Ethik-Monitor: Vertrauen in große Unternehmen schwindet 
Montag, 27. November 2006 - Studien
Die großen deutschen Unternehmen leiden unter einem deutlichen Vertrauensverlust, so das Ergebnis des Ethik-Monitors, der von der Hamburger Stiftung "Wertevolle Zukunft" erhoben wurde. In der repräsentativen Emnid-Umfrage wurden 1.003 Bundesbürger befragt. Nur noch elf Prozent der Bevölkerung bringen demnach den großen Wirtschaftsunternehmen noch Vertrauen entgegen. Die Ursachen für das deutliche Misstrauen: 79 Prozent der Befragten glauben, dass die Wirtschaftsführer nur an ihre eigenen Interessen denken, 77 Prozent sind der Ansicht, dass es dem Management vor allem um eine Steigerung des Shareholder Value auf Kosten der Mitarbeiter gehe. Besser als die Konzerne kommt dagegen der Mittelstand weg, denn er genießt immerhin das Vertrauen von 43 Prozent der Bevölkerung.
Auswertung Ethik-Monitor 2006

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"Social Entrepreneur 2006" ausgezeichnet 
Freitag, 24. November 2006 - Success Stories
Die Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship, die Boston Consulting Group und das Wirtschaftsmagazin Capital haben den "Social Entrepreneur 2006" gekürt. Der Nürnberger Björn Czinczoll wurde für sein Unternehmen Kinderzentren Kunterbunt e.V. mit dem Preis ausgezeichnet. Das Konzept des Sozialunternehmens: Professionelle Kinderbetreuung (fast) rund um die Uhr, die zu den Bedürfnissen berufstätiger Eltern passt. Wichtiger Aspekt des Sozialunternehmertums: Die Kinderzentren finanzieren sich nicht allein aus Elternbeiträgen oder öffentlichen Mitteln, sondern auch durch Unternehmenskooperationen. "Deutschland braucht Impulse, um neue Ideen zum Nutzen der Gesellschaft durchzusetzen. Social Entrepreneure zeigen, dass Individuen sehr wohl etwas bewirken können", sagte Prof. Dr. Klaus Schwab, Grüder des Weltwirtschaftsforums in Davos und der Schwab Stiftung, anlässlich der Preisverleihung.
Presseinformation der bcg zur Preisverleihung, 16.11.06

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Manager wollen sich entfalten können 
Donnerstag, 23. November 2006 - Management
Der Mittelstand wird für Top-Manager immer mehr zu einer Oase der Glückseligkeit. Jede zweite in einem Großkonzern beschäftigte Führungskraft würde gerne zu einem kleineren Unternehmen wechseln, so das Ergebnis des Managerpanels der Financial Times Deutschland. Als Gründe für einen angestrebten Wechsel nennen die befragten Manager vor allem mehr Eigenveranwortung (97 Prozent) und kurze Entscheidungswege (97 Prozent). In familiengeführten Unternehmen sehen die Befragten mehr unternehmerisches Denken und Handeln, das sich in einer auf den zukunftsorientierten Fortbestand des Unternehmens gerichteten Haltung zeige. Großer Kritikpunkt der Manager aus Konzernen sind im Gegensatz dazu lange Entscheidungswege, Ineffizienz und wenig Gestaltungsspielraum. So wollen nur 38 Prozent der Führungskräfte, die bereits in einem Großkonzern arbeiten, dies auch in Zukunft tun.
"Mittelstand lockt Top-Manager", FTD 17.11.06

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Portal für Nachhaltigkeitsberichte 
Mittwoch, 22. November 2006 - Success Stories
Ein neues Web-Portal für Nachhaltigkeitsberichte gibt interessierten Zielgruppen einen guten Überblick über die entsprechenden Aktivitäten der verschiedenen Unternehmen. So sind bisher Global-Player wie Adidas, Fraport, KarstadtQuelle oder die Telekom mit ihren Berichten präsent. Das Angebot www.non-financial-reporting.de ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stakeholder Reporting GmbH und dem Niederländer Folkert van der Molen. Es ist der deutsche Ableger des weltweit größten Nachhaltigkeitsportals www.sustainability-reports.com, das Folkert van der Molen 2002 gegründet hat.

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Panikattacken in der Führungsetage 
Dienstag, 21. November 2006 - Management
Über das Tabuthema Panikattacken im Management hat das Handelsblatt einen interessanten Hintergrundbericht recherchiert. Winfried Panse, Professor für BWL und Personalwesen an der FH Köln, hat errechnet, dass der Wirtschaft durch die Angstproblematik jährlich ein Schaden von etwa 100 Milliarden Euro entsteht. Da Angst in vielen Unternehmen schlicht als Privatsache oder gar persönliche Schwäche abgetan wird, stehen die Betroffenen meist allein auf weiter Flur. Wenn Führungskräfte erst einmal in den Kreislauf aus permanenter Überforderung, Verdrängung und Angst geraten sind, hilft in vielen Fällen eine Kurzzeit-Therapie, um mit den Extremsituationen des Management-Alltags besser umgehen zu können. Das Problem vieler Manager: Sie haben nie gelernt, Schwäche zu zeigen und damit umzugehen.
"Wenn Manager Angst haben", HB 8.11.06

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Führung braucht wieder mehr Legitimität 
Montag, 20. November 2006 - Management
In einem Beitrag für die Financial Times Deutschland kritisiert der Autor Heny Mintzberg die in Unternehmen oft fehlende Legitimität von Führung. Seine Kritik: Während die Medien oft CEOs als einsame Helden an der Spitze feiern, führt diese neue "Aristokratie" nicht zu guter Führung, da die Chefs den Kontakt zu ihren Mitarbeitern immer mehr verlieren. Führung wächst jedoch, so der Autor, im Kontext und muss sich damit Legitimität erst erwerben - ein Phänomen, dem viele ernannte Führungskräfte im Prinzip hilflos gegenüber stehen. Sein Plädoyer: "Echte Führungsqualitäten muss man erwerben - in einem Unternehmen, in einer Gemeinschaft, in einem Land, wo niemand jemandem hinterrennt, sondern eine Führungspersönlichkeit von einer großen Mehrheit auf den Schild gehoben und anschließend enthusiatisch unterstützt wird." Dabei gehe es nicht um einzelne Personen, sondern um soziale Prozesse, die die Basis für Führungsqualität bilden.
"Weniger Helden, mehr Gemeinsinn", FTD 16.11.06

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E-Journal "Philosophie & Wirtschaft" 
Freitag, 17. November 2006 - Medien
Die Themen Wirtschaft und Philosophie bringt das sehr tiefgründige E-Journal "Philosophie & Wirtschaft" zusammen. In monatlichen Ausgaben, die als kostenloser PDF-Download zur Verfügung stehen, werden Wirtschaftsthemen damit aus einer neuen Perspektive betrachtet. Die aktuellen Beiträge beschäftigen sich mit der philosophischen Perspektive des Arbeitsmarkts, der Wahrheit in der Wirtschaft und Wissensmanagement. Reinschauen lohnt sich! Herausgeberin des E-Journals ist die International Society for Philosophers.
E-Journal "Philosophie & Wirtschaft"

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Business Schools beschäftigen sich mit "weichen" Aspekten 
Donnerstag, 16. November 2006 - Management
Die Financial Times Deutschland zeigt in einem Beitrag, dass immer mehr Business Schools auch "weiche" Aspekte des Managements auf den Lehrplan setzen. So werden an der Yale University Fallstudien nicht mehr nur im Hinblick auf finanzielle und wirtschaftliche Parameter betrachtet, sondern es fließen auch psychologische Aspekte ein. In Stanford wiederum steht "kritisches und analytisches Denken" auf dem Programm, wobei sich die Lernenden hier vor allem mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen auseinandersetzen sollen. Auch der Reflexion des eigenen Führungsstils kommt nach Ansicht der Management-Experten eine wachsende Bedeutung zu.
"Die Kunst, Menschen zu beeinflussen", FTD 9.11.06

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