Ein Feuer entfachen 
Freitag, 17. April 2009 - Bücher
Das Heulen und Zähneklappern ist gegenwärtig in den Unternehmen groß. Kurzarbeit, Arbeitsüberlastung, Stellenstreichungen, fehlende Zukunftsperspektiven - Corporate Germany gleicht einem Tal der Tränen. Doch die gegenwärtige Wirtschaftskrise mit all ihren negativen Begleiterscheinungen sollte uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass es trotz schwieriger äußerer Rahmenbedingungen und vermeintlicher Sachzwänge immer auch Möglichkeiten gibt, die Energie im Unternehmen hoch zu halten. Mit seinem neuen Buch "Leading with Life" zeigt Matthias zur Bonsen, wie Unternehmen neue Energien freisetzen, ihre Innovationsfähigkeit steigern und vor allem die Motivation und Begeisterungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter wecken können. Zur Bonsens Rezept ist einfach und nachvollziehbar: Man muss ein Feuer entfachen und neue Lebendigkeit freisetzen. Lose Strukturen für mehr Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, Diversität kreativ nutzen, verfestigte Sichtweisen überwinden und Ziele, Werte und Visionen mit Leben füllen, das sind die Optionen, die aus dem Jammertal herausführen können. Das Buch macht Mut und Lust auf Veränderung und zeigt, wie man mit inspirierenden Geschichten die Leidenschaft zurück ins Unternehmen holt. Zur Bonsen liefert zahlreiche Beispiele für gelungene Transformationsprozesse, die nicht zuletzt mit Großgruppen-Events die ganze Mannschaft ins Boot holen.
Verlagsseite zum Buch


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Vorbilder - wichtig und verzweifelt gesucht 
Donnerstag, 16. April 2009 - Studien
Vorbilder spielen für viele Arbeitnehmer eine große Rolle bei der Gestaltung ihres persönlichen Karriereweges. 36 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen werden bei ihrer beruflichen Planung von ihren Vätern beeinflusst, so das Ergebnis einer Untersuchung von Accenture. Darüber hinaus spielen eigene Interessen, Fähigkeiten und Ziele eine herausragende Rolle bei der Selbstpositionierung im Job. Freunde spielen bei 37 Prozent der Frauen und bei 40 Prozent der Männer ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Untersuchung zeigt aber auch, dass es - so laut Accenture "die einhellige Meinung" - in der Öffentlichkeit viel zu wenige Vorbilder gibt. Vor allem in Wirtschaft und Politik seien diese Mangelware. Für die Studie befragte die Unternehmensberatung mehr als 2.200 Führungskräfte in 13 Ländern.
Pressemitteilung Accenture



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Stress in Unternehmen an der Tagesordnung 
Mittwoch, 15. April 2009 - Studien
Immer mehr Beschäftigte erleben am Arbeitsplatz Druck, so das Ergebnis einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung. Befragt wurden im Rahmen der WSI-Betriebsrätebefragung 1.700 Arbeitnehmervertreter aus Firmen mit mehr als 20 Beschäftigten. In 84 Prozent der in die Umfrage einbezogenen Unternehmen gaben die Beschäftigten an, unter hohem Zeit- und Leistungsdruck zu arbeiten. Durchschnittlich sind rund 43 Prozent der Mitarbeiter von diesen Rahmenbedingungen betroffen. Als Auslöser für diesen Arbeitsstress nennen die Betriebsräte eine zu enge Personaldecke (84 Prozent), die hohe Eigenverantwortlichkeit der Beschäftigten (79 Prozent) und die Abhängigkeit von Kundenvorgaben (75 Prozent).
Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung


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European Leadership Academy in Berlin gegründet 
Dienstag, 14. April 2009 - Management
Das Coaching Center Berlin hat gemeinsam mit 21 weiteren Gesellschaftern die European Leadership Academy gegründet. Das neue Bildungsinstitut widmet sich ausschließlich dem Thema Führung von Unternehmen, Organisationen und Menschen. Zentrales Angebot der Akademie ist ein zehnmonatiges, berufsbegleitendes Entwicklungsprogramm für Führende. Es basiert auf einem integral-systemorientierten Verständnis von Führung und umfasst daher gleichwertig die Dimensionen Persönlichkeit (Ich), Gruppe (Wir), Organisation und Gesellschaft (System). Die wichtigsten Inhalte sind: Selbst- und Teamentwicklung, gesunde Lebensführung in Führungspositionen, visionäres Denken und Handeln, Verständnis und Führen komplexer Systeme, Haltung und Handeln in herausfordernden Führungssituationen. Starttermine für die Weiterbildung sind der 11. Juni und der 3. September 2009. Informationsabende der Akademie finden am 23. April und am 8. Mai statt, außerdem gibt es am 15. Mai einen Tag der offenen Tür.
www.european-leadership-academy.com/


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Kulturentwicklung wichtiger als Leitbilder 
Donnerstag, 9. April 2009 - Management
Martin Gössler, Geschäftsführer des Wiener Beratungsunternehmens Vielfarben, räumt auf mit dem oft nicht zielführenden Gebrauch von Leitbildern in Unternehmen. In einem Beitrag für das Weiterbildungsmagazin ManagerSeminare verdeutlicht er, dass man die Identität eines Unternehmens nicht entwerfen kann, sondern sie prozesshaft entwickeln müsse. "Kulturentwicklung - als Reflexion und Weiterentwicklung der ungeschriebenen Spielregeln und Grundannahmen - wird eng mit dem aktuellen Geschäft verzahnt. Kulturentwicklung kann dezentral geschehen, auf verschiedenen Ebenen und zu verschiedenen Themen. Das jährliche Strategiemeeting beinhaltet eine kritische Reflexion der Grundannahmen über Markt- und Wettbewerbsdynamik ebenso wie eine offene Diskussion über die Arbeitskultur im Managementteam", so Gösslers Forderung. Von Leitbildern rät der Experte ab, da diese eher Informationen darüber vermittelten, was noch nicht sei und damit eher Unzufriedenheit erzeugten. Werte und Umsetzungsmaßnahmen zu entwickeln, funktioniere in der Praxis ebenfalls kaum, da dies der Eigendynamik vieler Organisationen widerspreche. Auch sei es wenig erstrebenswert, eine einheitliche Unternehmenskultur zu propagieren, denn: "Unternehmen mit einer hohen Kulturdiversität haben ein höheres Innovationspotenzial, können sich besser an verschiedene Umwelten andocken und sind attraktiver für Mitarbeiter."
"Leitbilder verschwinden oft zu Recht in der Schublade", ManagerSeminare, April 2009



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Mythos Stress? 
Mittwoch, 8. April 2009 - Studien
Stress sei vielfach nur ein Mythos - zu diesem Schluss kommt die Soziologin Nadine Schöneck, die in ihrer Dissertation das Zeitempfinden von Erwerbstätigen untersuchte. Obwohl ein Großteil der Deutschen von sich behaupte, ein Zeitproblem zu haben, führe dies lediglich bei einem Drittel (die Untersuchung ist nicht repräsentativ) auch zu tatsächlichem Stress. Die Soziologin kommt zu dem Schluss, dass Zeitknappheit in der heutigen Zeit ein wichtiges Attribut bei der Selbstpositionierung darstellt: "Zeitknappheit ist ein immaterielles Statussymbol. Keine Zeit zu haben signalisiert, wichtig und bedeutend zu sein. Das zieht sich durch alle sozialen Schichten und fängt schon bei jungen Leuten an", so Schöneck. In ihrer Untersuchung fand sie vier Typen, die unterschiedlich mit Zeit umgehen: "Der robuste Zeitpragmatiker und der zufriedene Zeitstrategielose gehen demnach gelassener mit Zeit um als der egozentrische Zeitsensible und der reflektierende Zeitgestresste, die in ihrem Alltag mehr Beschleunigung empfinden", so n-tv.
"Im Stress sein, ist 'in'", n-tv, 27.3.2009



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GLS fordert neuen Ordnungsrahmen für Finanzmärkte 
Montag, 6. April 2009 - Management
Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank, fordert in der aktuellen Ausgabe des GLS-Kundenmagazins Bankspiegel einen neuen Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte. So kritisiert Jorberg, dass Finanzdienstleistungen, die unmittelbar der Realwirtschaft dienen, also beispielsweise die Finanzierung von wirtschaftlichen, gemeinnützigen und kulturellen Aktivitäten, durch eine weiter zunehmende Regulierung erschwert würden. Jorberg fordert in diesem Bereich eine deutliche Deregulierung, während spekulative Finanzinstrumente dagegen verboten werden sollten. Darüber hinaus müsse einer Inflation bei Vermögenswerten wie Grund und Boden, Immobilien, Aktien und Rohstoffen entgegengewirkt werden, indem die Inflation in diesen Bereichen durch unabhängige Notenbanken gemessen, kontrolliert und gesteuert werden soll. Beim Rating sollten laut Jorberg auch Aussagen darüber gemacht werden, wie Investitionen realwirtschaftlich verwendet werden, unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Rahmenbedingungen. "Die Angabe, was realwirtschaftlich mit dem Geld gemacht wird, gibt dem Anleger eine wesentliche Urteilsgrundlage, die er braucht, um eine bewusste Entscheidung zu treffen", so der GLS-Vorstandssprecher.
GLS-Bankspiegel 1/2009


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Talente entfalten, Wahlfreiheit haben 
Freitag, 3. April 2009 - Arbeit
Das Magazin Chrismon hat einen Dialog zwischen DM-Gründer Götz Werner und der Bildungssoziologin und Arbeitsmarktforscherin Jutta Allmendinger über das Thema Grundeinkommen initiiert. Während Allmendinger vor allem die Frage aufwirft, welche Motivation zum Arbeiten im Falle der Zahlung eines Grundeinkommens überhaupt noch entsteht, geht Werner das Thema von einer anderen Seite aus an: "Der Mensch hat die Veranlagung, tätig zu werden. Wer diese Veranlagung nicht hat, ist heute schon nicht tätig." Allmendinger setzt eher auf eine "präventiv ansetzende Bildung", die Neugierde und die Fähigkeit zur Selbstmotivation fördert. Werner hält dem entgegen, dass jedes Kind hochmotiviert auf die Welt komme und erst die Gesellschaft ihm die Motivation abgewöhne. So kritisiert der DM-Gründer auch das Zwangssystem, das beispielsweise hinter Konzepten wie Hartz IV stehe: "Das Arbeitslosengeld II wird nicht bedingungslos gezahlt. Wer es beantragt, muss sich dafür rechtfertigen und seine Lebensverhältnisse offenbaren. Hartz IV ist offener Strafvollzug. Die Menschen sind ihrer Freiheitsrechte beraubt." Allmendinger kritisiert hingegen, dass ein Grundeinkommen die ungleiche Einkommensverteilung nicht aufhebe, da die damit verbundene höhere Konsumsteuer Menschen mit niedrigerem Einkommen stärker treffe. Werner dagegen legt den Schwerpunkt seiner Argumentation auf die Frage, wie viel Freiheiten in einer Arbeitsgesellschaft möglich sind und was das Individuum tun könne, um sie zu nutzen. "Die Frage ist, was man mit seinen Talenten macht", so Werner, und das Grundeinkommen könne einen Raum schaffen, diese jenseits eines akuten finanziellen Drucks zu entwickeln.
"Wer würde dann noch arbeiten?", Chrismon


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