Wenn fehlender Schlaf zum Problem wird 
Montag, 27. November 2017 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Guter Schlaf ist eine wesentliche Basis für ein gesundes Leben. Doch die Belastungen des Arbeitsleben scheinen hier vielen Menschen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Laut einer Erhebung der Techniker Krankenkassen unter 1.000 Personen schläft jeder Dritte nur mittelmäßig, schlecht oder sogar sehr schlecht. 24 Prozent kommen nicht einmal auf sechs Stunden Schlaf pro Nacht. Eine schlechte Schlafqualität scheint dabei mit häufigeren gesundheitlichen Problemen verbunden. Unter denen, die schlecht schlafen, leiden 54 Prozent unter Muskelverspannungen und Rückenschmerzen, bei den guten Schläfern sind es nur 35 Prozent. Auch die Erschöpfung liegt hier mit 44 Prozent fast doppelt so hoch. die Gereiztheit gar mehr als drei Mal so hoch, ebenso die Niedergeschlagenheit.
Die Arbeit raubt den Schlaf, Zeit online 15.11.17

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Was die Wissenschaft zur Wirkung von Yoga sagt 
Freitag, 24. November 2017 - Lebensart, Studien
Yoga, früher als Freizeitbeschäftigung für überspannte Hausfrauen verspottet, rückt immer mehr in den Blick der Medizin, denn die Zahl der wissenschaftlichen Studien zeigt, dass das sanfte körperlich-energetische Training in einigen Anwendungsbereichen sogar besser wirkt als konventionelle Ansätze. Geo hat eine Übersicht mit den wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Yoga zusammengestellt. So wirkte Yoga bei der Behandlung von Nacken- oder Rückenschmerzen in mehreren Studien besser als die klassische Rückenschule. Wenn es um Stress und die Stimmung geht, schneidet Yoga besser ab als Aerobic. Bei Schlafstörungen kann Yoga die Einschlafzeit verkürzen und die Schlafzeit verlängern helfen - und dies besser als die konventionelle Schlafberatung. Es lohnt sich also, den Sonnengruß zu lernen ...
Wie und warum wirkt Yoga? Geo.de

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Moderne Rollenbilder machen Arbeitgeber für Frauen attraktiv 
Donnerstag, 23. November 2017 - Studien, Arbeit, Management
Wenn es um Gender Mainstreaming geht, scheinen Frauen einen siebten Sinn dafür zu haben, ob ihnen Gleichberechtigung am Arbeitsplatz nur durch ein paar Quotenfrauen vorgegaukelt wird oder es Unternehmen wirklich ernst ist. Eine deutsche Studie mit knapp 300 Studierenden zeigt: Grundsätzlich kommt es bei Bewerberinnen gut an, wenn Firmen sich zum Beispiel familienfreundlich präsentieren. Präsentierte ein Mann die Fakten zur Work-Life-Balance, stieg das Bewerbungsinteresse der Frauen noch einmal deutlich - die Forscher glauben, weil hier der Bruch mit Rollenstereotypen unterlege, dass es einem Unternehmen wirklich ernst sei mit seinem Angebot. In einem zweiten Testszenario wurde den Studienteilnehmern ein fiktives Firmenszenario gezeigt mit drei Varianten: einmal war der Firmenvorstand komplett mit Männern besetzt, einmal mit weiblichem Personalvorstand, einmal mit weiblicher Finanzchefin. Am attraktivsten war letzteres für die Bewerberinnen, weil eine Frau in einem nicht "typisch weiblichen" Arbeitsfeld nahe legte, dass Frauen hier eine richtige Karriere hinlegen können.
Moderne Rollenmodelle locken Arbeitnehmerinnen, Bild der Wissenschaft 14.11.17

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Dalai Lama: Wir brauchen Herzensbildung 
Mittwoch, 22. November 2017 - Bewusstsein, Lebensart
"Wir brauchen eine gezielte Bildung des Herzens", äußerte seine Heiligkeit, der Dalai Lama, kürzlich in einem Beitrag für die Los Angeles Times. Das spirituelle Oberhaupt der Tibeter kritisierte dabei, dass das konventionelle Schulsystem sich meist vor allem auf die Vermittlung fachlicher Fähigkeiten konzentriere und die menschliche Innenwelt vernachlässige. "Die Geschichte zeigt uns, dass es, solange Menschen allein ihre eigenen nationalen Interessen verfolgen, zu Unfrieden und Krieg kommt. Das ist kurzsichtig und kleingeistig. Es ist außerdem unrealistisch und überholt. Als Brüder und Schwestern zusammenzuleben, ist der einzige Weg zu Frieden, Mitgefühl, Achtsamkeit und mehr Gerechtigkeit", so seine Heiligkeit. Der Dalai Lama plädiert bereits seit einiger Zeit für die Entfaltung einer säkularen Ethik, von der sich religiöse Menschen gleichermaßen angesprochen fühlen wie Atheisten. "Unsere Kinder sollten mit der Idee aufwachsen, dass Dialog und nicht Gewalt der beste und praktikabelste Weg ist, Konflikte zu lösen. Die junge Generation hat eine große Verantwortung sicherzustellen, dass die Welt zu einem friedvolleren Ort für uns alle wird. Aber das kann nur Realität werden, wenn wir nicht nur den Geist, sondern auch das Herz bilden. Das Bildungssystem der Zukunft sollte mehr Betonung auf die Stärkung humaner Fähigkeiten legen wie Warmherzigkeit, einen Sinn für das Einssein, Humanität und Liebe", so das spirituelle Oberhaupt der Tibeter.
Dalai Lama: We need an education of the heart, LA Times 13.11.17

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Kürzer arbeiten bringt oft mehr 
Dienstag, 21. November 2017 - Studien, Arbeit, Management
Während in Deutschland gerade wieder eine Diskussion über eine Lockerung der Arbeitszeiten ihren Lauf nimmt und die Arbeitgeber vor allem darauf spekulieren, ihre Mitarbeiter auch länger als acht Stunden pro Tag arbeiten lassen zu dürfen, zeigen Erkenntnisse aus Schweden mit Arbeitszeitverkürzungen, dass weniger zu arbeiten unter dem Strich eine bessere Gesamtsituation für Mitarbeiter wie auch Unternehmen schaffen kann. Ein Krankenhaus in Göteborg hatte 2014 notgedrungen damit begonnen, mit 6-Stunden-Arbeitstagen zu experimentieren - schlicht weil zahlreiche Vollzeitstellen sich nicht mehr besetzen ließen. In der Orthopädie wurde ein Sechstel mehr Stellen geschaffen, für die sich unter den geänderten Vorzeichen auch Mitarbeiter fanden. Dabei stieg die Zahl der Operationen um ein Fünftel an. Die Wartezeiten für Patienten konnten verkürzt werden und die Wirtschaftlichkeit der Klinik verbesserte sich. In einem Altenpflegeheim in Göteborg sank durch eine vergleichbare Arbeitszeitverkürzung der Krankenstand um ein Fünftel (in ähnlichen Einrichtungen stieg er im Vergleichszeitraum um 10 Prozent). Außerdem fühlten sich die Angestellten zufriedener, ausgeruhter und weniger gestresst. Eine Studie der Universität Stockholm, die die Erfahrungen von 600 Angestellten an 33 Arbeitsplätzen mit Sechs-Stunden Tag bei gleichem Lohn auswertete, kommt zu dem Ergebnis, dass diese Reformen zwar zunächst Kosten verursachen, aber langfristig lohnenswert seien - weil weniger gestresste Mitarbeiter weniger Fehler machen und dadurch weniger Schäden verursachen. Es ist also bedenkenswert, weniger zu arbeiten - weil es oft eben mehr bringt.
Sechs Stunden am Tag sind genug, taz 13.11.17

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Menschliche Dimension wird im Recruiting gerne ausgeblendet 
Montag, 20. November 2017 - Psychologie, Studien, Arbeit, Management
Man sollte meinen, der Faktor Mensch und die Frage, wie sich neue Mitarbeiter in eine Unternehmenskultur und die ihr zugrunde liegende Wertelandschaft eingliedern, spielen im Recruiting eine zentrale Rolle. In der Theorie mag das so sein. In einer Umfrage des Job-Portals StepStone sagten zumindest 93 Prozent der rund 4.000 befragten Personalentscheider, dass dieser so genannte Cultural Fit wichtig bis sehr wichtig sei. Doch nur 41 Prozent prüfen bei der Besetzung von Stellen auch wirklich, inwiefern der Bewerber zur Arbeitsumgebung passt. Das mag auch daran liegen, dass 40 Prozent der Befragten überhaupt nicht klar ist, für welche Werte ihr Unternehmen steht und was die Unternehmenskultur ausmacht. Die kulturelle Dimension im Bewerbungsprozess einzubeziehen, setzt systematische Verfahren voraus, beispielsweise Persönlichkeitstests oder leitfadengestützte Interviews - die werden aber nur von 15 Prozent der befragten Firmen genutzt. Es mag leichter sein, einfach fachliche Qualifikationen zu überprüfen. Doch damit verzichten Unternehmen auf wesentliche Mehrwerte der kulturellen Passung. 70 Prozent der Firmen, die Tools nutzen, um sich über den Cultural Fit mehr Klarheit zu verschaffen, konnten dadurch die Fluktuation reduzieren. Eine große Mehrheit berichtet auch von einer gesteigerten Zufriedenheit der Mitarbeiter.
Passt menschlich nicht? Na und? WiWo 12.11.17

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Soziale Medien und die Krise des Wir 
Freitag, 17. November 2017 - Bewusstsein, Lebensart
Die Neuerung bei Twitter, künftig statt 140 Zeichen für Posts die doppelte Zeichenzahl zu erlauben, hat den Internet-Pionier Sascha Lobo zu einer Kolumne über die Krise des Wir inspiriert. Lobo beschreibt, wie die sozialen Medien über Jahre zwar im Kleinen immer mehr Beziehungsräume geschaffen haben, darüber aber im Großen die Polarisierungen ebenfalls zugenommen haben. Mit Freunden und Familien virtuell verbunden sein zu können, mag verbinden. Doch Facebook, Twitter und Co. werden immer mehr auch zu Plattformen, auf denen sich Lagerkämpfe entwickeln. "Wenn zwei Gruppen sich lautstark abgrenzen, wird das Verlangen der Umstehenden größer, auch Partei zu ergreifen. Denn soziale Medien sind dazu gemacht, Emotionen zu schüren und Meinungen zu melken", so Lobo. Sein Plädoyer: "Das Internet ist zum Teil der Gesellschaft geworden und umgekehrt. Aber das heißt auch, dass man umso dringender über Wirkung und Verantwortung sozialer Medien forschen, diskutieren und demokratisch mitentscheiden muss. Selbstverständlichkeiten erscheinen vielen Menschen nicht oder nicht mehr selbstverständlich, und inzwischen können sie sich zur gegenseitigen Bestärkung sehr viel leichter vernetzen. Eine destruktive Dynamik des digitalen Dissenses ist entstanden. Deshalb taugt die Zeichenerweiterung von Twitter so hervorragend als Symbol: In Zeiten politischer Beeinflussung via Social Media, von Hyperpolarisierung und Debattendysfunktionalität - zieht sich Twitter zur Lösung der Probleme zurück und kommt wieder mit 280 statt 140 Zeichen. Das ist nicht bloß die falsche Lösung, das ist die falsche Lösung des völlig falschen Problems. Als würde man in einem brennenden Haus den Flur neu streichen. Twitter hat Twitter nicht verstanden. Facebook hat Facebook nicht verstanden. Wir alle haben die gesellschaftliche Wirkweise und Wirkmacht sozialer Medien noch nicht begriffen. Und vor allem wissen wir noch nicht, wie Öffentlichkeit in Zeiten sozialer Medien, in Zeiten der Krise des Wir so funktioniert, dass sie die liberale Demokratie stützt und nicht stürzt."
Die Krise des Wir, Spiegel online 8.11.17

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Die neuen inneren Werte des Erfolgs 
Donnerstag, 16. November 2017 - Lebensart, Studien, Arbeit
Erfolg, damit verbindet man gerne berufliches Ansehen und ein hohes Einkommen. Und über Jahrzehnte waren es genau diese Aspekte, nach denen viele Menschen strebten. Die klassische Karriere eben. Doch seit einiger Zeit scheinen sich die Mind Sets innerhalb der Bevölkerung zu verändern. In einer Umfrage des Karrierenetzwerkes LinkedIn mit gut 2.000 Personen zeigt sich, wie immer mehr Menschen umdeuten, was Erfolg für sie bedeutet. Typische Karrieremerkmale sind dabei auf dem Rückzug. Nur 16 Prozent betrachten eine Gehaltserhöhung als Erfolg, 12 Prozent ein sechsstelliges Gehalt. Jeder Fünfte sagt sogar explizit, dass er die traditionelle Definition von Erfolg für veraltet hält. 72 Prozent dagegen finden, dass zum Erfolg gehöre, glücklich zu sein. 71 Prozent sehen das auch für die Gesundheit. Der Job steht längst nicht mehr so stark im Fokus, denn für 55 Prozent ist es der größte Erfolg in ihrem Leben, gute Freunde zu haben, gefolgt von der Familie (48 Prozent). Auch Zeit für Hobbies oder Reisen ist den Befragten wichtiger als der nächste Schritt auf der Karriereleiter.
Erfolg ungleich Karriere, FAZ.net 8.11.17

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