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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Warum Armut ein ernstzunehmendes Politikum ist

Auf den ersten Blick scheinen wir wirtschaftlich vergleichsweise gut durch die aktuelle Krise zu kommen. Doch gerade an den Rändern der Erwerbsgesellschaft bei Menschen mit ohnehin schon niedrigem Arbeitseinkommen wird es bereits eng. "In der Corona-Krise waren diejenigen in den unteren Einkommensgruppen häufiger von Einkommensverlusten betroffen. Dafür gibt es mehrere Faktoren: Viele geringfügige Beschäftigungen sind in der Pandemie weggebrochen. Andere Geringverdiener arbeiten in Branchen wie dem Gastgewerbe, die in der Pandemie besonders häufig von Kurzarbeit betroffen sind. Wer mit seinem Einkommen nur knapp über der Armutsschwelle liegt, und dann über Monate zehn oder zwanzig Prozent weniger verdient, droht abzurutschen und gerät auf jeden Fall in eine sehr belastende Situation", erklärt die Soziologin Bettina Kohlrausch in einem Interview mit der Zeit. Das habe unmittelbare politische Auswirkungen: "Wir sehen in unseren Daten, die auf einer repräsentativen Befragung von circa 6.000 Erwerbspersonen beruht, dass diejenigen, die Einkommensverluste in der Corona-Pandemie erlitten haben, eher bereit sind, Verschwörungstheorien anzuhängen. Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Einkommensverlusten in der Pandemie und rechtspopulistischen Einstellungen." Hinzu komme, dass die Wahlbeteiligung in den unteren Einkommensgruppen bereits deutlich zurückgegangen sei. "Wer Armut bekämpft, festigt am Ende auch die Grundlage unserer Demokratie", so das Plädoyer der Soziologin, Armut nicht nur als wirtschaftliches Phänomen zu betrachten.
"Homeoffice ist ein Privileg der Reichen", zeit.de 12.5.21

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Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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