Jahrestagung des Öko-Instituts: Wettbewerb für Nachhaltigkeit 
Donnerstag, 3. August 2006 - Veranstaltungen
Das Öko-Institut lädt am 22. und 23. September 2006 zu einer Jahrestagung nach Berlin ein. Das Oberthema lautet: Wettbewerb für Nachhaltigkeit. Vor dem Hintergrund der Strategie der Europäischen Union für eine nachhaltige Entwicklung und der Lissabon-Strategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, stellt sich die Frage, wie sich die unterschiedlichen Zielsetzungen zueinander verhalten. So fragt das Öko-Institut: Sind hohe Sozial- und Umweltstandards tatsächlich eine Gefahr für den Standort Deutschland und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa? Oder sind nicht Nachhaltigkeit, Innovation und Wettbewerb vielmehr verschiedene Seiten ein und derselben Medaille? Auf der Tagung werden verschiedene Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft Themen wie "Emissionshandel, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit", "Nachhaltiger Konsum im Wettbewerb" und "Corporate Social Responsibility: Motor für Innovation und Wettbewerb" diskutieren.
Programm zur Jahrestagung des Öko-Instituts

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CSR: Medienkonzerne noch relativ planlos 
Mittwoch, 2. August 2006 - Studien
Die führenden deutschen Medienhäuser haben zwar die gesellschaftliche und unternehmerische Relevanz von Corporate Social Responsibility bereits erkannt, schöpfen das damit verbundene strategische Potential aber bei weitem noch nicht aus - so das Ergebnis eines Forschungsprojekts der Universität Hohenheim. Die Medienunternehmen zeigen sich bereits sehr engagiert und fassen die unterschiedlichsten Maßnahmen unter dem CSR-Begriff zusammen, beispielsweise setzt die Axel Springer AG vor allem auf Nachhaltigkeit, während bei Bertelsmann die unternehmerische Verantwortung im Mittelpunkt steht. Insgesamt treten die Verlage durch einen bunten Mix von Projekten und Maßnahmen auf, darunter Aktionen wie "Ein Herz für Kinder", "Mut gegen rechte Gewalt" oder der Henri-Nannen-Preis. Die Aktivitäten bei Bertelsmann haben eine Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, und mit einem verbindlichen Werte- und Zielsystem des Unternehmens korrelieren. Bei Burda sieht man CSR eher als strategisches Investment, das aktiv zum Unternehmenswert und zur Wertschöpfungskette des Unternehmens beiträgt. Ein Defizit zeigt sich jedoch laut Studie in allen Medienkonzernen: "Die CSR-Maßnahmen sind oft unkoordiniert, losgelöst vom Unternehmenszweck und werden nicht zentral gesteuert."
Universität Hohenheim, Institut für Kommunikationswissenschaften

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Innovationsmanagement: In vielen Unternehmen Fehlanzeige 
Dienstag, 1. August 2006 - Wissenschaft
In einer aktuellen Studie der European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel gaben 80 Prozent der befragten Unternehmen an, kein Innovationsmanagement zu betreiben. Die Business School will mit dem Best Paper Award Innovation Management dieses wichtige Thema vorantreiben und Firmen dazu animieren, Wettbewerbs- und Ertragsvorteile nicht zu verschenken. Mitte Juli wurden die Forschungsprojekte von sechs Wissenschaftlern zum Thema Innovationsmanagement ausgezeichnet. Die Arbeiten beleuchten die Möglichkeit, Ideenwettbewerb als Methode zur aktiven Kundenintegration zu nutzen und evaluieren strategische und operative Aktivitäten als kritische Erfolgsfaktoren.
Best-Paper-Award Innovation Management
Bericht der FTD vom 29.7.06 zu den Arbeiten des Awards

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Mario Erdheim: "Macht macht bitter und krank" 
Montag, 31. Juli 2006 - Management
Über die Verletzlichkeit der Mächtigen spricht der Ethnopsychoanalytiker Mario Erdheim in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Erdheim legt in dem Gespräch dar, warum Macht viele Politiker und Führungskräfte bitter und krank macht. Die "Realität einer paranoiden Welt", wie Erdheim sie skizziert, ist geprügt von einer Unfähigkeit zu lieben, Einsamkeit und permanenter Selbstverteidigung. Der Psychoanalytiker kritisiert, dass Menschen in Machtpositionen sich meist mit Günstlingen umgeben, um ihre eigene Position abzusichern. Am Beispiel von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bereits zu ihrem Amtsantritt anmerkte, dass die ihr entgegengebrachte Bewunderung nicht ewig halten werde, beschreibt Erdheim den typischen Prozess der "gesellschaftlichen Produktion von Unbewusstheit": "Das ist eine Immunisierung der Kritik. Und ein Indiz, wie die Mächtigen die Realität nicht mehr adäquat zur Kenntnis nehmen. Ständig müssen Argumente gesucht werden, warum das, was versprochen wurde, nicht eintrifft." Der Psychoanalytiker ist weit davon entfernt, die von ihm skizzierten Prinzipien zu verteufeln, rät jedoch allen Mächtigen, sich der eigenen Verletzbarkeit bewusst zu werden.
"Macht macht bitter und krank", FAS 30.7.06

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Authentische Manager müssen sich selbst begreifen 
Freitag, 28. Juli 2006 - Management
Was macht eine gute Führungskraft aus? Götz Werner, Gründer der Drogeriekette DM, sagt dazu in einem Interview auf "In Führung gehen": "Eine gute Führungskraft ist jemand, der anderen zu Erfolg verhilft. Jemand, der Menschen dazu anleitet, ihre eigene Lebensbiographie zu gestalten." Doch wie wird ein Manager zum Enabler? Für Götz Werner steht außer Frage, dass nur Selbsterkenntnis die Basis bilden kann: "Vor allem braucht eine Führungskraft Selbstbewusstsein im wörtlichen Sinne. Sie muss ihr Menschsein zunächst einmal selbst er- und begreifen, um dann mit anderen wirken und auf andere einwirken zu können. Um authentisch zu sein, muss man sich immer im ersten Schritt seiner selbst bewusst werden."
Der Online-Dienst "In Führung gehen" ist ein Angebot der "Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft" in Bad Harzburg und veröffentlicht regelmäßig Interviews zu aktuellen Management-Themen.
Interview mit Götz Werner

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Intuition und Nichtwissen im Business 
Donnerstag, 27. Juli 2006 - Management
Die Welt wird immer komplexer. Nicht zuletzt, weil wir immer mehr Daten generieren, deren Bedeutung wir immer weniger erfassen können. Doch nicht nur diese Flut der Informationen stellt ein Prinzip "rationaler" Entscheidungen - in der Wirtschaft wie im Leben - immer mehr in Frage. Studien haben längst bewiesen, dass das Bild des Homo Oeconomicus mehr einem (rational orientierten) Wunschdenken denn der Realität entspricht. Der Umgang mit dem eigenen Nichtwissen und der Intuition gewinnt vor diesem Hintergrund immer mehr an Bedeutung. "Was wir in Zukunft also brauchen, sind Unternehmenskulturen, die Nichtwissen und Intuition konstruktiv in ihren Alltag integrieren", sagt etwa der Trainer und Coach Dr. Andreas Zeuch, der sich dem Thema auf seinem Weblog "integral.blog" widmet. Auch die Webseite "psychophysik" betrachtet die Dimensionen und Wirkungen des Unterbewusstseins. Aktuelles Highlight: Ein Interview mit DM-Chef Götz Werner zum Thema "Nichtwissen" im Business.
integral.blog
psychophysik.com

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Führungskräfte brauchen eine bessere Selbstwahrnehmung 
Mittwoch, 26. Juli 2006 - Studien
Die Lücke, die zwischen der Selbstwahrnehmung von Führungskräften und der Wahrnehmung durch ihre Mitarbeiter klafft, ist nicht zu unterschätzen. Manager halten gerne Eigenschaften wie Authentizität und Integrität hoch, schaffen es jedoch gleichzeitig häufig nicht, diese auch wirklich vorzuleben - so das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Harvest Consultancy, über die das Handelsblatt berichtet. So wird Durchsetzungsfähigkeit in den Augen der Mitarbeiter schon einmal als Ellbogen-Mentalität wahrgenommen. Einig sind sich die Experten, dass sich die neue Perspektive einer weicheren Führungskultur in den Unternehmen erst langsam durchsetzt. Weiche Faktoren wie Empathie und Vertrauen werden sich wohl nur in einem längerfristigen Prozess etablieren - der jedoch aus Sicht der Berater unabdingbar ist, da taktvolles Benehmen unmittelbaren Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter hat.
"Wie bin ich?", Handelsblatt 15.7.2006

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Deutsche Führungskräfte sind vertrauensvoll 
Dienstag, 25. Juli 2006 - Studien
Die deutschen Manager sind sehr vertrauensvoll - und werden mit dem Vertrauen ihrer Mitarbeiter belohnt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Akademie für Führungskräfte unter 350 Führungskräften. 82,2 Prozent der Befragten, die einer Führungskraft unterstellt sind, sprachen dieser das Vertrauen aus. Sogar 90,7 Prozent haben keinen Zweifel an der Integrität der ihnen unterstellten Mitarbeiter. Für 97,7 Prozent sind Mitarbeitergespräche ein wichtiger Baustein, um eine Vertrauenskultur im Unternehmen aufzubauen, gefolgt von Zielvereinbarungen (88,4 Prozent). Ein Leitbild, das Unternehmenswerte und Selbstverständnis festhält, ist für 82,8 Prozent der Befragten sehr wichtig - allerdings verfügen nur 67 Prozent der Unternehmen auch über ein solches. Die eigene Unsicherheit trägt in den Augen von 93,3 Prozent der Befragten dazu bei, dass Manager es bisweilen nicht schaffen, ihren Mitarbeitern zu vertrauen. Offene und stringente Kommunikation ist dagegen in den Augen der Befragten unerlässlich, um ein Vertrauensklima aufrecht zu erhalten.
Studie "Auf gut Glück" der Akademie für Führungskräfte

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