Positive Gefühle machen erfolgreich 
Dienstag, 3. Juni 2008 - Arbeit
Das Weiterbildungsmagazin ManagerSeminare widmet in seiner aktuellen Ausgabe einen Beitrag dem Thema Erfolg durch positive Gefühle. Der Broaden-and-Build-Theorie zufolge wirken positive Gefühle auf zwei Ebenen: Sie erweitern das Gedanken- und Handlungs-Repertoire (to broaden=erweitern) und das Erleben positiver Gefühle erhöht die personellen Ressourcen, so dass man mehr Energie, Ausdauer und Überzeugungskraft hat (to build=aufbauen). Doch wie erweckt man positive Gefühle? Jedenfalls nicht, indem man krampfhaft versucht, positiv zu denken. Die Emotionsforschung zeigt: Vor allem, wenn wir uns anstrengen und damit Erfolg haben, entstehen im Gehirn positive Emotionen. "Glücklich macht uns das Engagement für eine Sache, die uns zudem wertvoll erscheint und der wir Sinn beimessen", heißt es in dem Beitrag. Sprich: Das Rackern allein ist es auch nicht, das uns zufrieden werden lässt, sondern die positive Ausrichtung, die wir unseren Aktivitäten geben. Der Artikel gibt weitere Hinweise, wie man positive Gefühle stimulieren kann: indem man Bequemlichkeit vermeidet, sich nicht an Äußerlichkeiten orientiert, keine Vergleiche anstellt zu Vergangenheit oder Zukunft, Dankbarkeit zeigt, herausfindet, was einen glücklich macht und Neuland entdeckt, also für Abwechslung im eigenen Leben sorgt. Ein Vorurteil, mit dem der Beitrag aufräumt: Positive und negative Gefühle können vom Menschen durchaus zeitgleich empfunden werden. Das hat praktische Konsequenzen: Wer nur versucht, keine negativen Gedanken mehr zu haben, empfindet noch lange nicht positiv.
"Erfolgreich durch positive Emotionen", ManagerSeminare Juni 2008


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Uniformes Denken auf den Führungsetagen 
Mittwoch, 28. Mai 2008 - Arbeit
Anlässlich der Berufung von Martin Blessing an die Spitze der Commerzbank wirft die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Blick auf die neue Generation 40plus, die zunehmend die Führungsetagen prägt und zeigt damit ungewollt, warum so viele große Unternehmen sich häufig durch "me too"-Strategien und einen eher kühlen Umgang mit Zwischenmenschlichem positionieren. "Ich habe das Gefühl, dass diese Generation extrem nüchtern, analytisch und sachorientiert arbeitet", zitiert das Blatt etwa Stefan Eikelmann, Leiter der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. Das kommt nicht von ungefähr, denn viele der Mittvierziger, die jüngst Einzug in den Vorstandsbüros gehalten haben, sind vor Beginn ihrer Unternehmenskarriere durch die McKinsey-Schule gegangen. Der Artikel wirft auch ein Licht auf die sich stetig verschärfenden Arbeitsbedingungen. Dazu Eikelmann: "Früher hatten viele Vorstandsvorsitzende einen Neun-Stunden-Tag. Von der jungen Generation hat das keiner." Der Grund: Wer alleine 40 Stunden pro Woche im Flieger sitzt, um sich um Kunden und Niederlassungen in aller Welt zu kümmern, braucht ja auch noch ein bisschen Zeit für die Schreibtischarbeit.
"Generation 40plus auf Führungsetagen", FAZ 19.5.2008


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Das ewige Dilemma der schwindenden Mitte 
Dienstag, 27. Mai 2008 - Arbeit
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung wirft einen Blick auf die Problematik der in Deutschland stetig schrumpfenden Mittelschicht. Gehörten 1986 noch 63 Prozent der Bevölkerung zu denjenigen, die ein Einkommen zwischen 70 und 150 Prozent des Medians aller Einkommensschichten erlangen konnten (das ist aus wirtschaftlicher das Kennzeichen der Mittelschicht), waren es 2006 nur noch 54 Prozent. Im selben Zeitraum stieg die armutsgefährdete Schicht um vier auf 25 Prozent, die einkommensstarke von 17 auf 21 Prozent. Gerade der schwierige Arbeitsmarkt macht es Absteigern besonders schwer, sich wieder im Mittelfeld zu etablieren. Sie brauchen meist vier bis fünf Jahre, um sich wieder in die Mittelschicht hochzuarbeiten. Eines bleibt bei dieser Betrachtung jedoch leicht außen vor: Die Zahl der Absteiger in die untere Schicht liegt gegenüber 1986 genau so hoch wie die Zahl derjenigen, die in die einkommensstarke Schicht aufgestiegen sind - unter dem Strich scheint es also auch für einen Teil der Bevölkerung neue Chancen zu geben. Über die spricht in Deutschland aber kaum jemand.
"Mitten in Deutschland", FAS 18.5.2008


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Neid als wirtschaftlicher Problemfaktor 
Montag, 26. Mai 2008 - Arbeit
Die zunehmenden sozialen Unterschiede innerhalb der Bevölkerung beschäftigen die Politik seit Monaten verstärkt. Einerseits geht es vielen Deutschen heute materiell betrachtet besser denn je, andererseits fließt viel Energie in eine Neiddiskussion - denen, die mehr haben, als man selbst, gönnt man es schlicht nicht. Die neuere ökonomische Forschung zeigt einmal mehr, wie stark aufgeprägt diese Neidgefühle inzwischen sind. Bei einem Experiment boten Forscher den Probanden eine Verbesserung ihres Einkommens um 500 Euro an, während die anderen Teilnehmer leer ausgehen sollten, oder sie konnten 1.000 Euro erhalten, sollten dafür aber in Kauf nehmen, dass die anderen das Doppelte erhalten. Die meisten Teilnehmer entschieden sich für die 500 Euro. Da stellt sich doch die Frage: Können wir nur glücklich sein, wenn wir mehr haben als andere? Wie wenig zielführend diese durch das Experiment wieder einmal belegte Grundhaltung ist, zeigen dagegen die weltweit zunehmenden Glücksstudien, denn hier kristallisiert sich immer wieder heraus, dass mehr Geld, sind die Grundbedürfnisse einmal befriedigt, nicht wirklich glücklicher macht - eine Erkenntnis, die der Forscher Abraham Maslow auch mit seiner Bedürfnispyramide belegte. Wir leben also in einem Paradox, indem wir nach dem streben, was uns nicht wirklich befriedigt, und sind lieber bereit, im Stillstand zu verharren.
"Warum brauchen wir Belohnungen, um uns anzustrengen?", FAS 18.5.2008


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Siegel für Firmenethik gefordert 
Freitag, 9. Mai 2008 - Arbeit
Verbraucherschützer fordern ein einheitliches Gütesiegel, das die ethischen Randbedingungen, unter denen Produkte hergestellt werden, transparent macht, berichtet die taz. Ein solches "Sozialsiegel" könnte fünf bis zehn eindeutig überprüfbare Kriterien abdecken, beispielsweise die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), zu denen der Verzicht auf Zwangs- und Kinderarbeit und freie Lohnverhandlungen für die Beschäftigten gehören. In der Wirtschaft gibt es bereits erste positive Resonanz auf die Idee. Allerdings hätte ein solches Siegel weit reichende Auswirkungen auf die Unternehmen, denn bis heute können beispielsweise chinesische Arbeiter noch keiner unabhängigen Gewerkschaft beitreten, was, würden die ILO-Anforderungen für das Siegel zugrunde gelegt, bedeuten könnte, dass in China produzierte Güter von der Siegelvergabe ausgeschlossen wären.
"Hilfe beim korrekten Einkauf", taz 28.4.2008


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Ergebnisse statt bloße Anwesenheit 
Mittwoch, 7. Mai 2008 - Arbeit
Junge Arbeitnehmer verändern mit ihren Anforderungen an das Berufsleben die Arbeitswelt, so die These von Tamara J. Erickson, President des Concours Institute, dem Forschungs- und Bildungszweig der IT-Beratung BSG Alliance. In einem Beitrag für den Harvard Business Manager legt sie dar, dass die so genannte Generation Y, also die nach 1980 Geborenen, eher nach ihren Arbeitsergebnissen denn nach bloßer Anwesenheit bezahlt werden wollen. Sie rät Unternehmen dazu, über aufgabenorientierte Stellenbeschreibungen nachzudenken und führt das Beispiel der amerikanischen Elektronik-Kette Best Buy an, bei der mittlerweile mehr als 60 Prozent der 4.000 Mitarbeiter anhand ihrer Arbeitsergebnisse beurteilt werden - Anwesenheitspflicht adé. Das Ergebnis: Die Produktivität des Unternehmens hat sich seit der Einführung des neuen Modells um 35 Prozent erhöht.
"Wie die Generation Y arbeiten will", Harvard Business Manager 2.2008


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Anstieg psychischer Probleme in der Arbeitswelt 
Dienstag, 6. Mai 2008 - Arbeit
Der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) warnt in einem im April vorgelegten Bericht vor einem deutlichen Anstieg von psychischen Problemen im Arbeitsumfeld. So nehme die Zahl der psychischen und Verhaltensstörungen drastisch zu. Ihr Anteil an den Ausfalltagen von Beschäftigten sei von 6,6 Prozent auf 10,5 Prozent angewachsen. Die Experten gehen davon aus, dass alleine die depressiven Verstimmungen bis 2020 nach den Herzerkrankungen an zweiter Stelle stehen werden. Diesen Anstieg bewerten die Psychologen als zu hoch, um ihn alleine auf die größere Bereitschaft, eine psychische Störung als solche zu diagnostizieren, zurückzuführen. Als Ursachen für die wachsenden psychischen Problemlagen der arbeitenden Bevölkerung nennen die Psychologen Zeitdruck, Komplexität der Arbeit, fehlende Partizipationsmöglichkeiten, prekäre Arbeitsverhältnisse, mangelnde Wertschätzung und defizitäres Führungsverhalten. "Wir haben in Deutschland nicht nur ein Problem mit Managergehältern, wir haben einen weit verbreiteten Mangel ans Managerqualitäten", so BDP-Vizepräsidentin Thordis Bethlehem. Arbeitsüberlastung, hoher Erfolgsdruck und ein Mangel an sozialer Anerkennung führen nach Ansicht der Experten zu chronischem Stress. Die sich stetig verschärfenden Arbeitsbedingungen erfordern seitens der Beschäftigten neue Fähigkeiten zur Kompensation, auch Resilienz genannt, um widerstandsfähiger gegenüber äußeren Belastungen und Krisensituationen zu werden.
Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Psychologen


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Liebe macht das Business erfolgreicher 
Dienstag, 15. April 2008 - Arbeit
Kürzlich habe ich für das Unternehmerinnen-Magazin Existenzielle die amerikanische Trendforscherin Patricia Aburdene interviewt. In ihrem jüngsten Buch beschreibt sie verschiedene spirituelle Paradigmen, die die Wirtschaft langfristig positiv verändern und den Aufstieg eines bewussten und zukunftsfähigen Kapitalismus begünstigen. In dem Interview, das inzwischen auf dem Online-Portal Femity vollständig zu lesen ist, erklärt Aburdene, dass der Faktor Liebe fürs Business immer wichtiger wird: "Ich bedauere jeden, der glaubt, im Business ginge es alleine darum, Geld zu machen. Wer so denkt, wird keinen Spaß an der Arbeit haben. Und außerdem nicht wirklich viel Geld verdienen. Erfolg erwächst aus Leidenschaft, Überzeugung und Kreativität. Das sind alles sehr emotionale Dimensionen. Warum? Weil diese Werte den Menschen ausmachen. Und Menschen, sei es als Kunden, Führungskräfte, Arbeitnehmer, Investoren oder Zulieferer, sind es, die ein Unternehmen erfolgreich machen - nicht eine 'Es geht alleine um den Profit'-Mentalität. ... Das eigene Unternehmen einwandfrei zu führen, ist eine Voraussetzung, um im Business zu bleiben. Aber die persönliche Leidenschaft und die eigenen Werte sind es, die es unverwechselbar machen. So entstehen wirkliche Alleinstellungsmerkmale. Liebe, Goodwill, Mut und andere transzendente menschliche Werte verwandeln sich so in konkreten Erfolg." Im Oktober 2008 erscheint die deutsche Übersetzung ihres Buches "Megatrends 2020: Der Aufstieg des zukunftsfähigen Kapitalismus. Sieben Trends, die unser Leben und Arbeiten verändern" bei J.Kamphausen, Bielefeld.
"Wir sind auf dem Weg in eine neue Business-Welt", Existenzielle März 2008


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