Gesundheitsmanagement rechnet sich 
Mittwoch, 28. November 2012 - Studien
In einem Beitrag über betriebliches Gesundheitsmanagement stellt das Handelsblatt Unternehmen vor, die es mit der Gesundheit ihrer Mitarbeiter ernst nehmen. Und das nicht nur aus Menschlichkeit, denn längst wird im Unternehmensalltag die Mitarbeitergesundheit zum bedeutsamen wirtschaftlichen Faktor. Laut Roland Berger kosten krankheitsbedingte Ausfälle deutsche Firmen jährlich rund 60 Milliarden Euro. Und schon jetzt scheiden rund 28 Prozent der Erwerbstätigen frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben aus. Durch Stressfaktoren wie Zeitdruck, Überstunden oder Konflikte büßen Unternehmen zudem bis zu 15 Prozent ihrer Produktivität ein. Ein gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement hingegen könne die Ausfallzeiten um bis zu 40 Prozent senken.
Nur wer fit ist, liefert Topleistungen, HB 16.11.12



[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Wenn die Zeit mal wieder drückt 
Dienstag, 27. November 2012 - Studien
43 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten oft unter starkem Zeitdruck, 35 Prozent haben das Gefühl, von Termin zu Termin zu hetzen, und 33 Prozent glauben, sich im Job zu zerreißen - so die Erkenntnisse einer Umfrage des GfK-Vereins und der Financial Times Deutschland. 17 Prozent meinen, aufgrund ihrer Arbeitszeiten ihre Kontakte zu Freunden nicht ausreichend pflegen zu können. Wenn es darum geht, Abhilfe zu schaffen, haben die Befragten bereits entsprechende Ideen. 18 Prozent etwa wünschen sich, auch in Führungspositionen Teilzeit arbeiten zu können, 22 Prozent wollen einen besseren Service für Familien und 14 Prozent Programme, die den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleichtern.
Arbeitnehmer leiden unter Zeitdruck, FR 12.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Die Kehrseite der Soft Skills 
Montag, 26. November 2012 - Arbeit
Sie werden gerne beschworen und gewinnen im Business immer mehr an Bedeutung - die Rede ist von den so genannten Soft Skills, von den sozialen Kompetenzen von Mitarbeitern und damit einhergehend von einem Perspektivwechsel, der der menschlichen Seite im Arbeitsleben mehr Geltung verschaffen soll. Doch es gibt auch eine Kehrseite, die vielleicht mitbedacht werden sollte. So geht eine Kolumne auf jetzt.de der Frage nach, ob der Fokus auf Soft Skills nicht vielleicht auch das Arbeitsleben härter macht. "Es ist nicht neu, dass es plötzlich nicht mehr nur wichtig erscheint, was wir können und gelernt haben, sondern dass auch zählt, wer und wie wir sind. ... Klar, man könnte naiverweise erst einmal davon ausgehen, dass die Arbeitswelt dadurch menschlicher wird, persönlicher, wärmer und freundlicher. Aber der Ruf nach Soft Skills bedeutet, dass die Ansprüche steigen, dass uns noch mehr abverlangt wird im Job", meint Bernd Kramer. Der Autor sensibilisiert für die Kehrseite der Medaille, die er wie folgt beschreibt: "Der Widerspruch hat Methode: Wenn die Anforderungen der Arbeitswelt einander ausschließen, heißt das auch, dass man sie nie ganz wird erfüllen können. Sobald man irgendwo in seinem Qualifikationsprofil ein Häkchen setzen kann, tut sich an anderer Stelle fast auto-matisch eine Lücke auf. Was bleibt, ist ein ständiges Gefühl des Nichtgenügens. Obwohl man in Wirklichkeit natürlich sämtliche wichtigen Voraussetzungen für seinen Job erfüllt. Denn mal ehrlich: Letztlich geht es bei der Arbeit doch nur darum, dass der ganze Kram erledigt wird. Das Perfide ist, dass das Gefühl des Ungenügens nicht im Job hängen bleibt. Es begleitet uns wie die Dienstmails, die wir auch nach Feierabend noch beantworten." Zwar bewusst polarisierend, aber im Kern bedenkenswert, wird hier die Frage aufgeworfen, ob das, was menschenfreundlich gemeint ist (und sicherlich auch Berechtigung hat), nicht durch die Hintertür zu einer anderen Form der Härte führt, denn Situationen des Drucks, die im konventionellen Denken eher als Folge äußerer Umstände entstehen, werden nun auch nach innen verlagert. Und wenn jeder für die softe Seite im Job selbst verantwortlich ist, wirft das natürlich auch die Frage auf, ob dann nicht die individuelle Kompensation äußerer Unzumutbarkeiten der nächste Schritt ist.
Hard Skills, please, jetzt.de 11.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Familie und Job müssen sich vereinbaren lassen 
Freitag, 23. November 2012 - Studien
Eine Studie der GFK Marktforschung zeigt, dass immer mehr Menschen berufliche Veränderungen in Betracht ziehen, um eine bessere Vereinbarkeit von Job und Familie zu erreichen. Zwar ist ein höheres Gehalt nach wie vor für die meisten Arbeitnehmer der primäre Grund, den Job wechseln zu wollen, doch auf Rang zwei folgt bereits die Chance, auf diese Weise die eigene Work-Life-Balance zu optimieren. 57 Prozent der Befragten klagen über eine zu hohe Belastung durch die Arbeit. 58 Prozent führen sogar stressbedingte gesundheitliche Beschwerden ins Feld.
Kinder spielen beim Jobwechsel große Rolle, Spiegel online 9.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Den richtigen Platz im Job finden 
Donnerstag, 22. November 2012 - Management
Einen Job haben zu wollen, an dem man seine Fähigkeiten am besten ausleben kann - für viele Arbeitnehmer ein Traum. Wenn es nach dem Business-Coach Malcolm Schauf geht, ist diese Konstellation jedoch eine unabdingbare Voraussetzung, um längerfristig erfolgreich - und zufrieden - zu sein. Der Berater räumt zwar ein, dass man sich ab und an auch einmal über sein Naturell hinwegsetzen und sich den äußeren Erfordernissen anpassen müsse, rät aber von Überanpassung ab, da es letztlich vor allem darum gehe zu erkennen, wer man selbst sei: "Seine persönlichen Eigenschaften zu kennen, ist auf Dauer unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich kann nicht Top-Manager werden, wenn ich mich selbst noch nicht erkannt habe. Wer sich selbst völlig überschätzt, wird scheitern. Vielleicht kann er sich zu Beginn noch gut verkaufen, aber früher oder später wird er von anderen das Feedback bekommen: Pass auf, wir haben dich durchschaut." Schauf rät deshalb dazu, erst die eigenen Fähigkeiten und den eigenen Persönlichkeitstypus zu erkunden und dann nach einem dazu passenden Job zu suchen. Denn: Die unterschiedlichen Anforderungen in verschiedenen Branchen oder auch bei konkreten Stellen machen es letztlich doch nicht so schwer, den richtigen Platz zu finden.
"Auch Schweine müssen effektiv führen", Zeit online 9.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Angestellte seit Jahren im Gehaltsminus 
Mittwoch, 21. November 2012 - Studien
Die Auswertung von mehr als 1,6 Millionen Gehaltsdaten aus der deutschen Wirtschaft bringt ernüchternde Einsichten mit sich. Während Top-Manager immer mehr verdienen, sind durchschnittliche Angestellte seit Jahren in einem Gehaltsminus gefangen. Seit 2005 ist die deutsche Wirtschaft um mehr als zehn Prozent gewachsen. Führungskräfte haben davon mit einem Gehaltsplus von rund 14 Prozent, von dem nach Abzug der Inflation ein reales Plus von vier Prozent bleibt, überdurchschnittlich profitiert. Zwar konnten Fachkräfte, Facharbeiter und Sachbearbeiter zwischen 2005 und 2011 auch um durchschnittlich sechs Prozent höhere Gehälter verzeichnen, doch wurde dieser Zuwachs von der Inflation aufgefressen, so dass unter dem Strich ein reales Einkommensminus von vier Prozent steht.
Gehaltssteigerungen seit 2005 nur für Top-Manager, Die Welt 9.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Soziale Verantwortung: Noch viel Handlungsbedarf 
Dienstag, 20. November 2012 - Studien
Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen unter 81 mittelständischen Unternehmen zeigt: Immer mehr Firmen nehmen ihre unternehmerische Verantwortung ernst, aber es gibt immer noch viel zu tun ... So belohnen es 37 Prozent bereits, wenn Kunden mit den erbrachten Dienstleistungen oder den gelieferten Waren besonders zufrieden sind. In 30 Prozent der Firmen hat die Mitarbeiterzufriedenheit Auswirkungen auf Erfolgsboni. Nur 13 Prozent verpflichten die Führungsmannschaft hingegen auch auf ökologische Ziele. "Eine werteorientierte Personalwirtschaft geht über die Zahlung angemessener Löhne weit hinaus. Vielmehr verbindet sich damit nach dem Verständnis der Studie eine Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz, eine fruchtbare Gestaltung von kultureller und religiöser Vielfalt und das Schaffen einer Kultur, in der sich jeder Einzelne produktiv entfalten kann", so Thomas Beschorner, Direktor des Instituts.
Chefs müssen auch moralische Instanz sein, FTD 9.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Zu wenig Schlaf macht krank 
Montag, 19. November 2012 - Wissenschaft
Top-Manager brüsten sich gerne damit, mit einem Minimum an Schlaf auszukommen. Auch in der Politik werden allzu oft wichtige Entscheidungen zu nachtschlafender Zeit gefällt. Gesund ist das indes nicht. So hat sich die Zahl der Menschen, die an Schlafstörungen leiden, in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt. In der EU leiden bereits neun Prozent der Menschen an klinisch relevanten Schlafstörungen. Zwar variiert das Schlafbedürfnis von Mensch zu Mensch und bewegt sich auf einer durchschnittlichen Skala von sechs bis zehn Stunden. Doch fest steht: Wer sein natürliches Schlafbedürfnis unterwandert, wird leichter krank. So kann Schlafmangel das Risiko, eine Herzkrankheit zu erleiden, um 40 Prozent erhöhen. Bei Frauen, die zu wenig schlafen, werden bei der Diagnose Brustkrebs tendenziell eher aggressive Tumore festgestellt. Auch kann zu wenig Schlaf zu Übergewicht führen, da der Hormonhaushalt gestört wird und Hungergefühle häufiger auftreten. Auch der Insulinhaushalt wird von einer Verknappung der nächtlichen Ruhestunden negativ tangiert.
Wenn die innere Uhr den Takt verliert, taz 8.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter