Vermögen ist nur eine Illusion 
Dienstag, 25. Mai 2010 - sonstiges
Der Finanzanalytiker Volker Looman nimmt in einer Kolumne für die FAZ unsere Vorstellungen zum Thema Vermögen unter die Lupe. Wo der Finanzexperte sonst immer praktische Tipps für die Geldanlage gibt, spricht er dieses Mal auf der grundsätzliche Weise Klartext. Die Angst der Anleger vor Inflation und Verlust und ihre Suche nach sicheren Anlagen stoße an ihre Grenzen, denn: "Alle müssen erkennen, dass es keine Sicherheit gibt." Looman wägt verschiedene, auch von ihm selbst immer wieder empfohlenen Diversifikationsstrategien ab, kommt aber zu einem sehr deutlichen Ergebnis: "Die nüchterne Schilderung der Werthaltigkeit oder Wertlosigkeit der klassischen Geldanlagen ist kein Abgesang auf Besitz. Nur soll sie belegen, dass Geld eben eine Illusion ist. ... Es gibt keine Garantie, dass die Anlagen morgen noch vorhanden sein werden, und es gibt keine Sicherheit, dass die Güter übermorgen noch etwas wert sein werden." Sehr interessant auch die Schlussfolgerung, die Looman aus dieser Einschätzung zieht: "Vor diesem Hintergrund sollten sich die Menschen weniger auf Besitz, sondern auf das Leben besinnen. Sie brauchen - so banal das klingt - jeden Tag zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf. Freude und Liebe verschönern das Leben, Angst und Gier vermiesen das Leben. ... Die schlichten Weisheiten sind vielen Menschen nicht zu vermitteln, weil sie glauben, dass es anders gehe. Das ist freilich Selbstbetrug." Nun, das sind klare Worte ...
Angst vor Inflation und Verlust treibt die Anleger zur Verzweiflung, FAZ 15.5.10

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Osterferien - Frische News wieder ab 12. April 
Dienstag, 6. April 2010 - sonstiges
think.work.different macht Osterferien. Ab 12. April gibt es hier wieder frische News.

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Fairer Handel als Investmentfonds 
Dienstag, 30. März 2010 - sonstiges
Die GLS Bank und die evangelische KD-Bank für Kirche und Diakonie haben einen Investmentfonds aufgelegt, der neben ökonomischen und klassischen Nachhaltigkeitskriterien auch entwicklungspolitische Perspektiven berücksichtigt. Ziel des FairWorldFonds ist es, die Idee des fairen Handels auf die Kapitalmärkte zu übertragen - ein Schritt, der aus Sicht der beteiligten Banken den Nerz der Zeit treffe. "Es gilt, auf den Finanzmärkten Verantwortung für die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Investitionen in Industriestaaten ebenso wie in Entwicklungsländern zu übernehmen. Der FairWorldFonds vereint erstmals alle Kriterien und geht beispielgebend voran", so GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg.
In Gerechtigkeit investieren, GLS Bank 18.3.10

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Die dunkle Seite des Konsums 
Freitag, 22. Januar 2010 - sonstiges
Das anthroposophische Magazin info3 beschäftigt sich in seiner Januar-Ausgabe mit der Kehrseite des Konsums. Nachdem die erste Euphorie zu nachhaltigem Konsum etwas abgeklungen ist, nicht zuletzt unterlegt durch verschiedene Studien, die zeigen, dass die konkrete Kaufbereitschaft der Verbraucher für faire, aber teurere Produkte doch zurückhaltender ist als diesbezügliche positive Selbstaussagen, widmet sich der von mir geschriebene info3-Artikel unter der Überschrift “Ab sofort wird scharf geschossen” der Frage, welche spirituellen Dimensionen sich bei diesem Thema zeigen. Der Glaube, dass "guter" Konsum alleine die Welt verändert, greift meiner Ansicht nach zu kurz, denn - so zeigen verschiedene Experten in dem Kapitel - es birgt durchaus große Gefahren, gewünschte gesamtgesellschaftliche Entwicklungen gewissermaßen an die Wirtschaft zu delegieren. Darüber hinaus blenden wir, wenn wir unseren Konsum durch den Kauf nachhaltig produzierter Produkte versuchen zu adeln, auch mögliche Schattenseiten unserer grundsätzlichen Konsumneigung aus. “Ohne Achtsamkeit sind wir nicht länger Herr unserer Konsumprozesse. Die Prozesse und Konsumobjekte greifen nach uns und wir leisten mit nachlassender Bewusstheit und Energie immer geringeren Widerstand”, sagt etwa Kai Romhardt, Gründer des Netzwerkes Achtsame Wirtschaft. Den vollständigen Artikel können Sie hier mit freundlicher Genehmigung der info3-Redaktion herunterladen. info3 berichtet regelmäßig über Beispiele alternativen Wirtschaftens und stellt Pioniere einer nachhaltigen Ökonomie vor. Ein kostenloses Probe-Abo ist hier erhältlich.

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Müßiggang ist aller Kreativität Anfang 
Freitag, 15. Januar 2010 - sonstiges
Ohne die Kunst des Müßiggangs wären der Menschheit viele geistigen Durchbrüche versagt geblieben. Von Isaac Newton sagt man, dass ihm die wichtigsten Erkenntnisse zu seiner Gravitationstheorie beim versonnenen Aufenthalt im Obstgarten zuflogen und dem Chemiker Friedrich Kekulé erschloss sich die von ihm gesuchte Struktur des Benzolrings im Traum. Auch René Descartes, Begründer des modernen Rationalismus, war eher ein Müßiggänger, der mit Vorliebe morgens im Bett seinen klugen Gedanken nachhing. Doch in der heutigen Beschleunigungsgesellschaft scheint uns die Fähigkeit zur bewusst gelebten Eigenzeit jenseits äußerer Zwänge abhanden gekommen zu sein. In seinem Artikel listet der Zeit-Redakteur Ulrich Schnabel vier Hürden auf, die es zu überwinden gilt, um den Müßiggang wieder für sich zu entdecken. Wer mit Zeitmanagement versuche, freie Zeit für Mußestunden zu gewinnen, verkenne beispielsweise, dass ständiges Gehetztsein längst ein gesellschaftliches Problem sei. "Wer von lauter gehetzten Menschen umgeben ist, kann sich selbst davon nicht plötzlich ausnehmen und zum entspannten Müßiggänger werden", so Schnabel. Fehler Nummer zwei: Muße mit Wellness zu verwechseln und einem Nützlichkeitsdenken zu unterwerfen. Wer glaubt, mit Mußestunden seine Schaffenskraft wiederherstellen zu können, verkenne, dass diese Verwertungslogik der Zielfreiheit von Muße diametral entgegengesetzt ist. Die Wissenschaft zeigt hingegen, dass das Gehirn sogar Phasen des Nichtstuns braucht, um sich wieder sortieren zu können. Haben wir dann einmal freie Zeit, unterstellen wir diese einem hohen Erwartungsdruck. Wir erwarten Genuss, Ruhe oder Freude und sind enttäuscht, wenn bei unseren Mußestunden nichts herauskommt. Hemmnis Nummer vier: Die schier unendlichen Möglichkeiten des Konsums oder der Freizeitgestaltung, die uns zur Verfügung stehen, machen uns unruhig, da wir ständig am Abwägen und Wählen sind, was für uns wohl das Beste sein könnte. Und jede Wahl schließt andere Optionen aus, was unsere Unzufriedenheit nährt. Der Weg aus diesen Dilemmata führt laut Schnabel schlicht über eine selbst geschaffene Souveränität: "Die wahre Kunst des Müßiggangs steht also nicht in entsprechenden Muße-Angeboten. Vielmehr gilt es, mit der fatalen Logik des Immer-mehr zu brechen und das trügerische Freiheitsversprechen der Multioptionsgesellschaft zu durchschauen. Wem es gelingt, sich diese Form der Selbstbestimmung zu bewahren, der dürfte am ehesten auch jene innere Ruhe finden, nach der wir uns alle so sehnen."
Die Wiederentdeckung der Muße, Die ZEIT 30.12.09

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Frohe Weihnachten! 
Montag, 14. Dezember 2009 - sonstiges
think.work.different macht für drei Wochen Ferien. Ich wünsche allen LeserInnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen inspirierten Start ins neue Jahr. Ab 4. Januar 2010 ist das Blog dann wieder mit frischen News für Sie da. Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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Podcast: Wir sind die Wirtschaft 
Freitag, 27. November 2009 - sonstiges
Viele ökonomische Analysen leiden darunter, dass sie Wirtschaft allein als abstraktes System betrachtet, das gewissen inhärenten Sachzwängen folgt. Rendite, Zinsen, Konsum - all diese Dinge sind jedoch menschengemacht. Kai Romhardt, Gründer des Netzwerkes Achtsame Wirtschaft, zeigt mit seinem neuen gleichnamigen Buch dagegen: Wir sind die Wirtschaft! Die Art, wie wir arbeiten und unser Geld verdienen, was wir davon kaufen und was wir glauben, wirklich zu brauchen, bestimmt im wesentlichen, wie wir das System Wirtschaft ausgestalten und welchen Zielen wir es folgen lassen. In einem Vortrag, der sich als Podcast online anhören lässt, zeigt Romhardt, wie wir durch mehr Achtsamkeit unsere Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und die Ökonomie positiv beeinflussen können.

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Sommerzeit- Ferienzeit 
Montag, 20. Juli 2009 - sonstiges
think|work|different macht bis zum 16. August Ferien. Ab 17. August sind wir dann wieder mit frischen News für Sie da. Ich wünsche allen LeserInnen schöne Sommertage! Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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