Entspannungstraining to go 
Freitag, 26. Juni 2015 - Wissenschaft
Nun hat die Meditations-App 7Mind, für die ich gemeinsam mit dem Zen-Lehrer Paul Kohtes und dem gleichnamigen Start-up 7Mind Meditationen entwickele, auch höhere medizinische Weihen erhalten. Die Ärzte-Zeitung empfiehlt die Achtsamkeits-app als "Entspannungstraining to go". "Das Smartphone war bisher vor allem mit Ablenkung, Informationsflut und ständiger Erreichbarkeit assoziiert. Nun soll es über eine Meditations-App gegen den alltäglichen Stress helfen", so das Fachblatt. Der Beitrag stellt die bereits erhältliche Gratisversion der App vor, die einen Einführungskurs mit sieben siebenminütigen Meditationsübungen enthält sowie einen ebenso umfangreichen Kurs zum Stressmanagement. Die Business-App von 7Mind, die im Herbst erscheint und kostenpflichtig sein wird, richtet sich dann an Führungskräfte in Unternehmen und bietet besondere Meditationen zu Kreativität, Intuition, Führung und Selbstführung sowie Business Skills.
Die App gegen Alltagsstress, Ärzte-Zeitung 17.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Führungskräfte auf dem Sprung 
Donnerstag, 25. Juni 2015 - Studien
Mehr Geld ist für Führungskräfte, die über einen Jobwechsel nachdenken, oft gar nicht die Hauptmotivation. Vielen sind die weichen Faktoren deutlich wichtiger, wie eine Umfrage der Personalberatung Michael Page unter knapp 700 Fach- und Führungskräften zeigt. Männer und Frauen setzen dabei deutlich unterschiedliche Prioritäten, wenn es um die Details geht. Für Frauen sind beim Jobwechsel am wichtigsten ein gutes Verhältnis zu den Kollegen (47 Prozent), flexible Arbeitsmodelle und -zeiten (43 Prozent) und die Unternehmenskultur (38 Prozent). Männer achten am ehesten auf die Stabilität des Unternehmens (44 Prozent), seinen Standort bzw. dessen Erreichbarkeit (38 Prozent) und Entwicklungsmöglichkeiten (35 Prozent).
Klima schlägt Gehalt, FAZ 14.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Meditation im Mainstream 
Mittwoch, 24. Juni 2015 - sonstiges
Der gegenwärtige Meditations-Hype scheint nun wirklich im Mainstream anzukommen. Auf seiner Webseite präsentiert der Fernsehsender RTL jedenfalls einen ausführlichen Artikel zu Achtsamkeitsmeditation. Interessanterweise legt der Beitrag einen Schwerpunkt auf Themen wie Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung und verzichtet darauf, Meditation als reine Anti-Stress-Methode oder Mittel zum besseren funktionieren im Alltag zu positionieren. "Meditation ist dafür da, sich selbst kennenzulernen und Freundschaft mit sich zu schließen. Man lässt sich einfach sein wie man ist und manipuliert nicht an seiner Erfahrung herum. Wenn man meditiert nimmt man sein Leben in die Hand. Das trauen sich viele nicht, da muss dann auch bereit sein, das ganze Dilemma anzuschauen. Davor nicht zu kapitulieren erfordert viel Mut. 'Augen zu und durch‘ ist leichter", wird Anne von der Eltz, Leiterin des Shambhala Meditationszentrums in Köln, zitiert. "Verlangsamung statt Beschleunigung, alles soll auf ein einfaches Niveau reduziert werden", heißt es weiter in dem Artikel. Was das Niveau angeht, können einige RTL-Formate da sicher bereits mithalten. Und die Verlangsamung nimmt sich die Redaktion vielleicht auch noch zu Herzen - wie wäre es, mit ein paar besinnlichen Formaten anstelle der immer lauter werdenden Konfrontations-Doku-Soaps?
Freundschaft mit sich selbst schließen: Warum Meditation so vielen hilft, RTL 15.6.15



[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Anthroposophische Unternehmen: Wohlfühlklima und Gutes tun 
Dienstag, 23. Juni 2015 - Management
Die SZ nimmt in einem Beitrag die besondere Kultur anthroposophisch orientierter Unternehmen in den Blick. Rund 600 Firmen hierzulande orientieren sich laut SZ an der Philosophie Rudolf Steiners. "Viele Mitarbeiter fühlen sich angezogen von dem wahrgenommenen Sinnbezug der Arbeit, dem ganzheitlichen Ansatz und der Art des Umgangs untereinander", erklärt Susanne Blazejewski, BWL-Professorin an der anthroposophischen Alanus-Hochschule. Die in den Firmen gelebte Anthroposophie speise sich aus einer Lebenshaltung, die den ganzen Menschen betrachtet. Persönliche Weiterentwicklung habe deshalb in vielen der Unternehmen einen besonders hohen Stellenwert - sei es durch Kunst, Eurythmie oder andere Ausdrucks- und Lernformen, die nicht zwingend in Bezug zur konkreten Geschäftstätigkeit stehen. Auch beim Thema Gewinn gehen die Firmen oft andere Wege als die konventionelle Wirtschaft. Überschüsse werden häufig in Unternehmensstiftungen eingebracht. Löhne und Gehälter weisen oft eine deutlich geringere Spreizung auf als in traditionellen Firmen. Der Vorstand der GLS-Bank beispielsweise verdient das Siebenfache des am niedrigsten entlohnten Mitarbeiters.
Sinn gibt's gratis, SZ 12.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
GenY verändert Arbeitswelt 
Montag, 22. Juni 2015 - Arbeit
In einem Interview mit Carsten Baumgärtner, Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, arbeitet Zeit online heraus, wie sich die Arbeitswelt in Unternehmen durch die GenY zu verändern beginnt. "Wir beobachten, dass es der Generation Y darum geht, einen Sinn in der Arbeit zu erkennen. Ihre Arbeit soll sie weiterbringen und Spaß machen. Eine Arbeit zu machen, vielleicht über Monate oder Jahre hinweg, nur weil sie in ferner Zukunft die Karriere beflügeln könnte, dazu ist diese Generation nicht mehr einfach so bereit", so Baumgärtner. Die GenY sei selbstbewusst und auf ihre eigene Flexibilität bedacht, was der Berater allerdings nicht mit einer reinen Freizeitorientierung gleichgesetzt wissen will. Baumgärtner nimmt dabei eine Verschiebung wahr. Die klare Trennung zwischen Job und Freizeit nehme ab, so dass der Job selbst genügend Freiräume bieten müsse, um auch die anderen Lebensbedürfnisse noch unterbringen zu können. Die Boston Consulting Group ermöglicht deshalb ihren Mitarbeitern pro Jahr Auszeiten von vier bis acht Wochen, um auch andere Interessen vorantreiben zu können.
Wie läuft es mit der Generation Y? Zeit online, 13.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Viele Jugendliche fallen durchs Raster 
Freitag, 19. Juni 2015 - Studien
Eine Studie im Auftrag der Vodafone-Stiftung zeigt, dass eine nennenswerte Zahl von Jugendlichen in Deutschland kaum noch von den sozialen Netzen aufgefangen werde. Mehr als 20.000 Jugendliche und junge Erwachsene fallen aus dem System von Schule, Ausbildung und sozialen Einrichtungen heraus. Es bestehe die Gefahr dauerhafter Obdachlosigkeit oder von klassischen Drogenkarrieren. Ein wunder Punkte der Jugendhilfe: Wenn die jungen Menschen mit der Volljährigkeit formal erwachsen sind, besitzen sie oft noch nicht die notwendige Reife für ein Leben in der Selbstständigkeit. Finanzielle Schwierigkeiten, Alkohol- und Drogenprobleme, schlechter Umgang - Faktoren wie diese beeinträchtigen dann auch die Schul- und Berufsausbildung und Abwärtsspiralen sind vorprogrammiert. Die Vodafone-Stiftung mahnt politische Initiativen an, um diese Problemlagen gezielter zu adressieren.
Durch alle Netze gefallen, FAZ 11.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Mitgefühl in der Wirtschaft 
Donnerstag, 18. Juni 2015 - Bücher
Die renommierte Neurowissenschaftlerin Tania Singer hat gemeinsam mit dem buddhistischen Mönch Mathieu Ricard ein Buch herausgegeben über die positive Wirkung von Mitgefühl in der Wirtschaft. In dem Sammelband zeigen internationale Forscher, welche Effekte sich durch Empathie einstellen können. Der Psychologe Richard Davidson etwa verweist darauf, dass Kooperation das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviere, so dass mehr Miteinander auf diese Weise auch dem Einzelnen zugute komme. Eine ökonomische Studie betrachtet, dass selbst einander fremde Menschen bereit sind, einander Geld zu leihen. Wird eine Belohnung in Aussicht gestellt, wächst diese Bereitschaft. Wird die Hilfsbereitschaft ausgenutzt, sinkt sie. Kooperation scheint damit im Menschsein angelegt zu sein und durch ein Miteinander sogar zuzunehmen. Altruismus bedeute in diesem Kontext nicht zwingend, ganz von sich selbst und den eigenen Bedürfnissen abzusehen. So verweist der Dalai Lama in dem Sammelband darauf, dass eine ichbezogene Sicht nicht verwerflich sei - im Gegenteil: Wer mit sich selbst im Reinen sei, schiele auch weniger auf Geld und Besitz.
Warum Mitgefühl gut für die Wirtschaft ist, Der Freitag 10.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Die Subjektivität des Entscheidens 
Mittwoch, 17. Juni 2015 - Studien
Als rationale Menschen leben wir in dem Eindruck, ebenso rationale Entscheidungen zu treffen. Eine Studie der ETH Zürich wirft Zweifel an dieser Selbsteinschätzung auf. Die Forscher analysierten mehr als 106.000 Entscheidungen von 412 amerikanischen Asylrichtern und stießen dabei auf einen bedenklichen Zusammenhang. Wurde einem Ersuch stattgegeben, erhöhte dies die Wahrscheinlichkeit, dass ein Richter das folgende Gesuch ablehnte. Psychologen nennen dieses Phänomen Spielerfehlschluss. Unbewusst scheinen wir uns an einer Vorstellung von Balance zu orientieren. Ähnlich wie beim Münzwurf. Kommt zweimal hintereinander Kopf, gehen wir davon aus, dass nun sehr wahrscheinlich die Zahl kommen müsste. Doch die Wahrscheinlichkeit ändert sich gerade nicht. Diesem Fehlschluss kann man nur durch besondere Achtsamkeit vorbeugen. In der Studie zeigte sich beispielsweise, dass Personen mit langer Berufserfahrung seltener in die Falle tappten und rational nachvollziehbarere Urteile fällten.
Warum wir unfair handeln, WiWo 7.6.15

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter