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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2023

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Wie der westliche Lebensstil die Erde ruiniert

Hätten Sie gedacht, dass Deutschland indirekt für die Gefährdung von 611 Tier- und Pflanzenarten verantwortlich ist? Die Wissenschaftler Daniel Moran (Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim) und Keiichiro Kanemoto (Shiinshu Universität in Japan) haben anhand von knapp 7.000 bedrohten und gefährdeten Tierarten im Meer und an Land ermittelt, welche Lebensräume und Hotspots der Artenvielfalt durch den Konsumhunger der verschiedenen Industrieländer besonders betroffen sind. Die größten Verursacher des Artensterbens sind ihrer Untersuchung zufolge die USA, Europa und Japan. In ihrer Kartographie der Konsumfolgen zeichneten die Wissenschaftler auf, wie die Konsumbedürfnisse westlicher Länder rund um den Globus durch den verstärkten Abbau von Ressourcen natürliche Lebensräume vernichten. Mit dem Forschungsprojekt wollen sie die globalen Verflechtungen stärker ins Bewusstsein rufen. Einerseits, um für Konsumenten nachvollziehbarer zu machen, welche Auswirkungen ihre Lebensstile haben. Wer macht sich schon bewusst, wie viel Zerstörung weltweit beispielsweise mit der Gewinnung der Rohstoffe verbunden ist, die für unsere ganze Unterhaltungselektronik notwendig sind? Andererseits wollen sie damit auch eine Grundlage schaffen, dass künftig Ausgleichsmaßnehmen auch an den Orten stattfinden, an denen sie dringend notwendig wären. Die USA etwa investieren gegenwärtig etwa 99 Prozent der Gelder für den Artenschutz im eigenen Land oder in anderen wohlhabenden Ländern, übersehen dabei allerdings, dass die Schäden durch den US-Konsum eher in Südostasien und Südamerika, im Süden Europas und in der Sahelzone entstehen.Wo unser Konsumhunger am meisten schadet, Bild der Wissenschaft 4.1.17

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Buch-Tipps
Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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