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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Den eigenen Geist besser kennenlernen

Es wird viel darüber gesprochen, wie sehr die digitale Verfügbarkeit an unseren Nerven zehrt. Und gerne machen wir dafür ausschließlich Smartphones und andere virtuelle Ablenkungen verantwortlich. In einer Kolumne für Spiegel Online erklärt der Kognitionspsychologe Christian Stöcker, dass dieser Gedankengang zu kurz greift. Er zeigt, wie sehr unser Gehirn dazu neigt, von einem Gedanken zum nächsten zu springen. Als Experiment schlägt Stöcker vor, einmal zu versuchen, 30 Atemzüge lang nicht im eigenen Gedankenstrom zu versinken. Und er räumt ein, dass ihm selbst dies, obwohl er seit Jahren meditiert, nur selten gelingt. Man kann sich unschwer vorstellen, dass wir uns in alltagsweltlichen Kontexten, in denen wir uns nicht besonders bemühen, noch viel, viel mehr von unseren Gedanken und inneren Automatismen getrieben sind. "Gedanken und Gefühle kommen und gehen, und das entzieht sich fast vollständig unserer Kontrolle. Wir lenken uns selbst ab, immerzu, in der Regel ohne es überhaupt zu merken", so der Psychologe. Laut Stöcker forcieren die heute ständig im Einsatz befindlichen digitalen Tools nur unsere natürliche Neigung, nicht bei der Sache zu sein. Seine Schlussfolgerung: Es ist an der Zeit, dass wir viel aktiver Psychohygiene betreiben. Sein Rat: "Mindfulness, mit Achtsamkeit meiner Ansicht nach nur unzureichend übersetzt, ist das Gegenmodell: Autopilot aus. Mitbekommen, was mit einem vor sich geht. Die beste Übersetzung für Mindfulness, die mir einfällt ist: den eigenen Bewusstseinsstrom beobachten und ihn im Zweifelsfall ein bisschen zu steuern. Zum Beispiel, um dem Sog des eigenen Smartphones zu widerstehen."
Selbstverteidigung geht durch die Nase, spiegel.de 2.12.18

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Buch-Tipps
Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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