzung. Er rät deshalb dazu, übertragene Aufgaben nicht nur zu erfüllen, sondern immer noch etwas draufzulegen, denn: "Ein Mitarbeiter überflügelt eine Anforderung aus eigenem Antrieb, und zwar so, dass sein Handeln nicht nach Übermut riecht, sondern nach Mitdenken und Engagement. Solche Ausreißer nach oben prägen sich ein, heben einen Mitarbeiter aus der Masse und machen ihn interessant. Erst recht, wenn diese Übererfüllung des Solls bei ihm nicht Ausnahme, sondern Regel ist." Der üblichen Karrierelogik vieler Unternehmen mag diese Perspektive völlig entsprechen. Doch sie birgt auch Gefahren, denn wer ständig mehr leistet, erhöht auch den - in den meisten Unternehmen ohnehin schon stark ausgeprägten - Druck auf sich selbst. Ist die Messlatte erst einmal höher gelegt, dürfte es nämlich schwer fallen, wieder zu einem normalen Arbeitspensum zurückzukehren. Nichts gegen Engagement, aber solche Selbstoptimierungstipps sind in der heutigen Zeit ein zweischneidiges Schwert, denn viele Arbeitnehmer sind ohnehin schon am Limit - oder bereits darüber hinaus ...
Das Zitat ... und Ihr Gewinn, Zeit online 13.6.12


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Lebensfreude aufs Wochenende vertagt 
Freitag, 6. Juli 2012 - Studien
Arbeit scheint weniger froh zu machen als Freizeit - zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage unter 2.000 Deutschen im Auftrag des Happiness-Instituts von Coca-Cola. Nur knapp jeder Dritte empfindet an einem Werktag große Lebensfreude, während sich diese Zahl am Wochenende verdoppelt. Bei Schüler und Studenten ist der Samstag der freudenreichste Tag - wohl weil sie abends ausgehen und am Sonntag ausschlafen können. Sonntags widmen die deutschen im Schnitt 4,8 Stunden ihren Hobby, und 94 Prozent empfinden dabei Lebensfreude. Die freudvollsten Beschäftigungen sind dabei Treffen mit Freunden und Bekannten (77 Prozent), Geselligkeit mit der Familie (70 Prozent), Musik hören (zwei Drittel), entspannen und nichts tun (66 Prozent), Musik machen (57 Prozent) und Sport (54 Prozent).
Hobbys machen mehr Spaß als die Arbeit, WiWo 21.6.12


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