Mitarbeiterbefragungen als Strategie-Instrument 
Dienstag, 2. September 2008 - Management
Immer mehr Unternehmen betrachten Mitarbeiterbefragungen als wichtiges strategisches Instrument. So hat in den letzten fünf Jahren laut Handelsblatt jede zweite Firma mit mehr als 1.000 Mitarbeiter die Belegschaft befragt. Dabei geht die Initiative immer mehr von der Konzernspitze aus. Während vor zwei Jahren noch 61 Prozent aller Mitarbeiterbefragungen von der ersten Führungsebene beschlossen wurden, sind es heute bereits 77 Prozent, so eine Studie der Beratungshäuser Kienbaum und Hewitt, die 207 Personalentscheider einbezog. Bei Adidas beispielsweise sind Mitarbeiterbefragungen längst ein Managementinstrument und keine reine Angelegenheit der Personalabteilung. Experten schätzen die Umfragen als Frühwarnsysteme, da sie zeigen, wo Arbeitsabläufe haken oder Führungskräfte nicht ausreichend motivieren. Zufriedenheit und Motivation allein sind jedoch keine aussagekräftigen Größen. Deshalb evaluieren immer mehr Firmen das tatsächliche Engagement ihrer Mitarbeiter (heute 71 Prozent, vor zwei Jahren nur 55 Prozent). Schon 44 Prozent aller Firmen verknüpfen das Mitarbeiterecho mit Zielvereinbarungen. Bei Adidas sollen ab 2009 die Boni der Manager an die Engagementwerte gekoppelt werden.
"Mitarbeiterbefragung: Ein Ohr für die Belegschaft", HB 22.8.2008


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Wenn der Warnschuss nach hinten losgeht 
Montag, 1. September 2008 - Management
Korruption gedeiht immer dort am Prächtigsten, wo möglichst viele Mitwisser schweigen und wegsehen. Die Praxis zeigt jedoch, dass die so genannten Whistleblower, also diejenigen, die Missstände publik machen, meist für ihre Zivilcourage teuer bezahlen - oft mit der Höchststrafe Jobverlust. So dokumentiert das Manager Magazin in einem Artikel, dass die, die Unrecht im eigenen Unternehmen anprangern, meist schlechtere Karten haben als die eigentlichen Täter. Der Grund: die Gesetzeslage ist sehr schwammig, was die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer als Hinweisgeber angeht. Zwar soll es künftig durch einen neuen Paragrafen möglich sein, dass Whistleblower sich an außerbetriebliche Stellen wenden können, doch sind Tippgeber dennoch nicht davor gefeit, im eigenen Unternehmen unten durch zu sein, wenn herauskommt, dass sie "gepfiffen" haben. Was nutzen also die schönsten Corporate Governance-Kodices, wenn die, die auf Ehrlichkeit drängen, letztlich selbst die Zeche zahlen müssen?
"Selbstmord auf Raten", Manager Magazin 18.8.2008


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Essen ist politisch 
Freitag, 29. August 2008 - sonstiges
Die taz preist in einem Interview mit Thomas Schönberger, dem Vorsitzenden des Vegetarierbundes Deutschland, die Vorzüge einer vegetarischen Lebensweise. Schönberger geht es dabei nicht nur um individuelle Vorteile wie die persönliche Gesundheit, sondern auch darum, die schädlichen Folgen von zu viel Fleischkonsum zu minimieren: "Wir haben für jeden genug Getreide auf der Welt. Es muss nur gerechter verteilt werden. Aber die vegetarische Lebensweise kann auch hier ein Beitrag zur Entlastung sein. Wenn die Menschen weniger Fleisch essen würden, müssten im Süden weniger Futtermittel wie Soja für die Tiere im Norden angebaut werden. Diese Ackerfläche stünde dann für die Ernährung der hungernden Bevölkerung zur Verfügung." Schönberger schlägt vor, Agrarsubventionen auch dafür einzusetzen, um die herstellung vegetarischer Lebensmittel zu fördern.
"Vegetarier sind gut fürs Klima", taz 28.7.2008


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Sport verbessert die Performance 
Donnerstag, 28. August 2008 - Arbeit
Besonders smart oder kreativ zu sein, reicht heute wohl nicht mehr aus, um im Business bei den Besten mitzuhalten. Die Wirtschaftswoche widmet jedenfalls einen Beitrag den Segnungen des Sports. Der Autor zitiert beispielsweise Experten, die Herz-Kreislauf-Training als Jungbrunnen fürs Gehirn anpreisen. Einer Studie des Deutschen Führungskräfteverbands zufolge ist 86 Prozent der Befragten ihre Fitness wichtig, und drei von vier Managern treiben regelmäßig Sport. Vielleicht nicht nur der Gesundheit wegen, sondern auch, weil Fitness auch das subjektive Wohlbefinden fördert. Ausdauertraining beispielsweise setzt Endorphine frei und reduziert das Stresshormon Cortisol - eine gute Basis, um auch harte Arbeitstage gutgelaunt durchzustehen.
"Erfolgreich durch Fitness", WiWo 11.8.2008


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Neue Perspektiven gesellschaftlichen Fortschritts 
Mittwoch, 27. August 2008 - Studien
Mit einer spannenden Studie zum Thema "Die breite Basis gesellschaftlichen Fortschritts" eröffnet Stefan Bergheim von Deutsche Bank Research neue Perspektiven. Wo Banker sonst am liebsten das Bruttoinlandsprodukt heranziehen, um die Entwicklung einer Wirtschaft und Gesellschaft einzuschätzen, bezieht Bergheim ganz unterschiedliche Parameter wie Zufriedenheit, Vertrauen, Toleranz, Engagement, wirtschaftliche Freiheit und Innovation in seine Analysen mit ein. Interessant ist, dass die 16 von ihm untersuchten Faktoren insgesamt eine sehr hohe Korrelation aufweisen - ein Indiz dafür, dass gesellschaftliche Entwicklung sich tatsächlich nur mit Fortschritten in verschiedenen Dimensionen vollzieht und erklären lässt. Neben verschiedenen EU-Staaten betrachtet die Studie auch Länder wie Australien, Neuseeland und die USA. Deutschland ist bei den meisten Aspekten im guten Mittelfeld angesiedelt, bei einigen aber auch eher im unteren Bereich. Bei der Lebenszufriedenheit landen die Deutschen beispielsweise nur auf Rang 16 von 20 untersuchten Ländern, und auch das Vertrauen scheint in der deutschen Gesellschaft nicht allzu hoch zu sein. Auch im Bildungssektor gehört Deutschland eher zu den Schlusslichtern, da die Quote der Hochschulabsolventen nur in Griechenland, Österreich, Portugal und Italien niedriger ist. Die Studie gibt klare Handlungsempfehlungen, was die Länder tun können, um ihre Fortschrittsoptionen zu verbessern. Mehr Verantwortung für den Einzelnen, mehr direkte Demokratie, eine starke Zivilgesellschaft und eine Hochschulabsolventenquote von über 40 Prozent sind Parameter, die auch wirtschaftlichen Erfolg begünstigen. Die Studie zeigt auch, dass ein "starker" Sozialstaat nicht unbedingt die Lebenszufriedenheit seiner Bürger erhöht - wirksamer sind hier die Förderung von Eigeninitiative, denn die Erfahrung der Selbstwirksamkeit scheint Individuen wirklich zufrieden zu machen.
Studie von DB Research


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Von Manager-Klonen und gesundem Menschenverstand 
Dienstag, 26. August 2008 - Management
Die Frankfurter Allgemeinen Zeitung befragte den Personalberater Hermann Sendele zum Habitus heutiger Manager. Sendele kritisiert in dem Interview vor allem, dass Personalauswahlsysteme immer gleichförmiger angelegt sind und damit wirkliche Persönlichkeiten eher ausgefiltert als gefördert werden. "Mir fällt auf, dass sich die Manager immer ähnlicher werden. ... Die Personalauswahlsysteme sind viel zu sehr auf die MBA-Absolventen ausgerichtet. Diese Leute sind sehr selbstbewusst, sie haben gelernt, wie sie sich am besten verkaufen. Wer anders ist, fällt durchs Raster. Das ist doch absurd. Die meisten Talente entwickeln sich erst im Laufe des Berufslebens", so Sendele. Eine Gefahr könne ein durch frühe Beförderungen an die Spitze aufgeblähtes Ego darstellen: "Wenn jemand in jungen Jahren viel erreicht und allseits bewundert wird, nimmt der gesunde Menschenverstand rapide ab. Vor allem wir Männer neigen dazu, uns plötzlich für bedeutsam zu halten."
"Manager verhalten sich wie dressiert", FAZ 21.8.2008


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Kurzfristige Anreize sind ein Problem 
Montag, 25. August 2008 - Management
Nicht die absolute Höhe von Manager-Vergütungen, sondern deren übermäßige Orientierung an kurzfristigen Zielen stellt ein Problem dar, urteilt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Durchschnittlich 56 Prozent des Salärs von Top-Managern sind an Jahresboni oder Tantiemen geknüpft und belohnen damit vor allem kurzfristige Erfolge. Die Schutzvereinigung dagegen ist der Ansicht, dass zwei Drittel der variablen Vergütung besser an langfristige Kriterien geknüpft werden. Der konstruktive Vorschlag der Vereinigung: Boni besser an Mehrjahres-Durchschnittskennzahlen festmachen und im Falle späterer Verluste durchaus auch zurückfordern.
"Kurzfrist-Boni verführen Manager", HB 20.8.2008


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Ratgeber für Kooperationen 
Freitag, 22. August 2008 - Bücher
Gerade für Einzelkämpfer oder auch kleinere Unternehmen können Kooperationen eine sinnvolle Möglichkeit darstellen, den eigenen Aktionsradius und damit die Ertragslage zu erhöhen. Andererseits denken gerade viele Selbstständige beim Thema Zusammenarbeit auch allzu gerne an den Spruch "Viele Köche verderben den Brei". Die Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft GOAB hat, um solche Hemmschwellen zu überwinden und dabei gleichzeitig die möglichen Fallstricke von Kooperationen in ein neues Licht zu stellen, ein Unternehmer-Handbuch herausgebracht, das unter dem Titel "Erfolgreich kooperieren - gemeinsam mehr erreichen" einen kompetenten Leitfaden bietet, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Firmen zu initiieren. Das Buch zeigt, worauf in der Aufbauphase von Kooperationen zu achten ist, wie man Arbeitsabläufe unter Partnern am besten organisiert und welche rechtlichen und vertraglichen Aspekte man bei der Zusammenarbeit bedenken sollte. Zahlreiche Fragebogen und Checklisten erleichtern es Unternehmern dabei, zunächst den eigenen Standort zu bestimmen, die eigenen Ziele abzuklären und den Verlauf von einmal eingegangenen Kooperationen konstruktiv zu gestalten. Ein Handbuch mit hohem Praxiswert, vor allem für kleinere Unternehmen.
Weitere Infos zum Buch


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