Für Transparenz und Transformation im Bankenwesen 
Dienstag, 26. März 2013 - Success Stories
Die Global Alliance for Banking on Values hat mit ihrer "Berliner Erklärung" neue Grundsätze für das Bankwesen verabschiedet. Der Initiative gehören gegenwärtig 22 Banken weltweit an, die für eine faire Finanzwirtschaft eintreten. Zum notwendigen Paradigmenwechsel im Bankensystem gehört für die Unterzeichner ein klares Bekenntnis zu Transparenz, so dass Banken ihre Geschäftsmodelle und die damit verbundenen Geldflüsse vollständig offenlegen sollten. Die Forderungen der Initiative zum Thema Nachhaltigkeit: "Banken spielen eine entscheidende Rolle bei der Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Daher sollten soziale und ökologische Kriterien ein fester Bestandteil ihrer Finanzangebote sein. Banken stehen in der Pflicht, sowohl für die kurz-, als auch langfristigen Folgen ihrer Aktivitäten die volle Verantwortung zu übernehmen. Sie stehen im Dienste der Realwirtschaft und müssen gesamtgesellschaftliche Sichtweisen bei ihren Entscheidungen stärker berücksichtigen." Darüber hinaus ist es den beteiligten Banken wichtig, eine Vielfalt an Finanzinstitutionen aufrechtzuerhalten, so dass die Kapitalmärkte nicht alleine von globalen Finanzkonzernen bestimmt werden.
Berliner Erklärung 2013


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Selber etwas schaffen 
Mittwoch, 20. März 2013 - Success Stories
Die gegenwärtige Diskussion über den Wohnungsmangel fördert so manche Erfolgsbeispiele zutage, wie Bürgerinnen und Bürger in Eigenregie Abhilfe für Missstände schaffen können. So ist zur Zeit das Thema Baugemeinschaften en vogue. Ein Artikel auf Spiegel online zeigt, dass die Zusammenschlüsse von mehreren Bauherren, die gemeinsam ein Objekt ihrer Wünsche realisieren, oft viel zielgenauer das, was Menschen wollen, erfüllen, als es beispielsweise der soziale Wohnungsbau könnte. Hier paaren sich Eigenverantwortung und Gestaltungswille, eine Mischung mit hohem Veränderungspotential. Hier zeigt sich, dass das Anpacken von unten häufig die bessere Alternative ist, als auf Lösungen von oben zu warten. Sicher, in einer Baugemeinschaft zu bauen, erfordert auch Kapital, ist also keine Lösung für völlig Mittellose. Aber der auf diese Weise entstehende Wohnraum ist nicht nur billiger als das klassische Eigenheim, er ist auch, weil die Gemeinschaften sich meist entsprechende Regelwerke verleihen, nicht den spekulativen Marktinteressen ausgesetzt. Und das ist ein Schritt, der einen Beitrag dazu leistet, das einseitig kapitalistisch ausgerichtete System von innen heraus zu verändern.
Willkommen in der Kapitalisten-Kommune, Spiegel online 12.3.13



[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Im Kaufhaus die Stille entdecken 
Montag, 25. Februar 2013 - Success Stories
Der englische Mönch Andi Puddicombe und die von ihm gegründete Organisation Headspace haben im Londoner Kaufhaus Selfridges mit einer ganz besonderen Aktion für Furore gesorgt. Im Zuge der Aktion "Macht der Stille" richtete Selfridges einen Meditationsraum ein, in dem bis zu 50 Kunden gleichzeitig eine Auszeit vom Lärm der Konsumgesellschaft nehmen können. Mit diesem sehr modernen Versuch, Meditation in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, knüpft Headspace fast schon an eine Tradition von Selfridges an, denn der Kaufhaus-Gründer Harry Gordon hatte bereits 1909 dort einen "Stillen Raum etabliert. Die Meditationsaktion als Teil einer größeren "No Noise"-Initiative zog bereits weitere Kreise, denn einige Hersteller hochwertiger Produkte präsentierten ihre Waren in einem "Quiet Shop" gänzlich ohne ihre üblichen Markenlogos. Prädikat: Nachahmenswert!
Meditation in London - Stressabbau im Einkaufsdschungel, Die Welt 14.2.13


[ 1 Kommentar ]     Permalink
Bio legt zu - aber auf niedrigem Niveau 
Mittwoch, 20. Februar 2013 - Success Stories
Bio ist in aller Munde und wer selbst beim Einkauf bevorzugt zu Bio-Lebensmitteln greift, mag den Eindruck haben, dass dieser Markt schon eine nennenswerte Größe in der Konsumwelt darstellt. Doch das ist leider nicht so. So vermeldete der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft für 2012 einen Anstieg des Bio-Absatzes um 0,2 Prozent - damit steigt der Anteil der Ökolebensmittel am gesamten Nahrungsmittelmarkt allerdings nur auf magere 3,9 Prozent. Im vergangenen Jahr war vor allem Bio-Fleisch ein Renner - hierfür zahlten die Deutschen 18 Prozent mehr, was einerseits gestiegenen Preisen, aber auch erhöhten Absätzen geschuldet ist. Doch auch in diesem Segment bleibt der Bio-Marktanteil verschwindend gering - er liegt bei 0,5 Prozent bei Geflügel und bei knapp drei Prozent bei gemischtem Hackfleisch. Alles in allem - nach oben ist hier noch viel Luft ...
Biofleisch ist der Renner, taz 12.2.13


[ 1 Kommentar ]     Permalink
Wenig arbeiten bei vielen Freiheiten 
Donnerstag, 29. November 2012 - Success Stories
Von den Freiheiten, die die Mitarbeiter des japanischen Mittelständlers Mirai Kogyo haben, können die meisten Angestellten nur Träumen. Die Firma, die Plastikteile für den Hausbau herstellt, räumt ihren Mitarbeitern pauschal 140 freie Tage pro Jahr plus bis zu 40 Urlaubstage ein. Feierabend wird bei Mirai immer pünktlich gemacht - um 16.45 Uhr. Und im Winter ist die Firma schon mal 20 Tage am Stück dicht. Hinzu kommt, dass es bei dem Mittelständler ein Management nur in Ansätzen gibt - Führung bedeutet dort, grobe Zielvorgaben zu machen. Alles andere ist Sache der Arbeitenden. Hinzu kommt: Im Zuge des internen Ideenmanagements entstehen durch die 800 Mitarbeiter bis zu 15.000 Verbesserungsvorschläge pro Jahre - aus 3.000 davon sind bereits Patente entstanden. Es hört sich an wie ein Märchen, aber eines, das zu funktionieren scheint ...
Die glücklichste Firma Japans, FTD 22.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Teilen, tauschen, gemeinsam konsumieren 
Freitag, 16. November 2012 - Success Stories
In der Debatte um die Kollision von Nachhaltigkeit und permanentem Wirtschaftswachstum mehren sich die Stimmen derer, die eine neue Form des "nachhaltigen Konsums" propagieren. Ein Beitrag in Forum Nachhaltig Wirtschaften skizziert verschiedene Modelle. Wo einst das Carsharing den Anfang des geteilten Konsums in der modernen Wirtschaft machte, sprießen heute Tausch- und Mietbörsen für Alltagsgeräte, Plattformen für geteilten Wohnraum oder auch soziale Netzwerke, die neue Umgangsformen mit dem Teilen von Eigentum erproben. Das spart Ressourcen, wirft aber auch neue Fragen, beispielsweise der Haftung, auf. "Das gemeinschaftliche Konsumieren entwickelt sich zu einem Massenmarkt. Passive Kunden werden zu aktiven Mitgestaltern, die Unternehmensmodelle und damit die Wirtschaft verändern", so Michael Kuhnt, Geschäftsführer des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production.
Teilen statt kaufen, FNW 8.11.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Die Stille im Supermarkt 
Montag, 11. Juni 2012 - Success Stories
Das Magazin der Supermarkt-Kette tegut berichtet über eine spannende Aktion des "spirituellen Dienstleisters" Sebastian Gronbach im tegut-Supermarkt in göttingen. Unter dem Motto "Stille ist Lebensmittel.Punkt" machte Gronbach mit einer Meditations-Aktion zwischen Supermarktregalen inmitten des üblichen Einkaufsstresses Stille im Alltag erfahrbar. Viele Kunden ließen sich von dem Event anregen, nahmen zwischen den Meditierenden Platz und kosteten selbst für einige Minuten den Geschmack der Besinnung. Für den spirituellen Aktivisten steht bei der Aktion nicht nur das zur Ruhe Kommen des Einzelnen im Fokus, sondern auch das verbindende Element von Meditation. "Wahrnehmen, dass die Stille, die in mir ist, die gleiche Stille ist, die in dir ist - das verbindet", meint Gronbach. Der Vorreiter der "Public Meditation" wird auch im Rahmen des Projekts Novelite - Neue Vorreiter des Wandels mit einem Video portraitiert. Prädikat: wertvoll!
Artikel aus dem tegut-Magazin

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Was ist uns etwas wert? 
Donnerstag, 19. April 2012 - Success Stories
In seinem neuen Buch "Ausgegeizt!" plädiert der Manufaktum-Marketingdirektor Uli Burchardt dafür, sich im Business wieder mehr auf Werte zu besinnen. Nicht im Sinne abstrakter Moraldiskussionen, sondern ganz handfest. Manufaktum, bekannt als Unternehmen, das nur hochwertige Waren zu ebensolchen Preisen vertreibt, hat die Wertfrage zum Erfolgskonzept gemacht. Das Unternehmen erklärt seinen Kunden, welchen Wert die von ihm angebotenen Produkte haben - im Hinblick auf die Herstellung, aber auch auf den Nutzen. Für Burchardt ist dabei klar, dass das Investment in langlebige Qualitätsprodukte sich lohnt, denn weil sie länger halten, sind sie unter dem Strich nicht teurer als Billigprodukte. Eigentlich - das ist der Rezension in der FTD jedoch nicht zu entnehmen - sind sie auch stressfreier, denn man muss nicht ständig nach Ersatz Ausschau halten. Die FTD kritisiert, dass Burchardt mit dieser "Mission" zwar die (unausgesprochen elitäre) Manufaktum-Kundschaft erreiche, die Mehrheit der deutschen Verbraucher jedoch nicht. In meinen Augen nicht unbedingt das Versagen des Autors, sondern eher eine implizit traurige Diagnose zur Lage der Nation: Das Geiz-Gen ist bei den meisten Konsumenten eben immer noch angeschaltet.
Geiz ist ungeil, FTD 7.4.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter