Heftiges Stühlerücken in den Vorstandsetagen 
Montag, 6. November 2006 - Management
Wer es im Management bis ganz nach oben geschafft hat, bleibt oft nicht lange dort - so das Ergebnis verschiedener Untersuchungen zum Stühlerücken in den Vorstandsetagen amerikanischer Unternehmen, über das die Financial Times Deutschland berichtet. In diesem Jahr wurden bereits mehr als 1.000 amerikanische Top-Manager ihren Job los. Teils, weil die verschärften Bilanzierungsregeln immer mehr Mauscheleien aufdecken, teils aber auch, weil zunehmend Hedge Fonds in die Firmenpolitik eingreifen und ihre eigenen Leute ins Management drücken. Während solche Vorgänge in Deutschland bisher noch eher Seltenheit haben, sind sie in den USA an der Tagesordnung. Die Consultingfirma Challenger, Gray & Christmas untersuchte bereits 400 der über 1.000 Vorstandswechsel, die in diesem Jahr vollzogen wurden und zeigt, dass die Jobs an der Spitze einem Durchgangslager gleichen. So hielten sich 28 Prozent der gefeuerten Manager weniger als drei Jahre auf ihrer Position und 13 Prozent sogar weniger als ein Jahr. Die durchschnittliche Amtszeit schrumpfte auf unter sechs Monate.
"Hedge Fonds als Vorstands-Schreck", FTD 3.11.06

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Nachhaltigkeitsrat empfiehlt mehr Profil für CSR 
Freitag, 3. November 2006 - Studien
Der Rat für nachhaltige Entwicklung hat eine neue Broschüre veröffentlicht, in der er Politik und Wirtschaft verschiedene Leitlinien und Ansätze in Sachen Corporate Social Responsibility nahe legt. Unter dem Titel "Unternehmerische Verantwortung in einer globalisierten Welt – Ein deutsches Profil der Corporate Social Responsibility" wird der Bundesregierung empfohlen, den Ordnungsrahmen neu zu bestimmen und dem deutschen CSR-Profil Konturen zu verleihen. An die Wirtschaft richtet sich der Raht, CSR als Strategie des Managements zu verstehen und Geschäftsprozesse entsprechend umzugestalten. Außerdem schlägt der Bericht Lösungen für kleinere und mittlere Unternehmen vor.
Publikationen des Nachhaltigkeitsrats

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respACT austria bietet kostenloses Lehrmaterial zu CSR 
Donnerstag, 2. November 2006 - Medien
respACT austria, ein Verein zur Förderung gesellschaftlicher Verantwortung von und in Unternehmen, bietet auf seiner Webseite Lehrmaterial zum Thema Corporate Social Responsibility zum kostenlosen Download an. Ein 75-seitiges Manuskript führt in die Thematik ein, stellt nationale und internationale Akteure vor und illustriert die Theorie mit Business Cases und Fallbeispielen. Aufbereitet wurde das Lehrmaterial von Prof. Dr. Walter Schiebel vom Institut für Marketing und Innovation an der Universität für Bodenkultur, und von Mag. Astrid Konrad vom Forschungsinstitut für Nachhaltige Entwicklung an der Wirtschaftsuniversität Wien.
CSR-Einführung von respACT austria

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Symposium Führen - Gesundheit - Unternehmenserfolg 
Mittwoch, 1. November 2006 - Veranstaltungen
Die StiftungAuthentischFühren richtet am 13./14. Mai 2007 ein Symposium zum Thema "Führen - Gesundheit - Unternehmenserfolg" aus. Auf der Agenda der zweitägigen Veranstaltung stehen Vorträge wie "Werteorientiertes und gesundheitsgerechtes Führen" und "Empirische Zusammenhänge zwischen Führungskultur, wirtschaftlichem Erfolg und Gesundheit". Beispiele der betrieblichen Gesundheitsförderung, zu Gesundheitsmanagement und Produktivität sowie zur ganzheitlichen Gestaltung der Gesundheitsförderung in Unternehmen runden das Programm ab. Veranstaltungsort ist der Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg.
Symposium Führen - Gesundheit - Unternehmenserfolg

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Omega-Faulpelze auf dem Weg zum Erfolg 
Dienstag, 31. Oktober 2006 - Management
Alpha-Tiere hatten gestern die Nase vorn. Wenn es nach dem Arzt und Coach Jörg-Peter Schröder geht, gehört die Zukunft den Omega-Faulpelzen. In einem Interview mit dem Magazin managerSeminare zeigt er auf, wie ständige Anpassung an äußere Anforderungen nicht nur in die emotionale, sondern auch in die berufliche Sackgasse führt, denn seiner Ansicht nach sind auf vorgezeichneten Wegen auch nur begrenzte Leistungen möglich. Dem hält Schröder entgegen: "Wir müssen von der Wertschröpfung zur Wertschöpfung gelangen." Sein Rezept für den Erfolgsweg: "Auf dem Erfolgsweg sind Sie, wenn alles leicht und anstrengungsfrei läuft. Wenn Sie Ihren Lebensrhythmus nach Ihren eigenen Maßstäben ausrichten. Wenn Sie anderem mit Liebe und Offenheit begegnen. Wenn Sie in Teams nach Synergien suchen und kooperativ eingestellt sind ... Wenn Sie Lust auf Neues und Unbekanntes haben. Wenn Sie mehr Chancen als Probleme sehen. Wenn Sie ausreichend Zeit haben, sich Gedanekn über Ihre innere Wahrheit zu machen."
"Erfolgreich als Omega-Faulpelz", managerSeminare 11.2006

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Digitale Bohème und neue Arbeitswelten 
Montag, 30. Oktober 2006 - Bücher
Mit dem Titel "Wir nennen es Arbeit" unternehmen die Autoren Holm Friebe und Sascha Lobo einen Streifzug durch die Welten des Web 2.0, der spannender nicht sein könnte. Sie machen eine neue Spezies aus am Horizont der Arbeitswelt und verpassen ihr das Label "digitale Bohème". Der Untertiel "Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" ist vielleicht ein wenig einschränkend, denn den Autoren geht es zwar darum, neue Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit, die ganz wesentlich auf den neuen Möglichkeiten der Technologienutzung basieren, darzustellen, doch bietet das Buch zugleich einen sehr umfassenden und vor allem fundierten Überblick über das, was "Web 2.0" jenseits des aktuellen Marketing-Hypes bedeuten kann. Es geht um Freiheit, um neue Ideen und um kreative Selbstverwirklichung. Aspekte wie diese treiben immer mehr Menschen aus den festgezurrten Zwängen des Angestelltendaseins - teils freiwillig, weil sie ihren Lebensunterhalt lieber mit Leben und Unterhaltung bestreiten, statt sich auf ein geregeltes Einkommen und feste Arbeitszeiten zu fixieren, teils unfreiwillig, weil der Markt, wie er sich gegenwärtig zeigt, für sie keinen Platz mehr hat. Die "digitale Bohème" arbeitet mit Lust und Leidenschaft, selbstbewusst und subversiv, alleine, verteilt, in Netzwerken. Das Buch skizziert zahlreiche Ansätze und Modelle, wie die neuen Einzelkämpfer und Selbstvermarkter sich neue Nischen erschließen in einer Arbeitswelt, in der Großkonzernen die Puste ausgeht und ein neues, individuelles Business exotische Blüten treibt. Lebensstile ersetzen die klassische Berufsbiographie und schaffen Raum für neue Entwicklung. Das Zeitalter der digitalen Subversion hat begonnen - mit all seinen Chancen und Risiken, denn unterschwellig macht das Buch auch deutlich, dass die neue Bohème in großen Teilen eines mit ihren analogen Vorgängern teilt: die Hoffnung auf künftigen Erfolg, der sich zumindest in finanzieller Sicht für viele der neuen Web-Protagonisten gegenwärtig noch nicht wirklich zeigt.
"Wir nennen es Arbeit", Heyne Verlag

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Abseitsfalle: Wenn Firmen Mitarbeiter kalt stellen 
Freitag, 27. Oktober 2006 - Management
Ob Telekom, Deutsche Bank oder Post - viele große Unternehmen leiden unter einem "Personalüberhang", den sie häufig nicht über betriebsbedingte Kündigungen regulieren können oder wollen. Das Kaltstellen ganzer Mitarbeitergruppen wird damit zum Betriebssport, wie das Wirtschaftsmagazin Capital in einem Beitrag feststellt. Wer sich nicht in Frührente schicken lässt oder sich weigert, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, landet in der Abseitsfalle der besonderen Art. Begriffe wie "Sterbezimmer" oder "Fensterarbeitsplatz" geistern nicht nur durch die Firmenflure und meinen nur eines: Produktivitätsvernichtung auf hohem Niveau, denn die Mitarbeiter, von denen sich die Unternehmen lieber heute als morgen trennen würden, werden systematisch kaltgestellt - im netten Einzelzimmer mit Telefonanschluss, aber ohne konkrete Aufgaben.
"Im Sterbezimmer", Capital 20.9.06

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Gesundheit der Mitarbeiter als Faktor der Wertschöpfung 
Donnerstag, 26. Oktober 2006 - Management
Gesunde Mitarbeiter sind für Unternehmer ein wichtiger Aspekt in der Wertschöpfungskette. So machte beispielsweise der Konzern Unilever die Erfahrung, dass Programme zur Förderung der Mitarbeitergesundheit ganz konkret messbare Ergebnisse bringen. Im Unternehmen zeigte sich, dass pro 1,50 Euro, die in Gesundheitsprogramme investiert werden, 5,60 Euro als Ertrag zurück fließen. Umgekeht ist Stress ein absoluter Wertvernichter, denn laut dem Europäischen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung entstehen in der europäischen Union hierdurch allein jährliche Kosten von 20 Millionen Euro. Die International Labour Organization geht gar davon aus, dass die Kosten arbeitsbedingter psychischer Probleme sich auf drei Prozent des Bruttoinlandprodukts belaufen.
"Gesundheit wird zum Investitionsgut", FTD 22.10.06

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