Zukunft soll lieber überraschen 
Freitag, 3. März 2017 - Psychologie, Studien
Wüssten Sie gerne, wie es Ihnen in 20 Jahren geht? Ob Sie gesund oder krank sind, in einer Partnerschaft? Falls ja, sind Sie eher eine Ausnahme, denn die meisten Menschen lassen sich von der Zukunft lieber überraschen. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchte mit mehr als 2.000 Menschen aus Spanien und Deutschland, ob sie gerne mehr über ihre Zukunft wüssten. 86 bis 90 Prozent gaben an, über negative künftige Entwicklungen lieber nichts wissen zu wollen. Selbst wenn es um Positives ging, zeigten lediglich 40 bis 70 Prozent Interesse. Der Hang, Unschönes auszublenden, mag nicht weiter überraschen. Doch anscheinend lässt sich der Mensch doch lieber überraschen - selbst wenn auch böse Überraschungen auf ihn warten.
Wir wollen es nicht wissen, scinexx.de 24.2.17

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Ausgrenzung fördert Verschwörungsmentalität 
Donnerstag, 2. März 2017 - Psychologie, Studien
Menschen, die sich ausgeschlossen fühlen, suchen verstärkt nach Sinn in ihrem Leben - und sie sind zugänglicher für Verschwörungstheorien. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie. In einem ersten Test ließen die Wissenschaftler 119 Probanden eine unangenehme Begebenheit aus ihrem Leben erzählen, an der ein oder mehrere enge Freunde beteiligt waren. Danach wurden sie gefragt, wie sie sich gerade fühlten, wobei explizit auch nach einem Gefühl der Ausgeschlossenheit gefragt wurde. Außerdem sollten sie angeben, wie stark sie sich in ihrem Leben nach Bedeutung sehnen. Anschließend wurden ihnen mehrere Verschwörungstheorien zur Beurteilung vorgelegt. Bei der Auswertung zeigte sich, dass diejenigen, die ein Gefühl der Ausgeschlossenheit beklagt hatten, sich stärker als andere Probanden nach Bedeutsamkeit sehnten und auch zugänglicher für die Verschwörungstheorien waren. Die Wissenschaftler sehen hier die Gefahr eines Teufelskreises im Hinblick auf mögliche gesellschaftliche Entwicklungen. Menschen, die sich bereits nicht akzeptiert fühlten, flüchteten sich dann in Verschwörungstheorien, was sie nur noch weiter von der Gesellschaft entferne.
Ausgeschlossenheit verstärkt Verschwörungsmentalität, spektrum.de 21.2.17

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Damit die Arbeit Spaß macht 
Mittwoch, 1. März 2017 - Arbeit, Management
Die Positive Psychologie hinterlässt zusehends auch in Unternehmen ihre Spuren. Vor allem in hippen Start-ups ist es längst keine Sensation mehr, wenn dem CEO unter anderem ein Chief Happiness Officer zur Seite steht. Ein Beitrag im Harvard Business Manager zeigt, wie sich Wohlfühlklima in Unternehmen etablieren lässt. Dabei geht es um mehr als Goodies wie frisches Obst oder nette Mitarbeiter-Events. Die Fokussierung auf das Positive findet längst auch Eingang in die Mitarbeiterführung, die in Feelgood-Unternehmen stark auf Mitarbeiterbeteiligung und diskursive Methoden setzt. Da das gute Gefühl im Job Mitarbeiter oft loyaler sein lässt, können solche Ansätze nicht nur das Betriebsklima verbessern, sondern auch die Fluktuation senken. Allerdings rät der Artikel ausdrücklich davon ab, etablierte Unternehmenskulturen einfach umkrempeln zu wollen, denn dann wird Feelgood-Management leicht zur Farce.
Warum Arbeit Spaß machen darf, HBM 21.2.17

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Wann Lob besonders wirkt 
Dienstag, 28. Februar 2017 - Psychologie, Studien, Arbeit, Management
Lob motiviert, so viel ist klar. Aber gibt es auch Kontexte, in denen es sich als besonders wirkungsvoll erweist? Eine Studie der Universität Konstanz ging dieser Frage nach und untersuchte das Verhalten von 300 Studierenden, die zu Semesteranfang und -ende jeweils eine Klausur in Mikroökonomie zu schreiben hatten. In einer Studierendengruppe wurden nach der ersten Benotung die besten 30 Prozent vor versammelter Mannschaft gelobt, in der anderen nicht. Bei der Folgeklausur zeigte sich, dass sich insbesondere diejenigen, die bei der ersten Klausur nur knapp schlechter abgeschnitten hatten als die erwähnten 30 Prozent der Besten sich deutlich verbessert hatten. Die ohnehin schon sehr guten Studenten wiesen diese Verbesserung nicht auf. Die Forscher gehen davon aus, dass es vor allem die durch das Lob kommunizierte implizite Norm war, die zu diesen Verbesserungen beitrug. Sie gab denen, die sie knapp verfehlt hatten, einen Anhaltspunkt, sich noch stärker für das wünschenswerte Ergebnis zu engagieren.
Wem Lob wirklich hilft, spektrum.de 20.2.17

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Achtsamkeit lindert Angst 
Montag, 27. Februar 2017 - Psychologie, Studien
Eine neue amerikanische Studie zeigt, wie Patienten mit Angststörungen von Achtsamkeitsübungen profitieren können. Für die Untersuchung wurden 89 Probanden in zwei Gruppen eingeteilt - eine erhielt einen achtwöchigen MBSR-Kurs zum Training ihrer Achtsamkeit, während die andere an einem gleich langen Stressmanagement-Kurs teilnahm mit dem Fokus auf Verhaltensänderungen, besserem Schlaf und Wohlbefinden. Vor und nach der Studie absolvierten alle Probanden den Trier-Stress-Test, bei dem sie vor Publikum eine Rede halten mussten. Bei den Achtsamkeit Übenden verringerten sich nach dem Kurs die Stresshormone deutlich und sie empfanden weniger Ängste. Die Probanden, die am Stressmanagement teilgenommen hatten, verspürten indes nach dem Kurs beim Halten der Rede sogar größere Angst.
Angststörungen: Meditation statt Medikamente, esanum 19.2.17

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Home Office kann zur Stressfalle werden 
Freitag, 24. Februar 2017 - Studien, Arbeit
Mehr Freiheiten und eine bessere Work-Life-Balance gehören zu den Hoffnungen, die viele Arbeitnehmer mit dem Home Office verbinden. Eine Untersuchung der Arbeitsorganisation ILO der Vereinten Nationen und der Europäischen Stiftung Eurofound zeigt indes, dass diese Wünsche sich durch flexibles Arbeiten nicht zwingend erfüllen. Betrachtet wurden die Arbeitsbedingungen in Deutschland, neun weiteren EU-Ländern, in Argentinien, Brasilien, Indien, Japan und den USA. Unter denen, die fast ständig unterwegs arbeiten, sowie jene, die regelmäßig ihren Job von zu Hause aus erledigen, litten 42 Prozent unter Schlafstörungen, während es bei den Büroarbeitern nur 29 Prozent waren. 41 Prozent der hochmobilen Angestellten klagten über Stress, während es bei den Büroarbeitern nur ein Viertel war. Die Datenlage ist allerdings sehr heterogen, denn in die Auswertung wurden Studienergebnisse, die zum Teil mehrere Jahre alt sind, einbezogen. Auch stellt sich womöglich noch die Frage, ob für die Belastungen der Arbeitsort der maßgebliche Faktor ist oder nicht vielleicht auch ein größerer Kontext der Arbeitsanforderungen. Bürojobs haben eine Regelmäßigkeit im äußeren Rahmen, der bei hochmobilen Vielreisenden zum Beispiel nicht gegeben ist. Und die Freiheit bei der Arbeitseinteilung zu Hause setzt natürlich auch gewisse psychische Anforderungen.
Studie entlarvt das Home Office als gesundheitsschädlich, welt.de 17.2.17


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Skepsis sitzt bei deutschen Arbeitnehmern tief 
Donnerstag, 23. Februar 2017 - Studien, Arbeit, Management
Den Deutschen sagt man gerne Skepsis nach und diese zeigt sich auch in der Arbeitswelt. Eine weltweite Umfrage der Personalberatung Korn Ferry mit mehr als 1,4 Millionen Fach- und Führungskräften aus 23 europäischen Ländern zeigt, dass die Deutschen zu den großen Skeptikern im Business zählen. Hierzulande glauben nur 63 Prozent daran, dass ihr Unternehmen in den nächsten Jahren erfolgreich sein wird. Weniger sind es nur in Italien (62 Prozent), Belgien und Frankreich (jeweils 60 Prozent) und Österreich (58 Prozent). In Osteuropa hingegen herrscht Aufbruchstimmung. 88 Prozent der Slowenen und 80 Prozent der Rumänen glauben an eine erfolgreiche Zukunft ihres Unternehmens. Studienleiterin Mandy Rehmann betrachtet es als Führungsaufgabe, im Unternehmen eine optimistische Grundhaltung zu etablieren: "Das braucht einen anderen Führungsstil als nur zu delegieren." Was in Veränderungsprozessen vor allem zähle, sei Vertrauen.
Deutsche Angestellte sind besonders skeptisch, FAZ 15.2.17


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Warum Veränderungen so schwer fallen 
Mittwoch, 22. Februar 2017 - Bewusstsein, Psychologie
Öfter mal joggen gehen, gesund kochen, ausreichend schlafen - wohl jeder kennt im eigenen Leben neuralgische Punkte, die er eigentlich gerne verbessern würde. Wäre da nicht der innere Schweinehund. In einer Kolumne in der Wirtschaftswoche erklärt ein Psychotherapeut, warum solche Veränderungen uns so schwer fallen. Unser Gehirn liebt das Gewohnte. Und ändern wir auch nur ein Detail, wirbelt das unsere Grundorientierung zunächst einmal durcheinander. Wer es gewohnt ist, viel Süßes zu essen, hat beispielsweise bei einer Ernährungsumstellung nicht nur die Herausforderung, sich gesünderen Lebensmitteln zuzuwenden. Er wird auch mit all den unbewussten inneren Reaktionen, die sein bisheriges Essverhalten begleiten, konfrontiert - das Gefühl der Geborgenheit, dass Schokolade oder Kuchen vielleicht vermitteln, der Genuss, der mit dieser Gewohnheit verbunden ist. Änderungen brauchen viel Aufmerksamkeit, denn es reicht nicht, den Blick einfach auf das gewünschte Ziel zu richten. Wir müssen auch wach sein für all unsere Impulse, die sich gegen die Veränderung wehren. So kann es es helfen, möglichen Verlustgefühlen vorzubeugen, indem man bewusst Verhaltensänderungen mit unterstützenden Maßnahmen begleitet. Wer noch nicht gerne joggt, fühlt sich vielleicht durch das heiße Bad nach dem Lauf motiviert. Wer jahrelang Süßes fürs Gemüt gegessen hat, wird vielleicht durch einen aromatischen Tee genauso befriedigt. Und es braucht natürlich eine gewisse Ausdauer, bis das Gehirn sich an die neuen Lebensbedingungen gewöhnt hat.
Veränderungen sind Gift für das Gehirn, WiWo 13.2.17


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