Unzufriedenheit im mittleren Management 
Montag, 29. Januar 2007 - Studien
Im mittleren Management macht sich Unzufriedenheit breit, so das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Accenture, die durch eine Befragung von rund 1.400 Angestellten aus dem mittleren Management in Europa, Nordamerika und Asien erhoben wurde. Jeder vierte Befragte bemängelt fehlende Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereoptionen. 44 Prozent fühlen sich nicht angemessen bezahlt und 43 Prozent sind der Meinung, dass ihre Leistung nicht angemessen gewürdigt wird. Weitere Aspekte der Studie, die sich um finanzielle Gesichtspunkte drehen: Jeder Zweite mahnt die aktuelle Bezahlung an (wobei nicht näher spezifiziert wird, was darunter zu verstehen ist) und 56 Prozent der Befragten sind der Sinsicht, keine ausreichende Wertschöpfung der beruflichen Leistung zu erhalten. Für jeden dritten Mittelmanager ist die Balance zwischen Arbeit und Privatleben problematisch. Immerhin 39 Prozent zeigten sich jedoch mit ihrer derzeitigen Berufssituation generell zufrieden. Viele Führungskräfte sitzen derweil schon auf gepackten Koffern. So erwägen 43 Prozent einen Wechsel des Arbeitgebers, 23 Prozent sind sogar bereits aktiv dabei, sich um eine neue Stelle zu bemühen.
Frustration am Arbeitsplatz als Zeitbombe für Unternehmen, 16.1.07


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Stiftung Neues Leben lobt Werte-Award aus 
Freitag, 26. Januar 2007 - Success Stories
Die Stiftung Neues Leben will mit einem Werte-Award gesellschaftliches Engagement ehren. Der Preis wird in drei Kategorien für vergeben: Für couragiertes Handeln im Alltag, für innovative und strukturverändernde Projekte sowie für das herausragende Lebenswerk von Menschen. Im Projektbereich sind nicht zuletzt Initiativen aus dem Arbeitsleben angesprochen, die "in der Arbeitswelt Strukturen des Teilhabens und Teilgebens verwirklichen". Der Kontext des Preises: "Der Werte-Award möchte Glaube, Liebe, Hoffnung, den Werten, die bleiben, eine große Bühne geben." Die Preisverleihung soll im Oktober 2007 stattfinden, Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2007.
Werte Award 2007

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Karriere ist für viele Studenten nicht das wichtigste Ziel 
Donnerstag, 25. Januar 2007 - Studien
Karriere scheint für viele heutige Studenten allenfalls ein untergeordneter Antriebsfaktor zu sein, wie eine Studie der HIS Hochschul-Informations-System GmbH unter 3.000 Studierenden in ganz Deutschland zeigt. "Auf alle Fälle Karriere machen" spielte hier nur für jeden vierten Studenten eine große bis sehr große Rolle. Das heißt jedoch nicht, dass die Studies null Bock auf den Job nach dem Studium haben, denn 84 Prozent bemühen sich stark bis sehr stark darum, fundierte berufliche Kompetenzen zu erwerben. Vier von fünf Studierenden ist es dagegen sehr wichtig, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Ein sicherer Arbeitsplatz und finanzielle Sicherheit sind ebenfalls bei knapp 80 Prozent der Befragten ein wichtiger Punkt in ihrer Lebensplanung. Berufliches Prestige ist dagegen nur für jeden Dritten ein bedeutsamer Faktor.
Studie "Lebensziele und Werte Studierender"

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Effektivität am Arbeitsplatz auch eine Frage der Raumgestaltung 
Mittwoch, 24. Januar 2007 - Studien
Im Rahmen eines so genannten Office Excellence Check hat das Fraunhofer Institut herausgefunden, dass die räumliche Gestaltung von Arbeitsplätzen erheblichen Einfluss auf die Performance der Mitarbeiter hat. Die wichtigsten "Design-Faktoren" für ein effizientes Büro: Rahmenbedingungen, die jede Art von Kommunikationsarbeiter bestmöglich unterstützen, eine auf die Tätigkeiten abgestimmte und bewusst geplante Büroform und ein hohes Maß an ergonoischer Qualität des Arbeitsplatz-Mobiliars. Eine Zwischenauswertung der Fraunhofer-Studie ergab: Je nach Ausgangsbasis lassen sich durch eine Optimierung der Design-Faktoren Performancesteigerungen von bis zu 36 Prozent realisieren. Der nüchterne Kommentar der Forscher: "Der aus den Angaben aller Teilnehmer ermittelte Durchschnittswert zur Ermittlung einer spezifischen Produktivitäts- bzw. Performance-Kennzahl liegt – bezogen auf den möglichen Maximalwert – aktuell bei 60,7 Prozent. Dieser Wert gibt deutliche Hinweise auf bislang noch ungenutzte Performance-Potenziale."
Zwischenergebnis der Fraunhofer-Studie

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PR und das Geschäft mit der Lüge 
Dienstag, 23. Januar 2007 - Management
Kontrovers und kämpferisch - der PR-Profi Klaus Kocks gibt sich gerne als Provokateur. "Wir alle leben in Doppelmoral, Redlichkeit besteht darin, es zuzugeben", sagte er kürzlich im Interview mit Spiegel Online, um sofort noch einen draufzusetzen: "Die Wahrheitskategorie hat mit Geschäften nichts zu tun. Ein Autohändler möchte Geschäfte machen, und ein Politiker möchte das auf einer anderen Ebene auch. In Demokratien müssen Sie Machtausübung - zynisch könnte man sagen: leider - legitimieren. Deshalb müssen Sie die Leute von Ihren politischen Maßnahmen überzeugen. Dass es dabei nicht um die reine Wahrheit geht, ist mittlerweile Allgemeingut." Ehrlichkeit im Business? Wahrhaftigkeit? Oder vielleicht nur Offenheit? Bei Klaus Kocks sind solche Attribute eine glatte Fehlanzeige. Dass der PRler mit großem Hang zur Selbstdarstellung einst sechs Jahre lang Kommunikationsvorstand bei VW war, ist dabei eine nette Fußnote. Vielleicht sind Unternehmen manchmal gut damit beraten, sich nicht beraten zu lassen.
"Lügner reden immer nur von Notlügen", Spiegel Online 17.1.07

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Von "schlechtem" Geld und guten Zwecken 
Montag, 22. Januar 2007 - Management
Die Moralfrage hat in den letzten Tagen die Stiftungswelt eingeholt. So stand die Stiftung von Bill und Melinda Gates kürzlich in der Kritik, weil bekannt wurde, dass das Vermögen der Stiftung zum Teil durch Investments in Konzerne gemehrt wird, deren Aktivitäten die "Tue Gutes"-Mentalität der Stifter konterkarieren. Im Portfolio der Stiftung finden sich beispielsweise Investments in BP, Exxon Mobil, Merck und Schering, die bereits wegen Ethikverstößen aufgefallen waren, oder - wie das Manager Magazin scharf formuliert: "Umweltverpester, Ausbeuter, Sozialsünder". Experten haben errechnet, dass rund 8,7 Milliarden Dollar des Stiftungsvermögens ethisch fragwürdig investiert sind. Das Beispiel macht sensibel für die andere Seite der sozialen Verantwortung, die - auch in vielen Unternehmen - noch nicht konsequent thematisiert wird. Denn was nutzt es unter dem Strich, wenn sich Firmen im Zuge eines wachsenden Bewusstseins für das Thema Corporate Social Responsibility engagieren, aber durch die Hintertür - im Zuge ihrer Geschäftsaktivitäten - entsprechende Konsequenz vermissen lassen?
"Schlechtes Geld schadet gutem Ruf", Manager Magazin 15.1.07

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Wie Manager von Dirigenten lernen können 
Freitag, 19. Januar 2007 - Management
Wenn ein Orchester eine große Sinfonie spielt, wird mancher Manager neidisch, denn das Maß an Harmonie und Kooperation auf der Bühne, das für eine gelungene Interpretation der Musik erforderlich ist, stellt sich in Unternehmen nur selten ein. Der Dirigent und Kommunikationsberater Christian Ganz rät Führungskräften, die Kommunikationsstrukturen eines Orchesters zu adaptieren. "Ein Dirigent, der nicht weiß, welche Interpretation einer Sinfonie er verwirklichen will, kann keinen Erfolg haben, Tritt er zu kumpelhaft oder zu liberal gegenüber seinen Musikern auf, wissen diese nicht, in welche Richtung es gehen soll. Ist er zu streng, verprellt er vor allem die Solisten, auf deren Interpretationen das ganze Orchester angewiesen ist", beschreibt das Handelsblatt den Ansatz von Ganz.
"Wie man ein Unternehmen zum Erfolg dirigiert", HB 12.1.07

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Fantasie der Mitarbeiter optimal nutzen 
Donnerstag, 18. Januar 2007 - Management
Effizienz gilt vielen Managern als höchstes Gut. Wer dabei ein wenig quer denkt, kann noch mehr rausholen. Der schottische Soundsystem-Hersteller Linn Products Ltd. hat beispielsweise das Fließbandprinzip auf den Kopf gestellt. Bei einem internen Test war aufgefallen, dass die Mitarbeiter die Geräte wesentlich schneller vollständig selbst zusammensetzen, als wenn die Produktion am Fließband in verschiedene Teilprozesse zerlegt wird. "Die Herausforderung besteht darin, die Fähigkeiten und die Fantasie der Mitarbeiter optimal zu nutzen. Wir haben unseren Produktionsprozess so umgestaltet, dass unsere Mitarbeiter nicht mehr dazu da sind, auf der untersten Stufe Maschinen zu füttern, sondern die Roboter sind umgekehrt dazu da, den Mitarbeitern zu dienen", sagt Unternemensgründer Ivor Tiefenbrun in einem Interview mit dem Manager Magazin. Positiver Effekt der Umstellung auf Einzelfertigung: Die Mitarbeiter fühlen sich für "ihr" Produkt rundum verantwortlich, Verbesserungen lassen sich leichter und schneller umsetzen und die Innovationsrate steigt.
"Raus aus der Fließband-Welt", Manager Magazin 16.1.07

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