Tödliche Bürojobs 
Freitag, 7. Dezember 2012 - Studien
Bürojobs sind der Lebenserwartung alles andere als zuträglich, so die Erkenntnis aus der Auswertung der Daten von 17.000 Personen durch das Pennington Biomedical Research Venter in Lousiana, USA. Menschen, die weniger als drei Stunden am Tag in sitzender Haltung verbringen, haben demzufolge eine um zwei Jahre höhere Lebenserwartung als diejenigen, die mehr als drei Stunden am Schreibtisch verbringen. Noch deutlicher sind die Zahlen, wenn die sitzende Tätigkeit noch länger andauert. So haben Männer, die täglich sechs oder mehr Stunden sitzend verbringen, eine um 20 Prozent höhere Sterberate - bei den Frauen liegt sie sogar um 40 Prozent höher. Da sich zu viel Sitzen negativ auf Verdauung und Stoffwechsel auswirkt, haben Vielsitzer häufig Gewichtsprobleme und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme. Menschen, die mehr als 42 Stunden pro Woche im Sitzen verbringen, haben außerdem ein um 31 Prozent erhöhtes Risiko, eine psychische Erkrankung zu entwickeln.
Wer lange sitzt, ist früher tot, Zeit online 15.11.12


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Psychopharmaka-Anwendung bei jungen Menschen steigt 
Donnerstag, 6. Dezember 2012 - Studien
Schenkt man den Statistiken Glauben, sind wir immer mehr auf dem Weg, zu einer entnervten Gesellschaft zu werden, die der Psychopharmaka-Verbrauch - vor allem in den jüngeren Altersgruppen - ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. So ist nach einer Erhebung der Techniker Krankenkassen zwischen 2006 und 2010 die Verschreibungsquote von Antidepressiva um 55 Prozent gestiegen. Erhielten Studenten im Alter zwischen 20 und 35 Jahren 2006 noch durchschnittlich 8,7 Tagesdosen als Verschreibung, waren es 2010 bereits 13,5. Gleichaltrigen, die bereits arbeiten, benötigten 2010 im Schnitt 9,9 Tagesdosen, was eine Erhöhung um 39 Prozent bedeutet. Studenten scheinen etwas schneller zu genesen als Arbeitende im gleichen Alter - bei Hochschülern liegt die Verordnungsdauer bei 65 Tagen, bei Arbeitenden bei 72 Tagen. Einhergehend mit dieser Entwicklung steigt auch die Zahl der psychischen Diagnosen. Jedem fünften Studenten und jungen Erwerbstätigen wird mindestens einmal pro Jahr eine solche Diagnose gestellt.
Immmer mehr Studenten nehmen Psychopharmaka, WiWo 29.11.12


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Das gespaltene Verhältnis der Deutschen zur Freiheit 
Mittwoch, 5. Dezember 2012 - Studien
Die Freiheit ist den Deutschen zwar ein hohes Gut, doch wenn es um die Verwerfungen der freien Marktwirtschaft geht, zeigt sich eine Sehnsucht nach mehr Gleichheit bzw. sozialer Gerechtigkeit - das ist die Perspektive, die der so genannte Freiheitsindex, der vom Institut für Demoskopie Allensbach erhoben und vom John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung e.V. der Hochschule Heidelberg ausgewertet wird. Zwar sprechen sich 46 Prozent "im Zweifel für die Freiheit" aus, während 40 Prozent dies für die Gleichheit tun, doch relativiert sich dieser Freiheitsdrang, wenn der Kontext konkreter wird. So glauben nur 38 Prozent der Deutschen, dass die freie Marktwirtschaft Gerechtigkeit erst möglich macht, während 46 Prozent der Ansicht sind, dass die freie Wirtschaft automatisch zu sozialer Ungerechtigkeit führe - zu Beginn des Jahrzehnts waren diese Gewichtungen noch annähernd umgekehrt. Huhn oder Ei? Fragt man die Deutschen, ob Freiheit die Voraussetzung für Wohlstand ist oder umgekehrt erst Wohlstand die Freiheit ermögliche, ergibt sich ein Patt - jeweils 43 Prozent der Deutschen präferieren die eine bzw. die andere Perspektive.
Freiheitsindex Deutschland 2012


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Firmen wollen die Welt verändern 
Dienstag, 4. Dezember 2012 - Management
Im Rahmen des Summit of Newthinking in Berlin wurde die neue Initiative „Change-the-World Company“ vorgestellt. Unter der Überschrift “Open Business” präsentierten Katrin Faensen, the-virus.org, und Thomas Eisinger, Level 8, die Initiative, welche auf dem Amsterdamer Manifesto of Change basiert. Dieses wurde am 17. September 2011 von mehr als 500 Unternehmern aus aller Welt im Beisein von Kofi Annan und Muhammed Yunus unterzeichnet. Mit der Zeichnung des Wertekanons verpflichteten sich die Unternehmer, allesamt Mitglieder der Entrepreneurs Organization (EO), “Business” auf eine neue Art zu betreiben. Zu den zentralen Werten gehören: Leidenschaft, Integrität, Respekt, Balance, Authentizität, Leadership, Freude, Vertrauen, Großzügigkeit, Mut, Ehrbarkeit, Transparenz und Empathie. Um der Initiative zu mehr Power, Reichweite, Resonanz und Wirksamkeit zu verhelfen, wird nun ein Open Source Projekt gestartet. Das Ziel: kollaborativ Kriterien für „Change-the-World Companies“ zu entwickeln, die Sinn machen, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel fördern und allen Beteiligten „Purpose, Potential and Power“ vermitteln. Aus diesen kann ein Qualitätssiegel entstehen, das nicht käuflich ist und neutral allen Unternehme(r)n zur Verfügung steht, die die crowdgesourcten Kriterien erfüllen.
Change the World Company


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Manager zwischen Angst und innerer Balance 
Montag, 3. Dezember 2012 - Management
In einem spannenden Video-Interview auf innovativ.in spricht der PR-Berater, Management-Coach und Zen-Lehrer Paul J. Kohtes über die Ängste von Managern, die Frage, warum das Streben nach einer Karriere zu einer Droge werden kann, und zeigt Wege auf, wie Führungskräfte ihre Ängste nicht nur bewusst wahrnehmen, sondern auch konstruktiv mit ihnen umgehen können. Letztlich geht es um mehr Selbstbestimmung und damit Freiheit, darum, bei allen Herausforderungen, die das Arbeitsleben mit sich bringt, die eigene Identität nicht aus dem Auge zu verlieren, sondern sie bewusst zu gestalten. Das zweiteilige Interview ist mit 50 Minuten sehr lang, aber das Anhören lohnt sich!
Interview Paul J. Kohtes, innovativ.in 26.11.12


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Meditation als Basis einer neuen Bewusstseinskultur 
Freitag, 30. November 2012 - Wissenschaft
Der Kongress Meditation & Wissenschaft, der von der Oberberg Stiftung und der Identity Foundation zum zweiten Mal in Berlin veranstaltet wurde, hat dieses Mal die Themen Meditation im Bildungswesen und in der Arbeitswelt ins Visier genommen. Verschiedene Studien zeigen dabei, dass Schüler, die meditieren, leichter mit den Belastungen des Schulalltags zurecht kommen, und meditierende Lehrer deutlich stärker an den Bedürfnissen der Schüler orientiert unterrichten. Auch in der Arbeitswelt kann Meditation konstruktive Spuren legen, beispielsweise als wirksame Methode des Stressmanagements, aber auch als Impulsgeber für eine menschengerechtere Führung. Der Kongress widmete sich nicht nur den nachgewiesenen Wirkungen von Meditation, sondern ging auch der Frage nach, welche Rolle die Achtsamkeitspraxis als Basis für eine "neue Bewusstseinskultur in einer aus den Fugen geratenen Welt" spielen könne. Hier wurde deutlich, dass, gleichwohl Meditation viele Stressprobleme der heutigen Zeit kompensieren kann, es wichtig ist, diese positiven Wirkungen nicht zu instrumentalisieren - beispielsweise um Arbeitnehmer bei gleichbleibend schwierigen Rahmenbedingungen schlicht individuell noch leistungsfähiger zu machen. Die Kongressbeiträge zeigten eindrücklich, dass regelmäßiges Meditieren die Praktizierenden in ihrem Menschsein positiv verändern kann, und die daraus sich entwickelnde Haltung der stärkeren Verbundenheit kann nicht nur zum Ausgangspunkt für ein neues Selbstverständnis werden, sondern auch für kulturellen Wandel.
Kongresswebseite mit Pressemitteilungen


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Wenig arbeiten bei vielen Freiheiten 
Donnerstag, 29. November 2012 - Success Stories
Von den Freiheiten, die die Mitarbeiter des japanischen Mittelständlers Mirai Kogyo haben, können die meisten Angestellten nur Träumen. Die Firma, die Plastikteile für den Hausbau herstellt, räumt ihren Mitarbeitern pauschal 140 freie Tage pro Jahr plus bis zu 40 Urlaubstage ein. Feierabend wird bei Mirai immer pünktlich gemacht - um 16.45 Uhr. Und im Winter ist die Firma schon mal 20 Tage am Stück dicht. Hinzu kommt, dass es bei dem Mittelständler ein Management nur in Ansätzen gibt - Führung bedeutet dort, grobe Zielvorgaben zu machen. Alles andere ist Sache der Arbeitenden. Hinzu kommt: Im Zuge des internen Ideenmanagements entstehen durch die 800 Mitarbeiter bis zu 15.000 Verbesserungsvorschläge pro Jahre - aus 3.000 davon sind bereits Patente entstanden. Es hört sich an wie ein Märchen, aber eines, das zu funktionieren scheint ...
Die glücklichste Firma Japans, FTD 22.11.12


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Gesundheitsmanagement rechnet sich 
Mittwoch, 28. November 2012 - Studien
In einem Beitrag über betriebliches Gesundheitsmanagement stellt das Handelsblatt Unternehmen vor, die es mit der Gesundheit ihrer Mitarbeiter ernst nehmen. Und das nicht nur aus Menschlichkeit, denn längst wird im Unternehmensalltag die Mitarbeitergesundheit zum bedeutsamen wirtschaftlichen Faktor. Laut Roland Berger kosten krankheitsbedingte Ausfälle deutsche Firmen jährlich rund 60 Milliarden Euro. Und schon jetzt scheiden rund 28 Prozent der Erwerbstätigen frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben aus. Durch Stressfaktoren wie Zeitdruck, Überstunden oder Konflikte büßen Unternehmen zudem bis zu 15 Prozent ihrer Produktivität ein. Ein gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement hingegen könne die Ausfallzeiten um bis zu 40 Prozent senken.
Nur wer fit ist, liefert Topleistungen, HB 16.11.12



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