Evangelische Kirche plädiert für Ethik-Investments 
Freitag, 4. November 2011 - Management
Die Evangelische Kirche Deutschland hat einen Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlagen entwickelt, der den verantwortlichen Umgang mit Geld auf allen kirchlichen Ebenen vorantreiben soll. Die Initiative soll untermauern, dass Geld kein Selbstzweck ist, sondern den Menschen dienen müsse. Die Leitlinien zielen darauf ab, bei Geldanlagen deren Wirkung auf "Umwelt, Mitwelt und Nachwelt" zu berücksichtigen. Auf der Tabuliste stehen Unternehmen, die beispielsweise Rüstungsgüter, Spirituosen, Tabakwaren oder gentechnisch verändertes Saatgut herstellen. Auch Glücksspiel, Pornographie oder Produkte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen oder durch Kinderarbeit hergestellt werden, sollen nicht durch die Geldanlagen der Kirche unterstützt werden. Als Positivkriterien nennen die Evangelen Sozialverträglichkeit oder auch eine ökologische Ausrichtung.
Evangelische Kirche legt Leitfaden für ethische Geldanlagen vor, CiW 5.10.11

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Erfolgsprinzip Zufall 
Donnerstag, 3. November 2011 - Arbeit
Erfolg kann man nicht machen, aber man kann ihn fördern - in dieser Einschätzung sind sich viele Karriereberater einig, denn in einer komplexen Welt hat man schließlich nur wenige Parameter selbst in der Hand. Gerade deshalb gerät das Prinzip Zufall immer mehr auf die Agenda der Coaches. Sie raten ihren Klienten dann beispielsweise, ihre "Chancenintelligenz" zu schulen, also Wege zu ihren Zielen auch einmal gegen den Strich zu denken oder gegen die eigenen Gewohnheiten zu handeln, um auf noch nicht absehbaren Pfaden ihre Wünsche zu verwirklichen. Andere plädieren für eine Offenheit, die konstruktive Zufälle überhaupt erst möglich mache. Wer die Kontrolle über sein Leben auch einmal aufgeben kann, schaffe Raum für neue Möglichkeiten. Als erfolgversprechender Zufallsgenerator wird auch das Networking ins Feld geführt. Wer mit seinen Kontakten über neue Ideen, Wünsche oder noch wage Pläne spricht, eröffnet Feedbackprozesse und Multiplikatoreneffekte, die später auf ungeahnten Wegen vielleicht Brücken bauen zu dem quasi von selbst konkreter werdenden Ziel.
Per Zufall zum Erfolg, SZ 21.10.11

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Mikrokredite auf dem Vormarsch 
Mittwoch, 2. November 2011 - Arbeit
Das Prinzip der Mikrokredite fasst immer mehr auch in den Industrieländern Fuß. Einst von dem Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus mit der von ihm gegründeten Grameen Bank ins Leben gerufen, um vor allem die Ärmsten der Armen zur Selbsthilfe zu ermächtigen, springen nun auch amerikanische Großstädte auf den Zug auf. So wurden in New York beispielsweise bereits rund 6.000 Kleinkredite von durchschnittlich 1.500 Dollar an Frauen vergeben. Und das sehr erfolgreich, denn die Rückzahlungsquote lag bei 100 Prozent. Städte wie Detroit, San Francisco und Indianapolis wollen nun nachziehen.
Mikrokredite für die Armen in Europa, taz 25.10.11

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Frustration der Erfolgreichen 
Dienstag, 1. November 2011 - Arbeit
Aufstieg und ein gutes Gehalt reichen immer mehr Menschen nicht aus, um sich in ihrem Job zufrieden zu fühlen. Gerade die Erfolgreichen stellen immer häufiger die Sinnfrage, denn wo Aufstieg immer auch mit einem sich Aufreiben verbunden ist, kommt man bei allen äußeren Erfolgen nur allzu leicht an den Punkt, an dem es einem schlicht nicht mehr gut geht. Die Zeit stellt in einem Beitrag Menschen vor, die auf der Suche nach mehr Gelassenheit und Sinn einen Neuanfang gewagt haben - in neuen Jobs oder als Selbstständige. Ein Vorstoß, der Mut macht, die eigenen Prioritäten zu hinterfragen und die Frage nach der Freude an der Arbeit neu zu stellen!
Weniger Stress, mehr Sinn, Die Zeit 25.10.11

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Der Feind in den eigenen Reihen 
Montag, 31. Oktober 2011 - Management
Zwar scheint die Zahl der Fälle von Wirtschaftskriminalität zu sinken, da immer mehr große Unternehmen systematisch Anti-Korruptionsprogramme ins Leben rufen, doch ist dies noch lange kein Grund zur Entwarnung. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers, für die 830 Unternehmen befragt wurden, sank der Anteil der von Unterschlagung, Korruption oder Industriespionage betroffenen Firmen in den letzten zwei Jahren von 61 auf 52 Prozent, doch erhöhte sich parallel das Schadensvolumen pro Fall von durchschnittlich 5,6 auf 8,4 Millionen Euro. In drei Prozent der befragten Firmen beliefen sich durch Kriminalität entstandene Schäden sogar auf jeweils mehr als 100 Millionen Euro. Alarmierend ist auch, dass jede zweite Wirtschaftsstraftat von Mitarbeitern der geschädigten Unternehmen begangen wird.
Top-Manager verursachen Großteil der Wirtschaftskriminalität, Spiegel online 25.10.11

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Boni untergraben Produktivität 
Freitag, 28. Oktober 2011 - Management
Die Süddeutsche Zeitung kritisiert in einer Kolumne einmal mehr, dass Bonuszahlungen wirtschaftlich betrachtet nicht nur im Kontext der Bankenkrise kontraproduktiv sind, sondern ganz grundsätzlich negative Effekte auf die Arbeitsleistung haben. Einer Studie der Duke Universität in North Carolina zufolge schnitten die Mitarbeiter, denen die höchsten Boni versprochen wurden, im Hinblick auf ihre Arbeitsproduktivität am schlechtesten ab. Der Beitrag kritisiert auch, dass Boni dazu beitragen, die Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit zu untergraben.
Bonus tötet Arbeitsfreude, SZ 17.10.11

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Selbstständigkeit oft ein finanzieller Überlebenskampf 
Donnerstag, 27. Oktober 2011 - Arbeit
Die taz betrachtet in einem Beitrag die zum Teil niederschmetternde Situation von Selbstständigen. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn hat sich die Zahl der Aufstocker unter den Selbstständigen zwischen 2005 und 2010 verdreifacht auf heute 127.000. Mehr als ein Viertel der Selbstständigen kam 2010 auf ein Nettoeinkommen unterhalb von 1.100 Euro, sieben Prozent verdienten sogar weniger als 500 Euro. Vor allem Frauen, Einzelunternehmer und Selbstständige in kreativen Berufen gehören zu den Geringverdienern.
Von wegen Mittelstand, taz 16.10.11

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Burn-out lauert überall 
Mittwoch, 26. Oktober 2011 - Studien
Das Instituts für angewandte Innovationsforschung der Ruhr-Universität Bochum und Gesundheitsexperten der Kliniken Essen-Mitte schlagen Alarm: In einer Studie zum Thema Innovationsstress stellen die Forscher fest, dass jede vierte Führungskraft sich bereits auf einen Zustand der vitalen Erschöpfung zubewegt. Untersucht wurden 229 Personen. Die Forscher erkennen vor allem systemische Risiken, die die Arbeitenden immer weiter in eine Stressspirale hineintreiben. So werden in ihren Augen Kreativität, Kompetenzentwicklung und die Suche nach Verbesserungen zu Daueraufgaben, die neben dem eigentlichen Tagesgeschäft erledigt werden sollen. Innovation wird damit zum puren Stressfaktor. Die Wissenschaftler fordern nicht nur eine Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Selbstvorsorge der Betroffenen, sondern mahnen an, dass der Faktor Stress auch in den gängigen Businessmethodiken berücksichtigt werden müsse. So könne man das magische Dreieck des Projektmanagements, das bisher nur Zeit, Kosten und Qualität umfasst, um den Faktor der Gesundheit der Projektdurchführenden ergänzen. Auch müssten sich die Unternehmenskulturen verändern, denn wer dem Chef erklärt, dass 150 Prozent Leistung auf Dauer nicht machbar sind oder gar Entspannungskurse besucht, riskiert meist, dass seine Karriere damit zu Ende ist.
Jeder vierte Manager ist Burn-out-Kandidat, FTD 13.10.11

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