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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Werden wir Deutschen auf einmal zu Optimisten?

Die German Angst ist legendär, doch in der aktuellen Krise scheinen die Deutschen zu Optimisten zu werden. Vielleicht auch, weil die Einschläge hierzulande im Vergleich zu vielen anderen Ländern eben noch deutlich geringer ausfallen. Eine Studie des US-Meinungsforschungsinstituts PEW Research, für die weltweit fast 15.000 Menschen in 14 Staaten befragt wurden, zeigt jedenfalls: Wir sind optimistischer, als viele gedacht haben - und als die Menschen in vielen anderen Ländern, wenn es darum geht, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu betrachten. Im Schnitt betrachten zwei Drittel der Weltbevölkerung die wirtschaftliche Lage im eigenen Land als schlecht, in Italien sind es sogar 90 Prozent. Die Deutschen sehen das nur mit 47 Prozent so, eine Mehrheit findet, der hiesigen Wirtschaft gehe es gut. Interessant ist auch, dass die Einschätzung der Bevölkerung nicht unbedingt analog zur realen Krisenentwicklung im eigenen Land ist. In Südkorea etwa sank die Wirtschaftsleistung durch die Pandemie lediglich um 3,2 Prozent, aber 83 Prozent der Befragten beurteilen die Lage als schlecht. Vielleicht ist Corona ja hier so etwas wie ein Ventil, durch das sich aufgestauter Frust (zum Beispiel über die unzureichende eigene wirtschaftliche Lage) nun entlädt. 60 Prozent der Koreaner glauben übrigens auch, dass sich die wirtschaftliche Lage noch weiter verschlechtern werde, im Studiendurchschnitt sind es 47 Prozent der Befragten. Wir Deutschen hingegen blicken optimistischer in die Zukunft. Hier glauben nur 37 Prozent an eine weitere Verschlechterung, während 47 Prozent damit rechnen, dass es bald wieder bergauf gehe.
Das Ende des deutschen Pessimismus, welt.de 3.9.20

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