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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Wenn man ins Gehirn schaut ... sieht man noch nicht allzu viel

Die Neurowissenschaften haben uns in den letzten Jahren manche Einsichten darüber vermittelt, wie unser Gehirn funktioniert und demzufolge wie wir als Menschen ticken. Unheimlich muss uns das nicht sein, denn die Gehirnscanner können zwar in sehr konkreten Fragestellungen durchaus neue Erkenntnisse liefern, aber uns wirklich durchleuchten können sie (noch) nicht. "Unsere Hirnaktivität kann viel über unsere Gedanken verraten. Egal ob wir glücklich oder traurig sind oder uns für Kaffee oder Tee entscheiden: Bei jedem Gedanken stellt sich ein unverwechselbares Muster der Hirnaktivität ein. Diese Gedankenmuster können wir bereits heute mit einer Kombination von Hirnscannern und KI-Algorithmen erkennen, so ähnlich wie wir auch Fingerabdrücke mit Computern erkennen können. Allerdings gibt es natürlich erhebliche Grenzen. Wir müssen für jeden Gedanken neu lernen, wie er im Gehirn kodiert ist, und die Muster sind von Person zu Person hochgradig individuell. Wir können also heute noch keine 'universelle Gedankenlesemaschine' bauen, die beliebige Gedanken beliebiger Personen ohne Trainingszeit erkennen kann. Bis es so weit ist, wird es noch einige Jahre dauern", erklärt der Neurowissenschaftler John-Dylan Haynes gegenüber Psychologie heute. In klar definierten Szenarien kann der Blick ins Hirn schon einmal offenbaren, wie Menschen sich in einer bestimmten Situation entscheiden. Aber schon, wenn es darum geht herauszufinden, ob ein Mensch lügt, ist die Wissenschaft noch nicht wirklich zuverlässig. Im Moment scheinen Google & Co. also noch deutlich mehr über uns zu wissen, als das, was sich bei einem Gehirnscan zeigen dürfte.
Sagen Sie mal, Herr Haynes: Kann man unsere Gedanken lesen?, Psychologie heute 4.3.2022

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