Manager sitzen auf gepackten Koffern 
Freitag, 23. Mai 2008 - Studien
Top-Führungskräfte scheinen gegenwärtig keine besonders hohe Bindung gegenüber ihrem Arbeitgeber aufzuweisen. Die Düsseldorfer Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company befragte 900 Manager der 1. bis 3. Hierarchieebene und kommt zu dem Ergebnis, dass fast die Hälfte von ihnen quasi auf gepackten Koffern sitzt. 38 Prozent der Top-Manager können sich vorstellen, mittelfristig den Job zu wechseln. 37,5 Prozent finden sogar eine Kündigung in den nächsten Wochen vorstellbar. Die hohe Wechselbereitschaft liegt sicherlich nicht zuletzt an der in den vergangenen Monaten wieder gestiegenen Nachfrage nach Fach- und Führungskräften. Unternehmen sollten allerdings vielleicht hinterfragen, warum ihre Top-Kräfte schon in die Ferne schielen, denn bekanntlich sind es immer die besten Mitarbeiter, die sich selbst neue Herausforderungen suchen - wenn's sein muss, anscheinend auch bei der Konkurrenz.
"Kündigung im Hinterkopf", WiWo 13.5.2008


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Zufriedenheit im Job ist für viele ein Fremdwort 
Mittwoch, 21. Mai 2008 - Studien
Die Motivation der deutschen Arbeitnehmer ist in diesem Jahr wieder ein Stückchen weiter in den Keller gerutscht. Das Arbeitsklima-Barometer des Markt- und Sozialforschungsinstituts IFAK aus Taunusstein zeigt: Nur noch 12 Prozent der Beschäftigten fühlen sich ihrem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet und sind mit Motivation und Engagement bei der Arbeit (Vorjahr: 15 Prozent). 64 Prozent dagegen machen Dienst nach Vorschrift (Vorjahr: 63 Prozent), und satte 24 Prozent haben innerlich schon gekündigt (Vorjahr: 22 Prozent). Jeder siebte Arbeitnehmer würde seinem Chef am liebsten kündigen. Diese Motivationsfalle hat deutliche betriebswirtschaftliche Auswirkungen. Während engagierte Mitarbeiter im Durchschnitt pro Jahr auf 4,3 Fehltage kommen, sind es bei denen mit geringer Bindung hingen 10 Tage. Alleine durch diese erhöhten Fehlzeiten verursachen unmotivierte Mitarbeiter den deutschen Unternehmen jährliche Ausfälle in Höhe von 22,4 Milliarden Euro. Auch die Innovationsfähigkeit von Unternehmen leidet unter der Frustration der Mitarbeiter. Während motivierte Mitarbeiter laut IFAK-Barometer in den letzten 12 Monaten im Schnitt 17,5 Ideen und Vorschläge zu Verbesserungen und Innovationen einbrachten, waren es bei den Mitarbeitern ohne Bindung nur 8,4.
IFAK Arbeitsklima-Barometer


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Gestresste Chefs stressen die Mitarbeiter 
Dienstag, 20. Mai 2008 - Studien
Sind die Chefs überlastet, färbt dies auf die Mitarbeiter ab, so das Ergebnis einer Studie des Personaldienstleisters OfficeTeam, der 1445 Office-Fachkräfte und Personal Assistants aus kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen in Europa befragte. Chefs, die zu viele Aufgaben zu bewältigen haben, neigen der Studie zufolge vor allem in Deutschland dazu, ihren Assistenten viele der eigenen Aufgaben zu übertragen. Das macht deren Jobs spannender, doch wenn dem Chef alles zu viel wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Assistenten übermäßig rotieren. In solchen Überlastungsphasen sind für 44 Prozent der Assistenten Überstunden an der Tagesordnung, und 17 Prozent opfern ihr Wochenende. Für 15 Prozent ist dann sogar der Verzicht auf Urlaub selbstverständlich. Obwohl eine solche Erweiterung ihres Aufgabenbereiches durch die Koordination von Projekten und weitere Herausforderungen, die sonst eigentlich dem Chef vorbehalten sind, den eigenen Job durchaus anreichert, sind die wenigsten Assistenten mit ihrer Rolle zufrieden. 52 Prozent finden nämlich, dass sie für diese Tätigkeiten nicht angemessen entlohnt werden, und 41 Prozent erwägen sogar einen Jobwechsel, wenn die Überlastungsphasen länger andauern.
"Überlastete Chefs stressen Mitarbeiter", FTD 16.5.2008


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Gut Ausgebildete immer unzufriedener mit Lohn 
Montag, 19. Mai 2008 - Studien
Die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrem Lohn wird immer geringer, so das Ergebnis einer Studie des Berliner Ökonomen Jürgen Schupp und des Duisburger Soziologen Stefan Liebig, die in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zitiert wird. Im vergangenen Jahr waren nur noch 61 Prozent der westdeutschen und 50 Prozent der ostdeutschen Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen zufrieden. 2005 lagen diese Werte in Westdeutschland noch bei 75 Prozent, in Ostdeutschland bei 58 Prozent. Vor allem Menschen mit tendenziell hohen Bildungsabschlüssen sind tendenziell unzufrieden mit ihrem Einkommen, was die Forscher darauf zurück führen, dass sich diese Gruppe von ihrem im Vergleich hohen Bildungsinvestment eine entsprechende "Rendite" erwartet.
"Immer mehr Arbeitnehmer unzufrieden mit Entlohnung", Spiegel Online 10.5.2008


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Wer sich nicht traut, vergeudet seine Lebenszeit 
Freitag, 16. Mai 2008 - Management
In einem Interview mit der Wirtschaftswoche erklärt der Profi-Kletterer Thomas Bubendorfer, warum es Sinn macht, Risiken einzugehen, um sich beruflich zu bewegen. Wer beruflich in einer ungeliebten Position verharre, nur weil er sich nicht traue, einen Schritt ins Unbekannte zu wagen, vergeude wichtige Lebenszeit, so Bubendorfers Credo, denn: "Diese Nummer sicher gibt es nicht. Da sitzt man Jahre in einem tollen Unternehmen – und dann wird die Belegschaft reduziert. Nur, wer von vorneherein etwas aufgibt, kann etwas gewinnen. Wenn ich einen 150 Meter langen, gefrorenen Wasserfall hinaufgehe, gehe ich ein Risiko ein. Aber ich kann nicht gleichzeitig unten bleiben und oben ankommen. Wer sich fünf Jahre nicht bewegt und im Hinterkopf hat 'eigentlich sollte ich doch', verspielt Lebenszeit." Von engen Zielfixierungen hält der Sportler wenig und findet es wichtiger, sich auf die Gegenwart und ihre Möglichkeiten zu konzentrieren: "Was zählt, ist die Gegenwart, in der ich den Grundstein für den Erfolg von morgen lege. Nur neue Wege zu gehen erzeugt eine Spannung. Dadurch entsteht Bewegung und Motivation. Erfolgreich ist, wer einen Weg geht und sich von der absoluten Zielfixierung freimacht. Man kann nur glücklich oder erfolgreich sein, man kann es nicht werden."
"Wir haben nur jetzt!", WiWo 4.5.2008


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Sicherheit ist für die Deutschen wichtiger als Freiheit 
Donnerstag, 15. Mai 2008 - Studien
Die Stiftung für Zukunftsfragen von British American Tobacco legte kürzliche eine europaweite Studie zum Thema Zukunftssorgen und Zukunftswerte vor. Zu den größten Zukunftsängsten der Deutschen gehören die Angst vor Kriminalität (71 Prozent), vor Aggressivität (59 Prozent), sozialer Kälte und Herzlosigkeit (58 Prozent), Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit (45 Prozent) und Egoismus (44 Prozent). Weitere typische Sorgenthemen sind Orientierungs- und Perspektivlosigkeit (32 Prozent), Isolierung und soziale Ausgrenzung (32 Prozent) und eine materialistische Lebenseinstellung (29 Prozent). Analog zur empfundenen Verunsicherung durch immer mehr als unkontrollierbar empfundene Lebensumstände wünschen sich die Deutschen mehr Verlässlichkeit (78 Prozent), Freundschaft (75 Prozent), soziale Gerechtigkeit (72 Prozent) und Hilfsbereitschaft (70 Prozent). Pflichtbewusstsein (typisch deutsch?) steht ebenso hoch im Kurs (62 Prozent), während Freiheit nur für 57 Prozent der Befragten ein wichtiger Wert ist.
Studie der Stiftung Zukunftsfragen


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Reputation als Schlüsselfaktor im War for Talents 
Mittwoch, 14. Mai 2008 - Studien
Im Kampf um gute Mitarbeiter wird die Reputation zunehmend zum Schlüsselfaktor für Unternehmen, so das Ergebnis einer Studie der Kommunikationsagentur Hill & Knowlton. Nur für vier Prozent der befragten MBA-Absolventen spielt das Ansehen eines Unternehmens keine Rolle, 50 Prozent halten es dagegen für sehr wichtig. Wichtigster Faktor im Kampf um Reputation sind dabei die Qualität des Managements (89 Prozent) und die Qualität der Produkte (88 Prozent). Die Innovationsfähigkeit wird von 68 Prozent der Befragten als wichtig eingeschätzt, Corporate Social Responsibility von immerhin 58 Prozent.
Reputations-Studie


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Korruption wird immer mehr Mittel zum Zweck 
Dienstag, 13. Mai 2008 - Studien
Korruption scheint in der Wirtschaft zum Dauerthema zu werden, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass sich die Geister scheiden, wenn es darum geht zu definieren, wo unethisches Verhalten anfängt. Die Claus Goworr Consulting GmbH, München, befragte 600 Führungskräfte und Personalentscheider. Die Studie zeigt: es ist nicht immer leicht, Grenzen zu ziehen zwischen korrekt und korrupt. So antworteten 44 Prozent der Befragten auf die Frage, ob man einen Unterschied machen sollte zwischen privater Bereicherung und unkorrekten Verhaltensweisen, die der Sicherung von Aufträgen dienen, mit einem klaren Ja, während 56 Prozent sich auf ein klares "Nein. Korruption bleibt Korruption." festlegten. 69 Prozent der Studien-Teilnehmer führen die wachsenden Korruptionsprobleme, in die auch deutsche Unternehmen verstrickt sind, darauf, zurück, dass grenzwertiges Verhalten in vielen anderen Ländern üblich ist und deutsche Firmen hier nur reagieren. 50 Prozent stellen fest, dass Korruption im Kampf um Aufträge und Arbeitsplätze Mittel zum Zweck ist.
Korruptions-Studie


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