Sabbatical der anspruchsvollen Art 
Donnerstag, 12. Oktober 2006 - Management
In ihrer letzten Wochenend-Ausgabe berichtet die Financial Times Deutschland über ein buddhistisches Retreat im Bergischen Land. 14 Suchende haben sich hier für drei Jahre, drei Monate und drei Tage zum Meditieren zurückgezogen. Die Abgetauchten leben für diese Zeit in einer Welt der Selbstbesinnung, in der Ereignisse wie die Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin oder die Fußballweltmeisterschaft schlicht nicht stattgefunden haben. Der Ausstieg auf Zeit fasziniert die verschiedensten Bevölkerungsschichten. Vom Banker bis zur Krankenschwester reicht die Palette derer, die der geschäftigen Welt freiwillig Adieu sagen, um herauszufinden, was menschliches Sein darüber hinaus bedeuten kann.
"Wir sind dann mal weg", FTD 7.10.06

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Wachstum durch starke Partnerschaften 
Mittwoch, 11. Oktober 2006 - Management
Outsourcing wird zwar immer noch von vielen Unternehmen als Königsweg beschritten, um Kosten zu reduzieren, doch bleibt bei dieser Strategie die Frage außen vor, wie denn mehr Wachstum erzielt könnte. Der Professor für Unternehmensberatung Dietmar Fink rät in einer Kolumne des Handelsblatts und einem Beitrag in der Financial Times Deutschland dazu, neue Ideen zu entwickeln und sich für die Umsetzung starke Partner zu suchen. Wer nicht alles selbst macht, reduziert das eigene Risiko und erhöht zugleich seine Flexibilität. Als Beispiel nennt Fink die Versicherung Leven, die gerade mal aus drei Leuten besteht, aber jährlich Prämien von 50 Millionen Euro kassiert. Das Geheimnis: Das Kernteam ersinnt neue Strategien, die von externen Partnern dann umgehend umgesetzt werden. Und während Produkteinführungen in der Branche bisweilen ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen, liegt bei Leven die Time-to-Market oft bei wenigen Tagen.
"Vergessen Sie Outsourcing", HB 6.10.06
"Wachsen mit fremden Ressourcen", FTD 6.10.06

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Fundstück: Zeitschrift Humanwirtschaft 
Dienstag, 10. Oktober 2006 - Wissenschaft
Die Zeitschrift Humanwirtschaft ist eine wahre Fundgrube für alle, die über alternative Wirtschaftssysteme nachdenken. Das Magazin macht sich stark über die veränderte Geldpolitik und geht davon aus, das die Mechanismen von Zins und Zinseszins einer humanen Wirtschaft entgegen stehen. Auf der Webseite des Magazins stehen zahlreiche Fachartikel älterer Ausgaben von Experten zum kostenlosen Download bereit. In der aktuellen Ausgabe findet sich beispielsweise ein interessanter Beitrag von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, Gründer des Business Reframing Instituts in Karlsruhe, der aufzeigt, wie das bestehende Wirtschaftssystem einem nachhaltig verstandenen Wirtschaften entgegen steht, da es innerhalb des bestehenden Finanzsystems aufgrund der vorherrschenden Logik schlicht unrentabel gerechnet werden kann. Das Magazin erscheint alle zwei Monate und kostet pro Ausgabe 5,- Euro.
Magazin Humanwirtschaft

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Social Entrepreneurs gewinnen an Zugkraft 
Montag, 9. Oktober 2006 - Success Stories
Unter dem Titel "Unternehmer für eine bessere Welt" stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sechs deutsche Projekte vor, die Mitte Oktober von der internationalen Organisation Ashoka in ihre Förderung aufgenommen werden. Ziel von Ashoka ist es, Menschen bzw. Projekte zu fördern, die mit unternehmerischen Mitteln soziale Verbesserungen umsetzen. Die nun in die Förderung aufgenommenen deutschen Projekte kümmern sich mit Boxtrainings um jugendliche Straftäter, fördern die Naturwissenschaften in Schulen, wollen zu einer verbesserten Integration von Migranten beitragen oder es kleinen bis mittelgroßen Unternehmen erleichtern, EU-Fördergelder zu beantragen.
"Unternehmer für eine bessere Welt", FAS 8.10.06
Ashoka in Deutschland

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Qualität als echte Verpflichtung sehen 
Freitag, 6. Oktober 2006 - Management
Je härter die Konkurrenz, umso mehr kann der Faktor Qualität über den Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Qualitätsmanagement ist jedoch keine Business-Mode des 20. und 21. Jahrhunderts, sondern hat eine Jahrhunderte währende Tradition - von der Firmen auch heute noch lernen können. Bereits im 2. Jahrtausend vor unserer Zeit war Qualität eine echte Verpflichtung. So enthielt der Hammurabische Kodex, der unter dem babylonischen König Hammurabi (1728 bis 1686 v. Chr.) aufgestellt wurde, die Klausel, dass ein Baumeister, sollte der Bauherr beim Einsturz eines von ihm gebauten Gebäudes getötet werden, diesen Qualitätsmangel mit dem eigenen Leben bezahlen müsse. Die Zunftordnung der Hamburger Goldschmide von 1375 sah vor, dass eine Werkstatt für ein Jahr geschlossen wurde, wenn in der Verarbeitung minderwertige Materialien verwendet wurden. Methoden wie Kaizen, Six Sigma oder Total Quality Management versuchen in der Business-Welt von heute, einem nachvollziehbaren Qualitätsanspruch Geltung zu verschaffen. Der Kern des Qualitätsprinzips ist jedoch bis heute gleich geblieben: Es sind nicht die Regeln und klar definierten Prozesse, die automatisch zu mehr Qualität führen, sondern das Gefühl, gegenüber (potenziellen) Kunden eine wirkliche Verpflichtung einzugehen.
"Produktqualität: Instrumente fürs Kundenglück", FTD 4.10.06

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Medikolleg bietet Seminare zu integraler Führung 
Donnerstag, 5. Oktober 2006 - Veranstaltungen
Das Medikolleg in Wiesbaden bietet im kommenden Jahr eine ganze Seminarreihe zum Thema integrale Führung und Emotional Competence an. So gibt es Veranstaltungen zum integralen Ansatz als Rahmen für die Unternehmensführung, der auf den Arbeiten des amerikanischen Philosophen Ken Wilber und dem Spiral Dynamics-Modell von Don Beck basiert. Die Leadership der Zukunft skizzieren die Autoren und Business-Coaches Barbara und Michael Fromm unter dem Titel "Führen aus der Mitte". Weitere neue Führungs- und Management-Ansätze, die am Medikolleg vermittelt werden, sind die Methode World Café zur Nutzung der kollektiven Intelligenz, Organisationsaufstellungen sowie die Arbeit mit dem Enneagramm. Service- und Info-Telefon: +49 (0) 611-16 66 90
http://www.medikolleg.de

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Spiritualität in der Personalarbeit 
Mittwoch, 4. Oktober 2006 - Management
Das Fachmagazin ManagerSeminare widmet in seiner aktuellen Ausgabe einen Beitrag dem Thema "Spiritualität" im Business. Der Artikel lässt Trainer und Führungskräfte zu Wort kommen, die Fragen der Persönlichkeitsentwicklung und Sinnsuche als integralen Bestandteil der Personal- und Führungsarbeit verstehen. Zu den Interviewten gehören unter anderem der Düsseldorfer PR-Manager Paul J. Kohtes und der Ex-Vorstand der Deutsche Bank Bauspar AG, die beide im Zen ihren Weg gefunden haben, um berufliche Herausforderungen und persönliche Entfaltung in Einklang zu bringen. Der Beitrag gibt außerdem einen Überblick über Projekte, die eine weltweite Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel haben, und stellt verschiedene spirituelle Businessnetzwerke vor.
"Spiritualität im Business", ManagerSeminare 10.2006

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Klimawandel wird für das Management immer wichtiger 
Montag, 2. Oktober 2006 - Studien
In den Chefetagen internationaler Unternehmen stehen Fragen des Klimawandels zunehmend auf der Managementagenda, denn die globale Erwärmung hat deutliche Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und -möglichkeiten. Das Carbon Disclosure Project, das im Jahr 2000 von Großanlegern wie Banken, Versicherungen und Pensionsfonds ins Leben gerufen wurde, stellte kürzlich den aktuellen Bericht zur Lage von 200 Großunternehmen in Deutschland vor. Acht deutsche Unternehmen wurden in den Climate Leadership Index der Fortune 500-Unternehmen aufgenommen, weil sie die Auswirkungen des Klimawandels bei ihren geschäftlichen Entscheidungen berücksichtigen, und zwar: BMW, DaimlerChrysler, Bayer, RWE, Siemens, BASF, Allianz und Münchner Rück. Unternehmen sehen ihre Geschäftsmöglichkeiten vor allem tangiert durch:
• die Notwendigkeit, ihre verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) zu begrenzen
• potenzielle Klimaveränderungen, die negative Auswirkungen auf Infrastrukturen haben oder zu Änderungen an gegenwärtigen Prozessabläufen führen
• Verschiebungen im Verbraucherverhalten, Veränderungen der Wettbewerbsfähigkeit sowie neuen Druck auf die Gewinne und/oder
• neue geschäftliche Chancen in der Zukunft.
Deutscher Bericht des Carbon Disclosure Project

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter